Vintage Drum Meeting 2017 (Frankfurt)

  • Ich finde ja auch, dass die Gegerle-Becken super klingen. Aber das kann auch daran liegen, dass aus den sowieso schon augezeichnet klingenden 30th-Anniversary-Agops die besten selektiert werden.


    Noch mal zu der Temperatur: Frank Gegerle erklärte in dem Interview, dass er bei seinem Prozess einen Kühlschrank benutzt. Deshalb ging ich in meiner Argumentation oben davon aus, dass bei ihm die Temperatur nicht tiefer als -30 °C ist.
    Wenn die Cryohärtung professionell durchgeführt wird, ist die Temperatur zwischen ca -185 und -196 °C. Welche Temperatur sich genau einstellt hängt davon ab, ob man für die Kühlung flüssigen Stickstoff verwendet (dann - 196 °C) oder flüssige Luft. Letztere ist ein Gemisch von Gasen, das hauptsächlich Stickstoff und Sauerstoff enthält, und da der Sauerstoffsiedepunkt höher liegt (bei - 183 °C) hängt dann der Gesamtsiedepunkt (der der Kühltemperatur entspricht) vom Verhältnis dieser Gase ab.

  • Mein Sohn Leo war während des Meetings mit der Kamera unterwegs und hat in der letzten Woche seine Reportage geschnitten. Wer Lust hat kann gerne reinschauen und meinem Jung-Youtuber eine Like da lassen… Viel Spaß :thumbsup:


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    … jetzt bin I ganz schee stolz :rolleyes:

  • Ich finde ja auch, dass die Gegerle-Becken super klingen. Aber das kann auch daran liegen, dass aus den sowieso schon augezeichnet klingenden 30th-Anniversary-Agops die besten selektiert werden.


    Noch mal zu der Temperatur: Frank Gegerle erklärte in dem Interview, dass er bei seinem Prozess einen Kühlschrank benutzt. Deshalb ging ich in meiner Argumentation oben davon aus, dass bei ihm die Temperatur nicht tiefer als -30 °C ist.
    Wenn die Cryohärtung professionell durchgeführt wird, ist die Temperatur zwischen ca -185 und -196 °C. Welche Temperatur sich genau einstellt hängt davon ab, ob man für die Kühlung flüssigen Stickstoff verwendet (dann - 196 °C) oder flüssige Luft. Letztere ist ein Gemisch von Gasen, das hauptsächlich Stickstoff und Sauerstoff enthält, und da der Sauerstoffsiedepunkt höher liegt (bei - 183 °C) hängt dann der Gesamtsiedepunkt (der der Kühltemperatur entspricht) vom Verhältnis dieser Gase ab.


    Gestern konnte ich endlich mal bei einem guten Kumpel sein Gegerle Ride spielen. Ich hatte mein Xist nicht dabei, deshalb konnten wir nicht direkt vergleichen, das machen wir aber noch.


    Ich frag jetzt mal doof: Worauf sollte ich bei einem Gegerle achten, was ist es im Klang, was das Gegerle so besonders macht? Ich fand es tatsächlich irre lang klingend aber der verwaschene Sound wenn ich es seitlich angeschlagen habe (weiß nicht was der richtige Ausdruck ist, ich meine mit dem Stick nicht flach auf die Fläche sondern fast waagerecht mit der Stick-Mitte an den Rand geschlagen) war erstaunlich hell und mehrstimmig für mich. Wahrscheinlich liegt es an meiner Unwissenheit und fehlenden Erfahrung, dass ich intensiv unterwältigt war, ich hatte was ganz anderes erwartet.


    Wir machen die nächsten Wochen (sobald es sinnvoll und ungefährlich ist) nochmal Snare-Drum und Ride-Becken Workshop. Bei den Snares werde ich vor allem die verschiedenen Stimmungen und Dämpfungen mit den verschiedenen Fellen austesten, worauf sollte ich bei den Ride Becken hören? Mein Kumpel hat ein Paiste 101 und eben das Gegerle Ride, ich habe das Paiste Pst3 und ein Agop Xist. Was zeichnet den Sound des Gegerle aus, wie sollte ich es anschlagen, worauf sollte ich besonders achten?

  • Das einzige, was ein Xist und ein 30th Anniversary gemeinsam haben, ist, dass sie von der gleichen Firma Istanbul Agop hergestellt wurden. Ein direkter Vergleich bringt da gar nichts, denn die Becken sind nicht nur völlig unterschiedlich hergestellt worden, sondern auch für ganz unterschiedliche Zwecke. Das Anniversary Ride ist ein sehr stark auf Komplexität ausgelegtes, pures Jazzbecken, während die Xist-Serie gerade Agops Vorstoß in klarere und modernere Sounds darstellt. (Und dann ist das Anniversary-Ride ja noch durch die Gegerlesche-Quacksalberbehandlung gegangen... :wacko: )


    Bis Du ein Becken wirklich beurteilen kannst, brauchst Du Vergleiche, Erfahrung und musst vor allem erst mal einen eigenen Geschmack entwickeln.

  • Gerade weil die so unterschiedlich sind (ich nehme auch das Pst3 mit) will ich sie ja mal aus allen Positionen hören, nicht nur aus der des Spielers sondern auch aus der Zuschauer/Band/Mikro Perspektive. Ich will ja gerade die Unterschiede hören.


    Ob mein Geschmack besonders gut ist, lasse ich mal offen - aber bei Metallklang habe ich recht klare Vorstellungen und will eben wissen, was es unterschiedlichen Styles gibt.

  • Becken sind eine extrem facettenreiche Sache und es braucht eine lange Zeit und das Sammeln vieler Eindrücke und Erfahrungen, bis sich der Lern- bzw. Entwicklungsprozess des Gehörs entwickelt. Viel wichtiger als die Musiker-, Zuschauer- oder Mikroperspektive ist z. B., wie sich ein Becken im Kontext verhält (mit der oder auch einer anderen Band, mit deinen anderen Becken, der Snare etc.). Der Eindruck eines Beckens zwischen (solo) angespielt und im Set bzw. mit der Band ändert sich nicht selten um Welten.


    Zitat

    bei Metallklang habe ich recht klare Vorstellungen


    Das glaubst du jetzt. Warte mal noch einige Jahre und ein paar Hundert gespielte Becken ab. Gute Reise! ;)

  • was das Gegerle so besonders macht?


    Frank Gegerle


    Soll die Spannung aus dem Becken nehmen.Was eigentlich erst nach Jahren der Fall ist.Durch die Kryobehandlung wird dieser Prozess beschleunigt.Gut,dass meine Becken schon 25 Jahre alt sind.Ob sie deshalb so gut klingen? ;)
    Kenne das aus der Metallverarbeitung. Da wird nach dem Härten eine Cryobehandlung durchgeführt. Steigert die Wiederstandskraft angeblich enorm. Besonderheit dabei soll sein,dass der vorherige Härtevorgang dadurch nicht beeinflusst wird.Kommt viel in der Automobilherstellung und auch bei der Herstellung Bohrern zur Anwendung.
    Ob sich ein Mehrpreis eines Gegerle-Becken wirklich lohnt? Die sind ja doch eher etwas höher angesiedelt.

    8 Mal editiert, zuletzt von Lexikon75 ()

  • weiß nicht was der richtige Ausdruck ist, ich meine mit dem Stick nicht flach auf die Fläche sondern fast waagerecht mit der Stick-Mitte an den Rand geschlagen

    Du meinst bestimmt das Ride-Becken ancrashen. Ist sehr beliebt,dies bei Ride-Becken zu tun. Wozu,weiß ich nicht,hab dafür meine Crash-Becken :rolleyes: Ne im Ernst.Manche Ride-Becken sind hervorragende Crash-Becken.Sind eher dünn mit einer kleinen Kuppe. z.B. Jazz-Ride´s .


    Worauf sollte man bei einem Ride achten? Für mich muss es einen schönen Glockenklang haben. Präsent sauber,aber nicht nervig..spiele sehr viel mit Akzentuierung,da möchte ich einen schönen Kontrast zwischen Becken-Schulter(glaube so nennt man die Spielfläche beim Ride) und Glocke haben. So das es hörbar ist,aber nicht durch das Aufschaukeln des Becken kaputt geht. Darum hab ich zwei Ride-Becken.Wobei das eine,mit der schönen Glocke,eigentlich ein Crash ist.
    War eins meiner Blinddate-Käufen .Wollte keiner haben,war billig und kam aus schlechten Verhältnissen.Ist ein Rep.-Becken. Hat eine phantastische Kuppe,genau,wie ich sie mag.
    Gerade die Glocke hat viel Einfluss auf den Sound. Mein Ufip-Ride hat eine kleiner Kuppe und schwingt sich weniger auf als das Paiste. Crasht man letzteres mit dem ihm zustehenden Schmackes an...neee lieber nicht ;)


    Achte mal auf das Beckenprofil,dabei besonders auf die Kuppe. Danach suchst du die das Becken aus. Augenmerk auch darauf was man eigentlich spielt bzw. spielen möchte.
    Nehmen was gefällt. Darum mag ich gerne diese Musikflohmärkte. Da findet man hin und wieder mal was ganz feines.




    Nachlesen kann man es hier: Welt der Beckenkunde

    11 Mal editiert, zuletzt von Lexikon75 ()

  • Why not?
    Man kann im Drei-Sterne-Fresstempel und
    beim Bögä-King die Gelüste stillen.
    So lange man das nicht für dasselbe hält,
    ist alles okay.


    fwdrums

    nontoxic: kurze lange CD-Pause

  • Es ging ja nur darum, was alles zum Vergleich da ist. Das 101 war damals beim Schlagzeug dabei und als er das Gegerle gekauft hat, ging das sofort in den Schrank.


    Danke für die Hinweise zum Glockenklang. Das werde ich dann mal testen und dies auch mit verschiedenen Sticks/Besen/Paukenschlägeln.


    Was ich beim Xist so krass finde insbesondere im Vergleich zu meinem Pst3 ist die Klangänderung von innen nach außen: Es geht von der Glocke über die Fläche bis zum Rand und eben dann fast im 90° Winkel zuerst deutlich heller als das Paiste und dann am Ende viel tiefer. Das Paiste hat quasi überall den gleichen Sound. Das Gegerle wird, wenn ich es genauso seitlich ancrashe wie das Xist, noch verwaschener als das Xist aber bleibt genauso hoch wie auf der Fläche. Während das Xist dann eher klingt wie der dicke Pitter vom Dom, klingt für mich das Gegerle wie ein Stapel verschiedener Crash-, China- und Splash-Becken gleichzeitig. Muss ich wohl doch mal alle zu mir nehmen, da können wir es zusammen mit anderen Instrumenten austesten.


    Hmmm, vielleicht sollte ich mir mal ein geeignetes Mikro kaufen um das auch sinnvoll aufnehmen zu können.

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