Aber es ist auch fraglich, ob Schweigen und es einfach drauf belassen, andere nicht aufzuklären auch das bessere Mittel ist.
Ich bin voll und ganz bei Dir, aber genau da liegt für mich die Schwierigkeit. Auf der einen Seite finde Ich es absolut wichtig, Dinge einzuordnen und gerade Anfängerinnen und Anfänger nicht mit diffusen und falschen Behauptungen (davon gibt es zahllose im Netz) alleine zu lassen. Viele stehen am Anfang ihrer Reise und können Inhalte noch nicht realistsch einordnen und zwar nicht, weil sie anfällig für so etwas wären, sondern einfach, weil ihnen Erfahrung und Vergleiche fehlen.
Auf der anderen Seite füttert man leider durch das Kommentieren und Reagieren natürlich den Algorithmus der Plattformen. Und wie hier schon gesagt wurde: Jede Form der Interaktion, egal ob zustimmend oder ablehnend, erhöht die Reichweite. Dadurch landet das Ganze dann doch vielleicht bei Leuten, die es nicht so differenziert sehen können.
Deshalb ist es ein Balanceakt: Aufklären ja, natürlich, Dinge richtigstellen ja, aber ohne genau das zu verstärken, was man eigentlich einordnen möchte. Genau zwischen diesen beiden Polen zu agieren ist unfassbar schwer.
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...finde Deine Argumente alle valide aber denke auch: Muss man den wirklich auf jeden in jeder Hinsicht aufpassen und hinweisen ? "Diese Mikrowelle ist nicht geeignet, Ihr Haustier zu trocknen !". Ich frage mich, muss wirklich auf jede Realsatire ein Beipackzettel ?
Du hast möglicherweise aus Deiner Praxis die bestätigende Statistik...die eine Irren werfen ins Internet immer mehr Geschwurbel, damit dann jeder "Ahnungslose" dann wieder einen braucht, der ihm/ihr das richtig einordnet...kühl betrachtet eigentlich ein symbiotisches Ökosystem, in dem der vermeintlich "Ahnungslose" gleich doppelt verwertet wird...und am Ende haben ein paar wenige Billionenvergütungen...Gaga.
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Deshalb habe ich auch das Wort "Gratwanderung" benutzt. Und es kommt natürlich auf das Thema drauf an. Wenn man jemandem sagen muß, dass er die Katze nicht in die Mikrowelle setzen soll, gut, demjenigen ist von vornherein nicht zu helfen.
Ich führe weder Statistik, noch denke ich darüber nach, dass ich jemanden eine Plattform zu geben. Das wäre mir viel zu anstrengend. Ich schreibe, wenn ich meine, etwas zu einem Thema sagen zu wollen. Und wenn ich zu einem Thema etwas sage, dann ist das allerletzte Ziel, damit irgendjemanden bewußt beeinflussen zu wollen. Das muß mit sich selber ausmachen, was er auf sich wirklen lassen will.
Aber Masshoff schneidet Themen an, die zum einen eigentlich sehr interessant sind (Atmung, Herzrythmus) und und auch belegt (Mensch ist Energie, Resonanz), aber sie mit total falschen Fakten - ob aus Geltundsdrang, aus monetären Gründen oder weil er selber an seinen Quatsch glaubt sei mal dahingestellt - zu unterstreichen versucht. Und da denke ich nicht nach, ob ich da bei anderen etwas bewege, sondern kommentiere, weil ich da meinen Senf dazugeben will. Nicht mehr und nicht weniger.
Was andere draus machen, kann ich nicht beeinflussen. Und ich streite auch nicht ab, dass ich manche Themen "zerrede". Mag so sein. Aber dass man sich mit Worten, Bildern und Filmen austauscht, dafür sind ja Kommentarzeilen und Foren da. Und wenn mir etwas überdrüssig ist, dann werde ich kaum schreiben "jetzt schreibt doch mal nichts, jetzt ist genug", sondern dann scrolle ich in der Regel weiter oder schalte ab.