Planung und Organisation von Challenges im DF

  • Eine "irgendwie individuell generierte aber nicht näher definierte Punktevergabe aus einem Bereich 1-10" ist ungenauer, als ein klares "c ist besser als d". Mehr wollte ich nicht zum Ausdruck

    Und das ist eben falsch. Solange der eine Beitrag mehr Punkte hat als der andere ist er für dich besser. Auf welchem Niveau diese Punkte liegen spielt dabei keine Rolle.

    Dein genannter Ansatz funktioniert viel schlechter. Bringe beispielsweise mal 25 Beiträge in die für dich richtige Reihenfolge. Ich hätte dazu keine Lust. Und insbesondere im Mittelfeld herrscht dann ganz sicher totale Willkür weil man viele Beiträge ähnlich gut findet. Und wie würde man selbst so eine Rangfolge bestimmen? Vermutlich indem man da temporär Punkte vergibt.

    Und wie würde man aus den eingesammelten Votings eine Gesamtrangfolge bestimmen? Vermutlich indem man jedem Rang wieder eine Punktzahl zuweist, und so aus allen Votings einen Durchschnitt bestimmt. Man braucht also am Ende (und vermutlich am Anfang) eh wieder Punkte. Man hat auch keine Möglichkeit mehr anzudeuten, wieviel besser oder schlechter man einen Beitrag als einen anderen fand. Die Rangfolge gibt ja kein Indiz ob es knapp war. Das ist nicht praktikabel.


    Bei den ersten Challenges konnte man nur seine Top 3 bepunkten. Das sorgte aber dafür dass am Ende nur 4-5 Beiträge sinnvolle Punktzahlen hatten. Alle anderen Teilnehmer haben kein Feedback für ihre Darbietung bekommen. Das war auch schade.

    Das neue Format hält jedem ein bisschen den Spiegel vor. Jedem Beitrag aber auch jedem Voting. Das finde ich sehr sauber, transparent und fair.

  • Wichtig ist immer auch eine vernünftige Begründung seines Votings! Dadurch rückt die reine Punktevergabe in den Hintergrund. Und man will ja auch wissen, woran es liegt und woran man noch üben sollte.

  • Ich habe lange überlegt, ob und was ich schreiben werde und hoffe, dass es hier an der richtigen Stelle ist, da es zu mehreren Themen passt. Wie ich schon in meiner Galerie geschrieben habe, stellte ich vergangenen Dienstag fest, dass live mit anderen zusammen spielen für mich die weitaus größere Quelle an Freude und Bestätigung ist. Alleine zu einem Playalong zu trommeln kann Spaß machen und dem war beim Jazzstück auch so. Dabei hätte ich es belassen sollen! Denn das Bewerten und von anderen bewertet werden sowie vorallem die Diskussion darüber hat mir zumindest jegliche Freude geraubt. Ich bin daran nicht unschuldig, da ich ja vor dem Ende des Votings etwas zur meiner Bewertung rausgehauen habe!

    Damit bin ich aktuell raus und nichtsdestotrotz haben alle, die nachwievor Spaß daran haben und vorallem die Organisatoren meinen Respekt!

    Die Diskussionen über Musikgenres zeigt mir, dass ich wohl anders an die Materie rangehe und mir wohl zu wenig Gedanken theoretischer Art mache, um sinnvoll etwas dazu schreiben zu können.

    Wer leichter glaubt, wird schwerer klug!

  • Am Ende hat jedes Bewertungssystem Aussagekraft. Und am Ende ist es doch auch interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Bewertungskriterien und Bewertungsherangehensweisen sind. Ein Publikum ist ja auch vollkommen heterogen mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten.


    Wenn es doch nur um Erfahrung, Feedback und Spaß geht, muss man doch eigentlich auch nicht bis zum Ende optimieren. In der heutigen Zeit ist es vielleicht auch ganz hilfreich, in so einem konstruktiven und freundschaftlichen Umfeld wie hier im DF das Aushalten anderer Meinungen und die Akzeptanz anderer Typen zu üben. Zwischen Schwarz und Weiß liegt doch so viel lebensbejahendes Grau. :)


    Wenn man die Bewertung trotzdem etwas vereinheitlichen möchte, hilft in der Regel ein Format, das jedem / jeder gut bekannt ist.

    Nimmt man statt der 10 Punkte beispielsweise 15 Punkte, die man wie in der Oberstufe als Noten von 1+ bis 6 interpretiert, hat man direkt eine etwas gemeinsamere Vorstellung von der Wertigkeit der Punkte. Aber auch bei Lehrkräften hat man ja gesehen, dass die Skala sehr unterschiedlich genutzt werden kann...

    "Just beat the devil out of it." - Bob Ross

  • Guten Morgen,


    was kann man so lange über Bewertungssysteme diskutieren.


    Ich habe hier eine Tapete, da kann ich kumulieren und panaschieren und habe 93 Stimmen.

    Es gibt so viele Möglichkeiten und Systeme ...


    Letztendlich sollte man immer im Auge behalten, wofür das alles gut sein soll.


    Bastelt eigentlich mal jemand an einer Urkunde, die man sich stolz über das Proberaumset hängen kann?


    Grüße

    Jürgen

  • Kurze Anmerkung aus der Methodenabteilung:


    Beim Vergleich geht es darum aus Qualität Quantität zu machen. Wir wollen spielerisches Können auf eine Skala von bspw. 1-10 bringen.


    Es gibt aber keine universellen Kriterien (wie beim Eiskunstlauf früher), was immer dazu führt, dass es individuell ist und nicht immer nachvollziehbar. Man könnte natürlich eine Jury bilden, quasi Wertungsrichter, aber auch da würde es natürlich Kritik geben.


    Bei uns darf jeder abstimmen, wodurch Leute die alle eher oben bewerten weniger Ausschlag geben, als die wenigen, die die Skala voll ausnutzen. Wenn einer alle mit 8-10 bewertet, dann sind ja alle relativ gleich. Wenn ein zweiter auch nur einen davon mit einer 3 bewertet, dann ist derjenige letzter. Es haben dadurch Leute mehr Gewicht, die die Spannbreite ausnutzen.


    Es gibt zig Möglichkeiten das zu lösen, was aber wiederum zu anderen Probleme führt. Eine universelle Lösung gibt es nicht, weil Qualität nicht 1:1 in Quantität übersetzt werden kann! Jazz hat mehr Freiraum, als auf einer Skala und mit einem Regelwerk zur Bewertung abgebildet werden kann.


    Mein Vorschlag ist:


    Man erhält so viele Stimmen wie es Teilnehmer gibt und darf bis zu 3 Stimmen einer Person geben.


    Auf diese Weise sind die Ausreißer ausgeschlossen und man kann seine Stimmen gut gewichten. Es bekommt nicht zwingend jeder punkte, aber am Ende zeigt sich vielleicht besser, wer eher den Geschmack der Nutzer hier getroffen hat.

    Lies die FAQ und benutze die Suchfunktion!

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  • Erstmal Danke an die zahlreichen tollen Vorschläge zum Voting! Bitte entschuldigt meine ggf. manchmal etwas grantigen Antworten dazu.

    Ich finde es prima, was ihr euch für Gedanken macht. Das zeigt, dass ihr das Voting ernst nehmt und euch etwas an den Challenges liegt. :thumbup: <3

    Es haben dadurch Leute mehr Gewicht, die die Spannbreite ausnutzen.

    Das ist richtig. Wer eine größere Spanne ausnutzt hat dann einen größeren Hebel in der Statistik. Du hast recht damit, dass das vielleicht nicht allen bewusst ist.

    Vielleicht ist dieser Effekt nicht nur etwas Schlechtes sondern ein Werkzeug das man nutzen könnte? Wenn Anfänger beim Voting eher unsicher sind, könnten sie absichtlich eine geringere Spanne nutzen um ihre Stimme abzuschwächen. Aber das müsste ich dann klarer kommunizieren.

    Auf jeden Fall ein guter und wichtiger Hinweis.


    Ich möchte eine Balance erreichen, zwischen einem aussagekräftigen Ergebnis für alle, einem leicht verständlichen Formular, und der einfachen technischen Umsetzbarkeit mit einer automatisierten Auswertung.

    Und da da favorisiere ich trotzdem noch das aktuelle Format.


    Ich hoffe einfach, dass sich das statistisch alles gut ausgleicht, wenn genügend Leute abstimmen.

  • Wenn viele ähnliche Leistung erbringen, dann ist es unfair, trotzdem ein Ranking von 10-1 zu machen!

    Oder wie würdet ihr in der Schule reagieren, wenn das bei einer Schulaufgabe so wäre? „Tut mir leid, aber du hast einen Punkt weniger als dein Nachbar, du bekommst also eine Note schlechter!“

  • Wenn viele ähnliche Leistung erbringen, dann ist es unfair, trotzdem ein Ranking von 10-1 zu machen!

    Oder wie würdet ihr in der Schule reagieren, wenn das bei einer Schulaufgabe so wäre? „Tut mir leid, aber du hast einen Punkt weniger als dein Nachbar, du bekommst also eine Note schlechter!“

    Darum gibt es ja die Durchschnittspunktzahl. Da kann man dann auch sein Abschneiden von Challenge zu Challenge vergleichen und kann sich allgemein besser einordnen. (Du kannst dann auch sagen: Hey, ich war ja nur 0,X vom Sieger weg.)

    Die Rangfolge ist nur das Salz in der Suppe. Und darüber wurde auch schonmal abgestimmt. Eine Mehrheit hat sich dafür ausgesprochen, dass es ein "Treppchen" geben sollte.

    Aber ganz entspannt bleiben, es geht um NICHTS. Letztlich nur ums Musik machen, Musik anhören und darüber quatschen.

  • Genau so ist es beim Eurovision Song Contest.


    Da wird einmal jede Punktewertung vergeben von 1-15 und erzwingt ein Ranking.

    Lies die FAQ und benutze die Suchfunktion!

  • Es wird immer komplizierter. Das schaffen auch nur Männer! Da geht’s um Statistiken, Wahrscheinlichkeiten, Berechnungen, Ausgleichende Faktoren und all so ein Kram.


    Bei Frauen gäbe es 1 bis 5 Herzchen und aus die Maus. :D

    "Ambition is a dream with a V8 engine" - Elvis Presley

  • Wenn viele ähnliche Leistung erbringen, dann ist es unfair, trotzdem ein Ranking von 10-1 zu machen!

    Oder wie würdet ihr in der Schule reagieren, wenn das bei einer Schulaufgabe so wäre? „Tut mir leid, aber du hast einen Punkt weniger als dein Nachbar, du bekommst also eine Note schlechter!“

    Wir können nichts dafür, dass du unzufrieden mit deinem Voting-Ergebnis bist.


    Wenn du es auf's Treppchen geschafft hättest wäre das Ranking dann wahrscheinlich 'ne top Sache, oder?


    Es bleibt so, wie es jetzt ist.

    Wem die Challenges zu hart sind, der muss ja nicht mitmachen.

  • Es wird immer komplizierter. Das schaffen auch nur Männer! Da geht’s um Statistiken, Wahrscheinlichkeiten, Berechnungen, Ausgleichende Faktoren und all so ein Kram.


    Bei Frauen gäbe es 1 bis 5 Herzchen und aus die Maus. :D

    Danke für den Sexismus.

    Das was du vorschlägst haben wir mit 1-10.

    Geht’s noch ernsthafter? :rolleyes:

    "Ambition is a dream with a V8 engine" - Elvis Presley

  • Auf jeden Fall

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