Geteilter Proberaum - wie teilt ihr die Kosten?

  • Hallo zusammen,

    wir, das heisst unsere Band, bestehend aus vier Musizierenden, teilen uns mit einer anderen Band den Proberaum. Es gibt einen Bereich wo musiziert wird. Dort stehen pro Band ein Schlagzeug, sowie zwei Amps mit Lautsprecher pro Band. Dazu noch die PA und Mixer die gemeinsame genutzt werden. Recordingequipment (PC), Kühlschrank und Sofa stehen etwas separat und werden auch gemeinsam genutzt.

    Wie würdet ihr in einer solchen Situation die Mietkosten aufteilen?

    Hälftig auf die Bands verteilen oder doch eher auf die Anzahl aller Musizierenden?

    Grüsse


    edit: die zeitlich Nutzungsdauer der Bands, sprich Proben ist hälftig geteilt, freie Tage/Zeiten stehen im Grunde genommen allen zur Verfügung

    Blaukraut bleibt Blaukraut & Brautkleid breibt Blaubtkreid

    Einmal editiert, zuletzt von dani808 ()

  • Bei uns wird die Miete pro Musiker aufgeteilt, da es bei den Bands teilweise Überschneidungen der Musiker gibt (Viele von uns sind mit zwei Bands drinnen).

    Bzgl Kühlschrank und Bier/Limonaden gibts eine eigene Getränkekassa aus die wir die Getränke finanzieren. Zum Beispiel pro Bier 1€, das geht sich dann immer ganz gut aus.


    lg

  • Wir teilen den Ü-Raum (bzw 2 aneinanderhängende Räume - Proben in 2 Räumen gleichzeitig ist nicht möglich), Überschneidungen der Mitglieder gibt es von unserer Seite nicht. Bezahlt wird anteilig nach initial eingezogenen Bands (4x, mit Mietvertrag), wir haben unseren festen Tag.

  • Wir haben unseren Raum einfach die 2 geteilt, also Anzahl der Bands. Jeder hatte sein eigenes Zeug, einen Kühlschrank gab es nicht (aber die Idee von burned_destroyer find ich gut, wahlweise bringt einfach jeder seine eigenen Getränke mit), die Couch haben alle genutzt (stand mit im Proberaum, nicht auf dem Flur oder so).

    Wir hatten aber nicht das Problem, dass Mitglieder in beiden Bands gespielt haben.


    Innerhalb der Band haben wir dann unseren Anteil an Miete einfach durch die Anzahl unserer Mitglieder geteilt.



    Das andere Mal waren wir beim Gitarristen im Keller. Wir haben dann mal was "so" zusammengeworfen und dem Gitarristen gegeben. Leider war es sehr unterschiedlich, was die Getränke anging. Wir konnten beim Gitarristen immer was bekommen. Die Gitarristin und ich baben dann auch schonmal was mitgebracht (Getränke oder auch mal Knabberzeugs).. nur der Bassist hat sich da durchgetrunken und durch gefuttert.

    Schlagzeug in der Rockmusik? ...ist doch nur verwirrend, nervig und bringt die anderen Bandmitglieder völlig aus dem Konzept 8o

  • In deinem Szenario denke ich ist das einfachste zwischen den Bands Hälfte/Hälfte zu machen. Wie ich dich verstanden habe ist die Nutzung ja relativ ausgeglichen. Hat auch den Vorteil, dass der Hauptmieter nicht bei etlichen Personen das Geld eintreiben muss.


    Komplizierter wird es, wenn die Nutzungsanteile stark auseinander gehen, respektive eine Partei in der Nutzung eingeschränkt ist (Nur Montags Abends z.B.). Oder mit geteiltem Equipment, wobei ich dies aufgrund zahlreicher negativer Erfahrungen meide wie der Teufel das Weihwasser. Gleiches mit Getränken etc. Jeder bringt sein eigenes Zeug, dann gibts keine Diskussionen.

  • Ich kenne die Situation aus früheren Zeiten auch. In einem großen Raum waren wir mal drei Bands - in zwei davon hatte ich gespielt. Ein Gitarrist hatte auch in zwei Bands gespielt (in einer davon hatte ich auch gespielt).


    Die Miete zu gleichen Anteilen auf die Bands aufzuteilen ist meines Erachtens nur dann sinnvoll, wenn sich auch wirklich alles gleich aufteilt:

    • Jeweils gleiche Anzahl der Bandmitglieder > mehr Mitglieder brauchen i.d.R. auch mehr Platz (Equipment) und machen mehr Dreck
    • Jeweils gleiche Nutzungsdauer des Raums > wenn eine Band nur 1x pro Woche probt und die andere 3x, ist eine gleiche Aufteilung auch nicht fair
    • Jeweils gleiche Platz- und Equipmentnutzung


    In eurem Fall wäre es also sinnvoll, die Miete zu gleichen Teilen auf die Bands aufteilen. Sollte eine Band allerdings mehr Mitglieder als die andere haben, würde ich die Miete auch lieber auf die Mitglieder aufteilen.

    Es gibt m.E. einfach keinen vernünftigen Grund dafür, dass Mitglieder einer "größeren" Band weniger bezahlen müssen als die einer "kleineren" Band. Das gleiche gilt für Musiker, die in mehreren Bands spielen. Dadurch wird Equipment und Platz eingespart.

  • Guten Nachmittag,


    ich halte es am Schlauesten, wenn man simpel und effektiv vorgeht.

    Bevor ich anfange zu zählen, welche Kapelle gerade wieder ein Mitglied mehr oder weniger hat, würde ich einfach bei zwei Bands hälftig teilen, wenn dagegen keine guten Argumente vorliegen, etwa dreiköpfiges Blockflötenensemble akustisch gegen achtköpfige Dark-Metal-Combo mit Röhrenverstärkerburgen und altmodischer Lichtshow.

    Ich meine auch, dass wir das in der Vergangenheit jeweils so gemacht haben.

    Kann aber jeder machen, wie er will.

    Man kann auch eine Zugangserfassung machen und hinterher ausrechnen, wer wie lange und dann noch mit wie viel Strom usw. ...

    Wenn es nicht wirklich anders nötig ist, würde ich es einfach halten.


    Grüße

    Jürgen

  • Danke für Eure Inputs.

    Wir teilen tatsächlich solidarisch durch die Anzahl der Personen.

    Leider ist es jedoch so, dass eine Person (der anderen Band) sich immer wieder maximal unkooperativ verhält. Meist ging es nicht um die Sache an sich sondern lediglich ums Ego, darum sich durchzusetzen, ohne dass etwas sinnvolles dabei rauskommt. Sachliche Diskussionsversuche wurden ins Lächerliche gezogen, persönliche Angriffe inklusive. Forderungen gestellt bzw Wünsche geäussert die andere dann hätten umsetzen sollen. Ansprüche gestellt die man aber selbst nicht zu erfüllen bereit war bzw ist.

    Mir stellt sich nun die Frage ob da die solidarische Mietteilung immer noch richtig ist. Ich bin zwar grundsätzlich dafür, bekomme aber mehr und mehr Zweifel. Das Ganze ist schliesslich keine Einbahnstrasse.

    Blaukraut bleibt Blaukraut & Brautkleid breibt Blaubtkreid

  • Stellt Euch vor, die Woche hätte 6 Tage, die Parteien A und B nutzen den Raum jeweils an drei Tagen. Partei A ist Trommler, und er übt, Partei B ist eine große Kombo und sie nutzen den Raum mit 9 Personen. Das ist das Extrembeispiel, aber verdeutlicht das Problem. Es geht um die Nutzung und die wird geteilt. Ich würde immer halbieren, würde aber auch voraussetzen, dass ich den Raum jedes Mal sauber und aufgeräumt vorfinde.

    Würdet Ihr eine Wohnung nach der Anzahl der Bewohner bezahlen wollen?

    Gruß mc.mod

  • Aufgeräumt wird immer, also die Effektboards und so Zeug wird versorgt, bzw so verräumt, dass es keine nennenswerte Platzminderung gibt.

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  • Hmm, schwierig zu sagen da du relativ allgemein bleibst. Aber wie ich es verstehe ist es mehr eine einzelne Person, welche schwierig tut? Geht es denn um Anschaffungen? Oder mehr Verhalten im Raum (putzen o.ä.)?


    Ansonsten hoffe ich, die Hauptmieterschaft liegt bei euch. Falls ja, niemand zwingt besagte Person in diesem Raum zu spielen. Und zumindest hier übertrifft die Nachfrage nach Räumen das Angebot klar ;)

  • Wenn es sich jeweils um verstärkt aufspielende Combos mit vergleichbarem Energiebedarf (Strom u. Heizung) handelt, halte ich anteilige Berechnung je BAND für am fairsten. Denn es ist ja die Nutzungsdauer je Band, die diese Kosten generiert, nicht die Anzahl der Musiker. Ob nun 3 oder 8 Nasen, der Energieverbrauch dürfte sich nicht wesentlich unterscheiden, wenn nicht irgendein Profilneurotiker eine Pultbeleuchtung mit 500W-Halegenscheinwerfer braucht. Aber da a) heute alles LED ist und b) der gemeine Rockmusiker nicht vom Blatt spielt, darf man das vernachlässigen;)


    Getränke laufen üblicherweise über ne separate Kasse, und Proberaummöbel kenne ich häufig so, dass man über Abnutzung net reden braucht, weil die eh schon ihr drittes oder viertes Dasein fristen und man gar nicht so genau wissen will, was auf der Couch schon alles stattgefunden hat.

  • In meinem Proberaum bin ich Hauptmieter.


    Da ich den Raum auch als Lager für meine Zweit- und Drittsets verwende, zahle ich die Hälfte der Miete.

    Die andere Hälfte zahlen meine Kollegen anteilig per Dauerauftrag.


    Für Kost und Logis bin ich nicht zuständig...


    .

    Schöne Grüße - Rainer K. aus B. an der W.

  • Die anfallenden Nebenkosten wie Strom sind im Prinzip etwas gleich hoch. Der Kühlschrank wird von jeder Band für sich selbst befüllt.

    Die Frage zielt im darauf ab, was so die gängigste Vorgehensweise ist. Wir (als eine Band) finden das solidarische schon wünschenswert und ok, auch wenn uns daraus, gegenüber der Teilung durch zwei Bands, ein nicht unerheblicher finanzieller Nachteil entsteht (ca. 24 CHF, pro Kopf und Monat, seit nun 2,5 Jahren).

    Jetzt gab es gerade eine Situation in der die andere Band sich auch hätte solidarisch/kulant zeigen können, es ging um insgesamt rund 30 CHF pro Kopf, aber die diesbezügliche Bitte wurde abgelehnt.

    Klar, man sollte nichts erwarten, aber das triggert meinen Gerechtigkeitssinn schon mächtig.

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  • Klar, man sollte nichts erwarten, aber das triggert meinen Gerechtigkeitssinn schon mächtig.

    Ich verstehe deinen Punkt hier komplett. Da kann man wenig raten. Grundsätzlich denke ich inzwischen, dass man sich nicht zuuu lange mit Blödmännern abgeben sollte, unabhängig vom Lebensbereich.


    Ansonsten kenne ich auch nur die Teilung der Mietkosten durch die Parteien/Bands.


    LG Ralf

  • In meinem Raum bin ich auch Hauptmieter und nehme mir daher auch das "Vorrecht" heraus, denn Raum zu nutzen, wann ich möchte. Klappt aber über Absprache in einer WhatsApp-Gruppe ohne Probleme.


    2 Bands spielen regelmäßig und die Mitglieder zahlen unterschiedlich hohe Anteile.

    2 Kollegen sind auch ab und zu alleine drin und zahlen einen noch etwas höheren Anteil.


    Weitere 2 Kollegen habe ich von der Miete ausgenommen, da sie sehr weite Anfahrtswege haben.


    Einen Kühlschrank haben wir im Nebenraum auch, aber den nutzt kaum noch jemand. Früher gab es auch eine Getränke - und Kaffeekasse, aber da sich am Ende nur noch eine Person um alles gekümmert hat (Kaffee kochen, einkaufen, Pfandflaschen wegbringen etc), hatte die iwann die Nase voll. Seitdem kümmert sich jeder selbst um das leibliche Wohl.

    Besten Dank und ebensolche Grüße!

  • Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass es in der Stadt wo der Proberaum wohnt einen Getränkelieferservice gibt, der Supermarktpreise verlangt und Pfandflaschen wieder mitnimmt. Das einzige was man da tun muss, ist mal ein paar Stunden im Raum verbringen, bestellen und die Kohle aus der Getränkekassa rausnehmen. Ist auch kein riesiger Aufwand. :D


    lg

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