Wie die linke Hand (bei rechts Händer=die schwächere Hand) trainiern,dass sie so gut wie die rechte geht ?

  • Ich habe mal nen Video aufgenommen...


    https://www.youtube.com/watch?v=27FPs-Wsjgo&feature=youtu.be


    Eigentlich erschreckend wie stümperhaft das klingt. :S Aber ich glaube man sieht ganz gut wie schnell die linke Hand anfängt rumzueiern, komische Bewegungen macht und die Schläge nicht mehr richtig ausführt.


    trommla
    Liegt halt alles im Ohr des Hörers was Musik ist die einem gefällt. ;) Ich höre seit über 30 Jahren hauptsächlich Metalmusik...ist halt meins...meine Ma sagte früher auch immer das vergeht...tja...verging wohl doch nicht.... :)

    Einmal editiert, zuletzt von T120 ()

  • Du scheinst die Schläge zu sehr kontrollieren zu wollen inkl. Hin- und Rückweg (willst die Bewegung komplett aktiv ausführen sozusagen), kann das sein? Helfen könnte, die Stick mehr quasi aufs Pad zu "werfen" und den Stick möglichst viel selbst machen zu lassen. Locker halten und ihn mehr begleitend im Zaum zu halten als krampfig jeden cm des Wegs aktiv selbst ausführen zu wollen. Ein Flummi kommt auch von allein nach unten und wieder rauf. Bzw. das gern genommene Bild des Dotzens eines Basketballs.

  • Ich glaube du hast noch nicht den Punkt im Gefühl wo dich der Rebound der Schlagfläche unterstützt dein Ziel zu erreichen. Der ist je nach Material verschieden aber mit der Zeit spürbar.


    Wenn mich Menschen ansprechen ob ich ihnen zeigen kann wie man das Trommeln erlernt, schenke ich ihnen erst mal ein paar Sticks und motiviere sie auf alle Gegenstände mit dem Stick zu schlagen die ihnen in den Sinn kommen, um das Handling der Sticks mit dem Rebound der verschiedenen Materialien zu spüren.


    Chuck Boom sagt es auch.
    -

  • Im Video überlagerst Du bei zunehmendem Tempo links die Abwärtsbewegung ungewollt mit einer leichten Drehbewegung. Und rechts wirkt Deine Stockhaltung aufgezwungen.
    Hast Du mal die deutsche Stockhaltung ausprobiert? Dreht doch einfach mal Deine Hände nach innen, sodass der Handrücken nach oben zeigt; also im Ausgangszustand etwa parallel zum Fell ist.


    Ich habe quasi alles an Tipps und Tricks ausprobiert

    Einschließlich meines Vorschlages vom letzten Jahr (Post 32), die klassiche Haltung ("traditional Grip") zu probieren? Das wäre dann noch eine Variante, mit der Dein Lehrer vielleicht nicht klarkommt. :)


    M.

  • OK, aufs Pad "werfen"...ok...ich werde das mal versuchen. Und wo startet man da? Wie gehabt sehr langsam bspw. bei 80 und Viertelnoten um erstmal ein Gefühl dafür zu bekommen?
    Muss ich mir wahrscheinlich eh erstmal ausprobieren, ob ich ein Gefühl dafür bekomme...kann ja dann nochmal ein Video aufnehmen.


    martinelli
    Öhm...nee...das schließe ich für mich am Drumset aus... 8|

  • Ich bin da auch ganz der Meinung von GuTH u. ChuckBoom.


    Bei langsamer Geschwindigkeit lässt du einen gewissen Teil Rebounds noch zu, nutzt diesen aber nie Ganz.
    Wirds Schneller wird es sogar immer weniger, am Ende wird das komplette Handgelenk nur noch aktiv auch für Rückbewegung benutzt.


    Bei der Rückbewegung der Linken Hand, nimmt mit zunehmender Geschwindigkeit, mehr Weg und Energie für die Rückbewegung wie für die Schlagbewegung nach unten genutzt
    ins Fell . Die Stockspitzte links ist meist immer höher wie die Rechte. Die unterschiedlichen Wege, und daraus Laufzeiten bringen dich mit zunehmender Geschwindigkeit
    dann auch aus dem Konzept, die Asymmetrie wird auch hörbar Unrund.
    Sieht man sehr schön wie sich eine eher schaufelnde Bewegung einschleicht, aus dem Fell heraus einschleicht.





    Spiel das Video mal bei langsamer Geschwindigkeit ab, das lässt sich unter dem Zahnrad auf 0.25 einstellen.
    Auch die rechte Hand nutzt den Rebound nicht in dem Maße, wie das möglich Wäre.


    Mit Rebound klappts auf allen möglichen Untergründen, Telefonbüchern, Holz, tischen etc.

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
    ich mach`s wie`s mir passt, schei.. auf die Säue, die laufend sinnbefreit durch
    die Dörfer getrieben werden.



    2 Mal editiert, zuletzt von orinocco ()

  • martinelli
    Öhm...nee...das schließe ich für mich am Drumset aus...

    Es geht aber hier um "Drumset" (Schlagzeug) und nicht um Doublebass (Kontrabass) oder Keyboard.


    Schwer zu sagen, wie genau die beste Stockhaltung für Dich aussieht, aber eine funktioniert garantiert nicht: Die, mit der Du Dich schon so lange rumquälst. Warum machst Du das? Die Rechte zwingt sich; die Linke weigert sich ernsthaft und will sich drehen. Ich vermute, dass die "deutsche" Haltung (Handrücken nach oben) für Dich eher natürlich ist.


    M.

  • und schaue Deiner Hand und Stöcken bewusst bei den Bewegungen zu (mit Spiegel oder halt auch von oben).. nicht wegsehen, in der Gegend rumschauen, sondern die Augen auf den Stöcken...

  • Wie auf dem Video zu erkennen gibt die linke Hand sehr schnell auf und wird steif und dann passiert genau das was ihr beschrieben habt. Ja und damit schlage ich mich seit März 2018 rum mit quasi täglichen Übens...für fast 2,5 Jahre ein sehr schlechtes Ergebnis.


    OK, ich nehme jetzt für mich quasi einen weiteren Neustart mit. German Grip, Stock werfen. Irgendwie den Rebound erfüllen.


    Ich mache davon auch mal ein Video, ob ich das so korrekt ausführe.

  • OK, aufs Pad "werfen"...ok...ich werde das mal versuchen. Und wo startet man da? Wie gehabt sehr langsam bspw. bei 80 und Viertelnoten um erstmal ein Gefühl dafür zu bekommen?


    Am besten erst mal nur ein Gefühl dafür bekommen und daher das Metronom weglassen. Das Metronom lenkt den Fokus ab auf das bpm-Raster und verleitet dich evtl. dazu, den Stick festzuhalten und krampfig zu spielen, um auf den Beat zu kommen. Es geht erst mal um die Bewegung, das Lockerlassen und das Gefühl dafür. Du kannst / wirst / solltest also erst mal völlig unrhythmisch schlagen.


    Wichtig: Du gibst nur am Anfang der Bewegung (wenn die Stockspitze oben ist) einen kurzen (!) Schlagimpuls und lässt dem Stock dann möglichst freien Lauf, begleitest und kontrollierst ihn zwar mit der Hand, aber nicht krampfig, sondern der Stock leitet fast mehr die Hand als umgekehrt. Die natürliche Stickbewegung solltest du möglichst nicht durch Muskelanspannen (in Fingern oder Unterarm) abwürgen.

  • Chuck Boom & All
    Okidoki und vielen Dank für Eure Unterstützung! :love:


    Ich lasse das Metronom erstmal weg, hab damit gestern nämlich schon wieder angefangen... :whistling:
    und versuche mich auf das zu konzentrieren was du geschrieben hast. Ich mache das mal ein paar Tage und stelle dann wieder ein Video zur "Analyse" ein. :thumbup:

  • ....am besten nicht nur von Vorne, wäre zusätzlich auch aus seitlicher Perspektive nicht schlecht, wenn der aufwand nicht zu groß ist.

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
    ich mach`s wie`s mir passt, schei.. auf die Säue, die laufend sinnbefreit durch
    die Dörfer getrieben werden.



  • Hi T120,


    ich denke, Du brauchst einen guten Lehrer,
    der Dir ein paar grundlegende Sachen "am
    lebenden Objekt" verklickert.


    Deine beiden Hände müssen mit dem Stock
    physikalisch das Gleiche anstellen. Sonst wird
    das Ganze nicht gleichmäßig – eine Binsenwahrheit.
    Das wäre für mich Fokus Nummer eins.


    Und zwotens: Ich würde mich ausgiebig mit dem
    Thema Rebound beschäftigen. Der Stock macht
    ganz viel alleine. Man muss ihn nur unterstützen
    und in die richtigen Bahnen leiten. Rebound ist
    das A & O für entspanntes Spielen. Claus Hessler
    ist der Rebound-Oberguru hierzulande. Schau
    Dir das mal an: https://www.youtube.com/watch?v=tePzC236cyg


    Ich weiß nicht wo Du wohnst, aber vielleicht
    kannst Du Dir mal eine Stunde Unterricht bei ihm
    gönnen oder einen Workshop besuchen.


    fwdrums

    nontoxic: kurze lange CD-Pause

  • Hab das grundsätzlich schon verstanden mit dem Rebound und versuche das jetzt ganz konzentriert nochmal...hab ja schon mehrere Anläufe in den letzten 2 Jahren gestartet.
    Was mir iwi fehlt und weswegen ich mich jetzt schon so lange quäle ist eine Art Anhaltspunkt wie Fortschritte innerhalb welcher Zeit aussehen sollten um für mich festzustellen, dass ich es richtig mache. Man liest überall nur üben üben üben und es dauert halt. Aber wieviel ist viel üben oder wie lange ist "es dauert".


    Was ich für mich zumindest festgestellt habe, ich kann keine 2h am Tag Hände üben, weil dann mein Körper streikt. War bei den Füßen schon so...da wurde es eher immer schlechter statt besser. Seit dem ich dort deutlich weniger mache, gehts gut voran.


    Nur für die Hände bzw. die linke Hand habe ich keinen Weg bis dato gefunden, welcher Fortschritte bringt der sich mit den Füßen zumindest ansatzweise deckt.


    Ich lese aus allen Beiträgen zumindest heraus, die Technik passt einfach nicht. Also heißt das für mich, alles auf Neuanfang. Ich hoffe nur, ich machs dann richtig.


    Claus Hessler ist 5h weg von mir. Das bekomme ich wegen Familie&Co iwi nicht hin. GGfls. muss man da mal 2-3 Tage hinfahren mit Übernachtung und Urlaub nehmen...den ich wegen Corona leider nicht mehr hab... :(

  • Du bist da für meinen Geschmack in ner Zwickmühle gefangen, da du ein Genre beackern willst, in dem es eindeutig auf Tempo ankommt. Dein Problem lässt sich aber nicht lösen, wenn du auf Tempo abzielst. Hier ist eindeutig Qualität statt Quantität gefragt. Das bedeutet, du musst auf dieses schöne (einfache) Tool, die Beats per Minute zu zählen und daraus Erfolg abzuleiten, verzichten lernen. Entscheidend ist, ein Gefühl für deine Hände zu entwickeln, wann die Bewegungen wirklich rund laufen.


    Der Aha-Effekt sollte darin bestehen, zu merken "Ah, so muss sich das anfühlen, wenn meine Hände den Stick optimal führen". Du wirst mit Sicherheit, von diesem Punkt ausgehend, noch nicht dein Maximaltempo erreicht haben. Trotzdem solltest du genau an diesem Punkt bleiben und die Feinmotorik zunächst ne Weile in deinen Bewegungsspeicher "laden". Wenn das geschehen ist, kannst du von diesem Tempo ausgehend l a n g s a m das Tempo steigern, und zwar nur so weit, wie das neu gewonnene Bewegungsmuster sich "mitnehmen" lässt.


    Seine Propriozeption zu schulen, also die Fähigkeit, die Bewegungen des Körpers zu spüren und anzupassen, ist leider nicht mit Blick auf die Uhr (=aufs Metronom) erreichbar, sondern erfordert stellenweise so etwas wie meditative Hingabe. Da kann man sich schon mal mit einer Übung auf einem Tempo eine Stunde lang den Kopf freitrommeln, und plötzlich beginnen die Hände locker zu laufen, wie wenn jemand nen Schalter umgelegt hätte.
    Wenn dann die Übezeit schon rum ist, einfach am nächsten Tag weiter machen und schauen, ob sich's immer noch gut anfühlt. Vermutlich tut's das nicht sofort, aber die Zeit bis zum Umlegen des Schalters wird deutlich kürzer.
    Am dritten Tag das gleiche Spiel wieder, und du merkst, dass die Zeit noch kürzer wird.
    Das geht dann so lange, bis du sofort bzw. in kürzester Zeit den richtigen Flow hast. Erst dann machst du den ersten Temposchritt nach oben.


    Natürlich alle Übungen mit Metronom, und ich würde damit beginnen, auf jeden Click einen Schlag zu setzen, um sofort zu merken, ob alle Schläge wirklich gleich ist.


    Das ganze Prozedere wäre dann im Prinzip für jede Übung durchzuarbeiten, und schon zum 100ten Geburtstag blastest du wie Derek Roddy ;)
    Nein, natürlich nicht, aber etwas Geduld wirst du brauchen, wenn du dich von den reinen Zahlen löst.

  • Wie meine Vorredner bereits sagten, ist der Bewegungsablauf deiner beiden Hände vollkommen unterschiedlich.


    Es gibt eine Übung, die mir damals sehr geholfen hat das erheblich zu verbessern.


    Spiel mit beiden Händen gleichzeitig achtel, sechszehntel....usw. Vermeide dabei Flams und achte auf deinen Bewegungdablauf. Der sollte synchron sein.


    Schulter, Ellenbogen, Handgelenk, Finger, Rebound, Stickhöhe, Dynamik einfach alles.


    Geschwindigkeit und Timing sind hiebei sekundär bis unwichtig.


    Ein "Lernprozess" beginnt erst so ab der 10.min am stück üben. Du solltes also schon 20min am stück die Übung machen und dich dabei (ganz wichtig) gut fühlen.


    Am besten täglich 3 mal 20min mit jeweils 5min Pause dazwischen und in vier bis sechs Wochen sieht die Welt ganz anders aus.

  • Ein "Lernprozess" beginnt erst so ab der 10.min am stück üben.


    Klingt interessant, allerdings (ausdrücklich ohne es von vornherein abzulehnen) scheint mir das doch etwas fraglich. Das hieße ja, dass man keine oder kaum Fortschritte machen dürfte, wenn man täglich 90 Min., aber für jeweils nur 5 Min. ein Rudiment und z. B. Hand-Fuß-Pattern (oder sonstwas < 10 Min.) übt. Hast du da weitere Infos zu? Oder meinst du 10 Min. am Stück üben, aber egal was?

  • Sowas in der Art hat Bruce Becker auch mal in einem Video empfohlen. Man soll mit beiden Händen glz. schlagen, dann lernt die linke Hand die Bewegung von der rechten. Und zwar wirklich nur einfach Singles oder auch moellern, eben nur damit die linke bzw schwache Hand von der dominanten „lernt“. Ich finde das Video auf die Schnelle jetzt nicht, könnte aber auch sein, dass es nicht öffentlich ist, war glaub ich ein drumeo Video von einem Kurs mit Bruce Becker, „drum technique made easy“ oder so...

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


    “You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis


    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

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