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Deichgraf

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1

Montag, 14. September 2009, 12:42

Dirigent und/oder Metronom

Hallo Folks!

Im Gospelchor hat unsere Chefin am Pult Ihr Metronom. Vor Beginn des Songs schaut sie kurz drauf und zählt uns vor. Dann wird ohne Blick aufs Gerät dirigiert.

Wir überlegen, ob ich am Set mit Metronom arbeiten soll. Dann zähle ich vor, aber dirigiert wird wieder vom Pult. Ich frage mich, ob ich dann mit Knopf im Ohr durchspielen kann. Nach allen Erfahrungen gehe ich davon aus, dass Dirigentin und Chor auch mal verschleppen oder hetzen, das Publikum klatscht nicht im Beat, nach einem Break gehts nicht auf der 1 weiter, usw. usw.

Frage1
Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht in Orchester und Chor in Verbindung mit Dirigenten/in? Nur anzählen und frei weiter spielen, oder schafft Ihr mit Knopf im Ohr durchzuspielen?

Frage 2
Ich überlege, die Tama Rhythm Watch zu beschaffen. Kann man das Gerät über Fußpedal oder Stickschlag zum Schweigen bringen um bei Bedarf frei weiter zu spielen? Habt Ihr noch andere Geräteideen für diese Zwecke?

Bin auf Eure Erfahrungen und Anregungen gespannt.


<>< Daniel

Modscarlet_fade

W.D.P. Chief Inspector

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2

Montag, 14. September 2009, 12:47

Rythm Watch kann per Fußschalter gestartet und gestoppt werden.

Allerdings kann ich mir überhaupt nicht vorstellen das Metronom beim Drummer und dazu ein Dirigent zusammen harmoniert... meiner Meinung nach kann das nicht gutgehen...
Freizeit Moderations-Arschloch

yoyogun

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3

Montag, 14. September 2009, 13:13

Hilft nichts, wenn ein Dirigent vorhanden ist, dann ist der nun mal auch der "Chef". Da kann dein Knopf im Ohr dir sagen was er will - der Dirigent hat immer recht ;( habe da mal ein recht deutliches Statement bei einer Probe für einen Aushilfsjob bekommen, ziemlich miserabeles Blasorchester, junger dynamischer Dirigent, zählt irgendso ein Medley wirklich in einem irrwitzigen Tempo an, keiner der Bläsertruppe ist auch nur annähernd in der Lage das so zu spielen, dementsprechend zig erfolglose Versuche, Tempo wurde schon im ersten Takt um mindestens 20 bpm verzögert :D , ich erlaubte mir dann mal zwischendurch den Hinweis das er (der Dirigent) vielleicht mal sein Vorzählen überdenken solle und das ganze von vornherein etwas moderater angehen solle. Sein Kommentar: "Ich bin hier der Dirigent und das ist mein Tempo, das wird gespielt, ohne Diskussion." Beim nächsten Versuch habe ich das Ding wie gewünscht durchgezogen - nach ca. 30 Sek. war ich der letzte der überhaupt noch spielte :) ok - Stück wurde dann beim Konzert doch nicht aufgeführt, schade :thumbsup:

ludovico

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4

Montag, 14. September 2009, 13:16

sehe genau so wie Mr. Yoyogun und Scarlet Fade.

Es kann eben nur einen geben, der die Geschwindikeit, Dynamik etc. leitet.

matzdrums

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5

Montag, 14. September 2009, 13:16

das wird nich funktionieren bzw. euch nicht weiterbringen. wenn der chor wackelt, musst du entsprechend autoritärer aufspielen. viele dirigenten haben übrigens teilweise recht freie vorstellungen zum thema timing, da hilft der knopf im ohr nur dann, wenn der vorne am pult den auch im ohr hat. um dann entsprechende agogik zu berücksichtigen, müsste man die kompletten stücke per tempo-map ausfrickeln. solange ihr nicht mit ner tanz/licht/video-choreografie zusammenspielen müsst, sollte man von sowas lieber abstand nehmen. wichtig ist die kommunikation zwischen band und dirigat. wenn ihr euch einig seid, muss der chor entsprechend reagieren. theoretisch ;-)

Reed311

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6

Montag, 14. September 2009, 13:18

Hi Graf,

zu Frage 2 kann ich nix beitragen, aber zu Frage 1. Möchte mich dem Scharlachroten da sofort anschließen. Entweder Du bist das Timing, dann muss sich auch die Dirigentin nach Dir richten oder sie bestimmt das und dann kannst Du Dir das Metronom sparen. Beides zusammen schließt sich imho aus.

Habe das schon gehabt und nix ist schlimmer, als ein Chor der Dir auf Grund des Dirigats davon läuft bzw. verschleppt und Du versuchst nach dem Dirigenten zu spielen, während Dir das Metronom im Ohr rumpiepst und klar zeigt, wie falsch Ihr schon seid! Und man hat dann nicht immer gerade eine Hand bzw. Fuss frei, um das auszuschalten.

Allerdings macht Versuch ja auch Kluch. ;)

LG

chrís beam

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7

Montag, 14. September 2009, 13:23

Wenn die Dame am Pult, das Tempo richtig vorzählt und ihr im richtigen Tempo anfangt, ist das schon viel wert. Ich denke das ist auch einfacher.

Je nach Nummer würde ich immer mit Augenkontakt zum Dirigentenpult für die Mitmusiker / Sänger "autoritärer" z.B. bei straighten Groove Nummern oder etwas laxer z.b. bei Balladen etc. die Time vorgeben.

Aber das Sagen hat Sie. Da nutzt dir "dein" Tempo im Ohr nix.

Ohne Dirigent wäre es natürlich sinnvoll mit Click vorzuzählen und zumindest soweit möglich zum LED Signal mitzutrommeln, das setzt aber auch voraus das alle Beteiligten gut zu deinem Tempo spielen.


Grüße

Christoph

Deichgraf

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8

Montag, 14. September 2009, 13:33

Danke schon mal !

Ihr bestätigt meine Vermutung, dass Durchspielen nicht funzt. Da sie ja möchte das ich anzähle, werde ich das Metronom nach dem Einstieg in den Song ausschalten.

Noch Ideen zu alternativen Geräten außer der Rhythm watch? Jetzt klarer gewordene Anforderungen: ausreichender Songspeicher und leicht abschaltbar.



Edit

Zitat

matz
wenn der chor wackelt, musst du entsprechend autoritärer aufspielen.
Jepp! Besonders dann, wenn Publikum mit Klatschen und ab und zu auch mit Mitsingen einsteigt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »GrafDaniel« (14. September 2009, 13:37)


DeBernd

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9

Montag, 14. September 2009, 13:55

Es gibt eine Rhythm Watch nachbaute, von Millenium, die habe ich selbst und die wurde hier im forum hochgelobt, sie besitzt auch nen großen schalter, und wenn das kabel lang genug ist, kannste sie einfach aufn boden legen, nehme ich an. Ob sie einen Songspeicher hat, bzw. wie groß er ist, weis ich leider nicht
Meine Ballerbude
Meine Band

Jonathan das Brot lässt grüßen :D

Reed311

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10

Montag, 14. September 2009, 14:00

Vielleicht könnte man auch noch an der Yamaha Click Station überlegen bzw. sie mal mit der Tama vergleichen.

Ich habe die und bin sehr zufrieden. Songs können , glaube ich, auch 20 gespeichert werden. Allerdings nur, solange Strom da ist. Wenn Saft weg, Speicher leer!

LG

Deichgraf

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11

Montag, 14. September 2009, 14:08

Danke noch mal Mr. Reed !

Ich habe gerade mal etwas auf diesen Seiten hier gegoogelt und bin auf das hier gestoßen Millenium Rhythmpumper RW500 Testbericht

Da lobt der Herr Arschtritt das Millenium Gerät
http://www.thomann.de/de/millenium_rw500_rhythmpumper.htm

Dazu brauche ich dann noch das hier
http://www.thomann.de/de/lead_foot_lfd1.htm

und es kann los gehen!


Edit sieht gerade Bebebebeeernds Beitrag :)

TwoStroke

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12

Montag, 14. September 2009, 14:13

Ich habe die Rhythm watch an der Hihat befestigt. Ich schalte die auch während des spielens mit der Hand ein und aus. Das geht (bei mir) problemlos und vermutlich besser, als wenn ich erst mal einen Fussschalter auf dem Boden suchen müsste.

Jürgen K

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13

Montag, 14. September 2009, 14:30

Hallo,

die Ausgangsfrage ist ja geklärt, wobei ich mich da der herrschenden Meinung durchaus anschließe.

Hinsichtlich der Frage nach dem Einzählapparat geht natürlich jedes Gerät (mehr oder weniger), bei der Frage nach dem Songspeicher hat die Rhythm Watch (made in Japan!) in der alten Fassung 20, in der neuen 30 Plätze, der aktuelle Dr. Beat hat wohl noch mehr, das kenne ich aber nur aus dem Prospekt, durchaus eine preislich gehobene Alternative.

Grüße
Jürgen
Sapere aude!

salvation

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14

Montag, 14. September 2009, 14:33

Jup, oder du holst dir ein billiges Metronom, mit optischen Signal. Das müsstest du dann nicht ausschalten, weils nicht stört und kannst auch während des Songs drauflinsen. Zum Einzählen zumindest würde das völlig reichen.
wohoo c ya!

Modscarlet_fade

W.D.P. Chief Inspector

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15

Montag, 14. September 2009, 14:54

Dennoch die Frage warum du einzählen solltest wenn vorne auch der Dirigent einzählen kann mit nem Taktgeber... das ist doch schließlich der Dirigentenjob... mir erschließt sich der Sinn nicht....
Freizeit Moderations-Arschloch

matzdrums

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16

Montag, 14. September 2009, 14:57

naja.... manchmal zähl ich auch lieber ein. weil hinterher ist man ja sowieso schuld :whistling:

Deichgraf

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17

Montag, 14. September 2009, 15:01

Ganz einfach! Die Dame macht zwischen den Stücken immer mal wieder eine Ansage oder erläutert den geschichtlichen Hintergrund der Lieder. Dann dreht sie sich wieder zu Chor und Band und muß erst mal im gedämpften Licht oder bei Kerzenschein ihr Metronom umstellen. Wenn ich das während dieser Zeit mache ensteht keine Lücke von Ansage zu Song. Das wäre harmonischer.

Grebfruit

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18

Montag, 14. September 2009, 15:09

Ich kenne das, Daniel. Nur zu gut...

Damit wurde die CDaufnahme versaut.