CrossSticks

  • Kann ja jeder das Metronom auf den Puls stellen der einen hilft. Ich würde halt wahnsinnig wenn bei einer gefühlt gemütlichen Nummer mir das Metronom mit fast 200 Sachen ins Ohr hämmert, da kommt irgendwie nicht das richtige Gefühl für den Groove auf.


    lg

  • Auch bei Tempo 200 hab ich nicht so Bock, wenn das Metronom das so durchhämmert.

    Ich stell dann meist auf die Hälfte, find ich schöner.

    Es gibt so viel gute Musik auf der Welt.. ..da muss ich doch nicht Musik hören, die "gar nicht so schlecht" ist. - Hennes M. aus C


    Ich

  • Guten Morgen,


    es ist halt die Kunst, den Puls zu finden.

    Findet man ihn nicht, kann man im Musikantenstadl dann schnell mal umkippen, so dass der Arzt kommt.


    Es gibt halt Trommler wie any tune (anyhow, anywhere, anytime?), die nicht so musikalisch sind. Umgekehrt gibt es auch Publikum, das alle Erwartungen von vorurteilsbelasteten Leichtmusikanten auf den Kopf stellt. Ich war mal in einem Konzert, da klatschten die bei einem Lied nicht auf Zwei und Vier. Und nein, auch nicht alle Viertel durch, wobei, das wäre auch gar nicht möglich gewesen, wobei ... so manche Maschine hätte das vielleicht auch nicht erkannt ...


    Grüße

    Jürgen

    Wer stimmt, ist nur zu faul zum Töne suchen


    PS (Edith fragt)

    Hat sich mal jemand vorgestellt, wie man so etwas dirigiert?

  • Wer bei "Sweet Home Alabama" knapp 200 BPM ansetzt hat m.E. was nicht ganz verstanden ...

    Wie lange wollt ihr darauf jetzt noch herum reiten? Meine Güte…


    (Ich habe hinreichend erklärt, wie es dazu kam, und dass auch ich die 195 bpm sofort als falsche Angabe erkannt habe. Aber wenn ihr sonst nichts zu tun habt…vielleicht könnt ihr das ja noch ein bisschen in die Länge ziehen.)

    "Ambition is a dream with a V8 engine" - Elvis Presley

  • Ich spiele, seit ewigen Zeiten, Ahead-Sticks und da ist ja der vordere Bereich aus Kunststoff.

    Da kommen die Rimklicks nicht so wirklich rüber, also was tun?

    Ich habe mir dann ein Roland TM-2 zugelegt und eine BT-1 Triggerbanane, damit mache ich die Rimklicks.

    Tico Torres (Bon Jovi) hat dafür eine "analoge Triggerbanane", nämlich einen LP Woodblock (aus Plastik), auf etwa 2 Uhr. Er spielt nämlich auch Ahead Sticks.

    Ich hatte mal die Möglichkeit, Todd Sucherman darauf anzusprechen, und er hat genau das gesagt:

    Todd Sucherman sagte übrigens, daran könne man die Männer von den Bübchen unterscheiden. Ein Mann sei nur, wer den Cross-Stick mit dem dicken Ende spiele. Wenn er meint ...

    Wunderte mich ein bisschen, da er sonst auch keine verbindlichen Ratschläge gibt, wie man etwas zu tun hat, und viel davon redet, dass Sounds nur "Choices" sind.

    ist nicht 195 bpm grob das doppelte von 97-98 bpm? die frage ist also, ob man viertel oder achtel als puls nimmt.

    Wir haben das schon mal in einem anderen Thread ausgiebig diskutiert und sind zu keinem Ende gekommen. ^^ Manche sind der Meinung, dass alleine die "bpm" Angabe sich auf Viertelnoten bezieht. Meiner Meinung nach kommt es darauf an, was die "Beats" sind, die "per minute" ablaufen sollen: Ist das Stück im 4/4 Takt notiert, dann sind es Viertelnoten, bei 5/4 oder 13/4 auch. Man kann Sweet Home Alabama technisch auch in 8/8 notieren, ja sogar 16/16. Dann verdoppelt sich die bpm-Angabe jeweils.

    Umgekehrt kann man den klassischen 4/4 Bum-Tschak-Bum-Tschak auch über zwei 4/4 Takte aufteilen und dabei die "Hi Hat Achtel" als Viertel schreiben. Manche finden das übersichtlicher, weil weniger Balken/Fähnchen herumfliegen:


    Four on the floor sind zwei zu viel. SONOR Vintage Series: 20", 22" BD; 14" Snare-Drum; 10", 12" TT; 14", 16" FT

    PAISTE 2002, 2002 Big Beat, 602 Modern Essentials, PstX

    Next Gigs: 20.07. Motorradtreffen Stegen-Eschbach (FR), 23.11. Lokalität Baumann Heitersheim, 30.11. Heimathafen Lörrach mit >> Blackwood Mary

    >> Mein Vorstellungsthread

  • Drum Bee

    Sorry! So meinte ich das nicht. Mein letzter Beitrag richtete sich an den zitierten User.


    Es ging mir darum, hier inhaltlich sinnvolle und vor allem auch Praxis-bezogene (!) Aussagen zu machen, aus denen der ein oder andere was lernen kann.

    Die verschiedenen Tempi (98, 148, 195) hattest du ja nach eigener Aussage nur von verschiedenen Quellen.


    Es sind knapp 98 BPM. Argumente dafür sind nicht nur ein nervtötend schneller Klick bei 195 BPM (der im entsprechenden Kontext aber durchaus auch positiv treibend sein kann), sondern auch Normaltime - also 2 Backbeats (Snare-Schläge) pro Takt auf die 2 und die 4. Das ist die Standardausgangsbasis in einem 4/4 und es gibt nicht umsonst feinere Unterteilungen in Achtel (in diesem Fall die Hi-Hat), Sechzehntel usw.

  • Man kann Sweet Home Alabama technisch auch in 8/8 notieren, ja sogar 16/16. Dann verdoppelt sich die bpm-Angabe jeweils.

    Umgekehrt kann man den klassischen 4/4 Bum-Tschak-Bum-Tschak auch über zwei 4/4 Takte aufteilen und dabei die "Hi Hat Achtel" als Viertel schreiben. Manche finden das übersichtlicher, weil weniger Balken/Fähnchen herumfliegen:

    8/8, 16/16 ... damit sich die Notation vereinfacht? ... come on.


    Wie man etwas zählt bzw. interpretiert - was maßgeblich mit dem wahrgenommenen "Puls" zusammenhängt - sollte in erster Linie mit dem Gefühl für den Song einhergehen. Und heutzutage gibts Notationsprogramme.


    Man kann einen 12/8 auch als 4/4 mit Triolen zählen. Was ich übrigens meistens für sinnvoll halte. Und da geht's genau darum, worum es mir in dieser Diskussion gerade geht: eine Verlangsamung bzw. gröbere Rasterung des Pulses.

  • 8/8, 16/16 ... damit sich die Notation vereinfacht? ... come on.

    Nein im Gegenteil. ^^ Ich kam nur darauf, weil hier Anytune aufgeführt wurde. Ich habe schon Tabs/Noten gesehen, wo das so aussah, wohl durch automatisierte Quantisierung, oder der/die Ersteller/in hat es tatsächlich so notiert.

    Natürlich macht es keinen Sinn. Für mich würde es aber genau so wenig Sinn machen, einen Bumm-Tschak Song wie oben in meiner Skizze in Vierteln zu notieren und das Grundtempo zu verdoppeln.

    Four on the floor sind zwei zu viel. SONOR Vintage Series: 20", 22" BD; 14" Snare-Drum; 10", 12" TT; 14", 16" FT

    PAISTE 2002, 2002 Big Beat, 602 Modern Essentials, PstX

    Next Gigs: 20.07. Motorradtreffen Stegen-Eschbach (FR), 23.11. Lokalität Baumann Heitersheim, 30.11. Heimathafen Lörrach mit >> Blackwood Mary

    >> Mein Vorstellungsthread

  • m_tree

    Okay, ein Missverständnis.

    Ich schrieb ja schon vor einigen Tagen, dass ich in diesem Fall jetzt nur noch mit Anytune hadere.


    Ich habe dort schon ca. 30 Songs hochgeladen, und immer wird die korrekte Geschwindigkeit angezeigt. Nur hier nicht.

    Da ich an den Einstellungen nichts verändert hatte, war ich doch etwas überrascht.

    Die 195bpm stehen auch noch immer dort, obwohl der Song im richtigen Tempo läuft.


    Bin jetzt auch schon wieder weiter, weil ich den Song direkt unangestrengt mitspielen konnte, nachdem ich nicht mehr versucht habe, den Stick zu drehen.

    Jetzt bastel ich an Sultans Of Swing.

    "Ambition is a dream with a V8 engine" - Elvis Presley

  • 8/8, 16/16 ... damit sich die Notation vereinfacht? ... come on.

    Nein im Gegenteil. ^^ Ich kam nur darauf, weil hier Anytune aufgeführt wurde. Ich habe schon Tabs/Noten gesehen, wo das so aussah, wohl durch automatisierte Quantisierung, oder der/die Ersteller/in hat es tatsächlich so notiert.

    Natürlich macht es keinen Sinn. Für mich würde es aber genau so wenig Sinn machen, einen Bumm-Tschak Song wie oben in meiner Skizze in Vierteln zu notieren und das Grundtempo zu verdoppeln.

    Was hat das aber mit Anytune zu tun? Ich meine, dieser App ist es doch völlig egal, wie irgendwer diesen Song notiert. Das Ding analysiert den Track.

    "Ambition is a dream with a V8 engine" - Elvis Presley

  • Ich benutze zum Ermitteln des Tempos dieses Tool hier: https://www.all8.com/tools/bpm.htm

    Das ist mit zunehmender Dauer der Messung ziemlich genau durch die Mittelung aller Taps. Auf der anderen Seite sollte man bei Tempowechseln innerhalb des Songs immer mit einer neuen Messung beginnen.


    Das manuell zu machen hat für dich auch den Vorteil, dass du den Puls des Songs schon bei der Tempo-Analyse selbst verstehen musst.

    Auch das Raushören des Schlagzeug-Arrangements im Originaltempo geht mit Gehörtraining einher.


    Und man kann Musik auch mit anderen Programmen langsamer anhören und sich sogar die Wellenform anzeigen lassen (das Schlagzeug ist da mehr oder weniger sichtbar).


    Oder kurz gesagt: vergiss Anytune ^^

  • Oder kurz gesagt: vergiss Anytune ^^

    Ne, die App hab ich bezahlt. und ich bin ansonsten auch höchst zufrieden damit. Die wird jetzt erstmal benutzt.

    Und ansonsten: eins nach dem anderen. Bin ja noch Anfängerin.


    Apropos: ab wann ist man eigentlich kein Anfänger mehr, sondern darf sich zum erlesenen Kreis der "Fortgeschrittenen" zählen?

    Also beim Skilaufen kommt man, wenn man sich nicht ganz so blöd anstellt, nach drei Tagen in eine Fortgeschrittenen-Gruppe…


    Gibt’s da irgendwelche Kriterien in der Drummer-Welt?

    "Ambition is a dream with a V8 engine" - Elvis Presley

  • Die Frage hab ich auch schonmal gestellt

    Schlagzeug in der Rockmusik? ...ist doch nur verwirrend, nervig und bringt die anderen Bandmitglieder völlig aus dem Konzept 8o


    "Üb' erstmal langsam. Ungenau wird es von alleine." [Zitat Jiu Jitsu Trainer]


    "Schlagzeug spielen ist doch ganz einfach. Man muss einfach nur drauf hauen." :pinch:

  • Guten Abend,


    es wird hier gerne mal dezent untergejubelt, was man alles machen könnte ... so rein mathematisch.


    Allerdings - behaupte ich - hat das mit Musik nichts zu tun.

    Der Takt ist nicht gewürfelt, sondern gibt an, wo die Eins ist. Das ist der erste Anhaltspunkt und wenn schon der Schlagzeuger das nicht weiß, dann wollen wir gar nicht wissen, wie so eine Kapelle klingt.

    Die Eins hat immer einen (manchmal auch homöopathischen) Puls. Den spürt man. Ansonsten: üben = viel hören und Takte ermitteln.

    Damit sind so Programme, die sich schon selbst als "irgendeine Stimmung" bezeichnen (anyhow, anywhere, anytime?) natürlich mehr als nur ein bisschen überfordert. Die KI, von der manche gerne erzählen, gibt es in Wahrheit nicht. Computer sind doof und das merkt jeder, der versehentlich mal nach Becken geguggelt hat und jetzt immer Sanitärbedarfsprodukte angepriesen bekommt.


    Der Takt gibt weiterhin an, wie lange es dauert, bis die nächste Eins kommt und welche Zwischenstufen es noch so gibt. Das kann man meist auch anhand der Notation (bitte Partitur lesen, das Schlagzeug alleine spielt ja nicht immer alles mit) mit etwas Übung erkennen. Oft ist es in der Popularmusik aber einfach, wir haben nahezu stets 4/4 und dank amerikanischen Einflusses (eigentlich afrikanischen, aber egal) auch gerne mal interessante Betonungen auf den eigentlich nicht betonten Zählzeiten, was die Sache für den deutschen Marschmusikanten extrem erschwert.


    Fangen wir mal einfach an: Wir werden dich wiegen. Ein schönes Lied, und praktischerweise bis auf das Ende ganz ohne störende sogenannte Melodieinstrumente. Was für ein Takt ist das?

    4/4 wie immer? 2/4? Und wie lange geht so ein Takt: zwei mal bumm-bumm-baff oder nur einmal?

    Wenn man sich mal anhört, was da tatsächlich passiert, dann ist es etwas ganz anderes: Kumpel, du bist ein Knabe, machst einen riesen Lärm, spielst in der Straße, wirst mal eines Tages ein großer Mann werden. Ist das jetzt ein Takt? Oder eine Strophe?

    Ich will gar nicht wissen, was any-irgendwas dazu sagt.


    Beim süßen Zuhause Aladingsda ist es einfacher, da spielen ja sogar Bass und Schlagzeug schön zusammen und man hat eine kleine Phrase, die ganz eindeutig einen Takt darstellt: bumm-bumm-baff - bebumm-bumm-baff. Ja, die Drei wird eingeleitet, während die Eins ganz alleine klar und einsam für sich steht. Und der Gesang respektiert das auch noch damit, dass er da erst mal die Klappe hält, fängt nämlich auf der Zwei an, ja, diese merkwürdige Betonung, die kommt, wo der Marschmusikant sie nie erwartet hätte. Ebenfalls sind ja diverse Sechzehntelfüllsel von Gitarren oder Klavier meist brav so, dass sie enden, ja sogar bewusst ausgebremst, bevor die Eins kommt, das gibt noch mehr Klarheit. Aber so klar wie der blaue Himmel sein mag, für die künstliche Intelligenz ist der zu hoch, viel zu hoch.

    Und das ist gut so.


    Oder kurz gesagt: vergiss Anytune

    Grüße

    Jürgen


    PS

    Wenn Tico T. mit farbigem Blech und dem Plastespecht arbeitet, dann darf man nicht vergessen, dass es da um Stadionbeschallung geht, also mehr so ums Grobe.

    PPS

    Tatsächlich habe ich auch so eine Banane, genau genommen sogar drei, ich spiele ja im Orchester, wo es um die - äh - Feinheiten geht.


    PPPS

    Die Wahrheit ist natürlich, dass ich mich nicht für eine Farbe entscheiden konnte.


    PPPPS

    Die ganze Wahrheit ist, dass diese Holz- und Tempelklotz-substitute einfach genial klingen bei jedem Wetter - jedenfalls für nicht ganz so verwöhnte Ohren.

  • Jürgen K


    Davon abgesehen, dass ich Teile deines Postings (PS,PPS,PPPS,PPPPS) überhaupt nicht verstehe - für mich handelt es sich beim Schlagzeug spielen um eine Sache, die in erster Linie Spaß machen soll.

    Ich nutze Anytune ausschließlich zum Verlangsamen der Songs. Eigentlich interessieren mich die bpm nicht besonders. Das Ding zeigt sie halt an.

    Zunächst übe ich den Song ohne Musik. Dafür habe ich das Metronom. Dazu habe ich die Noten. Noten lesen kann ich seit meiner Kindheit.

    Wenn ich dann denke, dass das recht gut klappt, nehme ich den Song und lass ihn in einer Geschwindigkeit mitlaufen, die ich gut schaffe.

    Und dann übe ich es immer wieder und steigere das Tempo schrittweise. Das Ziel ist immer die Original-Geschwindigkeit.


    Was ist daran falsch?

    Ich glaube, dass ich dadurch, neben dem Schlagzeugunterricht, schon einiges gelernt habe. Ich merke es, wenn ich mir einen neuen Song vornehme:


    Ich blicke inzwischen viel schneller durch, erkenne den Aufbau, habe ein Gefühl dafür entwickelt, wann in der Regel Fills gespielt werden, wann ein Schlag aufs Crash-Becken passend ist, wann sich ein Wechsel aufs Ride-Becken gut macht, dass der Schlagzeuger manchmal den Gesang mitzieht, aber manchmal auch umgekehrt, ich höre besser heraus, was der Drummer spielt, dass er irgendwie dem Bassisten zugetan ist oder der Bassist ihm. Ich bin schneller und ausdauernder geworden, und meine linke Hand macht auch immer regelmäßiger das, was ich von ihr verlange.


    Ich denke, wenn ich mein derzeitiges "Können" mit dem von vor einigen Wochen vergleiche, kann meine Herangehensweise nicht falsch sein. Wohlgemerkt immer in Anbetracht der persönlichen Situation. Ich werde in meinem Leben in keiner Band spielen, habe keine Mitmusiker. Ich trommel für mich allein. Da leistet die Musik einem gute Gesellschaft.


    Wenn ich mir nun vorstelle, ich hätte nur mein Unterrichtsmaterial…das wäre ganz schön öde.



    "Ambition is a dream with a V8 engine" - Elvis Presley

  • Apropos: ab wann ist man eigentlich kein Anfänger mehr, sondern darf sich zum erlesenen Kreis der "Fortgeschrittenen" zählen?

    Für mich ist jede/r, der in einer Band mitspielt und nicht schon nach den ersten Takten mit warmen Worten nach Hause geschickt wird, definitiv raus aus dem Anfängerstatus. Der Rest ist wie so oft fließend und eine Frage des Blickwinkels. Ich spiele aktuell in einer Band mit Balkan-Einflüssen, da komme ich mir stellenweise brutal wie ein Anfänger vor :D

    Für ne Extreme-Mättl-Band träfe selbiges zu, aber da lass ich die Finger davon.

  • Apropos: ab wann ist man eigentlich kein Anfänger mehr, sondern darf sich zum erlesenen Kreis der "Fortgeschrittenen" zählen?

    Für mich ist jede/r, der in einer Band mitspielt und nicht schon nach den ersten Takten mit warmen Worten nach Hause geschickt wird, definitiv raus aus dem Anfängerstatus.

    Hmm... wenn ich mal grade an "meinen" aktuell erröffneten Thread denke...

    Es kommt wohl auch auf die Leute an, mit denen man spielt. Die einen würden einen nach Hause schicken, die anderen nicht.

    Ich glaub so einfach ist das mit dem Maßstab nicht.


    Und ich bin definitiv noch Anfänger... aus dem Status kommt man mit 1,5 Jahren üben noch nicht raus (außer man hat eine wahnsinns Begabung oder übt 25 Stunden am Tag).

    Schlagzeug in der Rockmusik? ...ist doch nur verwirrend, nervig und bringt die anderen Bandmitglieder völlig aus dem Konzept 8o


    "Üb' erstmal langsam. Ungenau wird es von alleine." [Zitat Jiu Jitsu Trainer]


    "Schlagzeug spielen ist doch ganz einfach. Man muss einfach nur drauf hauen." :pinch:

  • Die einen würden einen nach Hause schicken, die anderen nicht.

    Klar, es muss zum musikalischen Anspruch der Band passen, und bei vielen guten Bands würde man vermutlich freiwillig schon nach kurzer Zeit gehen, weil man erkennt, das ist ne andere Liga. Aber Anfänger ist für mich jemand, der noch gar keinen Plan hat, wie man welches Handwerkszeug einsetzt. Als Bandmusikerin musst du den schon haben, auch wenn du selbstredend noch viel, viel lernen wirst. Aber wer nicht? ;)


    Ich finde ehrlich gesagt diese Nomenklatur wenig hilfreich bis ausgesprochen unnütz. Meist wird eh meinem Eindruck nach der Begriff "Anfänger" gerne von den so genannten "Alten Hasen" gebraucht, um damit ihr eigenes Können zu betonen . Helfen tut das aber weder dem Anfänger noch dem Profi. Wenn ich mit einer neuen Sache beginne, würde ich mich eher mit den Worten beschreiben "ich lerne noch", das bezieht nämlich den Fortschritt mit ein, während der Anfänger ein statischer Begriff ist. Lernen ist aber alles, nur nicht statisch. Ok, manche Menschen mögen da ne Ausnahme sein... :D

  • Diese Frage, ab wann man kein Anfänger mehr ist, passt irgendwie zu dem Buch, das ich gerade lese (Factfulness von Hans Rosling), da geht’s unter anderem auch darum, dass wir oft in 2 Kategorien unterteilen, wie zb. reich und arm, aber dass das der Tatsache geschuldet ist, dass wir Menschen den Hang zum überdramatisieren und gap-denken haben. Auch in unserem Hobby ist der Übergang der verschiedenen skills-Stufen (so man denn willkürlich welche festsetzen will) fließend. Ganz grob würde ich mich auch als Anfänger bezeichnen, aber ich kann definitiv mehr als jemand der WIRKLICH Anfänger ist, der erst seit 3 Wochen lernt oder so. Mich als fortgeschritten zu bezeichnen, find ich aber auch etwas übertrieben, so jemand kann definitiv mehr. Ich umgehe solche Einteilungen meist und sage „ich spiel erst seit 4,5 Jahren“. Da weiß ein anderer Drummer gleich Bescheid, ein erfahrener Musiker eines anderen Instruments kann sich auch ein bissi drunter vorstellen, ein absoluter Laie denkt „wow, cool, du bist sicher schon voll gut“. Was natürlich nicht stimmt. Aber wenn ich dem was vorspiel, was ich kann, dann empfindet der das auch als „schon voll gut“. Weil für ihn alles gut ist, war schon irgendwie cool klingt und groovt, und das tut ein einfacher bummtschak mit einem simplen fill für den auch. Genauso wie aus meiner Sicht die guten langerfahrenen Spieler hier im DF genauso gut spielen wie einer der ganz großen. Weil das halt alles so weit über meinem Horizont ist, dass jeder Berg über 500m einfach nur ein hoher Berg ist, der 5000er, der hunderte Kilometer weiter hinter dem 500er steht, wirkt auf mich aus meiner Sicht nicht höher als der 500er

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


    “You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis


    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

  • genauso gut spielen wie einer der ganz großen.

    Und auch das ist ja eine sehr weitläufige Definition. Charlie Watts zählt sicher zu den ganz Großen, aber heißt das, dass ich deshalb der schlechtere Drummer bin? Gerade die nicht so sehr technisch orientierten Banddrummer sind oder waren oftmals ja keine Cracks, trotzdem haben sie mir ihrer Art zu trommeln gemeinsam mit ihrer jeweiligen Band das Genre beeinflusst oder gar verändert. Und das hat sie eben groß gemacht, wozu vor allem das Glück gehört, zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein. Was vermutlich in den 60ern und 70ern noch leichter war als heute., weil es eben nicht so sauviele herausragende Drummer gab wie heute, auch dank der neuen Medien.

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