Doug Clifford- CCR

  • Hallo zusammen!


    Ich möchte mit diesem Fred nur mal etwas meine Meinung über den Drummer von CCR kundtun. Leider habe ich bisher wenig bis garnichts im Forum über ihn gefunden. Bei drummerworld ist er auch nicht vermerkt.
    Ich finde, der Mann hat damals mit CCR wahnsinnig gegroovt! Die Band hatte ein ganz bestimmtes Feeling, das ist irgendwie immer "gerollt".
    Wir versuchen uns mit unserer Band auch an einigen CCR Stücken. Einfache Sache an den Drums, könnte man meinen. Aber meistens hat es ein ganz anderes Feel, irgendwie rollt es nicht so. Green river kommt ganz gut, traveling band ist schon haariger und bei looking out my backdoor setzt es aus. Nicht dass es kompliziert wäre, aber es fehlt etwas.
    Was ich eigentlich damit sagen will: ich finde, Doug war ein Groove- Monster, damals mit CCR, und er geht irgendwie neben allen anderen aus seiner Zeit unter, oder sehe ich das falsch?!
    Würde mich mal interessieren, was ihr über sein Spiel denkt.
    Übrigens: seinen Sound damals fand ich auch sehr geil!




    Grüße,



    Piet

  • absolute Zustimmung: Doug hat gegroovt.
    Sein Problem als Drummer war aber wohl, dass er einfach immer nur das Gleiche gespielt hat, um als Drummer gesondert bekannt zu werden, was bei der Musik von CCR ja nun aber auch nicht anders ging; er war einfach zu unauffällig. Gleichwohl: ALLE Stücke von CCR grooven, da ist immer diese leicht "schleppende" und ausgeschlafene, was den Songs das Unverwechselbare gab.


    Soundtechnisch und in Sachen Lineup war er im übrigen immer nah bei Bonzo: Eine 15er Hihat und ein Ludwig- Setup, klassisch mit Bass/Snare/TomTom/Standtom


    Zu den Songs von CCR habe ich seinerzeit angefangen, Drums zu üben. meine Eltern hatten alle Scheiben von CCR und zu denen habe ich dan mit 15 die ersten Gehveruche mit Sticks gemacht. Ne gute Schule für den Anfang.


    See

    "Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
    (c) by frint / 2008


    "Es macht so viel Spaß, ein Mann zu sein, das können sich Frauen gar nicht
    vorstellen!" (c) by Lippe / 2006

    2 Mal editiert, zuletzt von Seelanne ()

  • Tja, wie man's nimmt...


    Vieles von CCR groovt, aber nicht alles - zumindest für meine Ohren. Und was der Gute bei Who'll Stop the Rain spielt ist - sorry - unterirdisch. Das hat für mich bestenfalls nostalgischen Charme. Aber er kann's ja besser, wie er ja bewiesen hat: Hey Tonight, Pagan Baby...


    Keep On Groovin'
    fwdrums

    nontoxic: kurze lange CD-Pause

  • na, nicht sooo kritisch mann, aber du hast recht ... was ist mit "have you ever seen the rain" ? Das ist besser. "Run through the jungle" im übrigen auch. Hey Tonight ist abe rnun wirklich auch groovemäßig Dutzendware, da kommt der Schwung doch nur durch die Gitarren.


    ........... aber was solls.


    See

    "Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
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  • Ja klar, die Gitarren. Das kommt bisweilen vor, daß die was mit dem Groove zu tun haben. Bei Hey Tonight spielt er einfach, songdienlich & groovy. Das sind doch 100 Punkte - also gut 99. 100 gibt's nur für so was wie 50 ways...


    Stell Dir doch nur mal vor, was das Porn Toy dazu gespielt hätte? Nicht auszudenken so was...


    Keep On Groovin'
    fwdrums

    nontoxic: kurze lange CD-Pause

  • dumm, dass ich erst jetzt den thread gefunden hab.
    (übrigens ja, ich weiß, das mein nick falsch geschrieben ist).
    Ich entschuldige mich jetzt schon für den langen Text!!!!!!!!



    groove-Monster: ja!


    @ seelane: dazu angefangen/erste Gehversuche?, das kommt aber drauf an, was man sich da aussucht, würde ich sagen, ohne ihn jetzt allzu hoch zu hängen.


    Aber, hm, naja gut, also wenn man nur mal so drüber hört fällt einem vielleicht nicht viel auf und ich hatte mit 10 Jahren oder so Probleme manches "ansprechend" zu finden, wenn man z.B. die unbekanntere Musik, die so gar nicht nach Sumpf-Rock und Charts-Poprock klingt, sondern eher nach progressive/avantgarde, anhört, und sich sonst noch nicht so dran gewöhnt hat kann man das Zeug auch langweilig finden, weil einen vielleicht das drumherum (gitarre...) nervt. Grade bei mir damals, als ich als Kind halt noch Melodien haben wollte. Jetzt nicht mehr so.


    Worauf ich hinaus will. Mal das erste Album anhören, da "Gloomy".
    Das Stück fängt mit dem Gitarrenriff an, wobei Herr J. Fogerty sehr mertrisch spielt (also ma hört wo die eins sein soll). Dann tritt Clifford aber immer auf 2+4 die Hi-Hat und seinen groove fängt er dann später erst auf der 3 an. Man (also ich zumindest) muss dann erst etwas hören, wo jetzt der Takt genau anfängt, erklärt sich dann aber aus dem Kontext.
    Der Groove scheint da auch einfach: Bs 4tel auf 1 + 3, auf die zwei eine punktierte 8tel mit folgender 16tel und auf die 4 dann die Snare.
    Ich musste schon genau hinhören und 2,3 mal zurückspulen, bis ich kapiert hab, wie's geht.
    Doch dann der Tom-Übergang am Schluss, hm. Da kann man vllt. auch nich so direkt einfach mal playalong machen. (Mag aber auch daran liegen, dass ich IMHO wirklich nicht besonders gut bin auf dem Schlagzeug).
    Wenn man's dann von den Schema her kann, dann muss aber auch das feeling stimmen! (So verkopft wie das hier erscheint, bin ich aber nun auch wieder nicht, ja).


    Dann wäre auf dem gleichen Album der Titel "Walk on the Water": Gegen Ende hört man eine ganze Weile den ersten blastbeat, den ich je gehört hab in der Zeit! Gut das selbe ist es nicht, aber hört es euch mal an! ...und es ist immer in Kommunikation mit den Gitarristen.


    Ich will euch nich mit Geschwärme zumüllen, aber mir fallen da schon einige knifflige Geschichten ein in anderen Songs, eben auch sehr kreative Sachen (die nenn ich jetzt aber nur auf NAchfrage, sonst werd ich hier noch gesteinigt).


    Zum Set-Up: live (also in nem Mitschnitt) hab ich ihn mit Camco gesehen, die HiHat ist wirklich ne sehr große, und er crashed oft das Ride, aber ich glaub, große Becken waren damals nicht selten, oder?


    Er selber sagt unter http://www.ccrfanpage.com/scdcpresse.html
    Doug: Heutzutage spiele ich moderne Drums, mein Kit ist von Yamaha, Camco, und DW. Das sind Sachen, die ich mag und auf Tour spiele. Zu Hause habe ich noch original alte Drum- Kits.
    seine ersten Sticks soll er sich aus Billard-Koes vom Schrottplatz gebastelt haben.


    Zum Stil: also der Stil der Songs ist ziemlich vielseitig, man muss halt nur etwas mehr kennen oder mal aus den 6 Studio-Alben eins da und eins da rausgreifen und jeden Song 20 sek. anhören und sich durch alle Songs klicken, das recht schon. Der Eindruck kommt dann hauptsächlich daher, dass die Songs an sich sehr unterschiedlich komponiert sind. Ob sich der Drumstil dabei sehr unterscheidet weiß ich nicht so, aber naja, zu den funk/Soul/R&B-lastigeren Songs a la Wilson Pickett (Chameleon auf Pendulum) oder die straighten rocknummern wie Pegan Baby (Pendulm) und vielleicht auch Ramble Tamble (Cosmos Factory) oder den Balladenartigen (Wish I could Hideaway auf Pendulum) oder eben den pseudo-country-Dingern oder etwa den Prog-/avantgarde-Sachen oder wenige Sachen im Beach-Boys-Stil (auf Mardi Gras), es passt und macht Spaß, finde ich und ob man dann hört, dass er irgendwo speziell hingehört... ja gut, eben ein rock-drummer, mit groove.


    Beatles-Parallelen CCR hat 67 den Vertrag bekommen, die waren aber vorher schon unterwegs, und sollten aufgrund eines Knebelvertrages als the Golliwogs im Laufe der british-Invasion verkauft werden. Der vermarktungsadäquate Songschreiber J. Fogerty hat dann auch einen Song geschrieben, der please please me ziemlich genau nachbaut (man hat Strophe, Zwischenteil und Refrain vertauscht und den TExt geändert und zwei Melodiezeilen hinzugeschustert). Das geht soweit, dass Doug Clifford sogar das drum-fill von Starr nachmacht, was ein einfacher Tom-Abgang ist (punktierte 8tel mit 16tel, 4 8tel ein viertel am Schluss) ;-)


    So, jetzt lass ich euch in Ruhe!!!



    edit: jetzt erst gefunden ein artikel, wo er ziemlich viel über aufnahme, drums, rchnik, grooves, Metronom (was er nicht benutzt) und sein Euippment und ganz viel mehr erzählt.


    Er hat übrigens doch Ludwig gespielt bis etwa 1969. (Becken Paiste Formula 602 18" (!) HiHat, Crash und Ride. B2-Sticks (bei dn Becken wohl auch nötig.


    der artikel is hier verlinkt: http://www.drummerforum.de/forum/thread.php?threadid=28364

    "Also hab ich angefangen Besen spielen zu lernen, dann hab ich ein Paar Sticks bekommen, dann ein Übungspad, dann ein Schlagzeug, dann zwei Schlagzeuge.... Jetzt verstehe ich Kids, die sich 17 Schlagzeuge auf einmal kaufen." (Bill Bruford)

    Einmal editiert, zuletzt von Dough Clifford ()

  • Hallo , bin Drummer und CCR-Fan. Kann mir jemand sagen was Doug für ein Chrash- Becken spielt(e)? Bei jedem Schlag (z. B. bei Hey Tonight) krieg ich Gänsehaut. Das WILL ich haben.

    Gruß aus Augsburg, Georg

  • Danke Dir Bob. Das würde bedeuten, Paiste Cymbals sind ja „von der Stange“, also alle einer Serie bei gleicher Größe klingen gleich. Ja, könnte tatsächlich stimmen. 602er haben ja eine leicht grünlichere Farbe ( habe mal Formula 602 Sound Edge gespielt) und die von Doug sehen sehen tatsächlich so aus. Steht da ein Besuch bei Paiste an ???🤔

    Grüssle !

  • Interessant! Er passte einfach gut in die Band. Wie mal jemand schrieb: Aus dem billigsten und kleinsten Transistor-Radio klang die Band kraftvoll und erdig.


    Hier ist zu sehen, dass D. C. auch mit den Jazz-Besen klasse trommelt.


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  • Steht da ein Besuch bei Paiste an ???

    Wohl eher im Paiste-Museum ;)


    Doug Clifford war jedenfalls eher genügsam, ich höre und sehe bei keiner Aufnahme, die ich auf die Schnelle gefunden habe, mehr als ein Crash. Es gibt Liveaufnahmen, auf denen sieht es zumindest nach 16" Crash aus. Klanglich ist es wohl ein eher dünnes Becken, also Thin oder Dark Crash wären die Varianten, die ich heute suchen würde. Bei manchen Songs klingt das Crash für mich allerdings eher nach18", was ja auch den Markenwechsel nach 2 Platten unterstützen könnte.


    Jeder Hersteller hat Modelle im Repertoire, die dem nahe kommen sollten. Vermutlich solltest du auf eher klassische Herstellung achten, also sicher B20, damals vermutlich handgehämmert und abgedreht, jedoch nicht Hochglanz poliert. Da selbst langjährig bewährte (oder wieder aufgelegte Serien wie 602) sich dem Zeitgeist anpassen und nicht mehr klingen wie vor 50 Jahren, wäre vermutlich die Suche auf dem Gebrauchtmarkt nach original alten Becken noch zielführender. Ich habe ein paar alte Sabian Hollow Logo aus den Anfangstagen gebraucht für wenig Geld erstanden, die könnten da gut reinpassen.

  • Steht da ein Besuch bei Paiste an ???🤔

    Das darf man leider nicht, die lassen keine Besucher rein, es gibt auch keine Führungen oder so. Ich hab extra diesbezüglich mal Kelly Paiste gefragt. Für Jared von drumeo war das wohl eine Ausnahme, weil der natürlich sehr werbewirksam ist

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


    “You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis


    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

  • Guten Abend,


    was das Blech betrifft, kommt mir der Klang sehr bekannt vor.

    Ich würde mich da mal bei den damals schon hergestellten 18er Crashes umhören: 602, Giant Beat, 2002, von mir aus auch Avedis. Wenn die nicht alle so ein bisschen oder vielleicht auch ein bisschen mehr ähnlich klingen, dann liegt es eher am Stock, der Hand oder dem Mikrofon, was damals noch in Schwarzweiß klang.


    Grüße

    Jürgen

  • Hi Jürgen, gesucht: ein Beckenladen der zum Antesten bestellt ohne Kaufverpflichtung. Hab gestern auf YouTube wieder mal CCR gehört. Have you ever see the Rain. Einfach geil das Crash (linke Seite, vom Drummer aus gesehen).

  • Hallo,


    gm-film:

    ich würde beim Händler des Vertrauens ein 2002 Crash und ein 602 Thin Crash bestellen* und mir dann daheim binnen der Rückgabefrist überlegen, was em ehesten passt. Wenn das Budget groß genug ist, würde ich noch ein Giant Beat Multi mitbestellen, alles 18".


    Daheim würde ich das Zeug einfach mit meinem 2002er spielen.

    Das habe ich auch letztes Jahr noch so gemacht (Who'll Stop und Have You Ever Seen). Na gut, es war nicht daheim, sondern im Proberaum.


    Tatsächlich klingt das Becken aufgenommen abgehört natürlich ein bisschen anders als im cockpit während des Geschehens. Davon sollte man sich nicht täuschen lassen.


    Aktuell (bzw. noch vor "einiger" Zeit) spielt(e) der Mann ja ein bisschen moderneres Gerät.


    Grüße

    Jürgen


    *) Es soll auch Händler geben, die so etwas vor Ort antestbar haben.

  • Hallo Zusammen,

    ich hatte mich seinerzeit für die Paiste 2002er (black, ich glaube es gab auch noch kein rot) entschieden und meinen Besuch in der Schweiz über den Händler avisiert. Als ich dort in der Schweiz ankam hatte man schon sieben Stative aufgebaut (= hinterlegter Kaufwunsch) und zwei Personen vom Fachpersonal hatten diese schon bestückt. Ich habe diverse Becken dann noch zwei - dreimal ausgetauscht, letztendlich lagen wir auf einer Linie und ich war sehr glücklich. Das war so ca. 1976 –.


    Ich könnte mir zum Thema ganz gut ein Paiste Crash vorstellen. Die Provenienz könnt ich jetzt nicht mehr genau benennen, ist aber auf jeden Fall das Gegenteil dessen, was ich zur Zeit (und gewissermaßen notgedrungen) einsetze.

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