Kesselgratung checken nach Neukauf

  • Drumstudio1


    Danke ebenfalls! Sehr nachvollziehbare Beschreibung. Problem beim tunen hatte ich bisher mit noch keiner Trommel, außer einer Bassdrum mit ovalem Hoop.


    Und der verzogene Hoop, sprang mir förmlich ins Gesicht. Da muss man nicht mit der Fühlerlehre ran.



    DerFranz Thema Snarebed ist bekannt. 😁


    fwdrums: Auch sehr gut zu lesen. Da tauchen die 2mm nochmal als problematischer Wert auf.


    trommla: Gehör vor Messung … so gehts mir inzwischen auch, nachdem ich mal mit einem Tunebot experimentieren durfte.


    Nettes Tool, um in den ersten Schritten den Stimmvorgang zu unterstützen, aber hinten raus - wenns also wirklich musikalisch wird - in meinen Augen eher nervig. Und macht keinen Spaß.


    Curby: Was du schreibst wird mehrfach bestätigt. Hinhören, weniger messen.

  • Interessantes Thema, ich habe jetzt alle Beiträge durchgelesen und denke an eine meiner Djembén:

    Da ist die "Gratung" alles andere als plan.

    Man sieht und spürt an einer Stelle ganz deutlich, wie uneben das aufgespannte Fell ist.

    Wenn ich zu Hause bin, kann ich gerne mal ein Foto machen.

    Klingen tut die Djembé klasse.


    Ich habe schon oft über das Thema Kesselgratung in Bezug auf diese Djembé nachgedacht und wollte schon länger mal was schreiben, nun habe ich einen gewissen Anlass. Aber vielleicht sind bei "Naturtrommeln" mit Naturfellen die Gesetze anders. Zumindest kann man bei einer Djembé ja nicht wirklich von einer Gratung sprechen, denn das ist ja alles wirklich ganz schön grob zusammengeschnitzt...

  • Aber vielleicht sind bei "Naturtrommeln" mit Naturfellen die Gesetze anders. Zumindest kann man bei einer Djembé ja nicht wirklich von einer Gratung sprechen, denn das ist ja alles wirklich ganz schön grob zusammengeschnitzt...

    Nicht nur "vielleicht", sondern die verhalten sich ganz sicher anders.


    Es wurde ja schon erwähnt, dass eine höhere Fellspannung Unebenheiten besser ausgleichen kann als eine niedrigere. Beim Schlagzeug haben die Trommeln i.d.R. Resonanzfelle (abgesehen von Ausnahmen wie Concert-Toms). Um auf den gleichen Grundton zu kommen braucht man ohne Resonanzfell eine höhere Fellspannung als mit. Demnach haben Djemben i.d.R. auch eine höhere Fellspannung als Schlagzeugfelle. Unebenheiten können da also besser ausgeglichen werden.

    Weiter geht's damit, dass es sich eben wirklich um Naturfelle (bzw. eher Haut) handelt und der Spannring des Fells und auch der Spannreifen wegfällt. Ergo müssen da auch keine Spannreifen und Spannringe "verbogen" werden, um das Fell an Unebenheiten der Gratung anzugleichen.


    (EDIT #2)

    Hinzu kommt die besondere Bauform von Djemben, die als Helmholtz-Resonator wirkt. Dadurch werden zusätzliche Basstöne erzeugt und der Klang wird bauchiger.

    Und das heißt auch, dass die Fellspannung bei Djemben sehr hoch sein kann, ohne dass der Klang dünn wird.


    thinshells

    Es müssten bei den beiden Sets ja zwei (exakt baugleiche?) 12er Toms dabei sein. Hast du die mal direkt miteinander verglichen?


    Darf ich fragen was du mit den Sets vor hast?


    EDIT

    Korrektur - Congas und Bongos sind ja keine afrikanischen Trommeln. :S

  • Sorry für OT - das Thema mit der Djembe interessiert mich gerade sehr. Ich hatte früher auch hier und da Percussion gemacht und bin auch mit Djemben vertraut. Sehr interessant ist dazu auch der englische Wiki-Artikel:


    Acoustically, a djembe is a Helmholtz resonator: the frequency of the bass is determined by the size and shape of the shell and independent of the amount of tension on the skin. In contrast, the pitch of tones and slaps rises as the tension of the skin is increased. The bass has a frequency of 65–80 Hz. Depending on the size of the drum and the amount of tension on the skin, tone frequency varies from 300 Hz to 420 Hz and slap frequency from 700 Hz to 1000 Hz, with audible overtones reaching beyond 4 kHz.


    Das demonstriert jedenfalls, dass Djemben wirklich 'ne komplett andere Baustelle als Schlagzeugtrommeln sind. Bei letzteren ist der Grundton immer direkt von der Fellspannung beider Felle abhängig.

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