Ich vermute, dein Gitarrist (der gleichzeitig auch singt?) will, dass du autonom bzw. sicher mit den Abläufen bist und dich in der Hinsicht nicht auf ihm ausruhst. Auf der anderen Seite haben Frontmänner mit Texten und Melodien über mehrere Takte allerdings zusätzliche Anhaltspunkte, die du grundsätzlich erstmal nicht hast.
Gibts denn einen bestimmten Aufhänger für eure Diskussion? Also versemmelst du Einsätze usw.? Wenn nicht, verstehe ich den Einwand des Gitarristen nur bedingt. Denn wie Jürgen schon sagte:
Im Zweifelsfall muss man sich überlegen, ob die Sache zusammenpasst - musikalisch wie auch menschlich (was dabei miteinander einher geht).
Nee, der jetzige Gitarrist singt nicht. Spielt nur Gitarre oder Bass. (Wir haben immernoch keinen Sänger, das wo ich von dem Sänger geschrieben habe, bezieht sich auf die vorige Band)
Naja, er ist ja insgesamt manchmal etwas ungeduldig, aber der andere Gitarrist holt ihn da wieder runter. Er ist eh voll der krasse Typ, ich nenne ihn immer scherzhaft Jukebox. Man muss nur sagen, was man hören will... und er spielt es. Und wenn er was nicht kann oder kennt, hört er sich das Lied einmal an oder lässt sich kurz die Griffe zeigen... und dann kann der das Ding spielen. Er ist auch ein spät Berufener, spielt seit 7 Jahren Gitarre und seit 1 oder 2 Jahren Bass.
Mir fliegt das leider nicht so zu, ich muss alles stundenlang und hart erarbeiten. Dem anderen Gitarristen gehts auch so wie mir.
Also Songs, die wir schon länger machen, da klappt es bei mir ohne Weiteres mit dein Einsätzen, tatsächlich auch ohne Sänger, weil ich dann irgendwann den Text selber kann und dann auch weiss, wann ich was spielen muss.
Aber bei den neueren Sachen, verkack ich es schonmal... bin da aber nicht die Einzige zum Glück. Eigentlich vertüddeln sich alle mal, nur Mr Jukebox ehr weniger oder es sind so kleine Fehlerchens, dass er das recht unauffällig weiterspielen kann.
Ich hatte jetzt schon die Idee, mir von einigen Songs Karaokeversionen zu suchen und das zu üben. Bin da aber auch erst in der letzten Probe drauf gekommen. Heute würde ich das dann mal testen.
Darf man fragen, was für Musik gemacht wird?
Eigene Stücke, ein Jamprojekt, Cover oder gar Tribute?
Jazz, Rock, Schlager, Blues, HipHop, Mettl?
Nach meiner Erfahrung und der Aussage von einigen Profis ist es wichtig und richtig, wenn alle Mitmusiker die Abläufe kennen und sich dran halten, oder so fähig sind, aufeinander zu achten und eingehen zu können. Das hilft dem Stück ungemein und macht es für alle und das Publikum erträglicher. Es sei denn, man macht Kunst, ist Künstler, etabliert und schreibt auf teurem Papier...
Klar, darfst du fragen 
Wir covern im Moment, allerdings (da ich noch nicht alles original spielen kann), ist es nicht hundertprozent original. Ich muss es dann noch für mich manchmal umbauen, wenn mir ein Fill zu schwer ist oder bei Songs, die 150 oder mehr bpm haben... da muss ich in 4teln spielen, weil ich das in 8teln noch nicht schaffe (145 ist so das absolute Maximum was ich hinbekomme).
Wir spielen alles Mögliche an Rockmusik, sind da sehr offen für alle mögliche Richtungen.
Ja mei, wir sind eine bunt zusammengewürfelte Hobbyband und der Bassist ist ein musikalischer Späteinsteiger, für den das eine echte Herausforderung ist. Da er aber gleichzeitig sehr diszipliniert ist, passiert das bei unseren (seltenen) Auftritten nie, daher sehe ich keinen Handlungsbedarf
.
Ja, wir sind auch arg zusammengewürfelt... ich bin das Küken mit 1,5 Jahren Erfahrung (und mal 4 Jahren in der Jugend- also vor über 25 Jahren), dann "Mr Jukebox" mit 7 Jahren Gitarrenerfahrung und 1- 2 Jahren Bass (er ist 38), dann unseren liebevoll genanngen "Bandpa" puuh, er spielt auch schon länger Gitarre und Bass... kann zudem auch Keyboard, Dudelsack und hat damals mal beruflich Tuba gespielt (er ist 55), er ist auch sehr chillig und für ihn sind Fehler nicht schlimm. Dann haben wir noch eine weibliche Person an der Gitarre/ Bass, sie spielt Gitarre auch scbon so um die 16 Jahre (sie ist 33) und sagt auch nie was, wenn mal nen Fwhler passiert. Sie macht selber öfters welche... find ich persönlich auch nicht schlimm (das liegt sicher nicht an ihrem Können, sondern wir haben den Verdacht, dass sie die Songs zu Hause nicht unbedingt vorbereitet).
Also wirklich bunt gemischt...