Alternative Triggertechnologien

  • Ich habe heute auf einem Konzert einen Touchtechnik-Spezi nach meine "Idee" befragt.
    Druck kann diese Technik (so, wie sie derzeit für Screens entwickelt wurde) nicht
    Messen. Anschlag oder Druck wird über die Auflagefläche berechnet, wenn ich
    das richtig verstanden habe. Ob das so bei starrem Material, im Gegensatz zu i.d.R.
    Fingern so möglich ist, Hmm. Er sieht eigentlich auch keine wirkliche Alternative
    zu Piezos. Da diese aber keine Matritze aufbauen können, wäre vielleicht
    eine Kombination denkbar. Auch hier schon angesprochene Lichttechnik war ein
    Thema. Wegen des geilen Konzerts haben wird das aber nicht weiter zuende
    entwickelt ;)


    Ich bleibe aber dabei, dass eine alternative Technik wohl massentauglich verfügbar
    sein muss, damit auch die großen E-Drum-Hersteller ein Auge darauf werfen.


    Wie klein könnten diese Piezos eigentlich konstruiert werden? Im Schlagzeug-
    Bereich kenne ich ja nur diese Geldstück-großen Bauteile.
    Ganz naiv gefragt: warum immer nur ein oder zwei davon pro Pad?
    Gar keine Piezo-"Matrix" durch ausgefeilte Technik realisierbar?

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  • Dazu fällt mir ein Mandala und Simmons SDX Pads. Beide nicht mit Meshfell, aber dennoch interessant. Das olle Simmons hatte 3 Zonen (Center, Head, Rim), das Mandala 126 Zonen als Controller und 6 mit der Mandala Software.


    Was das Simmons SDX konnte, kann man auch heute noch mit Meshfellen machen. Was da an Trennung zwischen den Piezos nicht hat, kann man mit DSP Powere herausrechnen.


    Das Mandala ist sicher der Weg für professionelle Hybrid-Drummer, denn dort Fehlt zwar das Meshfell, aber dafür hat man reichlich möglichkeiten spieltechnik in Sound zu übersetzten. Live denke ich ist dasAnschlaggeräusch der Pads kein Problem für die Nachbarn.

    "Man muss das Grundgesetz vor seinen Vätern schützen und die Verfassung vor ihren Schützern."
    "Der Faschismus ist eine Spielart der freien Marktwirtschaft."
    Wolfgang Neuss


  • Dazu fällt mir ein Mandala und Simmons SDX Pads. Beide nicht mit Meshfell, aber dennoch interessant. Das olle Simmons hatte 3 Zonen (Center, Head, Rim), das Mandala 126 Zonen als Controller und 6 mit der Mandala Software.


    Schon mal gesehen, aber jetzt wo Du es schreibst, habe ich mir das mal näher angesehen - ist schon interessant:


    Live Demo:
    https://www.youtube.com/watch?v=vc-eE_zXXcg


    Demo mit Ableton Live:
    https://www.youtube.com/watch?v=vF6xgJbXSwQ

  • Also, @trommeltotti und Drumstudio1, was ist denn wünschenswert aus eurer Sicht?


    Hier warte ich ja immer noch auf den - hoffentlich großen - Input von trommeltotti.
    Drumstudio1 hat ja schon sehr ausführlich einige theoretische Möglichkeiten skizziert und Wunschlisten geäußert.


    Eine existierende Technologie (Piezos) als veraltet abzutun, bloß weil sie 40+ Jahre in Gebrauch ist, macht ja erst vollumfänglich Sinn, wenn man auf eine neue, bessere, verfügbare und bezahlbare Technologie verweisen kann, die aus nicht nachvollziehbaren Gründen (noch) nicht eingesetzt wird.


    trommeltotti müßte eigentlich eine ganze Schublade voll mit Ideen, Vorschlägen und Wünschen haben, die er immer schon mal Roland und Yamaha um die Ohren schlagen wollte ...

  • Da hat der Trommeltotti vor 6 Jahren schon mal seine Ideen kund getan, schau mal in diesen Thread, der sich lohnt zu Ende zu lesen.

    Das gilt aber doch auch für viele andere hier - so auch in dem von Dir verlinkten Thread.
    Ich möchte mal eines ganz deutlich schreiben, von dem hoffentlich klar wird, was auch mich seit einiger Zeit beim Thema E-Drums im DF nervte,
    auch wenn ich diesbezüglich inzwischen eine gewisse Gelassenheit erlangt habe:


    Es ist keine Sünde, sich mit dem Gegebenen zu beschäftigen und damit zu arbeiten - Lösungen zu erarbeiten und hier und da mal Fragen zu stellen.
    Es ist auch keine Sünde, das Gegebene als unzureichend einzustufen, und mit kritischem und visionärem Blick an die Sache heranzugehen.
    Es ist aber auch - verdammt nochmal - keine Sünde, das Gegebene anzuerkennen, mit dem sich andere Beschäftigen, ohne dafür seine Visionen
    aufgeben zu müssen.


    Ich beschäftige mich mit dem Gegebenen, und habe dadurch NATÜRLICH auch kritische und mitunter visionäre Gedanken. Und gerade hier im
    DF bin ich da mit absoluter Sicherheit kein Einzelfall. Also nicht für oder gegen Totti und andere, am besten doch mit, oder?


    Gerade in den letzten Wochen/Tagen gab es doch einige interessante Beiträge in den E-Drum-Threads, finde ich.


    Edith1 meint, falls jemand ein Problem mit dem Wort "Sünde" hat: Amen!
    Edith2 hat eingesehen, dass es das Wort "verstammt" in diesem Zusammenhang doch nicht gibt

    3 Mal editiert, zuletzt von Albatross ()

  • Das heißt, sechs Jahre lang ist aus den ganzen - teils wirklich spannenden und vielversprechenden - Ideen NICHTS geworden (nullo, niente, nix)?!
    Spricht jetzt nicht unbedingt FÜR diese Ideen, oder?!
    Oder kommen jetzt wieder die Verschwörungstheorien, dass Rolamaha alle Patente für die Schublade gekauft haben?
    Trommeltotti hat ja seinerzeit sinngemäß gesagt: "Sollen sich mal die Ingenieure drum kümmern, ist ja schließlich ihr Job. Ich weiß nur, was ich haben will." (Ob mit oder ohne Fußaufstampfen weiß ich nicht)
    Tja, offensichtlich hatten die Ingenieure Besseres zu tun. Oder Lukrativeres, wer weiß.
    Oder sie arbeiten hart daran und sind kurz vorm Ziel (psst, geheim!) und das Allheilmittel gegen Krebs ist als Beifang mit dabei.
    Auch möglich, wenngleich wenig wahrscheinlich.
    Na ja, in sechs Jahren sprechen wir uns wieder. Solange spiele ich E-Drums mit Piezo-Technik und lasse mich hier als rückständigen Trottel bezeichnen.

  • Vor dem Hintergrund, dass hier in letzter Zeit ganz angenehme Zurückhaltung herrschte, empfinde ich manche provokante Feststellung als "Nachtreten".

    -
    Gesendet von meinen Babyphone mit Papatalk

  • Ich würde auch jedem zugestehen deutliche Kritik an Produkten oder sonstigem zu üben, aber wenig Lust zu verspüren ideen für umsonst 'rüberzureichen.


    Mir ist das von Drummern bekannt die ab und an Input umsonst liefern. Aber nicht jeder fühlt sich gut damit. Es ist nicht jeder als altruistischer Jesus geboren und oftmals hält sich die gegenüberliegende Seite auch die Ohren zu. Vieles an Erfahrungen ist suboptimal und einiges unschön. Insofern kann man von außen vom sicheren Forum-Logenplatz :D aus vielerlei Gründen nicht so leicht "erwarten"/"verlangen"/oder "Schlüsse ziehen".


    Davon abgesehen - ganz allgemein - vielleicht auch bedenkenswert: Nicht selten macht Kritik auch dann großen Sinn, selbst wenn man atok noch keine realsierbare bessere Option entwickelt hat. Das kennen wir aus allen Lebensbereichen.

  • Diese Crowdfunding-Geschichte ist ja eine interessante Möglichkeit,
    Lösungen ohne "die Großen" marktreif zu entwickeln. Nur muss man
    halt erstmal eine Lösung am Start haben, die zudem die Patente anderer
    nicht verletzt. Diese Magnadrum-Geschichte klingt interessant, durchschaut
    habe ich sie aber noch nicht wirklich. Dafür sind die Demos zu knapp.
    Mal schauen, wie sich das entwickelt.


    Das Thema Licht- oder Kameratechnik wurde ja auch immer wieder
    mal ins Spiel gebracht (denken wir an die Bewegungssensoren
    von Wii oder Play Station). Lufttrommeln wollen aber wohl die
    meisten nicht. Wenn man das aber mal weiter spinnt ...


    So ein Feldsensor an der Stange oberhalb der Beckenkuppe,
    360 Grad, könnte einiges an den Controller senden. Anschlagstärke,
    Rebound, Winkel des Sticks, Schwingungen des Beckens, Aufschlagposition,
    etc. Man könnte jetzt weiter spinnen und messen lassen, ob mit Kugel-
    oder Tropfen-Sticks, Rods oder Besen gespielt wird. Auf Basis dieser
    Berechnungen und der Schwingungen des Beckens sogar ggf. die Beckenart
    (durch Größe und Form, Standard, China, Schweizer Käse-Löcher, etc.)
    An den Pads - sagen wir an den Rims angebracht - stellt sich die
    Frage, ob das Feld zwischen Fell und Rim-Oberkante (man schlägt i.d.R.
    ja von oben) ausreicht, alle Informationen aufzufangen.


    Ein Freud hat noch die Gyro- und Beschleunigungssensoren ins Spiel
    gebracht - an den Sticks. Da sehe ich diverse Schwierigkeiten, allein
    schon die Verkabelung. Funktechnik ist wohl noch nicht so weit, dass
    da latenzfrei gesendet werden kann. Ich kenne mich aber nur mit
    Bluetooth und WLAN aus. Wir weit z.B. die profefessionelle Drahtlos-
    mikrofonie ist, kann ich nicht im Ansatz beurteilen. Ein Vorteil hätte
    dieser Ansatz aber: diese Technik ist lange verfügbar und sehr billig.
    Auch hier wären Kombinationen (Sticks, Pads/Cymbals) denkbar.


    Hier mal der nötige Chip (4x4mm groß):
    http://www.st.com/web/en/resou…/datasheet/CD00265057.pdf


    Eine fertig aufgebaute Platine im freien Handel (lässt sich so natürlich nicht in Sticks einbauen):
    http://www.amazon.de/MPU-6050-…-Modul-6050/dp/B00D1K5Z5Q


    eine Rasperry Pi-Lösung:
    http://ozzmaker.com/2013/04/29…eter-with-a-raspberry-pi/


    Was die Gen-16-Lösung angeht, frage ich mich, warum dieses Modul? Warum die Mikrofonsignale nicht direkt abnehmen?
    Ich habe das vor zwei Jahren mal kurz - wirklich kurz und mit einem billigen C2-Overhead - getestet: klang grausam. Aber
    professionell angegangen?

  • Vor dem Hintergrund, dass hier in letzter Zeit ganz angenehme Zurückhaltung herrschte, empfinde ich manche provokante Feststellung als "Nachtreten".


    Was in diesem Zusammenhang nicht wirklich verwunderlich sein sollte wenn man davon auszugehen hat, dass eine bestimmte Personen- und Zielgruppe E-Drum Technologien nicht unbedingt als ein vielseitiges (Schlagzeug) Arbeitswerkzeug betrachten muss, sondern vielmehr als ein Prestigeobjekt oder ein Statussymbol verstanden sehen möchte welches für diese Zwecke trotzdem einen ausreichenden Spaßfaktor anbieten wird. Diese Kundschaft hat Potential und aus diesem Grunde wird wohl die marktführende E-Drum Industrie weiterhin diesem Personenkreis ihre ungeteilte Aufmerksamkeit widmen wollen. Heutige Piezo-Technologien und einfache Synthesizer Modulsounds werden gerade auch für den anvisierten Hobby- und Heimbereich völlig ausreichend sein. (Einmal die NoName Billig Produkte außen vor gelassen) Und genau damit beginnt das Problem für den Schlagzeuger welcher vielleicht sogar sein A-Setup aus vielschichtigen Gründen durch ein möglichst leistungsfähiges (leises) E-Drum System ersetzen möchte. (Bühne. Ü-Raum, Studiosession usw.) Und da Wir Uns hier in einem Schlagzeug Fachforum befinden werden wird ein gewisser Interessenkonflikt solange unterschwellig vorhanden bleiben, bis sich am Markt auch ein entsprechendes E-Drum Segment für den ambitionierten/professionellen Schlagzeuger durchsetzen wird. Sicherlich gibt es jetzt schon diverse Anwender (auch professionelle) welche sich mit bisherigen E-Drum Möglichkeiten arrangieren werden. (Bevorzugt dann wohl auch im Tanzmusik Segment) Aber es bleibt bis dahin ein Kompromiss in Sachen Schlagzeug Instrument.


    Daher ist primär das Problem bei den Herstellern zu suchen welche endlich in der Lage sein sollten die Anforderungsprofile eines Schlagzeugers auch wirklich zu erfassen um entsprechende Produkte entwickeln zu können. Falls es einigen hier noch nicht aufgefallen sein sollte: Die einschlägige E-Drum Industrie richtet seine Produkte konzeptionell schon seit vielen Jahren ganz konsequent vorbei an den eigentlichen Schlagzeugern aus. Und zwar ohne mit den Wimpern zu zucken! Und trotzdem wird man diese Systeme in den Drumabteilungen vorfinden und mit Hochglanz Werbematerialien überschüttet welche einem ein authentisches Schlagzeug Instrument suggerieren möchten.


    Gerade auch bei erheblichen Summen betrachte ich persönlich Hersteller als Dienstleister. Unter Dienstleistung verstehe ich auch zwingend die Kompetenz meine Anforderungen als Schlagzeuger gebührend zu erkennen um dieses Wissen in entsprechende Produkte umzusetzen. Die bekannten Piezo-Technologien werden nicht ausreichend sein um ein A-Set möglichst authentisch reproduzieren zu können. Alleine schon die Crosstalk Problematiken bei Piezoelementen verhindern eine authentische Umsetzung aller Anschläge auf den Meshkesseln und Becken. Das muss ich zwingend auch als Hersteller erkennen und damit automatisch nach geeigneten Alternativen forschen und Ausschau halten.


    Ich bin mir ziemlich sicher das es da draußen bereits entsprechende Trigger-Technologien geben wird welche eine fehlerfreie Umsetzung der Anschläge verwirklichen werden. Man muss diese Technologien nur mit einem entsprechenden Sachverstand und Willen finden. Ab gewissen Preisdimensionen sollte man von E-Drum Herstellern genügend Kompetenzen in Sachen akustisches Schlagzeug Instrument verlangen dürfen. Wer über 7000.00 € für ein E-Drumset von mir verlangen möchte, der sollte damit auch gleichzeitig die Kapazitäten für ein entsprechendes Drummer Team vorweisen können welches maßgeblich in die Entwicklungsphase mit eingebunden werden sollte.


    Wäre das grundsätzlich der Fall, dann würden versprochene akustische Schlagzeug Simulationen sicherlich Heute schon ganz anders aussehen/anfühlen und klingen können als das bisher der Fall sein sollte.



    Na ja, in sechs Jahren sprechen wir uns wieder. Solange spiele ich E-Drums mit Piezo-Technik und lasse mich hier als rückständigen Trottel bezeichnen.


    Nicht das Wir Uns hier missverstehen sollten ..... ich habe vor nicht allzu langer Zeit selber in Piezo Einbausysteme investiert. (Rathgeber Drums und drum-tec) Mein primäres Anliegen galt aber weniger der Piezo-Technologie sondern vielmehr einer grundsoliden und belastbaren Haltekonstruktion für selbige. Allerdings war mir dabei wichtig, dass die verbauten Piezoelemente, Cushions und Entkopplerkissen in ihrer Funktionsweise und Qualität mindestens den ROLAND Systemen entsprechen werden. Und das scheint mir hierbei absolut gegeben zu sein.


    Du solltest damit also nicht der einzige "rückständige Trottel" sein welcher bis dahin wohl notgedrungen mit Piezo-Technologien operieren wird. ;)


    Selbst wenn es wider erwarten nicht zu neuen Trigger-Technologien in absehbarer Zeit kommen sollte, eine Möglichkeit wäre immer noch naheliegend: Zeitgemäße VST-Instrumente werden auch ohne PS Funktionen und Erkennung der Handsätze wesentlich lebendigere Ergebnisse erzielen können als mit PS und den starren Modulsounds. (Machine Gun Effekt usw.) Dazu würde man aber ein ausgereiftes Drum To Midi Interface benötigen um nicht unnötig ein Soundmodul mit möglichst zahlreichen Trigger-Eingängen kaufen zu müssen. Diese Geräteklasse wird man aber wohl aus marktstrategischen Gründen nicht von den einschlägigen Herstellern erwarten dürfen, weil man damit wohl automatisch die eigenen Modulgeräte zumindest zu diesen Preisgefügen infrage stellen müsste.


    Wie ich schon oben schrub: Es ist in diesem Segment nicht unbedingt erforderlich gewisse Leistungswerte anbieten zu müssen sondern man sollte vielmehr in der Lage sein eine bestimmte Zielgruppe konzeptionell bedienen zu können. Daher wird das auch schwierig werden mit neuen Trigger-Technologien.



    Gerade in den letzten Wochen/Tagen gab es doch einige interessante Beiträge in den E-Drum-Threads, finde ich.


    Ja, finde ich auch. Zwar recht konträr aber durchaus unterhaltsam und bisweilen interessant.


    In den USA hat gerade ein Kickstarter-Projekt begonnen. Ziel: Ein neuer Trigger. Eine neue Technologie scheint es nicht ganz zu sein, aber vielleicht habe ich das Prinzip auch nicht wirklich geschnallt. :D


    Danke für diesen Hinweis.


    Gruß


    Trommeltotti

    3 Mal editiert, zuletzt von trommeltotti ()

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