Stöcke zu glatt - was tun?

  • Ich habe jahrelang Promark 5B gespielt, bis mir die Stöcke etwas zu dick wurden und dadurch das Halten zu viel Kraft erforderte und mit leichten Krämpfen zwischen Daumen und Zeigefinger verbunden war. So bin ich auf Promark 5A Rebound umgestiegen, mit denen es besser klappt. Allerdings sind die so glatt, dass das Halten deswegen doch wieder zu viel Energie kostet und nicht unverkrampft möglich ist.
    Dazu kommt, dass meine Hände extrem trocken sind, das war früher nicht so. Kann ich nun aber nicht ändern. Bei Auftritten ist es nach ein paar Songs meist ok, doch auch nicht immer. Beim Üben zu Hause ist es der Horror. Ich wende mehr Kraft auf, damit die Stöcke nicht wegrutschen als fürs Spielen. Feine schnelle Figuren sind so nur unter großen Anstrengungen möglich.
    Was tun?
    In einem anderen Thread hab ich von Wachs gelesen oder die Stöcke aufzurauen. Gibt es noch andere Möglichkeiten?


    Danke schon mal!


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  • Das Thema hatten wir schon oft.


    Stöcke herumdrehen. Hunderte Singlestrokes an stabilem ;-) Spannreifen ausführen und beim Spiel die Stöcke immer mal wieder Vor- und Zurücktaumeln lassen.
    Ziel des ganzen: in dem Bereichen wo der Stock real gehalten wird, sollen unzählige leichte! Kerben enstehen.


    Dann herumdrehen und normal trommeln und sich am subtilen aber viel besserem Grip erfreuen!


    Wichtig: Größere und tiefere Kerben (oder wie oft käuflich zu erwerben, Sticks mit Ausfräsungen oder gar tiefen Rillen) empfinde ich als Unfug, da sie das sichere Feel und das erlernen und verfeinern von Balance-, "Rutsch"- und Schwerpunkt-Empfinden beeinträchtigen, beschädigen oder gar im worst case verhindern können.


    Diese leichten oberflächlichen Kerben (die ich oben empfehle) hingegen sind der beste Weg, Rutschen abzustellen, und mehr Kontrolle zu erlangen, und sich nicht! etwas zu versauen in Sachen Technik oder der Wahrnehmung der Interaktion zwischen Stock sowie Finger/Körper.


    Btw: es ist auch der beste Weg nagelneue Sticks, die mir seit jeher vom Feel nicht gefallen, in einen "leicht angeschmoddert"-Modus, zu wandeln der sich für viele etwas erfahrenere Drummer auch tatsächlich besser anfühlt. Dies ist allerdings ein subjektiver zweiter Effekt den nicht jeder braucht, wahrnimmt oder erwünscht.

  • Danke für eure Antworten.
    Eincremen empfinde ich persönlich zu "slippery.
    Beim Regal-Tip-Link steige ich nicht durch, will aber auch nicht die Stockmarke wechseln. Denn zwar sind meine aktuellen Stöcke glatter, jedoch liegt es in erster Linie daran, dass meine Hände zu trocken sind.
    Und die Dellen reinzuhauen fühlte sich für mich schon immer merkwürdig an, wenn diese Dellen durch Rimclicks entstanden. Da sind mir die Stöcke dann zu uneben, das ist, wie mit den Händen das Gleichgewicht zu verlieren. Das mag für einige gut sein und ich stelle auch nicht die Methode an sich in Frage, aber für mich ist das nichts.
    Vielleicht sollte ich es doch mit Schmirgeln probieren...


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  • Zitat

    Und die Dellen reinzuhauen fühlte sich für mich schon immer merkwürdig an, wenn diese Dellen durch Rimclicks entstanden. Da sind mir die Stöcke dann zu uneben, das ist, wie mit den Händen das Gleichgewicht zu verlieren. Das mag für einige gut sein und ich stelle auch nicht die Methode an sich in Frage, aber für mich ist das nichts.


    Nur zum Sichergehen: das Ausmaß der Einkerbungen steuerst/bestimmst Du ja selbst durch die Ausholstärke beim Einbringen der Kerben.
    Es ist also faktisch von garnicht fühlbar (somit auch noch lange vor "uneben" erfahrbar), über fast nicht fühlbar, über kaum fühlbar, etc. etc. bis markant fühlbar einstellbar. Es ist total vergleichbar mit den Dynamikstufen beim Snarespiel: von ultra-leisen "angehauchten" ;) Ghostnotes bis hin zur Maximalauslenkung. Da sind sehr viele Zwischenstufen möglich.


    Ich denke das wird von manchem schnell nicht bedacht ;)
    Aber natürlich ist erlaubt was gefällt. Es soll niemand bekehrt werden. Aber viele Menschen können von der Methode sehr profitieren. Und da die Suche manchmal nicht jedem hilft, schadet die erneute Erwähnung des Procederes von mir vielleicht ;) nicht. Vielleicht wird es nun leichter gefunden. :D

  • Eincremen empfinde ich persönlich zu "slippery.


    Kommt wohl auf die Creme an. Wenn du z.B. etwas Penaten und andere festere Cremes benutzt, dann wird da wohl nichts "slippery", so wird es zumindest berichtet.

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • Also ich habe mal eine Zeitlang,so ca 3 Jahre, meine Sticks mit einfachem Elektroisolierband aus dem Baumarkt umwickelt. Klappte bei mir gut, bis ich wieder auf größere Umstieg.

  • Ich schmeiß mal "Sex Wax" (ja, wirklich) in die Runde.
    Klebeband ist irgendwann eine einzige Sauerei, die Hände schwitzen und gut fühlt es sich auch nicht an; und Kerben in neue Sticks zu kloppen muss ja auch nicht zwangsweise sein.


    "Sex Wax" ist im Grunde das selbe Wachs, welches Surfer auf ihren Boards auftragen um beim Wellenreiten einen sicheren Stand zu haben.


    Hab mir vor Jahren mal ein Pack gekauft, das hält immer noch: https://www.musik-produktiv.de…riginal-for-drummers.html

  • Mit Schleifpapier kann man die Stöcke zum gewünschten Grip schmirgeln.

    "Man muss das Grundgesetz vor seinen Vätern schützen und die Verfassung vor ihren Schützern."
    "Der Faschismus ist eine Spielart der freien Marktwirtschaft."
    Wolfgang Neuss

  • Also ich bin wahrlich kein Profi und ich halt mich mit Tipps bzgl. Technik immer zurück, aber, vielleicht solltest Du mal Dein Stockhaltung grundsätzlich Überdenken. Wenn ich höre, dass Du Druck gibst bis es weh tut, kann da doch was nicht passen.


    Ich spiele alles möglich an Stöcken von 5B bis runter zum Zündholz da gibts eigentlich nie Probleme, egal ob ich pfurztrockene Hände habe oder schon in der Sabbe sitze. Ich halte die Stöcke mal mit Zeigefinger und Daumen mal mit dem Mittelfinger so wies der Claus Hessler mir gezeigt hat oder wenns beim Jazz cool aussehen soll auch mal traditional. Das die Stöcke immer a bissl wandern bleibt ned aus, ist aber auch kein Problem. Ich halte die Stöcke nicht immer an der gleichen Stelle, wenn ich z.B. links fetten Backbeat auf der Sidesnare mach oder rechts ein straightes Rock Ride Pattern mit Bell Einsatz halt ich sie ganz hinten. Spiel ich filigraneres und schnelleres Zeug auf der Hihat, für das ich meine restlichen Finger auch brauch, rutsche ich Richtung Mitte des Stockes. Das sich ein Stock ab und zu Richtung Mitmusiker verabschiedet, mei, das blebt ned aus, aber dafür hab ich ja dann noch mindestens einen zusätzlich in der Tasche…


    Ich hatte mal ne Charge VF Stöcke, die sich lackmäßig komisch angefühlt, sogar unangenehm, die hab ich abgeschmirgelt, dass ist aber schon Jahre her. Das mache ich übrigens auch wenn die Stöcke vorn rum Auflösungerscheinungen zeigen, dann halten sie noch nen Ticken länger.

  • Zitat

    Also ich bin wahrlich kein Profi und ich halt mich mit Tipps bzgl. Technik immer zurück, aber, vielleicht solltest Du mal Dein Stockhaltung grundsätzlich Überdenken. Wenn ich höre, dass Du Druck gibst bis es weh tut, kann da doch was nicht passen.


    :thumbup:


    (2 Schurken, ein Gedanke... ich hatte mir den Hinweis allerdings in softer Tagesstimmung ;-) verkniffen)

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