Erlebnisse bei der Band-Suche

  • nächste Geschichte, sozusagen noch ganz warm:


    Ehemaligen Bandkollegen letzte Woche getroffen und von seinem neuen Projekt erzählt bekommen. Da die Jungs mit einem Drumcomputer arbeiten, mal angeregt, dass ich was dazu eintrommeln könnte. Idee war gut, File zugeschickt bekommen und heute was aufgenommen. Dann kam heute Nachmittag die Mail, dass sie doch kein Interesse mehr hätten und lieber weiter mit dem Drumcomputer arbeiten würden...

    Und wo ist das Problem? Von außen betrachtet sieht das erstmal fair aus, dass nach einer ersten Aufnahme, dir direkt mitgeteilt wird, dass der Drumcomputer den Job in diesem Moment besser macht. Ob das daran liegt, dass die Band nicht mit dir kann oder deine Performance vielleicht nicht gut genug war, sei mal dahin gestellt.

    "I'd rather eat my own shit than do a duet with James Blunt" (Paul Weller)

  • Mit 'ner früheren Band (Blues-Cover) waren wir auf der Suche nach einem neuen Bassisten (und hatten auch Blues-Cover in die Anzeige geschrieben).
    Es kam einer und spielte. Zwei Stunden lang. Mit großer Freude und zu unserer Überraschung verdammt passend und gut. Netter Typ noch dazu.
    Set beendet, Bierchen aufgemacht und dann ... "nö, ich möchte lieber Jazz spielen, Blues gefällt mir nicht. Und du, Trommler, du bist viel zu laut. Du musst viel leiser spielen. Jazziger eben."



    Was willst du, warum bist du hier und stiehlst uns Zeit? ?(


    Idiot. X(

  • Wäre ja schön, wenn es so gewesen wäre, aber, die Mail kam, ohne das sie die Aufnahme gehört haben. Hätte ich ein Smartphone und Empfang im Proberaum, hätte ich mir die Arbeit schenken können. Dumm gelaufen. Hat zum Glück aber Spaß gemacht, insofern möchte ich mich garnicht beschweren. Die Aufnahme habe ich trotzdem gestern Abend abgemischt, also, nachdem ich die Mail gelesen hatte.

    Wer leichter glaubt, wird schwerer klug!

  • ... was in diesem Fall vermutlich sehr gut ist. Denn dann können die Drummachine-Meister ganz ungestört ihrer Kunst nachgehen und keinem auf den Senkel. ;)


    Das ist wohl wahr! Und erst recht nach dem Nachschlag von braindead-animal (09.05.2014, 10:25) - die sollen einfach keinen nerven :) und mit ihrer elektronischen Trommel glücklich werden :)

  • Hallöle,
    ja, schon witzig - ich meine, vieles ist einfach sehr Oberflächlich heute. Auch zu wenig Selbstkritik, manche wissen vielleicht auch noch gar nicht, was sie genau machen wollen. Meinereins ist ja froh, wenn ich irgendwo mittrommeln darf, da ich ja erst seit gut einem Jahr Spiele und die Bandmitglieder sind alles schwer in Ordnung - Glück gehabt? Naja, wenn's mir nicht passen würde, würde ich halt abbrechen. Gemeinsame Nutzung von Proberäumen kann ich zwar nicht leiden, wird sich aber wohl kaum was dran ändern. Gestern hatte ich eine Anzeige gelesen ... Proberaum wird frei, 25 qm, 195 Euro. Hallo? Das sind Wohnungspreise! Und was will ich mit 25qm? Da hab ich im Wohnzimmer mehr Platz. Ja, gemeinsames Drum-Set ist auch immer so eine Sache. Wer pfelgt es, wer sorgt für Ersatz, gibt's a Kässle - alles nie so genau definert. Und dann ist es doch nicht das eigene Set, an dem ich zumindest ganz anders spiele (besser aus meiner Sicht). Langfristig werd ich bestimmt einen eigenen Proberaum anlegen und mir dann Bandmitglieder suchen - oder zumindest versuchen :)


    Gruß,
    adw

  • Je nachdem wo du wohnst ist das ein ganz normaler Preis. Wir haben in einem Frankfurter Bunker damals 230 für einen ähnlich kleinen Raum gezahlt. Wie "Bunker" schon anmuten lässt, war das nicht gerade der luxoriösteste Raum.



    Ich vor einiger Zeit ein paar Proben mit einer Prog-Rock-Metal-irgendwasinderrichtung-Band gehabt. Man konnte eigentlich in jedem Song die Uhr danach stellen, wann das erste/zweite/dritte 1-2 Minütige Gitarrensolo kam. Wirklich. jeder Song. Bis zum Erbrechen.
    Hab dann irgendwann mal nach dem Sinn und Zweck gefragt:"Die Leute sollen ja auch sehen, was wir können".
    Das war dann auch meine letzte Probe mit den Jungs :D

  • Und wo ist das Problem? Von außen betrachtet sieht das erstmal fair aus, dass nach einer ersten Aufnahme, dir direkt mitgeteilt wird, dass der Drumcomputer den Job in diesem Moment besser macht. Ob das daran liegt, dass die Band nicht mit dir kann oder deine Performance vielleicht nicht gut genug war, sei mal dahin gestellt.


    ...sorry, aber war auch mein erster Gedanke.


    Der "beste" Kollege war dann ein Student einer privaten Musikhochschule ... fuhr schon ein paar "Credits" auf als er sich bewarb. Scheiterte aber kläglich an der Haltung zur Musik bzw. vermochte es auch nicht die Soli unseres Gitarristen zu spielen bzw. zu adaptieren obwohl er schon mit dem Studium dem Ende entgegen sah.


    Unsere Band löste sich dann - nachdem wir halbwegs adäquaten Ersatz gefunden hatten - doch ein paar Monate später auf.


    Diese Denkweise fand ich persönlich ehrlich gesagt schon immer etwas...nun...seltsam. Warum sollte jemand, nur weil er studiert hat per se ALLES spielen können? Ich habe in meiner Zeit als Musiker einige Bands kennen gelernt, die so krudes Zeug spielten, dass man dies ohne mehrere Proben mit der Band nie und nimmer hätte drauf haben können. Dazu kommt dann häufig, dass es zu dem Material keine aufgeschriebenen Noten gibt und es faktisch auch keinen Musiker gibt, der sich per se auf ALLES spezialisiert hat (von einigen hoch musikalischen Sondertalenten mal abgesehen; die Realität an den Hochschulen sieht aber doch etwas anders aus.) Und ja, es gibt durchaus Autodidakten, die so einmalig spielen (weil sie eben Dinge tun, welche sie ziemlich exklusiv tun), dass es für "ausgebildete" Leute schon deshalb schwer ist, da hinter zu steigen weil aus ihrer Sicht einfach "komische" Dinge passieren.


    Ich wäre also vorsichtig mit solchen Aussagen bzw. möchte ich auch nicht den "studierten" Gitarristen hören, der nach der Probe wahrscheinlich sagte: "Sorry, man die Band ging gar nicht." Wer hat denn in dem Fall nun recht?

    Lässig kommt von Lassen. Klingt komisch - ist aber so!

  • Unter Musikern scheint der Anteil skuriler Typen deutlich höher zu liegen als in der Gesamtbevölkerung.


    Hehe, "skurril" ist gut. Ich habe mich ja schon in einigen echt üblen Ecken rumgetrieben. Aber die mit Abstand beklopptesten Menschen, die ich bis jetzt kennengelernt habe, waren Musiker. Die andere Seite der Medaille ist ebenso vorhanden: gute Freunde habe ich über die Musikersuche ebenso kennengelernt. Die Gaußsche Glocke (B20) hat hier halt einen ausgeprägten Randbereich.




    Letztens suchte eine Band in meiner Gegend einen Drummer. Ziemlich geile Mucke brachten die mit, das meine ich auch jetzt noch. Ich nahm Kontakt auf. Es dauerte leider fünf Wochen, bis von deren Seite endlich Zeit für ein Treffen war. Natürlich bereitete ich mich vernünftig vor, MP3s von deren Webseite reinziehen, diverse Kopfhörer-Sessions und so, kennt Ihr ja. Jedoch wurde der Termin von Bandseite aus verschiedenen Gründen zwei Mal abgesagt und verschoben. Das zog sich nochmal über fast zwei Wochen hin. Dann kam von mir per Mail die sachlich klare, aber höfliche Ansage, daß der Termin jetzt langsam mal stattfinden muß. Der Termin fand einige Tage später tatsächlich statt. Alle relevanten Songs hatte ich durch die lange Zeit + die Verzögerungen entsprechend gut drauf und das merkten die auch, es kam positive Resonanz.


    Aber - jetzt kommt's - der feine Herr (Bandleader? Hatte jedenfalls so eine große Fresse, während die anderen eher wenig sagten) war angepisst, weil ich in meiner Mail gefordert hatte, daß der Termin jetzt tatsächlich mal stattfinden muß. Damit kam der arme Kerl kaum klar, während ich ihm noch einmal ganz ruhig erklärte, daß ein neuer Mitmusiker bei der Bandfindung nicht endlos hingehalten werden kann. Nach den Gesprächen zu folgern war er von anderen weder Contra noch eine eigene klare Meinung gewohnt und sieht einen Drummer wohl eher so als auswechselbaren Duracell-Hasen, der bitte so funktionieren soll, wie sich er und seine eierschneidenden Kollegen das vorstellen. Na, da waren sie bei mir ja genau richtig.


    Nein, wir hatten uns nicht gestritten. Es war eher ein Meinungsaustausch mit verschiedenen Positionen und wir gingen höflich auseinander. Das Ende vom Lied: im Endeffekt waren die wahrscheinlich genauso hin- und hergerissen wie ich. Musikalisch fand ich die Band toll, selbst der Gesang war gut (was gar nicht so häufig ist), aber zwischenmenschlich insgesamt irgendwie... hmmm. Eine ganze Woche lang kam von denen keine Nachricht. Mal gut, so konnte ich die Initiative ergreifen und absagen. Schade? Nein. Da such ich doch lieber in Ruhe weiter, es wird sich irgendwann schon etwas finden. :)

    Fight for the right to ride your Ride-Becken!

    2 Mal editiert, zuletzt von 2-3-4 ()

  • Ich vor einiger Zeit ein paar Proben mit einer Prog-Rock-Metal-irgendwasinderrichtung-Band gehabt. Man konnte eigentlich in jedem Song die Uhr danach stellen, wann das erste/zweite/dritte 1-2 Minütige Gitarrensolo kam. Wirklich. jeder Song. Bis zum Erbrechen.


    Ahem, nimm's mir nicht übel, aber "Progressive Rock" definiert sich ja schon fast über minutenlange Gitarrensoli. Wenn man bei einer Prog-Combo einsteigt, sollte man Gitarrensoli besser lieben, es macht das Leben einfacher. ;)


    Viele Grüße vom Ide

  • Guten Mittag!


    Hier hat sich ja einiges getan und man liest schöne und weniger
    schöne Ereignisse, wie ich finde, für Leute, die noch nicht so
    die Erfahrung haben, durchaus hilfreich, für die anderen
    unterhaltsam.


    Aber es gibt diese Erlebnisse tatsächlich.
    Situation:
    Die Band sucht einen neuen Drummer, es melden sich einige Kandidaten, ich war der erste, der sich gemeldet und vorgespielt hat.
    Ich hatte nach einigen Jahren Pause wieder Lust auf eine Band, hatte mir einige Suchanzeigen notiert und Termine vereinbart.


    1. Band und 1. Drummer: Liebe auf den ersten Blick ... äh, Ton! :love:
    Alles hat sofort gepaßt, nach 3-4 Songs waren wir uns einig. Die Band hat alle weiteren Kandidaten wieder ausgeladen, ich habe allen anderen Bands die Termine direkt abgesagt.


    Ja, das gibt es auch, ich würde es sogar inzwischen knallhart auf die Formel schwarz-weiß oder ja-nein bringen:
    entweder: nach der Probe ist vor der Probe (es geht voran)
    oder: drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht noch etwas Besseres findet (Grüße von Godot)


    Da ich inzwischen ja wieder eine neue Kapelle habe und lustigerweise gleich einen neuen Musiker
    suchen durfte, kann ich von umgekehrter Seite sagen: dasselbe in grün.
    Mit guten Leuten merkt man schon am Telefon, oft schon an der E-Mail davor schnell, ob das etwas werden kann,
    übrigens eine Relikt aus alten Tagen, der Fernsprechapparat, allerdings genauso wie andere alte Kommunikations-
    techniken völlig zu Unrecht aus der Mode gekommen. Bei der Bassistensuche habe ich mit einigen Leuten telefoniert,
    das war oft sehr erhellend (für mich jedenfalls).


    Anzeigentexte sind auch mal mehr und mal weniger aussagekräftig,
    aus dem realen Leben:
    "Wir suchen einen Drummer der, sein Instrument beherrscht"
    Da wäre ich nicht drauf gekommen.


    Tja, wenn dann die Band gefunden wurde, gibt es mindestens zwei Hürden: Der erste Gig und die erste Aufnahmesituation

    Meiner Erfahrung nach klappt es mit dem Gig meistens ganz gut, wenn er schon in Aussicht steht, ansonsten gibt es ihn meist sowieso nicht, aber beim Aufnehmen trennt sich erneut Spreu von Weizen. Bei einigen Bands war die Demo-Aufnahme tatsächlich der Zenit.


    ein leckeres Teilchen aus den asiatischen Gebieten bei uns. "Profisängerin", alles schon gemacht, Rock, TOP 40, Barmusik usw.

    Vielleicht war es auch ein Sänger. ;)


    Alles in allem bleibt es dabei:

    Anspruch und Wirklichkeit klaffen im Amateurbereich sehr oft weit auseinander.


    Grüße
    Jürgen


    Wie war denn nun eigentlich das Vorspiel, Jürgen?


    a) "Vorgestern hat die Sängerin abgesagt" (ganz natürlich ...), ansonsten war mir langweilig,
    b) Kettenraucher-Trio auf 10 qm, Konzept konnte ich im Nebel nicht erkennen,
    c) satt, aber dann doch nur halbklar; Dessert: zweite Probe kurzfristig ausgefallen, dritte verlegt;
    wenn die Logistik so erbarmungslos zuschlägt ...
    d) "Der andere spielte zurückhaltender"; nun ja, weniger ist mehr.
    e) "geil".
    Fazit: von DP auf SP hat es einen Haufen Anzeigenlektüre, 15 Aktenvorgänge (Bands, die angeschrieben wurden oder angeschrieben hatten) und 5 Vorspiele gebraucht, fünf Monate.

  • Nette Geschichten. Jürgen triffts auf den Punkt und als praktizierender Amateur weiß ich ein Liedchen von dieses Umständen zu trällern...äääh zu trommeln....


    Meine derzeitige Band befindet sich akut in der Auflösung. Zeit, Familie, Hauskauf, Arbeit und Arbeitszeiten, Kinder...alles, aber auch alles scheint derzeit gegen uns zu sein.


    Also frisch ans Werk und mal ne Combo gesucht, die vorrangig mein Alter hat und vielleicht die Mucke macht, die passen könnte.
    Berlin wird immer gelobt und es werden Arien gesungen auf die Kulturlandschaft an der Spree.In diesem Segment zumindest stelle ich Ebbe fest... Kaum Bands, kaum Suchende und wenn
    mal ne Anzeige geschaltet ist, dann gibt es immer Dinge, die irgendwie nicht passen.....


    Vermutlich liegts auch partiell an meinem Alter..., meinen Ansprüchen..., da war wieder die Grätsche zwischen Amateur und Ansprüchen Jürgen... ;)


    Na ja. Ich gebe nicht auf. Suche weiter. Und wenn es eine erzählenswerte Story über ein Vorspiel gibt, dann poste ich diese selbstverständlich hier.


    In diesem Sinne. Glück auf und Gruß


    **jagger** 8)

    Ein Leben ohne Musik ist keins..

  • Der schwarze jagger spricht mir aus der Seele:
    Gerade im Metal-Sektor finde ich kaum noch Leute, die um die 40 sind und Bock auf eigenes Material haben. Wie oft hör ich sowas wie "Nee, so heftig mag ich nicht mehr", "das hatten wir doch mit 25 durch" oder "keine Zeit mehr für ein Hobby" bis hin zu "lieber covern, weil wenn kein Geld und mehr Publikum winken, betreib ich nicht mehr so´n Aufwand"..........
    Wir spielen mit unserer Band AMPYRED seit über einem Jahr mit vakanter Sänger-Position vor uns hin. Dann gabe es ein "Projekt" mit 2 recordeten Songs und zu einem davon ein Videoclip (AURORA Tattooed Angel, bei Youtube!), was nie mehr werden wird mangels dauerhaftem Engagement der Musiker. Und auch mein Versuch ein weiters Metalding zu starten beginnt wieder mit "mal sehen, wann wir im Dezember mal Zeit fänden uns zu treffen...."
    Die meiste Zeit für mein Hobby widme ich seit Jahren im heimischen Keller alleine, traurig sowas: Musik sollte gemeinsam und interaktiv erlebt werden!

  • Erst gestern war wieder ein Basser bei uns (drums, git., Vox), der wusste daß wir eine neu formierte Band sind, daß wir noch keine kompletten Songs haben, daß wir erst am uns zusammenfinden sind und er sich geren einbringen kann/soll.
    Das wurde alles vorher per E- Mail geklärt. Beim Spielen hat er schön gegroovt, tolles Bassspiel.
    Heute die Mail daß dies nichts für ihn ist, er dachte es gibt schon mehr Material, er möchte sich nicht am Songwriting im Proberaum beteiligen.
    Da frag ich mich:
    kann der nicht lesen oder kapiert er es nicht was man ihm schreibt?
    Warum verplempert dieses A........ meine Zeit.
    Da könnt ich echt kotzen.

    Wo Dummheit herrscht, ist das Selbstbewußtsein König.


    Mein Krempel

  • Zitat

    er möchte sich nicht am Songwriting im Proberaum beteiligen.


    Schon der Satz ist für mich schwer nachzuvollziehen bis absurd. Soll das bedeuten er spielt nur nach was man ihm vorlegt, verkneift sich aber jeden eigenen konstruktiven Input für Arrangements & Songwriting etc. ?


    Sei froh, dass er es nicht geworden ist. :D


  • Schon der Satz ist für mich schwer nachzuvollziehen bis absurd. Soll das bedeuten er spielt nur nach was man ihm vorlegt, verkneift sich aber jeden eigenen konstruktiven Input für Arrangements & Songwriting etc. ?


    Sei froh, dass er es nicht geworden ist. :D


    Er steht nicht für die Arbeitsweise zur Verfügung, daß Songs anhand einer vom Gitarristen gelieferten Idee gemeinsam erarbeitet werden.


    Schon die Formulierung "stehe ich nicht zu Verfügung" drückt für mich ein gerüttelt Maß an Arroganz aus. Es fielen noch Worte wie zufällige, zusammenprobierte Songs, Ideenfragmente.
    Schade, der Typ war eigentlich o.k., das Bassspiel toll, so kann man sich täuschen.

    Wo Dummheit herrscht, ist das Selbstbewußtsein König.


    Mein Krempel

  • Wir haben auch schon die witzgsten Dinge erlebt.


    Ein Highlight war für mich ein Sänger, der dann fragte wie es denn bei den Texten aussieht, erschreibt gern selbst.... Grundsätzlich ja toll, ein Sänger kann sein eigenes Material immer besser rüberbringen... Dann fing er an was von Geschichten mit Drachen zu erzählen... OK, wir machten damals Metal, aber kein so Fantasymetal Zeugs, kann man sich ja mal anhören....
    Labert jedenfalls ewig rum und fängt plötzlich von Sonne, Strand und Wellen, an... jetzt meinte der allen ernstes Drachen steigen lassen am Strand und wallendes Haar im Meerwind... Ich konnt fast nicht mehr.... bisschen zu schlageresk....


    Ein anderer war da, der war echt scheiße, lies sich aber nicht davon abbringen das er der Meinung war super zu uns zu passen... Bei jedem Anlauf das das nix wird entgegnete er "ihr wollte nen shouter, ihr bekommt nen shouter" und hat wieder neue Abartigkeiten der Sangeskunst rausgelassen....


    Und ein anderes witziges Erlebniss hatte ich schon direkt beim ersten Telefonat. Ich rede ewig mit dem Typen, einem Basser, alles nett und cool, wohnt nicht weit weg, Musikstil und -vorstellungen passt alles zusammen, irgendwann die Frage wo ich denn wohne, sag ich "Bietigheim, aber der Rest kommt aus Pforzheim"... "ja wer ist denn da dabei aus Pforzheim".... "Der F. und der D."..... schweigen im Walde..... "Dann wird das nix! Die haben mich damals aus meiner Band geworfen...."
    Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen, ich hab mit dem ominösen Bassmatz telefoniert, von dem ich schon unzählige wirre Stories gehört hatte.... war dann ein leicht betretenes Ende des Telefonats....

    Freizeit Moderations-Arschloch

  • hi,


    ich sage immer "alles Vorwand"!


    Zu feige zu sagen, "ich habe kein Bock uff den Käse". Da wird es einem über Internet Mail´s, Chat und Co viel zu einfach gemacht.


    Letzte suche war einen Sänger der wie beim Jürgen mit einem rostigen Ford Fiesta vorfuhr und beim näherem hinkucken mit der Bierflasche vor mir stand. Ich schaute mir dann das Fahrzeug an. Wg. eventuellem Kabelzeug oder diverse.
    Was ein Saustall, ich denke der lebte dort im Fahrzeug.
    Jetzt der Knaller: Er prahlte mit Klassischer Gesangsausbildung, Singt in verschiedenen Chören etc. Mansche sollten eigentlich nur den Mund halten bevor Sie loslegen denn mit Gesang hatte das nichts zu tun.


    Was ich überhaupt hasse ist, ein suchender Musiker wird angeschrieben und meldet sich nicht. Wenn dann nach 3 Wochen etwas zurück kommt lag die Mail natürlich im Spamordner, HAHAHA!
    Deine Mail ist dann der letzte Strohhalm, weil es bei anderen Bands nicht geklappt hat-> Also finger weg von solchen Personen!


    lg thomas


    P.s: Habe noch mehr so Knaller auf lager, wer will??


  • Das ist ja total absurd.... Naja. Bei meiner neuen Band geht's genau andersherum. Bislang gecovered, nun wollen sie, alle so um die 40, anfangen, auch eigene Lieder zu entwickeln und in anderen musikalischen Gefilden als bislang (Rock/Grunge) herumwuseln. Bin mal gespannt, ob die Idee wirklich langfristig verfolgt wird, denn eigentlich ist meine Band auch nur eine Art "Ehemännertherapiegruppe", die nur begrenzt Zeit hat. :) Aber immerhin: Keiner ist so arrogant, wie der obig genannte Basser zu sein scheint.

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

    Einmal editiert, zuletzt von Moe Jorello ()

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