Messaufbau für den Vergleich von Stimmungen, Fellen und Trommeln (Gemeinschaftsprojekt)

  • IMHO:

    Um was aufbauen zu können muß man in erster Linie erst mal Etwas was haben.

    Das zu Vermesssende erst mal rein Haptisch setzte ich mal Voraus.

    Will man Was Messen, Vorteilhafterweise Etwas was zum Messen geeignet ist. ugs. auch als Messgerät(e ) bezeichnet.

    ......

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
    ich mach`s wie`s mir passt, schei.. auf die Säue, die laufend sinnbefreit durch
    die Dörfer getrieben werden.



  • Einen guten Vergleich von unterschiedlichen Gratungen gab es mal bei St drums, da hört man schon einen signifikanten Unterschied, finde ich

    Leider sind die Stimmungen da nicht gleich. Entsprechend kommen die signifikanten Unterschiede da nicht nur durch die Gratungen.

    Nachdem es letztes Jahr hier schon um das Video ging, hatte ich die Audiospur des Videos runtergeladen, in die DAW gezogen und das Spektrum der Schläge verglichen. Die Grundtöne sind nirgendwo gleich. Man kann auch davon ausgehen, dass die Tonhöhen-Verhältnisse der beiden Felle nicht gleich waren.


    Ich will das auf keinen Fall schlecht reden. Es veranschaulicht m.E. nur, wie schwierig das Thema wirklich ist. Man kommt nich drum rum, die Stimmung zu messen. Das wurde für den Vergleich aber nicht gemacht, schätze ich.


    SCNR: Und es wird "bäring edge" gesprochen, nicht "biering edge". ^^

  • Wo und wie könnte man das realisieren?

    Wer beteiligt sich und kümmert sich um was?

    Lohnt es sich, das nach erfolgreicher Realisierung über Youtube, Bonedo u.ä. publik zu machen?

    Meine persönliche Meinung, nachdem dieser Beitrag fast zwei Wochen hier online ist und ich die inzwischen eingetrudelten Antworten gelesen habe, die - ebenfalls meine persönliche Meinung - nicht viel zu deinen Fragen beigetragen haben:


    IMHO ist es ein Riesenaufwand so etwas zu betreiben. Wenn dann abgesehen von Toms und Bassdrum auch noch die Snares an die Reihe kommen, wird das ein Fass ohne Boden. Ich hatte mal vor langer langer Zeit einen Vergleich von einem 12" Birken (Sonor Force 3000) und einem Ahorn (Sonor Hilite) gemacht, gleiche Felle, gleiche Stimmung, gleiche Hardware. Unabhängig vom Resultat und dass ich keine großen "professionellen" Arbeitsgeräte zur Verfügung hatte, war da schon der Aufwand riesengroß und sehr zeitintensiv. Wenn das dann in die "professionelle" Richtung geht, ist das denke ich sehr sehr schwer alleine realisierbar.

    Und anhand der ausbleibenden konkreten Antworten, denke ich, dass - wie so oft im Leben - die Leute die ganze Sache ohne Aufwand vom Sofa aus beobachten, ihre Meinung dazugeben aber dabei mitarbeiten nicht im Sinne haben. Ich mag mich (hoffentlich) täuschen, denke aber, dass du von der Mehrheit des Forums bei dieser Aufgabe "im Stich" gelassen wirst. Ich persönlich habe weder genügend knowhow noch verfüge ich über ausreichend Arbeitsgeräte und zeitlich wird es sehr schwer und ich bin auch viel zu weit entfernt.


    Ich werde weiterhin deine Videos - vielfach als stiller Beobachter - mir zugute führen, da sind schon riesengroße interessante Inhalte. Alles Gute ;)

  • Am nächsten Grand Jam sind ja sicher wieder 100 Schlagzeuger mit 100 verschiedenen Schlagzeugen am Start. Vielleicht bringst Du diese dazu, dass alle die Schlagzeuge gleich stimmen. Danach kannst Du dich durchköppeln. Leider wird der HIntergrundlärm keine Laborergebnisse zulassen.

  • anhand der ausbleibenden konkreten Antworten, denke ich, dass - wie so oft im Leben - die Leute die ganze Sache ohne Aufwand vom Sofa aus beobachten, ihre Meinung dazugeben aber dabei mitarbeiten nicht im Sinne haben. Ich mag mich (hoffentlich) täuschen, denke aber, dass du von der Mehrheit des Forums bei dieser Aufgabe "im Stich" gelassen wirst.

    ...das klingt jetzt ein bisschen vorwurfsvoll.

    Ich kann jetzt nur für mich sprechen, kann aber sagen, dass meine ausbleibende Antwort bisher darin begründet ist:


    Ich persönlich habe weder genügend knowhow noch verfüge ich über ausreichend Arbeitsgeräte und zeitlich wird es sehr schwer und ich bin auch viel zu weit entfernt.

    Ich denke so geht es denn meisten hier.

    Bzw. das einzige, was ich in Sinne von Signaltherie und Schwingungsverhalten beisteuern könnte, kann Marius' und Nils' Wissen wohl nicht das Wasser reichen.

    Und inwiefern lässt du dann das Vorhaben nicht im Stich?

    Es gibt so viel gute Musik auf der Welt.. ..da muss ich doch nicht Musik hören, die "gar nicht so schlecht" ist. - Hennes M. aus C


    Ich

  • Unabhängig der Sinnfrage eines solchen Unterfangens, sollte man sich vor allem, wenn man es wissenschaftlich angeht,

    Gedanken machen, wie so eine Messung , wenn sie valide sein soll durchzuführen ist.


    Zum einen sind da zu kalibrierende Messgerätschaften, wie Mikrofon, Mechanik, auch der schalltote Raum gehört dazu.

    Dann muss man die Messunsicherheit, die Fehlergrenzen und die Standardabweichung kennen.

    Das dürften alles schon Punkte sein, an dem alle ausserhalb eines Messlabors scheitern.

    Was erhält man dann am Ende? Im besten Fall doch nur ein Sonogramm mit hoffentlich kleiner Fehlertoleranz.


    "Klang" kann man schlecht aus einem Sonogramm ablesen, vor allem nicht was "besser" klingt.

    Das könnte man dann nur akustisch bewerten, wobei die Abhörbedingungen klar definiert sein müssten und

    jeder über das selbe Abhörsystem hören müsste. Was ja auch nicht möglich ist.
    Das wäre dann aber wieder subjektiv und ganz und gar unwissenschaftlich.


    Im Grunde sind sich ja hier fast alle einig, das Holz den kleinsten Einfluss auf den Klang hat.

    Ist wie bei E-Gitarren, obwohl da wohl ebensoviel Woodoo herscht wie bei den Trommeln.

    Experte in Dingen, von denen ich keine Ahnung habe.

  • Bzw. das einzige, was ich in Sinne von Signaltherie und Schwingungsverhalten beisteuern könnte, kann Marius' und Nils' Wissen wohl nicht das Wasser reichen.

    Nils hat bei den physikalischen Zusammenhängen und beim Stimmen schon deutlich mehr Wissen als ich.


    Ich weiß auch nicht alles und habe neben ehrlichem Interesse und Begeisterung dabei wahrscheinlich ein Gespür dafür zu merken, worauf es mehr ankommt und worauf weniger.


    Aber eine wirklich wissenschaftliche Arbeitsweise hab ich nicht drauf und im Gegensatz zu manch anderen hier hab ich auch nicht promoviert.


    Daher würde ich das auch nicht allein anfangen, wenn ich alle Zeit der Welt dafür hätte.

  • Kesselmaterial, Kesseltiefe, Kesseldicke, Gratungen, Spannreifen, (Gesamtmasse der) Hardware / Spannböckchen usw. wirklich auswirken - darüber lässt sich nach wie vor nur mutmaßen. Denn es wird sicher minimale Unterschiede geben und mich würde auch interessieren, wie groß diese sind - vielleicht sogar prozentual eingeordnet

    Also das kann man "prozentual" nicht sagen. Wie soll das funktionieren? Du kannst ja "Klang" nicht in eine Skala von bspw. 1-100 einsortieren. Klang ist ein Geschmacksurteil und wenn etwas verändert wird, dann klingt es anders. Du kannst aber nicht sagen, es klingt jetzt "5 %" anders wie im vorigen Versuch. Du kannst Tonhöhen messen, dafür haben wir eine Skala (Hertz). Aber es ist schlicht nicht möglich, die Größe des Einflusses von Spannböckchen oder Spannreifen auf den Klang zu messen. Ich glaube, Du verhedderst dich da in etwas.


    Grundsätzlich hat rein physikalisch alles irgendwo einen Einfluss auf das Klangergebnis der Trommel. Es ist bestimmt auch ein Unterschied zwischen Lack und Folie messbar. Aber "messbar" ist halt nicht "hörbar".

    Lies die FAQ und benutze die Suchfunktion!

  • Ja, prozentuale Angaben gehen vielleicht zu weit. Wenn man das macht, wäre das auf jeden Fall subjektiv. So ähnlich subjektiv wie Aussagen von z.B. Rossi Roßberg darüber, dass Felle und Stimmung 70% des Klangs ausmachen. Da wäre z.B. die nächste Frage, wie sich die restlichen 30% aufteilen. Bezieht er dabei Raum / Mikrofonierung und Nachbearbeitung ein?


    Es wäre ja schon mal eine große Leistung, überhaupt zuverlässige Vergleiche zu machen, wo sich wirklich (fast) nur ein bestimmter Faktor ändert. Wie man diese Vergleiche dann auswertet, steht auf dem nächsten Blatt. Das geht im einfachsten Fall damit, dass man die Vergleiche öffentlich macht und sich jeder selbst sein Urteil bilden kann.


    Vielleicht lassen die Vergleiche aber auch mit entsprechender Analyse von Spektrum, Wellenform, Frequenzabhängigem Sustain u.ä. eine grobe Gewichtung der Einflussfaktoren zu.


    Wenn man die Felle und Stimmung gleich hält, nimmt man damit die restlichen Einflussfaktoren ja bereits unter die Lupe. Man könnte dann vielleicht schon zumindest eine Einschätzung darüber abgeben, was mehr oder weniger Einfluss hat. Z.B. könnte die Wahl von Guss- und Stahlreifen einen größeren Einfluss haben als ob ein Floortom 6 oder 8 Spannschrauben pro Seite hat.

  • Bei der Gitarre ist das Thema Tonholz ja schon wissenschaftlich entmystifiziert.

    Ist zwar nicht direkt auf Trommeln anwendbar, aber einige Gemeinsamkeiten bestehen schon.


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