Eure Erfahrungen mit Instrumenten-Versicherungen

  • N'abend,


    schon länger treibt mich der Gedanke um mein Instrumentarium (2 Schlagzeuge + Becken und allem was dazu gehört) inkl. sämtlichen Zubehörs (Mikrofone, Mixer, Kabel, PA, Hardware, Felle, Kleinkram) gegen Diebstahl/Beschädigung zu versichern.

    Im Prinzip sollte die Versicherung alles ersetzen, sollte der externe Proberaum einmal komplett leer geräumt werden. Wenn es geht, Neuwert.

    Sei es durch Einbruch oder "einer der Bandmitglieder hat den Schlüssel verloren" (Bei einer Hausrat nennt sich das glaube ich grobe Fahrlässigkeit, also im Prinzip die eigene Schusseligkeit)

    oder Dach ist eingestürzt und alles ist im A....


    Habt ihr Erfahrungen mit bestimmten Versicherern? Evtl. sogar schon Fälle gehabt wo die Versicherung gezahlt bzw. nicht gezahlt hat?

    Haut gerne konkrete Vorschläge raus.


    Viele Grüße

    Matze

  • Mein Schwager hatte jetzt "brand"aktuell einen Fall wo ein LKW vor deren Proberaum abgebrannt ist, deren Fenster im dritten Stock durch die Feuersbrunst gesprungen war und die Feuerwehr mal ordentlich Wasser durch das Fenster zur Vorsicht gesprüht hatte. X32, Teppiche, ne Mesa 4x12er mit Karnivore Speakern und Teppich etc. Waren danach wohl nicht mehr so frisch. Bei ihm Griff dann die eigene Hausratsversicherung. Ob dort alles "wie neu" abgerechnet wurde kann ich allerdings dir nicht sagen.

  • Hi,


    Mein Vater (Versicherungsmakler) hat mir damals diese hier empfohlen: https://www.harmonia.eu/


    Die deckt so ziemlich alles ab. Solche Versicherungen richten sich in erster Linie an richtig teure Instrumente wie Geigen etc... Daher sind die Beträge für ein Schlagzeug eigentlich überschaubar, wenn man sich absichern will und dann Ruhe hat.

  • Meine Erfahrungen sind schlecht. Bei einem Schaden (ging nur um eine Kleinigkeit) haben sie sich fürchterlich querstellt.

    Das Problem ist auch, dass ein Klavier ein Klavier ist und eine bestimmte Gitarre, Geige, Bass … eben jenes klar definierte Instrument. Aber (wem sag ich das?) an ein Schlagzeug kann man 2 oder auch 20 Becken hängen und die dann auch noch wechseln. Pauschale Versicherungssumme kann man machen, aber dann könnte ich mir Ausreden vorstellen bzw. war es bei mir so, dass sie dann trotzdem eine genaue Auflistung der Einzelteile haben wollen. Und da geht ja immer mal was weg und kommt was dazu. Viele Möglichkeiten, sich beim Schaden dann irgendwie zu drücken.

    Ich hab sie dann gekündigt, weil es mir zu doof wurde.

  • Ich habe immer wieder darüber nachgedacht, so eine Versicherung abzuschließen, und bin immer wieder zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich nicht rechnet. Wenn ich überlege, wie häufig bei mir in 40 Jahren ein Instrument Schaden genommen hat (nämlich exakt Null mal), wäre die entrichtete Versicherungssumme Lichtjahre über der schlimmsten anzunehmenden Schadenssumme. Alte Meistergeigen sind eine komplett andere Liga als Drumsets mit Zubehör, und auch Blasinstrumente mit ihren filigranen Mechaniken sind hochgradig anfälliger für Schäden, die schnell Hunderte Euro Instandsetzungskosten generieren. Drums sind imho einfach zu robust, als dass alltäglich bei sachgemäßer Behandlung nennenswerte Schäden zu erwarten wären. Ein Kratzer im Lack, ein gerissenes Fell, selbst ein defektes Becken läge bei einem Bruchteil dessen, was Jahr für Jahr eine Versicherung kostete.

    Lediglich der Totalverlust durch Unfall, Brand oder andere Ursachen wäre vielleicht ein Szenario, vor dem ich Sorge hätte, aber vermutlich wäre das Schlagzeug dann noch mein geringstes Problem.

  • Moin

    Die Idee einer Versicherung habe ich auch in letzter Zeit mal im Kopf gehabt. Sich da durch diverse Versicherungen durchzuwurschteln ist mir aber aktuell viel zu aufwändig. Übrigens geht der Link von Herrn Beam ins Leere ;)

    Den Tipp von Fl0gging mit der Harmonia werde ich mal mit den Kollegen bequatschen. "Grundsätzlich" sind wir über die Hausrat versichert, bei der Summe die bei z.B. Brand oder Diebstahl anfallen würde, wäre es vermutlich sinnvoll das der Versicherung vorher zu melden, was da alles rumsteht. Da besteht aber die Gefahr, das die sich bei "Fremdequipment" quer stellt und ggf. die Beiträge hochschraubt. Da wäre eine zusätzliche Versicherung, nur für unser "Gerümpel" ggf. günstiger.

    Ist wahrscheinlich wie das Durcheinander bei der Hausrat, ... Aquarium angegeben = mitversichert, Glas nicht inkl. mitversichert, das kaputte Apuarium wird aber bezahlt inkl. Wasserschaden !? Wer soll da noch durchblicken? :/ Ist zumindest bei den Gelben mit dem Schild so ;)

    Ich hab bei der Harmonia mal mein Zeug durchgerechnet, das wären so ca. 130,-€/a , was ich durchaus für vertretbar halte. Habe auch die "Nachtwache" für Gigs mit drin, da ist das Risiko ja doch einiges höher das mal was weg kommt.

    Naja, bin mal gespannt was hier noch an Infos & Erfahrungen auftaucht :)


    Edith sagt, ... schreib schneller ?(

    Drums sind imho einfach zu robust, als dass alltäglich bei sachgemäßer Behandlung nennenswerte Schäden zu erwarten wären.

    Ja, da magst du Recht haben, ich hab da aber noch für eine ganze Band Equipment stehen, Paula, AC-30, PA, ... etc. ;)

  • Instrumentenversicherung sind gut und zumeist auch relativ günstig:, ABER:


    1. Der Trick bei den meisten Versicherungen ist die "40 %-Falle": Die Versicherungen werben zwar mit der Neuwertversicherung (also der Neuwert wird selbst dann ersetzt, wenn der Gerät bsp. 5 Jahre alt ist), sinkt der tatsächliche Wert im Lauf des Versicherungsverhältnisses aber unter 40 % des Neupreises, darf die Versicherung auf den Zeitwert umstellen. Und dann darf man sich mit der Versicherung im Fall der Fälle um eben diesen streiten. Tip: Wer 'ne Instrumentenvesicherung abschließt, sollte eine Rechtsschutzversicherung haben oder abschließen (und zwar am besten bei einer anderen (!) Versicherung).


    2. Vorsicht bei Vertragsabschluss: Unbedingt angeben, dass/wenn der Raum, indem das Set steht, eventuell von anderen mitgenutzt wird.


    3. Dabei dann auch unbedingt checken, ob nur ein echter Einbruchsdiebstahl versichert ist, oder auch der sogenannte "einfache Diebstahl", also Klauen ohne Aufbrechen des Raumes (zumeist dann durch Leute, die Zugang zum Raum haben oder andere reinlassen).

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  • ich hatte einen richtig guten Versicherungsmakler (jetzt seine Tochter), der hat mir vor 40 Jahren schon abgeraten, Instrumente zu versichern, die sich nicht exakt bis in alle Kleinigkeiten definieren lassen - Versicherungen finden immer einen Ausweg, und wenn es nur andere Felle sind, als beim Kauf aufgezogen.


    Sein Rat war, wenn überhaupt Absicherung, dann einen Sparvertrag (damals gab es noch ein paar Prozent) abschließen und das Geld, das die Prämie gekostet hätte selber anzusparen.

    ..."meine" Musik: Jazz (Big Band bis Free), brasil. Musik, Avantgarde, hin+wieder Klassik ->am Drumset, an den Percussions, am Schlagwerk

  • Danke für eure Erfahrungen.

    Das sieht ja eher ernüchternd aus.

    Alles angeben geht natürlich, aber dann wäre die Liste 5 Seiten lang. Das ist auch schon das was ich mir dachte. Ein Klavier ist halt ein Klavier.


    Die Rate ansparen macht bei 15.000€ Wert (grob überschlagen und ja ich war selber überrascht. Man unterschätzt das halt leicht) eher wenig Sinn.

    Da müsste man 75 Jahre lang sparen wenn die Versicherung 200€ im Jahr kostet.


    Es müsste nicht mal eine ausgewiesene Instrumentenversicherung sein.

    Ich brauch einfach nur eine Versicherung die mir einmal alles innerhalb des Proberaums absichert.

    Im Prinzip eine Hausrat. Vielleicht schreib ich einfach mal ne Mail an die mit dem gelben Schild.


    Lediglich der Totalverlust durch Unfall, Brand oder andere Ursachen wäre vielleicht ein Szenario, vor dem ich Sorge hätte, aber vermutlich wäre das Schlagzeug dann noch mein geringstes Problem.

    Wenn das Schlagzeug zu Hause steht vielleicht, aber in einem externen Proberaum ist mir alles andere egal.

    Und bei Diebstahl oder Brand ist halt einmal alles weg von heute auf morgen.


    Danke Beam, das werd ich mir mal durchlesen.

    Ansonsten heißt es wohl AGBs wälzen oder hoffen dass die Hausrat das irgendwie versichert.

  • Ich würde mein Instrument auch gerne –seit langem schon– wieder versichern.

    Das war in der Vergangenheit aber wegen der baulichen Situation rund um den Proberaum (Zugänge, Türschlösser etc.) nicht möglich.

    Jetzt nach einem Brand in der Etage über uns werden Keller und Proberaum gerade trocken gelegt und saniert.

    Ich habe beim Vermieter einen Antrag gestellt, das bei der Sanierung eine Metalltüre nebst bündigem Türschloss, oder zumindest wenn’s nur ne Holztüre gibt, das entsprechende Schloß berücksichtigt wird. Proberaumsanierung

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