Whiplash - Kinofilm über einen Drummer

  • Ja, das kennen wir alle. Und das ist wirklich nicht schön.

    Und was schließt Du daraus? Dass aufgrund der Tatsache,

    dass Herr Rich alle Grenzen überschreitet, es andere

    Bandleader ihm gleich tun? Ich bin mir sicher, dass

    man noch ähnliche Beispiele von anderen finden wird.

    Ich bin mir aber auch sicher - ohne es auch nur ansatzweise

    belegen zu können, dass das Ausnahmen sind.


    Ich glaube an Steve God und das Gute im Menschen

    fwdrums

    nontoxic: kurze lange CD-Pause

  • Ich kannte das noch nicht 😳 schockiert mich jetzt schon ein bissi… erinnert an so Filme, wo es um die Ausbildung von Marines oder so geht… oh weia…🥴

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


    “You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis


    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

  • Früher waren ganz oft solche Psychopathen am Start. Heute gibt's sicher nicht weniger Psychopathen, aber es gibt weit verbreitet doch ein paar Gesetze, die es zumindest unvorteilhaft/unrentabel gemacht haben, dem psychopathischen Donnerwetter immer freien Lauf zu lassen.

    Stattdessen haben wir heute Burn-Out.


    Und ja - mir ist egal, ob der Buddy Rich höchst persönlich so einen Müll verzapft oder sonst wer - ich halte das für psychopathischen Kackmist! So geht man mit niemandem um, so spricht man mit niemandem. Egal welchen fuck-up sich jemand geleistet hat.....was auch immer....das ist einfach krank

  • Früher waren ganz oft solche Psychopathen am Start. Heute gibt's sicher nicht weniger Psychopathen, aber es gibt weit verbreitet doch ein paar Gesetze, die es zumindest unvorteilhaft/unrentabel gemacht haben, dem psychopathischen Donnerwetter immer freien Lauf zu lassen.

    Stattdessen haben wir heute Burn-Out.


    Und ja - mir ist egal, ob der Buddy Rich höchst persönlich so einen Müll verzapft oder sonst wer - ich halte das für psychopathischen Kackmist! So geht man mit niemandem um, so spricht man mit niemandem. Egal welchen fuck-up sich jemand geleistet hat.....was auch immer....das ist einfach krank

    Heutzutage wird man damit Präsident, zweimal. Buddy Rich konnte immerhin ganz gut Schlagzeug spielen und war obendrauf gelegentlich sehr seltsam, dafür hat er die Leute,die er gefeuert hat, dann auch wieder eingestellt und auch alle bezahlt,soweit ich das weiß.

  • Das Mindset, das notwendig (oder gängig) ist um - egal in welchem Bereich - extreme Dinge zu leisten, geht wohl fast nie mit Durchschnittspersönlichkeiten Hand in Hand.


    Wer angepasste sozialverträgliche Typen mit herrausragenden Leistungen (wie immer man das nennen mag) herbeiwünscht, wird sich wohl auf sehr lange Wartezeiten einstellen müssen (gegen Unendlich).


    Heutzutage sind diese Utopien wieder en vogue. Warum akzeptiert man nicht einfach, dass Extreme extrem sind?

  • Früher waren solche Bandleader leider gar nicht so selten. Ich habe noch ein paar solcher Kaliber gekannt, bzw. leider sogar selbst erfahren. Erich Kleinschuster (früherer Leiter der ORF Big-Band), Franz Bileck und so Konsorten haben dich nicht nur hinter der Bühne, sondern sogar auf der Bühne vor Publikum dermaßen zur Sau gemacht, dass es nicht mehr lustig war. Besonders als junger, sensibler Musiker, der ich damals war. Mein seeliger Vater, selbst Schlagzeuger meinte früher, dass man als Musiker eine harte Haut haben muss. Das ist ganz normal. Naja... da bin ich dich froh, dass sich das mittlerweile geändert hat.
    Aber das ist der Grund, warum ich den Film Whiplash fürchterlich finde und ihn mir nicht ansehen kann.

  • Ich denke, dass Extreme und die (besonders hohe) "Leistung" eines Menschen nicht zwingend mit asozialem Verhalten einhergehen. Nach meiner Einschätzung gibts unter Künstlern und Musikern genau so viele unterschiedliche Typen wie überall sonst auch. Es gibt so viele Beispiele von großen Persönlichkeiten unter den Schlagzeugern, die nette und coole Typen sind. Da braucht man sich nur Interviews anzuschauen.


    Ich wäre auch vorsichtig mit Begriffen wie "Psychopathie". Das ist eine schwere antisoziale Persönlichkeitsstörung und geht weit über cholerisches und narzisstisches Verhalten hinaus.


    Klar - es geht auch in der Musikszene mitunter ziemlich rau zu. Aber "Whiplash" hat das definitiv überzeichnet. Körperliche Gewalt und blutig geübte Hände entsprechen definitv (zum Glück!) nicht der Realität.

  • Heutzutage sind diese Utopien wieder en vogue. Warum akzeptiert man nicht einfach, dass Extreme extrem sind?

    Ich finde diese Haltung sehr schade. Um Herausragendes zu leisten ist es weder notwendig, noch ergibt sich daraus ein Anrecht ein Arschloch zu sein.

    Warum sollte ein positives Miteinander utopisch sein?

    Blaukraut bleibt Blaukraut & Brautkleid breibt Blaubtkreid

  • Warum akzeptiert man nicht einfach, dass Extreme extrem sind?

    Weil der Mensch ein soziales Herdentier ist und diese Mär vom erfolgreichen, rücksichtslosen "Ellenbogentypen" mitverantwortlich dafür ist, dass wir gerade kulturell dabei sind, 80 Jahre Frieden und Freiheit in einem überwiegenden Teil der Welt zu verspielen. 80 Jahre, in denen die wichtigsten Länder der Erde sich einig waren, dass man genau diesen Typen eben nicht zu viel Einfluss geben darf.

  • ....ich bin ja gerade mit meinem 1,5 Jahre alten Sohnemann unterwegs.

    Sollte mir im Laufe seines Aufwachsens irgendwann zu Ohren kommen, dass so ein - und ich sage es nochmal - Psychopath in der Nähe meines Kindes sein Unwesen treibt (muss ja nichtmal direkt gegen ihn gehen), dann setzt es was! Unmöglich! ....und ich verwehre mich dagegen, dass solche Leute auch noch "akzeptiert" werden. Nein Nein Nein, solche Leute gehören separiert.

    Die Aussage, dass zum Erreichen von Höchstleistungen jedweder psychische Knacks "in Kauf zu nehmen" ist - find' ich zum Speiben

  • Ich hatte mal eine. Psychopathischen Chef, der uns alle im Griff hatte. Tatsächlich haben wir als Team großartiges erreicht, aber auch einen Preis bezahlt. Gestern hatte ich mich mit einem Kollegen aus der Zeit getroffen und wir waren beide froh, die Zeit hinter uns gelassen zu haben.

    Ich vermute, von solchen Charakteren gibt es in sogenannten High Performance Umgebungen mehr, als wir gerne glauben möchten, im Kulturbetrieb, im Sport, bei Unternehmen oder der Politik.

  • Ich hatte mich aus verschiedenen Gründen näher mit dem Thema Psychopathie beschäftigt und mich auch mit einer Psychologin darüber unterhalten. Sie meinte dazu, dass Psychopathen oft gewalttätig und kriminell sind. Und wenn sie das nicht sind, dass man die Kälte und den falschen Charme schnell merken würde (im besten Fall zumindest). Psychopathen machen wohl nur etwa 1% der Gesellschaft aus.


    Anders formuliert sind Arschlöcher und narzisstische Menschen nicht gleich Psychopathen. Besonders intelligente Psychopathen sind wegen ihrer Emotionslosigkeit sehr kalkuliert und beherrscht und daher wahrscheinlich selten so cholerisch wie die Typen, um die es hier geht.


    im Kulturbetrieb, im Sport, bei Unternehmen oder der Politik.

    Hmm - zumindest überall da wo sie Macht ausüben und viel Geld verdienen können, sicher: https://www.zeit.de/karriere/b…-psychologe-jens-hoffmann


    Aber im Kulturbetrieb? Glaube ich weniger.


    Dem aktuellen US-Präsidenten bescheinigen Experten eher eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, keine Psychopathie. Psychopathen machen selten so ein Affentheater, glaube ich.

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