SONOR SQ2 Configurator überarbeitet - 3D/360°

  • Der neue Konfigurator ist okay, aber die Preise hauen einen um.


    Jetzt mach' ich mal den Störenfried und zeige euch genau das Stone Custom Drums Niles-Set, das ich - vom Meister persönlich gefertigt - vor wenigen Wochen aus den USA bekommen habe.
    Maße etwa identisch mit den hier eingestellten SQ2-Konfigurationen. 22" x 15", 12" x 9", 14" x 14", 16" x 16". Der reine Materialpreis liegt derzeit umgerechnet bei etwas über 1.300 €!
    Selbst inkl. Versand, Zoll + Gebühren meilenweit weg von den Sonor-Preisen.


    ..und allein optisch meilenweit von Sonor entfernt. :thumbdown:


    Ob es, davon abgesehen, qualitativ mit nem SQ2 vergleichbar ist und ob ein SQ2 sein SQ2 Geld wert ist.....Fragen über Fragen.

  • Es geht hier nicht darum, ob dieses Set qualitativ mithalten kann oder ob es deinen Geschmack trifft. Meinen trifft es auch nicht, aber was tut das zur Sache? Es wird schon qualitativ auch voll in Ordnung sein.


    Die Sonor Vintage Serie ist z.b. ein 3-Piece Made in Germany Serienprodukt, kostet knapp 2900€. Mit noch einer Snare und zweitem Floortom, kommt man auch auf 4200€ oder ähnliches. Ein Prolite mit 2up/2down + Snare kostet bei Thomann 5200€.


    Ein Made in Germany Set für unter 2000€ käme mir schon etwas komisch vor. Vielleicht können ein paar 1-Mann Buden sowas anbieten, aber Sonor bestimmt nicht.

  • Soweit das mit dem SQ2-Konfigurator möglich ist, habe ich mal das Stone-Set nachgebaut. Ich weiß, es gibt Unterschiede im Kesselmaterial (Stone: 5-ply Ahorn/Pappel, Sonor: Buche, Thin, vergleichsweise geht da nichts anderes), in guten Teilen bei der Hardware, selbstverständlich kann man auch zwei Unternehmen dieser Art nicht vergleichen, ich habe aber die günstigste SQ2-Variante genommen. Und komme auf 5.035 €.


    Ich werde mal noch einen Thread über dieses Stone-Set starten, dann kann man dort weiterdiskutieren.


    Und jetzt bitte weiter fleißig konfigurieren - die SQ2s natürlich :)

  • Zitat

    Wird das Starclassic nicht auch inzwischen in China gebaut?


    Made in Germany ist leider schon lange kein Garant mehr für Qualität oder zumindest bessere Qualität. Ganz allgemein gesagt.


    Mich würde jetzt aber mal interessieren was genau an dem Sonor besser verarbeitet ist als an einem Tama/Pearl/Mapex/...


    Klingen tun die alle erste Sahne.


    Das was den Preis so in die Höhe treibt, wird wohl eher die Individualisierbarkeit und die hohen Lohnkosten in Deutschland sein.
    Wobei ersteres ja auch bei anderen Herstellern günstiger möglich ist.

  • Das was den Preis so in die Höhe treibt, wird wohl eher die Individualisierbarkeit und die hohen Lohnkosten in Deutschland sein


    Da wäre ich völlig bei dir. Wobei Sonor ebenso wie DW wohl noch einen "Image-Aufschlag" erhebt.


    Made in Germany hat nur noch nostalgischen Flair, was aber weniger daran liegt, dass Deutschland schlechter, sondern internationale Mitbewerber besser produzieren.


    Edit: bei ST-Drums beträgt der Aufpreis von Chrom auf Schwarz max. ca. 25%. Auf Sonor übertragen würde ein Aufschlag von 1200 Öcken bedeuten, dass die Kesselhardware bei mindestens 48oo Euro läge. Hmmm...
    Hey, was macht der Smiley über meinem Text!!!???

  • Es geht hier nicht darum, ob dieses Set qualitativ mithalten kann oder ob es deinen Geschmack trifft. Meinen trifft es auch nicht, aber was tut das zur Sache? Es wird schon qualitativ auch voll in Ordnung sein.


    Die Sonor Vintage Serie ist z.b. ein 3-Piece Made in Germany Serienprodukt, kostet knapp 2900€. Mit noch einer Snare und zweitem Floortom, kommt man auch auf 4200€ oder ähnliches. Ein Prolite mit 2up/2down + Snare kostet bei Thomann 5200€.


    Ein Made in Germany Set für unter 2000€ käme mir schon etwas komisch vor. Vielleicht können ein paar 1-Mann Buden sowas anbieten, aber Sonor bestimmt nicht.

    Und worum ging es dann? Der gesamte Vergleich ist mir schleiferhaft.
    Wenn wir anfangen all unsere geliebten Kits per Augenschein und Kostenfaktor zu vergleichen, wird das ein ziemlich ätzender Beitrag.


    Der Porsche kostet halt sein Porsche Geld. Ist er's wert? Braucht man ihn? Weiss der Geier.

  • Worum es geht? Also ich denke schon, dass man das Preisniveau diskutieren kann. Auch dann, wenn man das Gefühl bekommt, diese Preise nicht mehr richtig einordnen zu können. Und ich bin mir sicher, dass jeder, der in ein Set investiert, nicht nur den Haben-will-Faktor berücksichtigt, sondern auch eine Konzession macht, was er zu zahlen bereit ist. Und es ist nachvollziehbar, dass gerade dann, wenn Sonor hier einen Wurf macht, die Zahl oben rechts besonders sensibel betrachtet wird.


    Ich habe mal bei mir nachgeschaut. Zufälligerweise hatte ich mir am 23.10.2012, also vor exakt fünf Jahren, ein SQ2 in silver sparkle konfiguriert. Diese Konfig habe ich mir eben mit dem neuen SQ2-Konfigurator nachgebaut (22x16 mit BD-Rosette, Buche medium, 12x8 vintage Buche, 16x16 vintage Buche), Finish silver sparkle hochglanz. Das Set hatte ich auch gekauft.


    Verkaufspreis 2012: 2.636,51 €
    Verkaufspreis 2017: 4.055,45 €


    Eine Erhöhung um knapp 54 % binnen 5 Jahren für das gleiche Set, die gleiche Leistung. Kann das sein, jedes Jahr etwa 10 % Aufschlag? Ich hab's seither nicht weiter verfolgt.
    Aber ich muss auch sagen: Den Porsche habe ich mir vor fünf Jahren gegönnt, angesichts heutiger Preise käme ich gewaltig ins Grübeln.

    Ein Mann vom Schlag eines Zeugers!

    Einmal editiert, zuletzt von Katschi ()

  • Wird das Starclassic nicht auch inzwischen in China gebaut?


    Starclassic Maple und Birch/Bubinga ja. Das Starclassic Bubinga wird zusammen mit allen Star-Schlagzeugen meines Wissens noch in Japan hergestellt.


    Zitat von DannyCarey

    ..und allein optisch meilenweit von Sonor entfernt. :thumbdown:


    Ob es, davon abgesehen, qualitativ mit nem SQ2 vergleichbar ist und ob ein SQ2 sein SQ2 Geld wert ist.....Fragen über Fragen.

    Erstmal - über Optik lässt sich ja streiten. Gibt viele, die das Ston bzw. den Slingerlang-Klon durchaus mögen. ;) Und qualitativ hat es bislang alle Tester überzeugt.

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • Das was den Preis so in die Höhe treibt, wird wohl eher die Individualisierbarkeit und die hohen Lohnkosten in Deutschland sein.
    Wobei ersteres ja auch bei anderen Herstellern günstiger möglich ist.


    Uff, das würde ich jetzt nicht so pauschal sagen. Ein Custom DW ist kostet schnell 5000 und mehr. Ein Yamaha PHX ... da wird man auch schnell 6000 bis 10.000 Euro los. Ein Custom Pearl schlägt auch mit Preisen jenseits von 5000 Euro zu Buche. Zum Vergleich: Ein nicht-Custom Tama Star fängt bei etwa 3100 Euro an. Günstig ist wohl kein Custom-Set.

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • Mein aktueller Favorit aus Ahorn in 10x8-12x9-14x14-16x16-22x18 mit Wallnusswurzelholzeinlage aussen steht beim T für 7000€,
    der Konfigurator rechnet knapp 6450€ aus, Schnäppchen!

    Üben, es gibt keine Abkürzungen.

  • Pearl hatte auf schwarze Hardware (nicht Kesselhardware) mal 100% Aufpreis. DW hatte da jeweils 10% für schwarze Kesselhardware aufgeschlagen.
    Meine SQ2 Konfig 2 Up 1 Down mit BD & SD springt von 6200 auf 7800 durch die schwarze Kesselhardware. Das wäre es mir nicht wert.
    http://www.sq2-drumsystem.com/share/d6x2re3xr4


    Der Konfigurator ist auf jeden Fall anders als der Preis nicht Premium. Verzerrte Darstellungen. Teilweise vertrackte Bedienung. Und die Finishes werden nicht wirklich realitätsnah dargestellt.
    Aber Custom kostet wohl bei allen ähnlich. Und ein ähnliches Prolite kostet eben mal gut die Hälfte. Und für ein wenig Optik
    und die Selbstverwirklichung im Zuge einer total individuellen Konfiguration mal 4000 € Steine zu lassen. Muss man wollen und können.

  • Hallo,


    wenn ich mein großes Sonor Lite aus den 80ern als SQ2 nachbauen lassen würde, kostet das Set inkl. der Steve Smith Snare = 17055,44€ EVP


    und mein Ludwig Classic Maple, vierteilig, vergleichbar als SQ2 = 5247,66€ EVP


    Da ist noch keine Hardware dabei und von Beckenkosten ganz zu schweigen. Schluck ?( ;( ?


    Gut dass ich nichts brauche ;)


    Gruß Peter

    Einmal editiert, zuletzt von drummerboy68 ()

  • Moin moin,


    ich habe mir den Konfigurator mal angeschaut und festgestellt, dass ich mit meiner Meinung hier offenbar zur Minderheit gehöre:


    Einen horizontalen Vergleich zu anderen Branchen spare ich mir, da die Musikinstrumenten Industrie generell hinterher statt voran läuft und sich etwas ermüdend auf noch ansatzweise vorhandenen "Rock'n'Roll" beruft. Insofern ist Sonor mit diesem 3D Konfigurator ein echter Wurf gelungen, wie ich finde! Und mal im Ernst: Fast jeder, der sich kritisch darüber äußert postet hier oder massenhaft auf Facebook ein selbst zusammengestelltes Set. Also: Zumindest ein Teilziel wurde doch erreicht, oder etwa nicht?


    An sich finde ich es natürlich wichtig zu vergleichen und gegenüberzustellen. Die Materialkosten eines Custom Herstellers haben in der Diskussion allerdings echt nix zu suchen. Wenn mich schon lange etwas im Einzelhandel stört, dann überinformierte Kunden, die dem Hersteller/Vertrieb/Händler ein schlechtes Gewissen suggerieren, weil er Geld verdienen möchte. Nie fließt eine komplette Marge in die Hosentasche des wohlhabenden Inhabers oder direkt in den Tank seines Mustang GTs. Und dass im Hi End noch etwas Geld verdient werden kann, während im Einsteigerbereich eigenverschuldet die Erträge immer knapper werden - das ist doch auch kein Geheimnis.


    Am Ende bleibt das Attribut "Made in Germany". Offenbar nicht mehr so viel wert als zu Zeiten, in denen noch "West-" davor stand. Aber gut: Es gibt noch einen Hi-End Volumen-Hersteller, der mit Produktion und Verwaltung den Standort Deutschland hält. Klar gibt es hier auch Handelsware, aber ein Hehl wird nicht draus gemacht: Man weiß, was man bekommt. Hier wird es immer Befürworter und Gegner geben.


    Unterm Strich habe ich ein bisschen rumgespielt und ein für mich rattenscharfes Set zusammengestellt, dass ich mit einer UVP von knapp 6.000,- EUR preislich nicht überzogen finde. Und weil es so viel Spaß macht, poste ich es hier auch :-)


    *klick*

    Mein Name ist Guybrush Threepwood! Du bist des Todes!

  • Im Vergleich zu anderen Herstellern ist der Konfigurator m.E. auch durchaus gut (DW hatte mal ähnliches, andere aber meines Wissens nicht). Man sieht in etwa, was man später bekommt, kann sich also ein Bild davon machen, ob das, was man gedanklich vorhatte auch nachher optisch zusagt. Und ich finde den Konfigurator auch überaus sinnvoll, wenn man wirklich untypische Wünsche hat bzgl. der Dimensionen oder Lackierung eines Sets.


    Für ein Set, dass es "von der Stange" gibt, wäre es eher unsinnig, den Konfigurator anzuwerfen. Angenommen, jemand will ein SQ1 bloß mit anderer Farbe, der würde beim SQ2 logischerweise satt draufzahlen. Custom-Wunsch halt. Ob das lohnt ... muss jeder selber wissen. Wenn es aber ein SQ1 sein soll, mit einer viel tieferen Bassdrum und flachen Concert statt normaler Toms, dazu vielleicht noch eine farblich passende Gongdrum, dann ist so ein Konfigurator total super, weil er etwas zu bauen erlaubt, was es halt nicht von der Stange gibt. Natürlich kostet sowas. Aber Einzelanfertigungen sind auch in allen anderen Branchen deutlich teurer als die Serienproduktion. Ist halt so. Und ob das dann exorbitant teuer ist ... da sage ich auch eher nein. Es ist viel Geld. Ja. Zu viel für viele von uns. Aber gemessen am Arbeitsaufwand, glaube ich schon, dass der Preis relativ okay it. Ein Custom-Made Guru z.B. kostet ja auch ähnliche Summen. Andere Hersteller habe ich ja auch schon weiter oben genannt, die ähnlich teuer oder sogar teurer sind.

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

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