1. Challenge 2026 - Jazz (Abgabe bis 21.02.26)

  • Wenn jemand Grund hätte, von einem versauten Tag zu sprechen, dann bin das ja wohl ich. Denn ich hab die Bassdrum wirklich durchgespielt. :D

    Hab gestern mal einen Take (mit durchlaufender Bassdrum) eingespielt, mit dem ich leben könnte, jetzt hab ich noch ne Menge Zeit, einen besseren Take einzuspielen

    Wenn wir hier nicht über unsere Erlebnisse und Herangehensweisen schreiben, dann würde mir eine ganze Menge fehlen. Dieser Austausch macht es für mich interessant.

  • Wenn jemand Grund hätte, von einem versauten Tag zu sprechen, dann bin das ja wohl ich. Denn ich hab die Bassdrum wirklich durchgespielt. :D

    Hab gestern mal einen Take (mit durchlaufender Bassdrum) eingespielt, mit dem ich leben könnte, jetzt hab ich noch ne Menge Zeit, einen besseren Take einzuspielen

    Wenn wir hier nicht über unsere Erlebnisse und Herangehensweisen schreiben, dann würde mir eine ganze Menge fehlen. Dieser Austausch macht es für mich interessant.

    Eigentlich bräuchtest du dir nur ein paar Jazzsongs anhören. Mit diesen Erkenntnissen wärest du auf der „Standard“- Seite.

  • Meine Inspiration war dieses hier, nachdem ich nach "uptempo jazz standards" gesucht hatte:


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    Mein Punkt zur Bassdrum lautete ja auch nur "Die Bassdrum wird wenig bis z.T. gar nicht gespielt". Ich denke, das ist da auch sehr dehnbar.

    Grundsätzlich ist das eben einfach was anderes als Rock/Pop/Funk-Drumming.


    Die Bassdrum spiel ich persönlich hier nach Lust und Laune, mal mehr mal weniger. An manchen Stellen auch mal Halbe, in manchen Takten gar keine BD.

    Und auf der Snare spiel ich in Fills auch mal sachte Rimshots, in bestimmten Parts Rimclicks.


    Also nur Mut zum Austoben nach Gusto. ;)

  • Marius' Tipps sind schon hilfreich, aber das hier stimmt nur bedingt.

    Die Bassdrum wird wenig bis z.T. gar nicht gespielt, der Bassdrum-Sound ist zurückhaltend.

    Es ist durchaus erlaubt, die Bassdrum sanft durchlaufen zu lassen. Für manches ist es sogar sinnvoll, gerade im Bigband-Swing und allgemein in "alten" Stilen ist es sogar eher die Regel als die Ausnahme. Aufgrund der zurückhaltenden Spielweise (wird auch als "Feathern" der Bassdrum bezeichnet) nehmen wir es nur meist nicht unmittelbar wahr. Leider wird nur von vielen Nicht-Jazzern Jazz gerne mit Bebop gleichgesetzt, wo dieser Binse stimmen mag, was aber natürlich deutlich zu kurz gesprungen ist.

    Edit: ups, jetzt bin ich beim Schreiben zu oft unterbrochen worden, ist ja schon alles gesagt von meinen Vorrednern :huh:

    mich persönlich hat trommlas Beitrags zu meiner „verrocken“-Frage eher abgeschreckt

    Sorry, das war überhaupt nicht meine Intention. Ich dachte einfach, in den bisherigen Challenges war trotz des vorhandenen Interpretationsspielraums ja schon immer der Ehrgeiz, sich der Aufgabe anzunähern, und ich dachte einfach, das sei hier ähnlich. Dein Ansatz schien mir eher zu sein "ich nähere die Aufgabe meinen Fähigkeiten an" ;)

    Aber was spricht denn dagegen, nen ganz einfachen Swing zu spielen? Das geht sogar, wenn du auf dem Ride einfach Viertel durchspielst, da braucht es gar kein Ding Ding Di Ding. Du wirst dich wundern, wie schnell bei luftig-leichter Spielweise alleine die Hihat auf 2 und 4 schon den Swing erhält, wenn du nur vereinzelt mal ne Synkope mit der Snare einstreust.

    Das ist eine Nische die nicht viele bedienen können/wollen, und die wenigen, die es tun, sind da (vielleicht?) ganz gut drin und es kommt oft so rüber als "ihr bummtschakdepperln habts ja keine ahnung". ich will da jetzt auch niemand bestimmten ansprechen, es ist generell oft so.

    Hast du wirklich den Eindruck? Dass es nicht viele hier gibt, die sich mit Jazz beschäftigen, stimmt zwar, ich habe aber glaube noch NIE irgendwas überhebliches hier im DF gelesen. Alten Jazzern wird das zwar nachgesagt, und das sicher nicht ohne Grund. Aber heutzutage sind Stile viel durchlässiger, es gibt viel mehr Musiker, die Jazz, Rock, Pop und Klassik verstehen, und außerdem sind selbst die ältesten hier im Forum zu jung, um zu den "alten Jazzern" zu zählen. Da reden wir imho von der Generation 80+.

  • "Feathering" ist das Stichwort und damit bin ich durchaus auf der "Standard"-Seite. ;)

    Wieder was gelernt, danke.:thumbup:


    Es ist durchaus erlaubt, die Bassdrum sanft durchlaufen zu lassen. Für manches ist es sogar sinnvoll, gerade im Bigband-Swing und allgemein in "alten" Stilen ist es sogar eher die Regel als die Ausnahme. Aufgrund der zurückhaltenden Spielweise (wird auch als "Feathern" der Bassdrum bezeichnet) nehmen wir es nur meist nicht unmittelbar wahr. Leider wird nur von vielen Nicht-Jazzern Jazz gerne mit Bebop gleichgesetzt, wo dieser Binse stimmen mag, was aber natürlich deutlich zu kurz gesprungen ist.

    Würdest du diesen Track hier denn eher als Bepop oder als Jazz oder Swing bezeichnen? Bzw. als welches Subgenre?


    Noch ein Hinweis zur Aufnahme:

    Ich denke bei dieser Challenge geht sogar eine Smartphone-Aufnahme ganz gut. Falls die Möglichkeit besteht, dabei die Empfindlichkeit / den Gain / die Vorverstärkung des Mikros ganz runter stellen. Das Smartphone würde ich dafür in Zuhörer-Position wenige Meter vor dem Schlagzeug und nicht zu hoch positionieren. Z.B. etwa 1m über dem Boden, vielleicht sogar weniger. Man stelle sich eine sitzende Zuhörer-Position vor einer kleinen Bühne vor. ;)

    Mit einem Handyrecorder würde ich ähnlich vorgehen.

  • Da ich selbst auf der einen Seite als Nicht-Jazzer gelte und auf der anderen Seite durch mein Können begrenzt bin, bin ich selbst gespannt , ob ich auf der Swing-Seite oder doch eher auf der Bebop-Seite lande. Jazz ist halt umfangreicher als ich mir vorstellen kann. Vielleicht verschlägt es mich noch in eine ganz andere Richtung. Ich lasse mich da mal überraschen. Für Mutmaßungen halte ich mich etwas zurück. Wühle gerade ein wenig in der Jazzgeschichte rum. Da gab es Mitte der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts eine Art Umbruch. Wie gesagt>>gefährliches Halbwissen.

    Das mache ich aber nur aus Interesse, spielen werde ich wo es mich hin verschlägt, ohne Fahrplan und Ziel.

  • Würdest du diesen Track hier denn eher als Bepop oder als Jazz oder Swing bezeichnen? Bzw. als welches Subgenre?

    Das ist eher ne Frage an die Musikwissenschaftler unter uns. Mich erinnert es am ehesten an Westcoast-Jazz, was ja in der Musiktheorie gerne als Subgenre des Cool Jazz gesehen wird. Finde ich aber bei ner neuen Einspielung generell nicht ganz einfach, denn solche Klassifikationen haben ja auch immer mit der Zeit zu tun, in der die Strömungen aufkamen.

    Wenn heute jemand ein Stück im Stil der 50er einspielt, bleibt es ja trotzdem meist nicht frei von jüngeren Einflüssen. Ist es dann noch richtig, es überhaupt einem bestimmten historischen Stil zuzuordnen?


    Bebop oder Swing ist dein Playalong in meinen Augen jedenfalls beides nicht. Gibt's ol'pete eigentlich noch? Der könnte es uns vielleicht verraten, er war ja damals irgendwie schon dabei ;)

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