Inear Monitoring - Fragen und Erfahrungen

  • das Risiko gemeint, dass mir der FoH Mann/Frau die Ohren wegbläst.

    Da muss man seinem Tonler doch schon vertrauen :Q

    Behringer hat extra keine Limiter in seine P1/2 verbaut, um dieses Vertrauen zu festigen. ^^

    Das das P16 einen Limiter hat bedeutet im Umkehrschluss dann, das sie dem Musiker nicht vertrauen :/

    don´t panic

  • Habe hierzu noch ne andere Frage. Hat auch bisschen was mit der Abhängigkeit vom FOH zu tun:


    Wir reden die ganze Zeit davon, dass InEar Monitoring ein Segen für die Ohren ist/sein kann und dass der Sound (immer) perfekt ist, wenn gut eingestellt.

    Nun, wie handhabt ihr das mit eurem Monitor-Mix?

    Wenn man nämlich davon ausgeht, dass sich der Sound über den ganzen Gig hinweg nicht mehr ändert, dann könnte man selbst mit fremdem FOH und etwas Geduld den optimalen Monitor-Mix erreichen. Ich schaffe das aber meistens nicht mal mit dem bandeigenen Techniker. Nicht wegen ihm, sondern weil sich die Pegel bei uns, teils zwischen zwei Songs, schon ändern. Ich mische meinen Sound selber übers Tablet. Wir haben ein Soundcraft Expression und auf dem Tablet habe ich die passende App "ViSi Listen". Das ist aber schon eine Herausforderungen mit mehr als 20 Kanälen (8x Drums, 4x Vocals, 6 Gitarrenkanäle, Keyboards...). Da ist es jenachdem nicht so ohne weiteres möglich, zwischen 2 Songs was anzupassen. Und der Soundcheck ist zeitlich dafür auch nicht ausreichend. Auf dem Tablet ist das halt so ne Sache, haptische Fader wären da deutlich angenehmer.


    Das eigentliche Problem dabei sind aber ja die sich ändernden Pegel. Ist das bei euch auch so? Oder haben speziell wir da ein Problem, wenn man z. B. plötzlich die Solo-Gitarre nicht mehr hört oder der Bass reinballert, obwohl der nichts verändert hat? Ist es womöglich eine Sache des Arrangements? Ich habe manchmal den Eindruck, dass sich Frequenzen gegenseitig auslöschen. Und wenn ich mich dann selbst nicht genug höre, fange ich an zu dreschen. Konzentration ist da auf jeden Fall angesagt.


    Wie ist das bei euch so?

    Die Bauern spinnen? Na gut, Musik gibt's auch bei Spotify.

  • Das Risiko des Ohrenwegblasens zum einen. Zum anderen aber halt trotzdem auch der Mix an sich. Im Proberaum habe ich mir den Mix selbst perfekt eingestellt. Live ist es halt trotzdem immer ein hin und her, vor allem wenn du gerne einen Stereomix auf den Ohren hättest, um bspw. die Gitarren nach links und rechts zu pannen. Ich habe den Eindruck, dass manche Tonmenschen manchmal noch leicht genervt sind, wenn man dann auch noch die Drums in seinem Monitormix haben will, obwohl man eh hinterm Schlagzeug sitzt.


    Ein gekapseltes Monitoring-Setup, das dann am Ende sogar von den gestellten Bühnen-Mics unabhängig ist, ist halt nochmal ne ganz andere Hausnummer. Anstecken, einschalten, kurz nachjustieren, geht. Dann kann der Tonie sich ganz auf den FOH-Mix konzentrieren.

  • Behringer hat extra keine Limiter in seine P1/2 verbaut, um dieses Vertrauen zu festigen. ^^

    Laut Behringer -Beschreibung sollte da aber irgendwas limitiert werden:

    "Integrated current limit protects your ears and headphone"

    oder auf der Thomann-Seite

    "eigebauter Peak-Limiter"

    Richtig vertrauenserweckend finde ich das fehlen von weiteren infos aber auch nicht.


    Das eigentliche Problem dabei sind aber ja die sich ändernden Pegel.

    Das sollte den Auftritt über eigentlich nicht so extrem sein. Das hieße ja sonst auch, dass der Tontechniker am FOH ständig nachregeln müsste.

    Vielleicht müssen die Bandkollegen die Lautstärken ihrer unterschiedlichen Sounds besser aufeinander anpassen und den Overhead für Solo-Parts besser nutzen? Da lohnt es sich, nach entsprechender Vorbereitung, mal einen Samstag in einer Halle zu verbingen und mal alles über PA einzustellen.


    Und der Soundcheck ist zeitlich dafür auch nicht ausreichend.

    Da lohnt es sich wahrscheinlich, etwas mehr Zeit einzuplanen, um zufrieden und glücklich in den Auftritt zu gehen.

    "Just beat the devil out of it." - Bob Ross

  • Laut Behringer -Beschreibung sollte da aber irgendwas limitiert werden:

    "Integrated current limit protects your ears and headphone"

    oder auf der Thomann-Seite

    "eigebauter Peak-Limiter"

    Richtig vertrauenserweckend finde ich das fehlen von weiteren infos aber auch nicht.

    Ich weiß nicht, ob der Behringer einen Kompressor hat für die AUX/Monitor-Outs, aber ansonsten kann man sich doch nen Limiter basteln, indem man die Ratio auf Unednlich stellt und mit dem Threshold kann man dann den gewünschten Maximalpegel einstellen. Attack sehr schnell. Gefährliches Halbwissen... ^^

    Da lohnt es sich, nach entsprechender Vorbereitung, mal einen Samstag in einer Halle zu verbingen und mal alles über PA einzustellen.

    Genau diesen Satz hat unser Techniker in der letzten Probe auch gesagt. ^^

    Aber stimmt schon. Unsere Sänger singen jetzt zum Beispiel auch zurückhaltender, weil sie sich ja besser hören. Man muss da mit InEars erstmal hinkommen, dass man es sich so einstellt, wie quasi mit "echten" Monitoren.

    Die Bauern spinnen? Na gut, Musik gibt's auch bei Spotify.

  • Laut Behringer -Beschreibung sollte da aber irgendwas limitiert werden:

    "Integrated current limit protects your ears and headphone"

    Diese Infos finde ich bei Behringer nicht.

    Auch bei Thoman kein Wort über einen Limiter !? (da steht nix von in der Beschreibung, nur Limiter:"ja")

    Wenn sie einen Limiter hätten, wo kann man den einstellen? Und warum haben sie dann vergessen in mein P2 einen zu verbauen?

    Wie ist das bei euch so?

    die Pegel sollten sich nicht ändern beim spielen! Die Gitaristen müssen halt ein wenig sorgfältig sein beim Einrichten ihrer Bodentreter.
    Der Soundcheck ist fertig wenn alle zufrieden sind. Davon ausgehend das der Toni weiß was er da macht ;)

    Optimal ist sein eigenes Monitoring, unabhängig vom FOH. Wir fahren damit seit Jahren gut und sicher,
    Du könntest ja auch ein P16 oder ähnliches nutzen und wärst unabhängig.

    Wenn du sagst das sich die Pegel ändern...dein Monitormix ist aber schon PRE Fader?

    don´t panic

  • Diese Infos finde ich bei Behringer nicht.

    Auch bei Thoman kein Wort über einen Limiter

    Hier stehts bei der Produktbeschreibung in der Auflistung :

    Behringer Powerplay P1
    Behringer Powerplay P1, InEar Monitoring Verstärker, Kabelgebundenes In Ear System mit Lautstärkeregelung, Balance Regler, Mono oder Stereo Mode Schaltbar,…
    www.thomann.de


    Und hier bei den Product features (show more)

    Behringer | Product | P1


    Details finde ich dazu aber keine. Beim Fischer Amps Original ist die dürftige Beschreibung ähnlich. Ich meine, da aber irgendwann mal weitere Infos gesehen zu haben. Erinnere mich aber gerade nicht.

    Einstellbar sind die Limiter jedenfalls nicht. Ich vermute, dass die einfach so gesetzt sind, dass die Geräte nicht durch Pegel-Spitzen Schaden nehmen können. Das wird dann auch als Feature zum Schutz der Ohren verkauft, obwohl die Schwellwerte eigentlich nicht gewählt sind, um das Gehör effektiv zu schützen.

    Ich spekuliere, weil ich keine konkreten Infos habe.

    Am besten ist es natürlich, wenn man am Pult einen Limiter individuell für den eigenen Monitorkanal anpasst und sich nicht auf den Kopfhörerverstärker verlassen muss.

    "Just beat the devil out of it." - Bob Ross

    Einmal editiert, zuletzt von Korki ()

  • Wenn wir mit unserem eigenen digitalen FOH-Mixer und dem zugehörigen Rackmixer, (der dann gleichzeitig Stagebox ist / beides von Presonus) spielen, dann läuft der Rackmixer im Modus "Monitormixer", ist dann also unabhängig vom FOH-Pult. Das ist so aber natürlich nicht immer möglich und meist ist ja auch nur ein eigener Rackmixer für's IE-Monitoring vorhanden, wenn überhaupt.

    Wenn man es aber wie ja meist mit fremden FOH-Pulten auch anderer Hersteller zu tun hat, dann wäre ein Splitter sicher die beste Lösung, mit dem man die Signale dann auch separat und unabhängig von der Bühne ans FOH übergeben kann.

    Eine weiter Möglichkeit wäre, den eigenen Monitor- bzw. Rackmixer in das örtliche digitale Netzwerk einzubinden und dann unabhängig als Monitormixer laufen zu lassen. Das geht aber nur, wenn alle Geräte das gleiche Netzwerkprotokoll unterstützen. Und da gibt es verschiedene (z.B. Dante oder AVB) und nicht jeder Hersteller unterstützt jedes Protokoll. Außerdem ist man dabei natürlich auch wieder dem Wohlwollen und der Lust des örtlichen Technikers ausgeliefert und ob das technisch immer klappt, ist auch nicht sicher.

    Wenn man also unabhängiges (auch herstellermäßig) IE-Monitoring mit eigenem (Rack-)Mixer möchte, dann sollte man auf einen Splitter setzen. Dann kann der FOHler machen, was er will, auch mit den Pegeln.

    Da muss man aber noch mal unterscheiden: Wenn z.B. bei unserer Mischpultkombination der FOHler an den Gainpegeln dreht, dann hat das auch Auswirkungen auf die Pegel im Rackmixer, da das FOH-Pult im Monitor-Modus die Hauptkontrolle über die Gain-Regler hat. Macht ja auch Sinn...

    Absolute Unabhängigkeit auch beim Gain gäbe es also auch hier nur mit einem Splitter.


    Aber grundsätzlich und unabhängig davon sollte gelten: Gain-Pegel werden VOR dem Gig beim Soundcheck eingestellt und dann sollte es von da schon mal keine Schwankungen mehr geben. Und ansonsten muss die Saitenfraktion ihre eigenen Gainpegel bei unterschiedlichen Sounds im Griff haben, denn so etwas ist ultranervig, auch für den Tontechniker... X/ ;)

    Man kann sich ja auch in der Probe mal die Zeit nehmen, die Gitarren- und Basspegel auf ein Level zu bringen, ist ja kein Hexenwerk, außer die sensiblen Saitenquäler weigern sich aus irgend einem Grund... 8o

  • Das ist genau der Grund, warum ich mit dem EAD10 liebäugele... Unsere Saitenquäler spielen sowieso alle Modeling-Amps mit genug Ausgängen. Und wenn ich dann die entsprechenden Monitor/Line-Outs der Amps und das EAD10 in unserem persönlichen Monitorpult zusammenziehe, bin ich vom FOH komplett unabhängig, was die Instrumente angeht.


    Nur Gesang muss man von vorne dann ins Monitorpult noch mit einschleifen.

  • Ja, das ist ziemlicher Marketing Dummsprech: "Integrated current limit protects your ears and headphone"

    Es handelt sich nur um eine Schutzschaltung gegen Überspannung am Eingang.

    Die schützt nicht die Ohren sondern nur das Gerät. -Die Werbetexter von Behringer würden sagen "indirekt ja schon"

    current limiter heist übersetzt schlicht nur Spannungsbegrenzer.

    don´t panic

  • Das ist genau der Grund, warum ich mit dem EAD10 liebäugele... Unsere Saitenquäler spielen sowieso alle Modeling-Amps mit genug Ausgängen. Und wenn ich dann die entsprechenden Monitor/Line-Outs der Amps und das EAD10 in unserem persönlichen Monitorpult zusammenziehe, bin ich vom FOH komplett unabhängig, was die Instrumente angeht.


    Nur Gesang muss man von vorne dann ins Monitorpult noch mit einschleifen.

    Das Ead10 ist wirklich ne Wucht, aber gerade bei eventuell kleinen Proberäumen in Verbindung mit Gitarristen, die ständig bei ihrem Lautstärkeknopf die 11 suchen, muss man darauf achten, dass man sich nicht zu viel der anderen Instrumente im Yamaha-Mikro einfängt. Bei meinem letzten Cover-Band-Engagement musste ich mir bei den Proben ne Decke ans Rack hängen, die das "Bleeding" von den Gitarren und dem Bass ins EAD10 verhinderte.

    "Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
    (c) by frint / 2008


    "Es macht so viel Spaß, ein Mann zu sein, das können sich Frauen gar nicht
    vorstellen!" (c) by Lippe / 2006

  • Das ist genau der Grund, warum ich mit dem EAD10 liebäugele... Unsere Saitenquäler spielen sowieso alle Modeling-Amps mit genug Ausgängen. Und wenn ich dann die entsprechenden Monitor/Line-Outs der Amps und das EAD10 in unserem persönlichen Monitorpult zusammenziehe, bin ich vom FOH komplett unabhängig, was die Instrumente angeht.


    Nur Gesang muss man von vorne dann ins Monitorpult noch mit einschleifen.

    Ist im Prinzip richtig, aber auch hier kann es das Problem geben, dass unterschiedliche Pegel an den Ausgängen der Modellingamps anliegen, wenn zwischen Gitarrensounds umgeschaltet wird. Das muss dann schon passen. Unsere Gitarristen nutzen auch so Dinger und da braucht es auch eine gewisse Pegeldisziplin. :D

    Es reicht aber, sich da einmal zusammenzusetzten und die Gitarrensounds und Pegel aufeinander anzugleichen. Bleibt ja dann gespeichert...

  • Da muss man aber den KH-Verstärker schon voll aufdrehen bzw. der FoH ein Vollspast sein, wenn man Angst hat, dass es einem die Ohren wegbläst. Der FoH dreht ja nicht gleich auf volle pulle rein in den Ausgang. Zumindest wenn er eben kein Vollhonk ist. Ich hatte mein P2 auf 11 Uhr (wenn 7 Uhr die nullstellung und 5 Uhr voll aufgedreht ist) und das war weit ausreichend um den Gesang und alles was er mir ca auf halbe Faderhöhe reingedreht hat (ich hab mir das auf seinem Mischpult dann angeschaut), sehr gut zu hören. Und dass er während dem Gig plötzlich da rumdreht, da musst du ihm vorher schon irgendeinen Grund zur Rache gegeben haben 😅 aus Versehen passiert das kaum. Selbst wenn er während des Gigs was nachregeln will, und dabei statt dem Main deinen aux erwischt, so ist das ja meist kein faderschub um mehrere dB. Ich denke, so weit sollte man dem FoH schon vertrauen können.

    Aber ja, vielleicht hab ich mal das Pech und gerate an so einen unfähigen 😝

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


    “You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis


    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

  • Dabei geht es mehr um unfreiwillige Lautstärkespitzen wie durch Feedback, ...

    Ok, das hab ich ned bedacht. Haben wir im Proberaum ständig. Live nicht.

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


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  • Wir proben und giggen seit knapp 3 Monaten konsequent mit In Ear. Die beste Entscheidung ever! Wir nutzen das Soundcraft Ui24R und sind sehr begeistert, jeder Musiker hat seinen eigenen Stereo-Mix, eigene Lautstärke usw. Seither ist unser Timining und unsere Dynamik viel besser geworden. Ich kann es nur empfehlen :)

  • Die beste Entscheidung ever! Wir nutzen das Soundcraft Ui24R und sind sehr begeistert,

    Hier sei noch anzumerken das man mit einem Digitalmischer grundsätzlich bessere bist beste Ergebnisse erreicht.

    Wenn man weiß was man tut wird man jeden Kritiker überzeugen.

    Das Hauptproblem aus meiner Erfahrung ist, das viele die sich auf ein solchen System einlassen keine Ahnung haben und schnell aufgeben und die Sache pauschal als

    schlecht abtun.

    don´t panic

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