DW releast auf der Musikmesse ihr erstes E-Drumset zusammen mit Gewa

  • Also klanglich gesehen kann das Ding in dem Video genauso viel wie so ziemlich jedes etwas teurere Edrum, was es schon auf dem Markt gibt…
    O. k., Features, Features, Features, Touch Screen etc. etc.
    Aber trotzdem zeigt das Video nichts, wo man jetzt vor Begeisterung umfallen würde…
    Und wo ist es denn jetzt?
    Es wird mir etwas zu lange nur angekündigt.
    Nach wie vor warten wir auf den wirklichen Durchbruch...

  • Vielleicht ist GEWA noch zu sehr mit dem Hochwasserschaden vom letzten Jahr beschäftigt?
    GEWA ist halt ein Familienbetrieb. Ich glaube, dass das G9 zu ambitioniert ist und sie können keinen Schritt mehr zurückmachen, weil schon zu viel Geld versenkt wurde!

  • Ich erinnere nur an die endlose Wartezeit fürs 2BOX Set damals...
    Andererseits finde ich, dass nun zwischenzeitlich doch reichlich Bewegung in den E-Drum Markt gekommen ist.
    Wenn verfügbar, werde ich das Teil auf jeden Fall einmal antesten.

  • Hallo Leute, wie sieht es aus mit dem G9? Hat jemand was als MuMe- News mitbekommen?


    Nachtrag:
    Wenn ich google, dann findet man überhaupt keine neuen News über das G9!
    War es das?? Verschwindet das Teil langsam von der Oberfläche?

    Einmal editiert, zuletzt von JohnDrum ()

  • Push up!
    Was ist denn los? Mich würde ja wirklich interessieren, was mit Gewa und dem G9 los ist?
    Ich kann nirgendwo was Neues darüber lesen! Auf Google sind die letzten Nachrichten darüber von 12/2018!
    Gab es auf der Musikmesse irgendetwas darüber?

  • Klingt...naja, ok.
    Wird sicher funktionieren, aber haut einen jetzt auch nicht vom Hocker.
    Sieht schön aus, spielt sich bestimmt auch angenehm, aber für 4.200€? Puh...


    Ansonsten scheint mir die Beckenansprache teils etwas problematisch zu sein (wenn man sich die Szenen anschaut, in denen er durchcrasht, das Becken schwingt, die Schläge teils aber falsch wahrnimmt/widergibt).
    Und was ich mich ja eh immer Frage: Könnte man diese ganzen Quatsch-Elektronik-Presets nicht einfach weglassen und das Teil dafür günstiger anbieten? Bitte zeigt mir doch mal einen Drummer, der ein X-Beliebiges Electronica-Pre-Set aktiv einbringt und mehr nutzt als in einem Trailer, einer Demo oder eben um es einmal den Freunden vorzudaddeln.

  • Was genau findest du so abschreckend?


    Nachdem ich es gesehen habe, weiß ich im Grunde einmal mehr, dass Eric Moore aufregende Chops drauf hat, das war mir vorher schon bekannt. Über das Arbeitsgerät weiß ich de facto nichts, außer dass es wie viele andere klanglich nicht mit einem guten Akustikset mithalten kann. Was sich mit dem Teil sonst noch so anstellen ließe, geht aus diesem Werbevideo nicht hervor. Na ja, immerhin sehe ich schon mal, dass es optisch einem Schlagzeug näher kommt als einige andere Modelle.


    Wenn ich zum Gegenwert eines halben Kleinwagens ein E-Drum kaufen wollte, wäre es selbstverständlich, alle entsprechenden Systeme auf Herz und Nieren zu prüfen. Was dann die Kaufentscheidung ergäbe, hängt von so vielen Faktoren ab (Robustheit, Spielgefühl, Schnittstellen, Werksounds, Menüführung, Optik etc. pp.), dass ein Werbevideo nicht mal ungefähr eine Aussage erlaubt, ob so ein Produkt die Chance zum Favoriten hat.


    Hat's schon mal wer unter den Sticks gehabt?

  • Schwierig, ein Urteil zu fällen.


    Als ich "damals" das Modul auf der Messe an einem Pad antestete (und 2-3 mal vom geduldigen Mitarbeiter resetten liess, weil ich fand, dass etwas mit der Dynamikumsetzung nicht stimmt und sicher gehen wollte, dass nicht vielleicht ein Messebesucher vorher ausversehen was verstellt hat...) war ich etwas irritiert. Das Modul wirkte optisch-technisch erlesen und mit sehr viel Liebe & Herzblut designed, aber die Trigger-bzw. Dynamikumsetzung schien mir etwas seltsam. Aber es war schon unruhig auf der Messe und vielleicht war manches auch den Umgebungsgeräuschen geschuldet? Ich war nicht sicher...


    Nun bei diesem Demo, fällt mir SOFORT mein damaliger Sinneseindruck wieder ein. Das ist doch ein interstellarer Drummer. Seine Bewegungsmuster würden auch hier (behaupte ich) bei einem akustischen Drumset in viel differenzierteren Lautstärke- bzw. logischerweise auch Klangunterschieden resultieren (Tonhöhe, Obertonspektrum etc. etc.).


    Vielleicht spinne ich auch... aber da ist was mit der Dynamik. Vielleicht ist auch zuviel Kompressor `drauf? Aber ich wiederhole mich. Genau so kam es mir auf der Messe vor, da wirkt etwas irgendwie etwas unnatürlich.


    Positiver: faktisch ist dies technisch in jedem Falle vielversprechender als die Videos die ich vorher sah. Wo meist Drumbeats zu irgendeinem Hintergrundlayer gespielt wurden. Da wäre manches auch mit einem Alesis D4 (hahaha...) machbar gewesen.
    Also jetzt ohne Ironie: dieses Video hier, ist schon besser als die bisherigen und zeigt gewisses Potential. Wenn dies hier allerdings schon ausgereitzt wäre... dann wäre ich auch eher enttäuscht. Aber das weiß ich noch nicht.

  • Ich denke auch es ist anhand des Videos schwierig zu bewerten... ich finde allerdings die Sounds deutlich besser als den Roland TD50 Kram.
    Ich verwende nun seit nem Jahr das Pearl Mimic zuhause. Klanglich bin ich immer noch sehr glücklich und die Triggermöglichkeiten sind sehr umfangreich...
    Man müsste das wirklich mal selbst testen. Müsste aber auch irgendwann mal fertig werden... :wacko:

  • Die Beckensounds (Crash + Ride) finde ich teilweise nervig (impertinent) und machinegunning. Es wird jedenfalls nicht an diverse Soft-Sampler heranreichen, da bin ich mir sicher.

  • Es wird jedenfalls nicht an diverse Soft-Sampler heranreichen, da bin ich mir sicher.


    Das dürfte auch nicht die Intention des Herstellers sein, da die Zielgruppe keine Nerds, sondern stinknormale Drummer sind. Solche wie ich, die im Zweifel einfach aufbauen, einschalten und zufrieden sein wollen, ohne sich über Schnittstellen, Latenzen, Mapping und Co. Gedanken machen zu müssen. Oder die zwar Budget, aber keine Ahnung von Schlagzeugen haben und bei diesem Standard jubeln.


    Deine Ansprüche sind zu hoch, als dass man auf diesem Niveau einen großen Markt erschließen könnte. Und die leidige, alte Frage, weshalb die Hersteller nicht von sich aus deutlich nachlegen, kann wieder mal nur damit beantwortet werden, dass es offensichtlich reicht, um die Mehrheit der Kunden zu bedienen, ohne zusätzliche Mittel in die Entwicklung stecken zu müssen. Ich gehe schwer davon aus, dass die Verantwortlichen auch nicht blöd sind, sondern sehr genaue Marktanalysen durchführen und exakt wissen, was die Zielgruppe erwartet.

  • Zitat

    Und die leidige, alte Frage, weshalb die Hersteller nicht von sich aus deutlich nachlegen, kann wieder mal nur damit beantwortet werden, dass es offensichtlich reicht, um die Mehrheit der Kunden zu bedienen, ohne zusätzliche Mittel in die Entwicklung stecken zu müssen. Ich gehe schwer davon aus, dass die Verantwortlichen auch nicht blöd sind, sondern sehr genaue Marktanalysen durchführen und exakt wissen, was die Zielgruppe erwartet.


    Für Roland und eventuell noch Yamaha mag das gelten.


    Hier beim Gewa-Produkt melde ich Zweifel an, ob die Entwicklungskosten wieder 'reinkommen. Wünschen tue ich das jedem. Aber es hat schon seinen Grund, warum es zwar viele E-Drum Brandnames gibt (selbst Carlsbro und Simmons tauchen wieder auf), aber nur wenige echte/annähernd autarke Entwickler von E-Drums. Der Entwicklungs-"Spaß" ist teuer und (wenn es gut werden soll) langwierig. Dieses Risiko gehen viele gar nicht (mehr) ein.


    Randnotiz: das vor einigen Jahren schon angedachte (und in Flyern beworbene) Drumcraft E-Drumset hatte ja sicher auch schon Entwicklungskosten verursacht. Nach Aussage der G9-Leute ist das aber alles in die Tonne gewandert und man hat nochmal ganz von vorne angefangen. Auch dies ist ja Indiz dafür, dass alles wohl nicht so ganz einfach ist. Viele and me kritisieren ja auch seit Dekaden diverse E-Drumsets, die hinter unseren Erwartungen weit zurückbleiben. Die Kritik vieler alleine bedeutet aber eben leider nicht, dass man es besser kann. Und vor allen Dingen die Finanzmittel hat...
    ... insofern mutig und ausdauernd alle Mal, das man es nun bis zum Marktstart durchgezogen hat. Alles andere wird nun die Zeit zeigen.


  • Das dürfte auch nicht die Intention des Herstellers sein, da die Zielgruppe keine Nerds, sondern stinknormale Drummer sind. Solche wie ich, die im Zweifel einfach aufbauen, einschalten und zufrieden sein wollen, ohne sich über Schnittstellen, Latenzen, Mapping und Co. Gedanken machen zu müssen.


    Was hat "Nerds" in dem Zusammenhang mit Sound zu tun? (mit "nicht heranreichen" meine ich durchaus erstmal den Klang der Samples). Check mal ganz unbearbeitete simple Default-Sounds aus neueren SDX-Packs wie Death&Darkness, Decades und The Rooms Of Hansa und vergleich mal mit dem G9...

  • Check mal ganz unbearbeitete simple Default-Sounds aus neueren SDX-Packs wie Death&Darkness, Decades und The Rooms Of Hansa und vergleich mal mit dem G9...


    Aber genau das meine ich doch. Mir und 90% aller Drummer ist es vermutlich total wumpe, ob irgendwelche Software-Lösungen besser klingen. Die Anwendung ist mühsam (zumindest ohne Hintergrundwissen), also lässt man es und ist mit dem zufrieden, was Roland & Co von der Stange anbieten. Weshalb sollten die Firmen sich um "Besserung" bemühen? Die paar Kunden mit deinen Qualitätskriterien verschmerzen die locker ;)


    Oder anders rum gesagt, erst wenn ein überwiegender Teil aller E-Drum-Nutzer über alle Gruppen hinweg (Kinder, Anfänger, Mietwohnungsbewohner, Partyband-Trommler, Musiklehrer etc.) plötzlich nicht mehr zu den Produkten greift, die die Etablierten im Portfolio haben, wären diese gezwungen, ihre Politik zu überdenken. Da die Kunden es mehrheitlich komfortabel und praktisch wollen, erwächst aus den Software-Lösungen keine Konkurrenz. Zumal viele Drummer ja auch leidenschaftlich musizieren, ohne ihre akustischen Trommeln halbwegs stimmen zu können.


    Um mal wieder einen meiner leidigen Kfz-Vergleiche ins Rennen zu schicken, vom Fahrspaß mögen Sportwagen die Nase deutlich vorne haben, trotzdem bauen so gut wie alle Hersteller mehrheitlich praktische und komfortable Autos, statt Sportflitzer zu entwickeln. Und wir Drummer sind die ersten, die das verstehen und sagen "was soll ich mit nem Auto, mit dem ich kein Drum Set transportieren kann" ;)

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