Beiträge von Matzdrums

    Ich habe einige Möglichkeiten ausprobiert und nutze aufgrund leidvoller Erfahrungen inzwischen für den Click ein SPD-SX Pro. Das hat für den Click einen separaten Ausgang (ich glaube der ist sogar symmetrisch). Beim Proben kann man ja stattdessen durchaus einen Laptop hinstellen. Fertige Clicktracks dann als Audio exportieren und über die SPD-SX Pro App auf den Sampler schieben. Das hat sich für mich als die stabilste Lösung erwiesen.

    Interessant finde ich, dass ich bei der Suche nach Splittern ständig Stageboxen angezeigt bekomme, was ja völliger Nonsens ist.

    Einen Splitter mit 24 Kanälen hätten wir bereits (halt einen recht alten). Hier nehme ich schonmal mit, dass analog "sicherer" ist (bezogen auf "was findet man beim entsprechenden Veranstaltungsort vor?").

    Das Ding ist, wie BLX´ler ja schon weiter oben andeutete, das der Tonbetreuende vor Ort auf jeden Fall Zugriff auf die Vorverstärker haben will, das ist unter Umständen nicht ganz trivial. Ich erinnere mich noch lebhaft daran, das mal jemand bei einer Show am als slave konfigurierten Monitor x32 das Netzwerkkabel im laufenden Betrieb gezogen hat. Das FOH Master X32 hat dann erstmal die Flügel gestreckt und es gab eine ganz tolle lange Pause.

    Will man nicht-deswegen ist der analoge Splitter idr. die bessere Lösung. Gibt es ja in handlichen Achterblöcken z.b. von Behringer oder Millennium https://www.thomann.de/de/behringer_ultralink_ms8000.htm und von weiteren Anbietern. Abenteuerlustige Menschen löten sich das ganze selber zusammen. Bezüglich der Mikrofonierung bringe ich meine eigenen Mikrofone mit, die sind recht reproduzierbar befestigt und klanglich idiotensicher. Also BD,Snare(s),Toms, Hat,Ride laufen durch einen analogen Splitter ins In-Ear Pult.

    Overheads, Snare bottom etc. sowie die komplette Verkabelung(!) stellt nach entsprechender Absprache sehr gerne die lokale Tonfirma. Diese Mikros laufen dann auch nicht über den Splitter sondern direkt übers FOH. Weil: ein In-ear Mix ist kein Heimkino. Ich brauche keine Overheads, Ambience, Snare von unten/hinten, (Sub)Kick von aussen oder was einem da sonst noch alles so einfallen mag. Das kann man fürs Publikum oder fürs persönliche Befinden der Pultbesatzung alles gerne dazustellen. Was ich aber brauche, ist ein Stereo-Mix fürs InEar, also zwei Auxwege. Ich verteile alle Signale dann schön rechts/links/mitte und habe meistens auch ohne weitere eq-eingriffe einen einigermassen aufgeräumten Mix, den ich per App gerne über selbst konfigurierte Gruppen so verändern kann, das ich keine schlechte Laune kriege. Für viele ist Stereo aber gar nicht soooo sinnvoll, als Gitarrist hätte ich vermutlich meine Gitarre sehr laut und noch Click und fertig.

    Wenn ich heute so ein In-Ear System zusammenstellen würde, gäbs ein Wing Rack plus soviel analoge Splitter wie in ein Rack passen, das zwei unsportliche Leute heben können und möglichst wenige und entsprechend teuere Funkstrecken. Und für die ganzen Smartgeräte zur Fernbedienung einen WLAN-Router, der soviel Leistung hat wie die Haager Landkriegsordnung gerade noch erlaubt.

    Ein geschäftstüchtiger Schlagzeuglehrer wird sich hüten, seinen Schülern schnell viel beizubringen, oder sie gar in die Lage zu versetzen, ganz ohne Lehrer sich Zeug, was sie interessiert, selbständig drauf schaffen zu können.


    Vielmehr wird ein geschäftstüchtiger Schlagzeuglehrer seine "Kinder" möglichst lange in seiner Schule oder seinen Kursen halten wollen, damit sie viele Stunden buchen und bezahlen, gerade nicht die Motivation, die Stunden zu bezahlen, verlieren, aber kaum was lernen.

    Denn wenn sie alles gelernt haben, was sie lernen wollten, brauchen sie den Lehrer ja nicht mehr


    Ein geschäftstüchtiger Lehrer wird alles daran setzen, die intrinsische Motivation seiner Schüler:innen zu erhöhen und dafür zu sorgen, dass sie langfristig am Ball bleiben, sich verbessern und durch ihre positiven Erfahrungen auch andere davon überzeugen, sich bei ihm anzumelden. Was du gerade vermutest, würde genau das Gegenteil bewirken. Langweiliger, sich immer wiederholender Unterricht führt zu Frustration und letztendlich zur Kündigung.

    So.

    Ich nutze die Behringer-Fläche mit guten Erfahrungen ca. seit Markteinführung. Meistens vergesse ich, das Mikrofon nach Feierabend in der Bassdrum, was angesichts des verhältnissmässig geringen Gewichts und der kompakten Bauweise auch beim Transport recht problemlos ist. Beim Einladen die bd einfach kurz schütteln, wenn’s klappert ist das Mikro drin. Im Proberaum „Set and forget“, bilde ich mir inzwischen aber ein, das mir live bei identischem in-ear mix die Shure-Fläche im Mix besser gefällt (kein passendes Attribut dafür zur Hand).

    Ich weise live grundsätzlich darauf hin, das das Mikro vorhanden ist, manche Tontechniker haben dann auf etwas anderes zu Hand, manche nicht.

    Zur Installation ist im Kessel ein xlr-durchverbinder an unauffälliger Stelle angebraucht, das hat einen gewissen Charme und räumt optisch auf.

    Für noch mehr Komfort habe ich mir neulich das System von Kelly Shu bestellt, das ist aber noch nicht verbaut.


    Alternativ/zusätzlich habe ich auch ein beta 52 dabei und noch einige andere Optionen im Schrank, am Ende ist aber die Behringer-Fläche meine kostengünstige „Haben ist besser als brauchen“ Lösung für den Livebetrieb. Klaut vermutlich auch keiner :)

    Diese Diagramme kann ich nicht lesen und die Physik hat von mir mehr Ahnung als ich von ihr. 🤷‍♂️

    Was man bei "günstigen" Funksystemen m.E. machen sollte: Immer ein hardwired Backup dabei haben. (Grundsätzlich sollte man für alles ein Backup/Fallback haben, aber hier nochmal besonders wichtig). Es kann immer mal passieren, dass auf derselben Bühne andere Sender stören, oder Sendeanlagen von Nachbarbühnen auf Stadtfesten oder ansonsten "Funkterror" in der Luft ist. Und dann geht das System, welches bei 100 Auftritten immer funktioniert hatte dieses Mal eben nicht. Leider nicht nur einmal erlebt. Das kann alles funktionieren, aber eine Garantie gibts eben keine.

    Auch hier gilt wie in der IT: Kein Backup, kein Mitleid :)

    Das XVive System für unter 250€ finde ich da durchaus brauchbar - wenn man der einzige ist damit auf der Bühne und nichts stört, da leider nur WLAN-Frequenz.

    Das Ding habe ich auch. Ist nicht wirklich brauchbar. Wenn ich Audio per Bluetooth auf meinen Flow 8 schicke und das xvive als Monitor nutzen will, kommt selbst bei zwei Metern Distanz keine stabile Verbindung zustande. Unter Laborbedingungen.

    Ich habe die Funke in der Tat aus dem Grund, das ich backstage das Ding anschalten kann, evtl. läuft da schon der Click und dann geht man raus, packt die Schachtel an den Hocker und los gehts. Am Körper im sitzen fällt mir der Empfänger gerne einfach trotzdem runter und dann zerrts am Ohr.

    Gegenüber meiner Frau rechtfertige ich solche schwer zu rechtfertigenden Ausgabenmit einem „der Jost hat das auch“, dann gehts!

    Das ist aber nicht mehr weit weg vom Kabelgebundenen In-Ear. Fast wie Fernseher mit WLAN-(Kabel). :S :D

    Das kommt drauf an, wo der Sender steht. Ich habe inzwischen mit dem Ansatz „meine Mikros, eure Kabel“ recht gute Ergebnisse was Zeitaufwand bzgl. Auf- und Abbau angeht, da passt das mit der eigenen Funkstrecke ganz gut. Klanglich besser ist natürlich kabelgebunden, aber das nervt dann ja nochmal mehr am Hosenbund. In Stereo. Mit Netzteil.

    Finde ich total cool, den Packmate - mich stört nur der Preis - hat hier keiner einen 3D Drucker ;) :P

    Ich schätze Entrepeneurship und zahle dann auch gerne dafür. Ich weiss nicht, ob der Packmate so noch erhältlich ist, ich habe durch den Wechsel auf den Packmate Pro Deluxe evtl. einen übrig, schreib mir doch mal ne Nachricht. Eine anders coole Lösung gibt es hier: https://the-buttler.com/de-de/collections/alle-buttler

    Ich hatte an anderer Stelle das spd-sx und das Pro mal kurz miteinander verglichen und kopiere den Text hier hinein:


    ich hab ja auch das sx, im vergleich fällt zb. auf das beim pro alle Pads zuverlässig funktionieren, auch die Schulterpads 🙂 Durch das Display weiss man, was passiert bevor man draufhaut, weil man sehen kann, welches Sample wo liegt. Man hat allgemein mehr Speicher und 200 Kits (ich hab aktuell 150 Kits angelegt, oft die gleichen Sounds aber ein anderes Tempo, auf dem sx hat man glaube ich 99), durch die LEDS kann man Samples optisch voneinander absetzen (Ich mach zb. Loops immer Rot, Kick und Snare Lila etc.). Der Softwareeditor vom SX ist gefühlt von 1980, das Pro frisst alle möglichen Audioformate und wandelt die selber, der Editor funktioniert in Echtzeit und ist wesentlich komfortabler (auch wenn da noch Luft nach oben ist), man kann beim Pro einzelne Kits speichern und laden und es gibt die Pad-Sequence-Funktion, mehr Aus- und Eingänge hats auch. Ich nutze das sx inzwischen kaum noch und hätte am liebten noch ein zweites pro, damit ich eins immer in irgendeinen Proberaum lassen kann. :)


    man kann jedes Pad auf einen Ausgang Routen, wenn nötig. Ich nutze einen direct out für den Click und packe „fiese“ samples wie sub-Drops auch auf einen separaten Ausgang, falls zufälligerweise genug Pultkanäle vorhanden sind. Achja, vier Effekte plus Master-Effekt gibt es auch noch (nutze ich nicht wirklich)


    Wenn es finanziell irgendwie geht, rate ich zum „pro“ (das mir neulich live auch mal quasi abgestürzt ist, der Klick ließ sich erst nach Neustart zum mitspielen bewegen, sehr seltsam und hoffentlich eine Ausnahme weil in dem Laden der Strom echt merkwürdige Dinge tut)

    zur ersten Frage: Bei mir ist es inzwischen seit vielen Jahren technischer Standard, einen eigenen Mix via Tablet zu generieren. Es gibt Zugriff auf einen Buss und der enthält dann je nach Situation jedes Instrument einzeln oder in Gruppen (zb. alle Keyboards Stereo auf einem Fader oder alle Bläser etc.) ich nutze dafür Mixing Station oder die proprietären Apps der Pult-Hersteller. Früher gabs Monitor-Soundcheck, heute das WLAN-Passwort für den Zugriff auf die Konsole. Wenn man dann noch was für die Haptik möchte, kann man das dann per MiDI bzw. OSC realisieren. Ist mir zuviel Theater, der Trend geht bei mir zum zweiten Tablet.


    zur zweiten: Kommt halt darauf an, was die Band so an Material zur verfügung hat/stellt. In meinem Umfeld hat inzwischen jeder und seine Mutter eine x32 plus Digitale Stagebox oder vergleichbares, daran hängt ein Splitter für die einzelnen Signale, so das am FOH auch Zugriff auf die Gainstruktur vorhanden ist, Rest dann wie bei 1.

    Ich versuche, möglichst direkt alles ins Pult zu geben, also nicht einen Click auf dem iPad erzeugen und den dann per Adapter rausgeben, sondern gleich den Click von meinem Samplerpad und dann symmetrisch ins Pult.Ist alles etwas aufwändiger, dafür aber in meiner Erfahrung wesentlich ausfallsicherer als Adapterlösungen.

    Die Juicy Souls machen ca. einmal im Jahr ein spezielles, einmaliges Projekt, diesmal war’s die Zusammenarbeit mit dem Orchester. Die Arrangements dafür schreibt der musikalische Direktor der Juicys. Auf die Sängerin lasse ich nichts kommen, die ist zum Beispiel im Gegensatz zu vielen anderen mitmusizierenden immer exzellent vorbereitet.