Gleichstellung von Frauen im Jazz

  • Möglicherweise sind Männer tendenziell leichter von Jazz zu begeistern als Frauen.
    Trotzdem gibt's einige erfolgreiche Jazzmusikerinnen. Haben's die heutzutage etwa schwerer im Beruf als Männer?
    Die Begriffe "Schlagzeugerin" oder "Bassistin" gibt's doch auch schon immer.
    Wenn Mädels ein Instrument lernen wollen, dürfen sie das genau wie die Buben.
    Ich verstehe das Problem nicht ganz.

    Das ist fein beobachtet!

  • Jetzt gehen hier aber manchen die Themen aus... ?(


    Ich bin z.B. auch dagegen, dass Hamster zu oft in ihren Käfigen von Heavy Metal bedröhnt werden 8)


    Mick

    DON`T PLAY THE DRUMS - PLAY THE BAND!

  • Hm. Ich hab den Link jetzt nur überflogen, aber ich hätte gerne einen Vergleich zu anderen Genres. Gefühlsmäßig gibt es auch in Pop- und Rockmusik weit weniger Frauen als Männer in Bands. Wenn, dann sinds meist Sängerinnen, aber insgesamt gibts gefühlt eben auch wesentlich mehr männliche Musiker in Bands. Warum das so ist, weiß ich auch nicht, kann ich nur vermuten. Vielleicht sind Frauen scheuer, sich vor Publikum zu präsentieren (oder blamieren ;) ) ? Keine Ahnung...
    Das passt jetzt ganz gut zur aktuellen Diskussion über einen eigenen Bereich am Wiener Donauinselfest (ein riesiges Gratis-Open-Air-Fest über 3 Tage), wo speziell Künstlerinnen gefördert werden sollen (also eigene Bühne für Musikerinnen, Kabarettistinnen, etc.), da gibts Meinungsverschiedenheiten, ob das jetzt nicht Ungleichbehandlung ist, und ob man sich als Mann fürchten muss, dort hinzugehen, ob Frauen in eine Ecke gedrängt werden, usw. usf.
    Schwieriges Thema....

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


    “You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis


    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

  • Interessantes Thema, wenn auch leider.


    "Eine fehlende Gleichstellung entwickelt sich, auch im Jazz, bereits bei Kindern und Jugendlichen. Während an den Musikschulen insgesamt sogar mehr Mädchen als Jungen Unterricht nehmen, finden bereits weniger Mädchen und Frauen ihren Weg in die ersten Bands und Ensembles."


    Gleich am Anfang des verlinkten Artikels findet sich dieser interessante Punkt. Woran könnte das liegen?
    Kommt da die auch heute noch häufig anzutreffende geschlechterstereotype Erziehung zum tragen?
    Mädchen haben ja i.d.R. fürsorglich, lieb und nett zu sein, während Jungen ja oft gerne auch "Rowdys" sein dürfen.
    Erstere passen gut in die Musikschule, aber die "Rockband" auf die es ja dann oft hinausläuft ist eher was für Rowdys.
    Dieses Schema lässt sich in meinem Umfeld ganz gut beobachten.


    edit: Das lässt sich eventuell auch auf den Jazzbereich ausdehnen. Sind ja irgendwie auch Rowdys...

    Blaukraut bleibt Blaukraut & Brautkleid breibt Blaubtkreid

  • Als ein Alt-Liberaler glaube ich, dass man Chancengleichheit herstellen muss, jede(r) soll die gleichen Grundvoraussetzungen vorfinden. Dieses ständige Einfordern von gendermotivierten Quoten, paritätischen Besetzungen von Posten und dem Anpassen allgemeiner Verhältnisse an teilweise sehr kleine Minderheiten (Gendertoiletten für das dritte Geschlecht ;( ) nimmt in Deutschland langsam abstruse Ausmaße an. Beschweren sich Frauen über Diskriminierung oder sonstige Benachteiligung im Jazz? Davon steht da nix, stattdessen scheinen selbsternannte Experten wieder einmal Chancengleichheit mit Paritätszwang zu verwechseln. Vielleicht fühlen sich Frauen ja von Jazzmusik tendenziell nicht so angesprochen. Was bringt dann eine Zwangsquote? Genau, kompetente und Interessierte Bewerber werden zu Ungunsten der Quote benachteiligt. Ist das sinnvoll? Ich finde nicht.

    Lieber einen sitzen haben und nicht mehr stehen können als einen stehen haben und nicht mehr sitzen können ;)

  • Kommt da die auch heute noch häufig anzutreffende geschlechterstereotype Erziehung zum tragen?


    Davon ist stark auszugehen. Ist bei MINT-Berufen nicht viel anders. Mädchen hat Talent beim Umgang mit Elektrik, Vadder sacht aber "Jo, mag sein, dass du das gut findest, aber du wirst mir nich Elektrigger. Is dat klar? Das is nix für Mädchen. DU heiratest."


    Einerseits sage ich, ja klar, wir bräuchten mehr Frauen in allen möglichen Musikbereichen. Andererseits... würden da mehr reindrängen, würden sie vielleicht auch nicht glücklicher werden, so hart wie das Geschäft ist und die Gefahr, verheizt zu werden. Mädels, lernt was ordentliches! Was, was Zukunft hat. Vorstandvorsitzender bei der Deutschen Bahn zum Beispiel. :D


    Übrigens ein recht interessanter Aspekt - abseits vom Jazz: In der Popmusik stelen Männer ebenfalls die stärkste Fraktion dar, die meisten Hits haben dort seit Anno 2000 aber Frauen abgeliefert; Ihr anteil liegt bei 60 Prozent, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Gab dazu mal was auf, ich glaube, Deutschlandfunk Kultur.

    "You don't have to show off" - Peter Erskine


  • Hast Du sonst keine Probleme? Hamster sollten überhaupt nicht in Käfigen gehalten werden. Denk mal drüber nach.
    Zum eigentlichen Thema ist meine persönliche Meinung, dass es immer noch viel zu viel strukturelle Benachteiligung gibt, in allen möglichen Bereichen. Sich auf die Schnelle darüber lustig zu machen enthebt einen zumindest weiterer Verantwortung.


    A) Wo hält man sonst Hamster?
    B) Es gibt m.E. weitaus wichtiger Dinge in der Welt, als jetzt noch über eine Frauenquote beim Jazz ernsthaft diskutieren zu müssen.


    Könnte auch aus einer Folge „Total normal“ entsprungen sein! Aber steig ruhig drauf ein.


    *Hurz*

    DON`T PLAY THE DRUMS - PLAY THE BAND!

  • Bevor man nicht weiß, dass Frauen im Jazzbereich bei gleicher Qualifikation benachteiligt werden, macht die ganze Mutmaßerei eben keinen Sinn. Wenn von 100 Jazz-Interessierten Menschen 90 männlichen Geschlechts sind, liegt es vielleicht auch daran, dass der Jazz von Frauen tendenziell nicht so als musikalischer Heimathafen angenommen wird. Dann kann man daran arbeiten, mehr Musikschülerinnen an den Jazz heranzuführen. Aber das Herbeiführen einer Zwangsquote ohne genaue Kenntnis der Sachlage bringt niemanden wirklich weiter. Aus bloßen Mutmaßungen heraus eine Benachteiligung herzuleiten, halte ich für unredlich. Da helfen auch vermeintlich aussagekräftige Zahlen nicht.


    Ich arbeite in einem Sportverband. Wir wollten gern für unsere Mädchenmannschaft eine Trainerin haben. Beworben haben sich 20 Männer und keine Frau. Das Beispiel aus dem Manager-Magazin hat seine Berechtigung, für den kulturellen Bereich taugt es nicht

    Lieber einen sitzen haben und nicht mehr stehen können als einen stehen haben und nicht mehr sitzen können ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Druffnix ()

  • drumrum


    Du brauchst mich nicht für blöd hinstellen! Laut dem Artikel von dieser Initiative sind von 5 Jazzern 4 Männer. Woran das liegt, steht da nicht. Wenn da stünde, dass Frauen systematisch aus dem Jazz gemobbt werden oder ähnliches, dann wäre das ein Anlass für diese Nummer. So sieht es aus wie ein akademischer Versuch, eine Gleichheit herzustellen, weil man sie haben will. Vor einiger Zeit gab es doch auch schon mal diese Jazz-Studie. Da wurden auch Zusammenhänge hergeleitet, die zumindest hinterfragenswert waren (Gagenhöhe). Im Thrash Metal ist die Frauenrate auch gering. So What? Vielleicht interessieren sich Frauen einfach in der Masse nicht so für Thrash Metal oder für Jazz. Wenn es gesicherte Erkenntnisse gäbe, dass Frauen durch äußere Einflüsse gehindert werden, Jazzmusik zu machen, dann macht so eine Initiative durchaus Sinn. Davon sehe ich da aber nix. Und meine Sichtweise hat nichts mit ewiger Gestrigkeit zu tun. Mir geht nur dieses zwanghafte, ideologisierte Einfordern von Quoten um der Quote Willen auf den Dotter. Zumal, wenn diese Forderung nicht von den vermeintlich Benachteiligten kommt, sondern von häufig selbsternannten Interessenvertretungen.

    Lieber einen sitzen haben und nicht mehr stehen können als einen stehen haben und nicht mehr sitzen können ;)

  • Viele Instrumente werden halt nach wie vor von Männern dominiert. Allen voran das Schlagzeug. Gleiches gilt aber auch für Bass und Gitarre.


    Emanzipation und Gleichstellung (im Sinne der Wertigkeit) von Frauen finde ich persönlich auch sehr wichtig. Allerdings unterscheiden sich Frauen eben naturgemäß von Männern. Wer zu weit geht und versucht, die Unterschiede mit der Brechstange aufgrund einer Weltverbesserungs Idiotie zu eliminieren, hat halt was nicht ganz verstanden.

  • Erlöse mich bitte jemand und sagt mir, das das Satire ist.


    Bitte, Bitte.

    "Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
    (c) by frint / 2008


    "Es macht so viel Spaß, ein Mann zu sein, das können sich Frauen gar nicht
    vorstellen!" (c) by Lippe / 2006

  • Werden jetzt langsam wirklich Alle wahnsinnig?!


    Ich dachte, das sei Satire!?!?


    Ich bin eine Frau und mich KOTZT diese ganze Genderscheiße sowas von an!
    Das ist doch nicht zum Aushalten, dass mittlerweile diese selbsternannten "Frauen-Fürsprecher-Innen und -Außen" -Dumpfbirnen sich auf wirklich JEDES Thema des Lebens stürzen und ihr Geschlecht wie eine Monstranz vor sich hertragen!
    ICH WILL NICHT VON EUCH VERTRETEN WERDEN!


    Alles was ich auf die Kette bekommen will, bekomme ich auf die Kette. Und das ist wahrlich nicht wenig.
    Und wenn es mir nicht gelingt, dann liegt es nicht an meinen XX-Chromosimen oder der bösen männlichen Gesellschaft, sondern schlicht an den mangelnden Fähigkeiten im jeweiligen Bereich, Begabungen oder Willen dazu.


    Und hier kommt die schlimme Nachricht:
    Das ist bei Euch auch so! Bei jedeM!


    Frauenförderprogramme. - Was für ein Schwachsinn! Die Frauen, die Jazz spielen wollen, tun es einfach. Und Wahnsinn ... die anderen WOLLEN es vermutlich einfach nicht!
    Wer also, stopft sich bei diesem "Förder"Programm mal wieder die Taschen voll?


    Ich fasse es nicht.
    Dieses Land verblödet exponentiell!


    Schöne Grüße
    Beate

    665 - The other neighbour 8)

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