Alternative Triggertechnologien

  • Dieser Thread entstand durch Auslösen der Überschrifts-Thematik aus dem TD-25-Thread. Trigger-Technololgie-Ideen/-Visionen werden hier gesammelt.
    mod orange


    Die Triggertechnik ist wohl seit den 1980ern stehen geblieben. Ich meine mich zu erinnern, dass man schon damals Piezos auf die Felle geklebt hat. Seit den 1990ern mit Schaumstoff dazwischen. Genau wie bei Ronald heute.


    btw: der "Piezoeffekt wurde im Jahre 1880 von den Brüdern Jacques und Pierre Curie entdeckt" (wikipedia) ;)

    2 Mal editiert, zuletzt von noPsycho () aus folgendem Grund: zur besseren Lesbarkeit gekürzt

  • sorry für die Ironie, das bezog sich auf "Neueste" Triggertechnik.
    die ist nicht neu, sondern uralt, Die Triggertechnik ist wohl eher seit den 1980ern stehen geblieben.


    Ich hatte schon vertanden, dass Du das ironisch meinst, aber zur Triggertechnik gehört meiner Ansicht nach auch z.B. das Positional Sensing, und das ist nicht so alt und vor allem beim TD25 vorhanden (zumindest für Ride und Snare). Die Konkurrenz bietet das z.B. nicht - und in meinen Augen ist das tatsächlich ein ganz, ganz großer Vorteil der Roland-Module, die diese Fähigkeit integriert haben.


    Ich meine mich zu erinnern, dass man schon damals Piezos auf die Felle geklebt hat. Seit den 1990ern mit Schaumstoff dazwischen. Genau wie bei Ronald heute.


    Und die Erfindung des Rades ist noch länger her, aber was besseres haben wir immer noch nicht gefunden: Ich warte schon seit Jahren darauf, dass mein Hoverboard endlich geliefert wird ;)


    btw: der "Piezoeffekt wurde im Jahre 1880 von den Brüdern Jacques und Pierre Curie entdeckt" (wikipedia)


    Schon faszinierend, dass eine Technik so lange "modern" bleiben kann. Wobei: Die Roland-E-Drum Module aus der Jahrhundertwende (19./20. Jhd) wurden afaik noch mit Dampf betrieben ;)

  • Eine völlig neue Technik etwas über Laserabtastung, von der so mancher hier träumt würde wenn überhaupt nur sehr geringe Vorteile zu einem hohen Preis bringen.



    das seh ich schon etwas anders. also ich hab nicht den Anspruch die Schlagzeugwelt retten, das müssen andere tun.
    Aber da ich an einer Forschungseinrichtung arbeite, die sich auch mit Optics und Photonics beschäftigt, mal folgende Idee eines relativ realistischen neuen Systems:


    man nimmt einen Spannreifen der innen zwei übereinanderliegen Matrixen aus Lichtstrahlen aufbaut, ähnlich wie zwei Federballschläger, die übereinander liegen. Wenn nur irgendetwas die beiden Lichtfelder "durchschlägt (z.B. ein Stick), kannst die die Geschwindigkeit und den auf Aufschlagort bestimmen. Kennst du noch Maße und Masse des Sticks, z.B. durch einen 3D-Scan sowie einfaches wiegen kannst du virtuell jeden Schlag genau bestimmen und in Töne umsetzen.


    Soweit die Theorie. So etwas würde bedeuten, dass man kein Modul mehr braucht, keine Kabel, keine Mesheads und man das an jedem Drumset montieren könnte. Via Bluetooth oder WLan steuert das Signal ein App an und setzt es um. Das Handy fungiert dann das Modul, vermutlich reicht eine normale Mini-SD-Karte für die gesamte Sounderzeugung mit Positional Sensing und gesampelten Akustik-Sounds. Dadruch dass man das System auch auf normalen Fellen spielen kann, wär das realistisches A-Spielgefühl da.


    Bei Becken müsste die Feldmatrix von der Beckenmitte aus (also vom Ständer) produziert werden, was auch geht


    Produktionskosten bei heutiger LED-und Lasertechnik sicher weitaus günstiger als ein E-Drum.


    aber wie gesagt, ich will ja nicht die Welt retten. Mir reichen meine DIY-Triggersysteme am TD-12.

    2 Mal editiert, zuletzt von noPsycho ()

  • eben nicht. du kannst das auch auf meshheads montieren, oder einfach auf Felle ohne Kessel oder Pappe ;). Lautlos ist es nicht, aber überall einsetzbar, bei e-und adrum


    und noch ergänzend: das TT ;) Latenzproblem wäre gleich mitgelöst, weil man braucht keinen trigger-to-midi-converter für VST-Instrumente, da es keine Trigger mehr gibt sondern nur noch annähernde Lichtgeschwindigkeit ^^

    2 Mal editiert, zuletzt von noPsycho ()

  • O.K. Das alles ist zwar wieder sehr am Tehma vorbei aber ich möchte mal in meinen Worten zusammen fassen.


    Du möchtest in jedem Pad 2 kreuzweise übereinander gelagerte Lichtgitter, eine Auswerteelektronik mit Stromversorgung und einen Bluetooth oder WLan-Sender unter bringen.
    Das ganze für ein durchschnittliches Set 7-8 mal.


    Gesetzt dem Falle jemand würde so etwas entwickeln, würde der das sicher auch nicht tun um die Welt zu retten, sondern um Geld zu verdienen.
    Ein solches System, für das ja zu erst mal erhebliche Entwicklungskosten angefallen sind, würde sicher weltweit patentiert werden und dann als Weltneuheit Vermarktet werden.


    Wenn heute ein einigermaßen ansehnliches Pad mit einem 0,50€ Piezo als Abnahmesystem für ca. 350,-€ gehandelt wird, was meinst Du würde ein solch aufwändiges Pad dessen Elektronik absolut Stoßfest verbaut werden muss wohl kosten?
    Und würde der Mehrpreis von 7-8 Pads nicht doch ein Modul aus machen?
    Und wäre eine Übertragung der einzelnen Signale per Bluetooth oder WLan wirklich live tauglich?
    Die Meisten Schlagzeuger haben ja schon deutliche Ressentiments gegen E-Drumms weil zu viel Technik.
    Was Glaubst Du würden sie zu einem solchen Technikmonster sagen?

  • ich hätt ja nix gesagt, wär nicht der Spruch mit der "neuesten" Triggertechnologie gekommen ;)


    Ich muss an dieser Stelle natürlich zu geben dass der eigentliche Trigger ja im Pad sitzt und natürlich im wesentlichen seit Jahren unverändert ist.
    Aber die Leistung der Module bezüglich der Auswertung dieses einfachen Signales machen doch offensichtlich und anerkannt Fortschritte (auch wenn das so mancher gerne leugnen möchte).


    Ich bitte mich aber nicht falsch zu verstehen. Es ist nicht meine Aufgabe als Anwalt von Roland oder sonst jemanden auf zu treten.
    Aber bei dem ganzen Gebasche regt sich in mir der Wunsch zu widersprechen.

  • Rolidrummi


    so komplex ist das gar nicht:


    das System besteht ja am Ende nur aus mehreren Spannreifen bzw. elektronischen Beckenspitzen, jeweils einem kleinen Chip der die Signale empfängt, und umsetzt in OIOIOOOIII etc. und das dann an ein Smartphone versendet.


    Entwicklungskosten liegen sicher deutlich unter einer Million, incl. der ca. 2 Physiker (für die Technik) und 2 Informatiker (für das App), die man braucht (2 falls mal einer in Urlaub möchte ;)


    VG, Micha


    edt: habe ich schon verstanden, nimm es mir nicht übel, dass ich da rauf rumgeritten haben :)

  • man nimmt einen Spannreifen der innen zwei übereinanderliegen Matrixen aus Lichtstrahlen aufbaut, ähnlich wie zwei Federballschläger, die übereinander liegen. Wenn nur irgendetwas die beiden Lichtfelder "durchschlägt (z.B. ein Stick), kannst die die Geschwindigkeit und den auf Aufschlagort bestimmen. Kennst du noch Maße und Masse des Sticks, z.B. durch einen 3D-Scan sowie einfaches wiegen kannst du virtuell jeden Schlag genau bestimmen und in Töne umsetzen.


    Und auf welcher Höhe über dem (Mesh)Fell werden diese zwei Lichtstrahlmatrizen sein?
    Ein Fell schwingt ja bekanntlich 'rauf und runter', d.h die untere Lichtstrahlmatrix muss höher liegen als die maximale Auslenkung des Felles beim stärksten Anschlagen der Trommel (von den Heaviest Hittern) [sagen wir x mm über dem Fell] und die obere Lichtstrahlmatrix muss tiefer liegen als die obere Auslenkung des Kopfes eines Sticks bei einem Buzzroll oder supersoften Jazzer-Ghostnotes[sagen wir y mm über dem Fell]. Wenn nun x >= y-z ist, wo z der Abstand der zweier Lichstrahlmatrizen ist, haben wir ein Problem, oder?
    So einfach scheint mir hier die Umsetzung jetzt eben auch nicht zu sein... :S

    Ich bin ein Folivora :?:

  • Die Schwingung des Fells ist sicher eine Herausforderung, aber ein Fell schwingt ja niemals über einen Spannreifen hinaus. Der Abstand der Lichtmatrixen zueinander und vom Fell ist sicher für die Kosten entscheidend, aber sicher weniger dafür, ob es geht. Vielleicht fordert es auch härtere Felle, damit nichts reinschwingt, aber das kann man vielleicht auch einfach durch Schwellenwerte in der Software steuern. Man muss ja auch verhindern können, dass z.B. eine Fliege, die sich aufs Fell setzt , keinen Trommelwirbel auslöst. Ich mein damit, dass z.B. eine Stick mit einer bestimmen Größe und Gewicht immer eine etwa ähnliche Lichtbrechung verursacht, die man in der Software für die Auslösung des Tones als Schwellenwerte definiert und alle andere lässt das System kalt.


    Einfach für uns Laien ist das sicher nicht, aber wenn ich sehe, was die Forscher an meinem Institut z.T. bauen, dann klingt diese Idee eher wie die Umsetzung eines Bulldozers (von der Größe). Und zur Forschung gehört immer das Probleme lösen als Motor von jeder Entwicklung.


    btw: wenn das mal einer angeht: ich beanspruche Lizenzgebühren ;)

    Einmal editiert, zuletzt von noPsycho ()

  • Aus diesem Post entnommen.
    [...]


    Also mal Butter bei die Fische:
    - Welche fortschrittliche Technik sollten die Großen anstatt der veralteten Triggertechnik einsetzen?
    - Was genau wäre noch nötig, um das gleiche Spielgefühl wie am akustischen Set zu ermöglichen?


    [...]

    2 Mal editiert, zuletzt von Albatross ()


  • und hier beginnt die nächste runde, neuzugestiegene halten bitte ihre fahrscheine bereit.


    Ich hab dann mal ein Ticket gezogen ... ;)


    ... und bediene mich dazu der guten Fragen von Kollegen Albatross:

    Also mal Butter bei die Fische:
    - Welche fortschrittliche Technik sollten die Großen anstatt der veralteten Triggertechnik einsetzen?
    - Was genau wäre noch nötig, um das gleiche Spielgefühl wie am akustischen Set zu ermöglichen?


    Also, @trommeltotti und Drumstudio1, was ist denn wünschenswert aus eurer Sicht?
    Von trommeltotti weiss ich, dass er großer Fan von Bass-Shaker-Systemem ist.
    Heißt das z.B., dass E-Drums grundsätzlich mit Shaker-Systemen ausgeliefert werden sollten?
    Wird dieses Feature von anderen E-Drummern (Hobbyisten und Profis) als Serienausstattung schmerzlich vermisst?

  • @ Jensensen
    Ich war offengestanden zunächst nicht ganz sicher ob die Aufforderung eher leicht ironischer Versuch war Trommeltotti zur weiteren Wiederholung zu bringen...


    Dann dachte ich aber: Nein! Der Jensensen meint es wirklich nett-kollegial und konstruktiv!


    Und so komme ich dem Angebot gerne (aber mittlerweile ermüdet) nach. Wobei es schon etwas Off-Topic ist, da der Thread ja Kritik an den etablierten heißt und nicht "Verbesserungsvorschläge Unverbesserlicher Forummitglieder"... hahaha.


    Die Strukturierung von mir bei untenstehendem ist großer Mist! Pbu wird zurecht den Kopf schütteln. Ich habe seit Wochen bis Oktober ein recht aufwendiges Videoprojekt (selbstgewählt = selber Schuld) an der Backe :D und bin im Forum mit Ausnahmen der letzten Tage eher selten(er). Ich hätte besser strukturieren müssen und es sind zu viele Fehler. Dazu kommt der klitzekleine 14" Monitor. Sorry für das Chaos.


    Aber ich dachte besser einiges Schreiben (Wenn auch etwas unstrukturiert und chaotisch) als feige wegducken und nicht antworten.


    Wichtig: Sollte der lange Text stören, oder zu Off-Topic sein, ein Wort der Mods und ich entsorge den sofort selbst mittels edt.


    Zunächst, um es nur knapp und nicht allzu gebetsmühlenartig ;) zu wiederholem, weiß jeder der hier etwas länger im Forum mitliest, dass ich eine völlig andere Meinung als Totti in diversen Punkten vertrete. Differenzierung ist ein hohes Gut. Wer weit mehr als 127 Dynamikstufen fordert sollte nicht nur Totti und Gerald unterscheiden können,. gelle? :D

    Und etwas abseits des Themas:
    a.) Ich bewundere menschlich Totti's Gelassenheit auch Ausfällen und unschönen Äußerungen/Mutmaßugen ihm gegenüber (zum Glück nur von wenigen).
    b.) ... kann mir aber das permanente WIederholen bzw. Zurückkehren auf die "Schwächen Rolands" selbst dann wenn gerade von Erdbeereis die Rede ist, auch nicht erklären und ringe dann seit Jahren um Luft.
    Aber auch das habe ich anderen Thread schon mehrfach geäußert.


    Ambivalenz beschreibt meine Stimmungslage da seit Jahren sehr gut, insbesondere da vieles im E-Drumsektor so erschreckend hohl ist, dass mir deutliche Kritik so berechtigt erscheint. Nur das Wiederholungsausmaß stellt mich vor Rätsel.


    Und wie auch schon mehrfach erwähnt habe ich so viel von Roland besessen und besitze noch. Die Anwenderfreundlichkeit ("kennst Du eines ihrer Geräte softwareergonomisch, kannst Du fast alle bedienen") und die Haltbarkeit waren bei mir mit einer winzigen kleinen Ausnahme so vorbildlich, dass ich dies immer (subjektiv) mit Roland verbinde. Allles schon 5 mal von mir geschrieben. Trotzdem nochmal.


    Ich persönlich finde Drumsets mit Gewebefellen leise genug. Ich brauche es nicht leiser... und ich möchte es auch nicht leiser weil ich befürchte dass dann auch "haptisch sowie akustische Rückmeldeschleifen" die auf Microtime-Ebene für uns Drummer eine viel größere Rolle spielen als mancher vielleicht vermutet, gefährdet werden könnten wenn man fast nichts mehr hört. Das ist aber nur eine vage Theorie von mir, die aus Neurotizismus resultiert bzw. daraus wie schlimm mein Bassdrumspiel wird, wenn ich es garnicht mehr höre sondern nur den Schlegel auftreffen sehe, z.B. früher bei Gigs neben lauten Gitarristen oder Bassisten ohne eigenen Drum-Monitor (was die Regel war) trommelte... Ganz schlimm bis traumatisch.


    Als sonstige äußere Unterscheidung: Gerald ist der mit der arroganten Visage. Trommeltotti hingegen der mit dem netten freundlichen Blick.


    Ausnahme: Trittschall der Bass.
    1.) Verbesserungswunsch 1 bzw. Idee
    Da viele Kollegen and me je nach Wohnsituation oder Konstruktion der Böden massive Trittschallübertragungen für Mitbewohner erleben. Ich persönlich glaube dass man insbesondere beim Kickpedal eine Art "Schukartondeckel-Objekt oder gar etas größer einen Kreis der Pedalauflage und Pad-Beine vom Radius erfaßt/einschließt für nicht allzu teures Geld beilegen könnte mit einer Art Mischung aus Luftpolster und Laufschuh-Gel. Das ist aber weitab jeder Genialität sondern mit Sicherheit von tausenden anderen Drummern auch schon erdacht/spekuliert/fantasiert.


    Und für die Spötter die sagen "Gel" oder Luftpolster" sind Weltraumtechnologie und viel zu teuer (was ich mir ehrlich nicht so recht vorstellen kann, dass dies so astronomisch teuer wäre) ... dann legt eben einfach eine "Verbundsschaumplatte" den Drumsets bei, so wie mancher meiner Drumschüler ihr E-Drumset etwas entkoppeln rmit einer Platte für Waschmaschinen. Ok, etwas formschöner könnte das Roland, Yamaha etc. dann schon machen/anbieten. :D


    OK, zugegeben manche Cymbalpads finde ich etwas zu laut bzw. vom Auftreffgeräusch wie zuweilen auch in Sachen Reboundverhalten irgendwie "nervig".
    2.) Verbesserungs"phantasie" 2 bzw. Idee:
    Ich habe früher als die Meshfelle noch etwas neues waren nie verstanden warum man nicht einfach ein flaches rundes Ding als Becken herstellt, in dem ein Meshfell eingezogen ist. Braucht vielleicht keiner. Aber besser als die bis heute meist anzutreffenden Gummipads würde es mir sicher gefallen. Ich habe oft wenn es leiser sein mußte, Ride-Figuren auf einem Tom mit Meshfell gespielt und fand es schöner vom Feel wie vom Sound der je nach Hersteller nicht so radikal "klackerte". Es sind noch viele andere Optionen denkbar... die Zeilt eilt aber...

    3.) Zur erträumten Technik-"Revolution" ;) Ideen:

    Wer Einblick in kreative Entscheidungsprozesse in Unternehmungen oder Forschungseinrichtungen hatte (ganz gleich in welcher Branche, dass Procedere ist universell! gültig/anwendbar) weiß, dass Gedankenverbote und geistig-antizipierte oder gar öffentlich (zu früh) geäußerte Kritik die brutalste Innovationsbremse für Ideen und faktische Kreativ-Impotenz für ein Unternehmen oder eine Forscshungseinrichtung bedeutet. Abwegig erscheinemde Ideen sind freilich kein Erfolgsrezept und können natürlich auch radikaler Bullshit sein... nur muß zunächst eine Stimmung geschaffen werden in der zunächst wertfrei neue Ansätze geäußert werden dürfen. Die Abwägung und das für und wider sollte erst später erfolgen, wenn man das maximal mögliche aus einem Kreativpool entwickeln möchte bzw. neue Wege oder Ideen entwickeln möchte. Wie das wohl bei den Unternehmen der E-Drumbranche aussieht? Womöglich nicht bei jeder gleich... ;)


    Jetzt bekomme ich die Kurve:
    Wer hier etwas länger dabei ist weiß sicher noch gut, dass schon unzählige Ideen vorgestellt wurden. Meist wurden sie postwendend in der Luft zerissen. Das ist garnicht schlimm, wir sind hier kein Mädchenpensionat... nur! sollte solch eine Haltung in den Unternehmen oder Forschungseinrichtungen nicht vorherrschen (siehe Abschnitt oben)... sonst haben wir die Piezo-Technik noch in 1000 Jahren... hahaha.


    Um nicht wieder der Verwechslungsgfahr mit Totti ausgesetzt zu sein :D , mache ich es besser nur ganz grob und wiederhole nicht alles:
    a.) Seit Jahren sind im Forum immer wieder Ideen geäußert worden. Z.B. die Idee mittels Licht, oder elektronischer Abtast-Scans von Oberflächen, die Schläge zu erfassen. Eventuell auch in einer 2. Ebene ca. 1 Milimeter über! der Schlagfläche, um Latenzen des Moduls "gegenzurechnen" mittels erfaßtem "Pre-Stroke". Die Idee hatte isch vor 10 + X Jahren und kluge Menschen sicher schon vor 40 Jahren. Ich meine auch der nette Kollege Psycho (nun nach dem erfolgreichem Therapiaeabschluß :D als Nopsycho unterwegs) hatte auch mal ähnliche Ideen geäußert. Wobei die Pre-Stroke Idee in meiner narzisstischen Birne meine war, weil mich vor vielen Jahren Modul-Latenzen (die ja teilweise geringer geworden sind) zum Wahnsinn trieben und ich mir nicht so recht vorstellen kann dass sie mit bisheriger Technologie in Summe (also alle "Wege" und "Flaschenhälse" aufaddiert) auf eine 1 Millisekunde zu bringen sind. Ich kenne die Berechnungensansätze von Laufzeiten des Akustikdrumsets zum Ohr und manche Äußerungen, dass die Latenzen von E-dums Peanuts seien. Ich wünsche mir trotzdem (Fuß aufstampfend :D ) eine Pad- und Modultechnik die messtechnisch selbst im Idealfall! keine Latenz aufweist. Warum, führt hier inhaltllich zu weit. Deswegen fantasiere ich Jahrzehnten von dieser Pre-Stroke-Erfassung also ganz kurz vor auftreffen auf dem Felln um dies dann mit den Latenzen im Modul zu verrechenn so dass der reale Sound des Schlags faktisch 100 % zum realen Spielzeitpunkt erklingt. Vielleicht braucht man das aber garnicht... wenn eine ganz andere Technologie kommt? Die vielleicht viel simpler aber doch gleichzeitig effektiv ist?


    b.) Ein anderer Trigger-Ansatz war eine Induktionsidee bzw "Magnetismus"-Ansatz. Quasi ein leitfähiges (vielleicht sogar in Sektoren unterteiltes?) Meshfell oder "ähnliches Medium" und Sticks die einen Metalltip haben oder aus Alu sind .. whatever. Dazu könnte ich Seiten schreiben... Aber besser nicht. Es gibt sicher tausend bessere Ideen.
    Zum Induktions-Prinzip kann ich auch editieren, weil ein Siemens-Mitarbeiter mir mal eine ähnlcihe Idee für E-Durms verbal skizzierte wenn ich es recht erinnere. Bevor der also die Rechtsabteilung einsetzt :D ... editiere ich natürlich sofort. Ich erinnere es zwar originär als meine Idee... aber kann ja irren... hahaha.


    Natürlich wird dann zurecht schnell losgelacht, was ich gut! verstehen kann weil es so futuristisch klingt. Wenn man andererseits an die alte Fernsehr-Röhrenbildabtastung zurückdenkt, fragt man sich andererseits schmunzelnd ja auch zuweilen, wie jemand auf solch ein kurioses Konzept kommen konnte. Es wäre vieles mehr denkbar. Ob praktikabel müssen andere später entscheiden oder gar ausprobieren. Aber nochmals, da findet sich in den Tiefen des Forums so einiges. Und in der realen Welt natürlich auch...


    Nun aber ganz pragmatisch (denn genau so sah ich es für mich immer und ich denke genau deswegen empfehlen Kollegen und ich Drumschülern wo es nicht anders möglich ist, häufig E-Drums):.
    Ich benutze ich sie "nur" zum Üben zu jenen Zeiten wo ein akustisches Drumset nicht anwendbar ist ohne einen Fackelzug der Anwohner um das eigene Haus zu provozieren. Dies ist für mich persönlich immer (seit 1988 auch E-Drums in Nutzung) das Kernmotiv für E-Drums bzw. den Erwerb gewesen. Das kann für andere anders sein... aber für mich und die meisten Drummer die ich kenne! ist dies die KERNMOTIVATION ein E-Drumset zu erwerben.

    Pragmatismus 1:

    Was ich mir ganz pragmatisch wünsche (fernab der oben skizzierten technisch sicher wesentlich aufwendigeren Dinge:
    Es kann nicht sein, dass im Jahre 2015 ich jenen Drummern die E-Drumssets (nahezu egal welchen Herstellers) der Presiklasse bis 1000 Euro für dynamisches Hihatspiel (Moeller-Whip, Laut/Leise, Betont/unbetont oder wie immer man es nennen mag) sagen muß: "Schalte für diese übungen das Modul aus und höre und schaue nur auf dass was Dir das Gummipad und Deine Sinne zurückmeldet. Die Pad-Konstrukiton bzw. die Hihatsimulation bzw. das Modul kann es nicht so interpretieren wie wir es brauchen. Das nackte Pad liefert Dir eine realistischere Rückmeldung als selbiges mit eingeschaltetem Modul und Kopfhörter. Nochmals das muß ich sagen als Lehrer im Jahr 2015! Haarsträubend! Ich möchte das nicht noch weiter ausführen, die erfahreneren Drummer wissen ganz sicher, was ich meine.

    Pragmatismus 2:

    Genauso brauchen wir viel mehr Dynamikstufen, viel mehr Hihat-Öffnungs-Status-Zwischenstufen, viel mehr Samples (oder cleverere "Fuzzy-Logic-Algorithmen" um mittels Modelling reaslistischere Abweichungen von Folgesstrokes in Bezug zum Obertonspektrum etc. zu kreieren) um endlioch vom Machine-Gun Effekt wegzukommem.


    Auch das haben Kollegen und ich oft geschrieben ... ich möchte auch das nicht weiter ausführen.
    "Unser" pragmatischer Tip: so oft wie möglich eine echte Hihat spielen bzw. echtes Drumset. Oder zumindest eine echte Hihat mit echter Hihatmaschine am E-Drum... wenn es lautstärketechnisch zumindest ein paar Minuten täglich/wöchentlich geduldet wird.

    Die Gebetsmühlen, die nervig-arroganten Belehrungen, die Altersdemenz, die Hormone, die Sonne und die Sterne:

    Eine letzte Redundanz. Aber es hilft vielleicht Neulingen ein klein wenig zum Thema. Es wird manchmal radikal unterschätzt wie hart der Instrumentenmarkt für Hersteller und Vertriebe ist. Es wird radikal unterschätzt wieviele Hersteller sich völlig überheben bzw. auf die Fresse fallen. In den letzten 3 Jahren haben aufmerksame Augen vielleicht zwei im E-Drumsektor erlebt die sich verhoben haben bzw. deren vollmundigen, eigentlich prahlerischen Flyern und Ankündigungen nie mehr irgendetwas folgte oder im anderen Fall heiße Luft. Die von mir aus Rücksichtnahme nicht genannt werden.


    Dies ist meiner völlig subjektiven Meinung nach, Trommeltottis Kardinalfehler (abseits der vielen Wiederholungen freilich). So berechtigt sein Wunsch ist, die Uralttechnik endlich abzulösen und von unzähligen Drummern herbeigesehnt wird, so berechtigt die Kritik mit herbeifabuleirenden Produktattributen Marke "Hypernatural-Super-Orgasm-Technology mit der Gummi-Puppe Babsy Turbo-Boost MK II Doppel D", so verhalten und vorsichtig sind die meisten Firmen.


    Und nun, wirklich ganz unabhängig von allem vorab geschriebenen. Nur mal so - ich weiß garnicht warum - als Bedenk-Beispiel.
    Der größte Akustikdrumhersteller der Welt (Pearl) bietet unter dem E-Drumsektor das an, was er gegenwärtig anbietet. Nachdenken und Schlüsse ziehen. Ich möchte das aus meiner subjektiven Sicht nicht näher kommentieren. Nochmals der Hinweis: Nachdenken und Schlüsse ziehen!


    Noch ein anderer Hinweis. da Viele Firmen in der Musikinstrumentbranche große Investitionen fürchten bzw, genauergesagt fürchten am Markt vorbei zu entwickeln (wie es nachweislich ja immer wieder welche taten) und somit Geld zu verbrennen, wie der Teufel das Weihwasser... ... habe ich nie verstanden warum nicht mehr Firmen oder meinetwegen "Idealisten" wenn man es kleiner kochen will, die viel stärkere Anbindung an Universitäten oder sonstige Forschungseinrichtungen suchen. Also aus einem Mix aus Drittmittelförderung und bereits vor Ort befindlicher Infrastruktur und Manpower an den Unis Kosten/Risiken reduzieren und Kreativ-Outputs potenzieren. Das passiert meines Wissens eher selten, in den uns interessierenden Branchen, dabei ist dies so wahnsinnig banal und eigentlich sehr naheliegend... oder?

    Und nun Hitzefrei!
    :D

    Edits: nichts verändert außer Rechtscheibung. Vieles ist noch fehlerhaft.

  • Der Jensensen meint es wirklich nett-kollegial und konstruktiv!


    So ist das wirklich gemeint!


    Und danke dir, drumstudio und auch drumrumköln für eure Antworten.
    Das ist genau die Diskussion, die wir in diesem eigens eingerichteten Thread führen können und sollten.
    Du hast recht, Gerald, das meiste ist schon (oft mehrfach) in anderen Threads gepostet worden - hier ist vielleicht nun wirklich das geeignete Sammelbecken dafür.


    Bitte mehr davon!


    Eine existierende Technologie (Piezos) als veraltet abzutun, bloß weil sie 40+ Jahre in Gebrauch ist, macht ja erst vollumfänglich Sinn, wenn man auf eine neue, bessere, verfügbare und bezahlbare Technologie verweisen kann, die aus nicht nachvollziehbaren Gründen (noch) nicht eingesetzt wird.
    Da habe ich (hauptsächlich in diesem Forum) einiges Spannendes gelesen, aber vieles scheint doch eher im Bereich Sci-Fi anzusiedeln sein und/oder Kosten im Fantastilliarden-Bereich zu verursachen.


    Dumstudios Hinweis auf Pearl und deren (nun wirklich Low-Fi) Edrum-Lösung ist in diesem Zusammenhang tatsächlich sehr interessant. Danke für diesen Hinweis!


    Ein kurzes Statement von mir:
    ich habe seinerzeit für mein TD-12-Set einiges über 2.000 EU ausgegeben.
    Ich würde SOFORT eine ähnlich Summe in die Hand nehmen, wenn es ein Set zu kaufen gäbe, das mir einen substanziellen Mehrwert in der Richtung der oben genannten Denkansätze bieten würde (Dynamikstufen, Latenzen, Spielgefühl, Machine-Gunning etc.)
    Aber: Eben keine höhere Summe als diese ca. 2.500 EU.


    Sonst nehme ich das Geld lieber und kaufe mir ein nettes A-Set mit brauchbaren Becken.
    (Von Holz und Chrom und Leim und Bronze habe ich ja weiter oben schon genug schwadroniert ...) ;)


    Wie sieht eure Bereitschaft in dieser Hinsicht aus?
    PS: Ich würde mich mal als ambitionierten Hobbyisten bezeichnen - weitab von jeglichen Profiambitionen.

  • SO angegangen, finde ich das Thema hier auch super! Dann wäre zwar wirklich ein neuer Threadtitel sinnvoll (etwa "Brainstorming und Anregungen für neue E-Drumtechnologien - Hersteller aufgepasst!"), aber ok.
    Drumstudios Gedanken sind umfassend und sehr gut! Ich dachte mir auch schon damals beim Kauf und Erstaufbau, wie es wohl wäre, wenn das ganze Meshhead und der Drumstick leitfähig wären. Und irgendwie ein Stromkreis durch mich, den Boden, den Kessel, das "Fell" und den Stick entstünde und irgendwo irgendetwas (bin absolut kein Physiker oder Elektrotechniker) gemessen würde, was die Schlagposition und -intensität exaktest bestimmt. Oder vielleicht mithilfe einer Laserabtastung oder so.
    Wie das bei Becken funzen könnte, dazu hatte ich noch keine Vision.

    Naja, aber das Problem wird dann ja nach wie vor nach erfolgreichem, exakten Triggering weitergehen. Aber auch da wird es bei aktuellen Prozessorleistungen sicherlich möglich sein, synthetischen Sounds (oder irgendwelchen Sample-Synth-Hybriden) mittels aufwändiger Berechnungsalgoritmen exakt die Eigenschaften zu verleihen, die man von akustischen Instrumenten erwarten würde.
    Ja, Himmel, da sind wir uns doch alle einig!


    Aber wer soll diese Entwicklung bezahlen bzw. bezahlbar machen? Der Markt ist zu klein!


    Genauso dürfte es technisch möglich sein, für dreibeinige Hunde eine bionische Prothese zu entwickeln. Oder Kartoffelkäferbeseitigungsroboter. Oder Spargelstechautomaten.
    Das dürfte alles gehen, aber die Ergebnisse wären zu teuer, und die Zahl derer, die das bezahlen könnten und wollten, zu klein. Und bis dahin greift man halt auf die vorhandenen Lösungen zurück: Holzbein, Pestzide, Rumänen. Und Piezotechnik.


    Ich bin mir nicht sicher, ob wir alle wirklich jemals ein "elektronisches Schlagzeug" werden kaufen können... Egal, wieviel Einzelne gebetsmühlenartig dafür plädieren...

    ROLAND-E-Drum-Setup (andere Marken gesondert angegeben):
    TD-9 (v2.0), MDS-12X, KD-120 mit drum-tec DP-921, VH-11 auf drum-tec HS-921, PD-125 auf Yamaha SS850, 2 x PDX-100, 2 x PD-105 (1 x per MDH-12), CY-15R, CY-14C, CY-13R, Sennheiser HD 380 pro, Yamaha DS840, TDM-20, Vic Firth American Classic 5BB

  • Viele Technologien, die wir in SciFi-Filmen wie Avatar, Minority Report oder Avengers
    sehen, sind teils längt kein SciFi mehr. Zugriff darauf haben aber vorerst nur Militär
    oder Forschungsinstitute.


    Im Moment sehe ich von all den spinnerten Ideen die Entwicklung der Touch-(Screen)-
    Technik als möglichen Ansatz. Zwei oder zehn Positionen gleichzeitig erkennen ist
    heute in jedem 08/15-Handy üblich. Auch Andruckstärke kann abgenommen werden.
    Nun möchte niemand auf Glas trommeln, aber Prototypen von elektronischem Papier
    gibt es ja bereits. Wenn wir mal die zentrale Entwicklung der Displayeigenschaften
    wegnehmen (es sei denn, jemand möchte auf Tom drei ein Lehrvideo von Simon
    Philipps sehen), und uns nur auf die Berührungstechnik konzentrieren, und das
    alles auf einem Fell-ähnlichen Stoff realisieren, sähe ich schon Möglichkeiten.
    Bei der bisherigen Entwicklung müssten die Sticks allerdings leitend sein.
    Das war bei der alten Technik noch nicht der Fall, die war aber auch langsam
    und ungenau. So ein Display habe ich damals genutzt, um mit einem normalen
    Holzstick Musik oder Sounds zu steuern.


    Nur müssen auch Firmen wie Roland, Yamaha und Co. darauf warten, das sowas
    nicht z.B. In den medizinischen, sondern Consumer-Bereich Einzug hält, so dass
    solch Technik günstig und gewinnbringend umgesetzt werden kann.


    Dass mögliche bessere Techniken im Hause Roland in den Schubladen stecken,
    möchte ich auch nicht ausschließen, aber Lust auf Verschwörungstheorien habe
    ich auch nicht. Wenn entsprechende Patente existieren, sollten die im
    Netz aufspürbar sein. Habe mal kurz geschaut. Ja, über Roland gibt es da
    einiges. Die Masse aber durchzuackern, ist mir dann aber doch zu blöd.
    Verstehen muss man das auch erstmal, was da so steht.


    Ups, wo bleibt die Kritik? Vielleicht doch ein Thread bezüglich Ideen und
    Phantastereien?


    Edith hat nur Vertupper kerigiert.

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