Vergleich von Tama Starphonic Snares

  • Hallo zusammen,


    hatte bereits jemand Gelegenheit, die PSS146 Edelstahl-Starphonic (limitiert) zu testen?


    Mich beeindruckt die Konstruktion mit dem umbebördelten und verschweissten Kesselrand, daher interessiert mich, wie sie abseits des Bonedo-Testsfür Euch klingt.


    Stahl ist nämlich (ausser bei den schweren Gußvarianten) eigentlich nicht unbedingt "mein" Kesselmaterial....


    Danke & Gruß
    Daniel

  • Ich habe jetzt auch die Starphonic PAL146 Alu Snare und immer noch sind die Werksfelle drauf. Diese sind ja mit dem Aufdruck "Tama G1 by Evans" und "Tama Snare Side 300" versehen.


    Sind diese Felle mit den original Evans identisch? Oder macht es Sinn die gleich zu tauschen?
    Grüße
    -banjogit-

  • Okay, der Thread ist schon ein paar Tage alt, aber Thema passt.


    Ich lese trotz Kritik

    Alukessel als dumpf bezeichnet hatte. Die Alusnare macht in den Höhen am wenigsten auf. Bubinga klingt ebenfalls eher dunkler, aber dennoch "silbrig" in den Höhen.

    mitunter einige Begeisterung für die Alu Variante und dass Bubinga dunkler ist, aber eben auch exklusiv. Die Demos z. B. vom Memphis Drumshop zeigen zwar Unterschiede zwischen den Kesselmaterialien, aber ganz ehrlich klingt für mich bei so einer "Solo-Performance" eigentlich jede Snare gut. Das "Ring", das sich bei der Brass Variante abhebt, kann im Solo nervig sein, im Bandkontext aber gerade richtig.

    Ich habe die Demos der Sonor Vintage Series 14x6,5 daneben gelegt, die ich ja selbst besitze. Nun fixt mich die Bubinga ziemlich an, nur weiß ich nicht, ob die der Sonor zu ähnlich ist. Ich meine, dass die Bubinga etwas mehr Crack hat - vielleicht aber auch wegen dem halben Zoll weniger Tiefe? Man soll ja auch nicht so viel auf das Kesselmaterial geben! Felle sind bei Memphis glaube alle mehr oder weniger Ambassador Coated.


    Ich bekomme immer mal wieder Feedback bei unseren Gigs, dass die Snare nicht genug knallt. Meistens ist es dann, wenn ich die Sonor Vintage Snare am Start habe, obwohl ich das aus "Fahrersicht" und mit InEar gar nicht so empfinde. Auf (leider nur Handy-)Aufnahmen diverser Gigs glaube ich das aber auch zu erkennen im Vergleich zu meiner Millenium Power Brass oder DrumCraft Vanguard Copper.

    Meine Stimmung würde ich als "mittel bis mittel tief" bezeichnen, sodass sie eben allein betrachtet fett klingt. Vielleicht sollte ich da auch mal etwas höher gehen. Zudem habe ich immer mehr den Eindruck, dass das Evans UV1 Coated die Snare "patschiger" macht als ein Remo Ambassador. Zudem gibt es Drummer, die auch die Sonor Vintage zum Knallen bringen und damit rocken. Nir Z macht viel damit, und das offensichtlich nicht nur zu Sonors Werbezwecken, sondern man sieht ihn auch viel im Studio damit arbeiten.


    Kann denn hier jemand was sagen zur Einordnung der Starphonics Brass und Bubinga? Das sind die beiden, die mich interessieren, auch im Vergleich zur Sonor Vintage. Bei Alu bin ich mir unsicher, ob zu "dumpf". Stahl kommt mir immer etwas zu "brachial" und zu einfach/schnelle Lösung vor, damit es auch ja knallt.

    Ich hab schon ab und zu gehört "du brauchst einfach eine Brass Snare", aber ist es so einfach?

    m_tree hat ja die Starphonic Brass und bezeichnet sie als das Arbeitstier. Von Niop weiß ich, dass die Starphonic Bubinga sehr sensibel, aber auch laut kann. Probespielen wäre super, aber ich bin keiner, der das im Laden entscheiden kann, und 4 Snares möchte ich mir auch nicht ins Haus kommen lassen.


    1. Wie sehr ist die Bubinga an der Sonor Vintage, falls das jemand beurteilen kann?

    2. Bereue ich die Bubinga, wenn ich sie anstatt der Brass wähle?


    Dazu noch: Ich bin nicht im Kaufrausch, ich überlege nur, ob eine Starphonic eine sinnvolle Ergänzung wäre. Von der Sonor Vintage will ich mich aus emotionalen Gründen nicht wirklich trennen. Ich möchte eher die "Billigsnares" von Millenium und DrumCraft dagegen tauschen, wenn ich dafür DIE Snare vielleicht fürs Leben finde! ;)

    Damit es nicht zu weit geht, bleiben wir hier vielleicht beim Thema "Starphonic" und vergleichen allenfalls mit anderen Snares. Aber keine "stattdessen Empfehlungen". ;)

    Four on the floor sind zwei zu viel.

    SONOR Vintage Series: 20", 22" BD; 14" Snare-Drum; 10", 12", 13" TT; 14", 16" FT

    PAISTE 2002, 2002 Big Beat, 602 Modern Essentials, PstX

    Gigs: 23.01.26 Markthalle Freiburg, 21.03.26 Heimathafen Lörrach, 19.06.26 Haferkasten Kenzingen, 19.09.26 Mehlsack Emmendingen, 31.10.26 Durbacher Hof Offenburg, 28.11.2026 Heimathafen Lörrach mit >> Blackwood Mary

    >> Mein Vorstellungsthread

  • m_tree hat ja die Starphonic Brass und bezeichnet sie als das Arbeitstier.

    Zumindest für meine Aufnahmen, ja. Momentan nutze ich aber mal meine 13er Tama Ahorn. Die benutze ich aktuell auch für Auftritte mit einer Bluesband für kleinere Locations.


    Live ist die Starphonic Brass zumindest mit meiner Spielweise oft eher zu laut. Kommt natürlich immer auf viele Faktoren an.

    Die Starphonic Brass ist auch relativ schwer. Das macht auch noch mal was aus.

    Vielleicht passt sie aus diesem Grund für dich aber perfekt, wenn deine anderen Snares zu wenig knallen.

    Die Stimmung würde ich übrigens genau mit einer App o.ä. prüfen. Für mich bedeutet "G3" bzw. 196 Hz als Gesamtgrundton bei einer 14" Snare "mittlere Stimmung". Und mir reicht oft schon ein Halbton drunter oder drüber für eine gefühlte "mitteltiefe" oder "mittelhohe" Stimmung.


    Messing wird nachgesagt, nicht ganz so aggressiv wie Stahl und etwas "runder" zu sein. Und bei Snares hört man das Material wirklich raus, finde ich. Natürlich bleiben die Unterschiede subtil und man muss schon genauer hinhören (am besten "hinter dem Mikrofon").


    Die Starphonic ist - egal mit welchem Kesselmaterial - wirklich eine solide und interessante Snare mit tollen Features. Allein die beidseitig mit Raster justierbare (sich nicht selbst lockernde) Teppich-Abhebung und die klappbaren Spannschrauben, die einen Fellwechsel deutlich beschleunigen, sind ihr Geld wert.

    Ansonsten sind die auch einfach top verarbeitet.


    Ich würde mir die Starphonic Brass und Bubinga bestellen und im Zweifelsfall beide behalten. 8)


    Noch eine Anmerkung:

    Die Starphonic Brass war auch von Anfang an sehr stimmstabil, ohne zusätzliche Unterlegschreiben oder andere Experimente. Auch ein riesen Pluspunkt!

  • Live ist die Starphonic Brass zumindest mit meiner Spielweise oft eher zu laut. Kommt natürlich immer auf viele Faktoren an.

    Die Starphonic Brass ist auch relativ schwer. Das macht auch noch mal was aus.

    Vielleicht passt sie aus diesem Grund für dich aber perfekt, wenn deine anderen Snares zu wenig knallen.

    Ich hatte gar nicht erwähnt, dass ich nicht gerade der Heavy Hitter bin. Aber du weißt das ja aus meinen Challenge-Beiträgen. ;)

    Niop meinte, die Bubinga wäre nicht unbedingt "laut", wie auch immer man das jetzt definieren mag.

    Jetzt ist die Frage, wie fährt man besser, wenn man eher einen zarten Backbeat spielt: Mit einer Snare, die eher leise ist und die man dann auch mit wenig Kraft an die obere Grenze bringt (Bubinga) - oder mit einer Snare, die von Natur aus eher laut ist, die man aber mit sachtem Spiel gar nicht "aussteuert" (Brass)?

    Am Ende bewegt man hier dieselbe Menge Luft bei beiden Snares. Aber die Reflexionen des Kessels machen ja auch noch was.


    Beide zu bestellen wollte ich eigentlich vermeiden - wenn die auch sogar neu im Vergleich doch "günstig" sind bei den mechanischen Features und dafür, dass sie mindestens obere Mittelklasse sind.

    Four on the floor sind zwei zu viel.

    SONOR Vintage Series: 20", 22" BD; 14" Snare-Drum; 10", 12", 13" TT; 14", 16" FT

    PAISTE 2002, 2002 Big Beat, 602 Modern Essentials, PstX

    Gigs: 23.01.26 Markthalle Freiburg, 21.03.26 Heimathafen Lörrach, 19.06.26 Haferkasten Kenzingen, 19.09.26 Mehlsack Emmendingen, 31.10.26 Durbacher Hof Offenburg, 28.11.2026 Heimathafen Lörrach mit >> Blackwood Mary

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  • Jede Snare kann man laut spielen.

    Was mir wichtig war, dass die Snare auch leise gespielt noch gut und crisp klingt. Das ist aber vielleicht eher auf eine sehr gute Verarbeitung als auf das Kesselmaterial zurückzuführen.

    Ich habe für mich das Gefühl, dass es mir mit dieser Snare leichter fällt mich lautstärkemäßig zu beherrschen. Ich habe aber nicht ausgiebig verglichen.

  • Ich würde vielleicht erstmal mit der Stimmung ein wenig rumprobieren bei der Sonor, bevor ich mir Gedanken um eine neue Snare machen. Die Sonor ist ja eine sehr gute Snare. Die Frage ist vermutlich eher, wie spielst du sie, wie hast du sie gestimmt, welche Sticks benutzt du. Der entscheidende Faktor bei jeder Snare, ob sie laut oder leise ist, ob sie gut oder schlecht klingt, ist letztlich der Drummer und das Werkzeug dass er dazu nutzt, sprich Sticks.


    Davon jetzt einmal abgesehen, sind alle Starphonics in der Lage, leise, oder laut zu wirken; auch hier ist immer wieder die Frage, welches Fell habe ich drauf, wie stimme ich dies?


    Eine tiefgestimmte Snare klingt zwar fett, wirkt in der Regel aber leiser, weniger durchsetzungsfähig, während eine höher gestimmte ihr Signal viel prägnanter durchsetzt im musikalischen Kontext, wenn wir jetzt davon ausgehen dass beide, die hoch- und die tief gestimmte, in annähernd gleicher Form angeschlagen werden. Hohe Töne werden vom Menschen generell als lauter, dominanter wahrgenommen.


    Ich habe im Laufe der Jahre so ziemlich jede reguläre Starphonic schon gespielt und ich finde lautstärkentechnisch gibt es da keinen großen Unterschied zwischen Modell a und Modell b. Die Frage ist eher, will man die tieferen Frequenzen etwas prominenter haben (Bubinga, Ahorn, Walnuss), will man die mittelanteile präsenter haben (Messing, Kupfer) oder die Höhen (Stahl) oder einen ausgewogenen, aber komprimierten Klang (Alu). Und welche Art von Kesselringen man mag (wenn nicht oder nur dezent gedämpft werden soll).


    Arbeitstiere sind sie allesamt. Mit keiner macht man etwas wirklich falsch.


    Dennoch, ich würde erstmal bei deiner Sonor mit der Stimmung experimentieren.


    Ach ja: die Starphonics spielen in der oberen Liga, das ist nicht mehr "Mittelklasse".

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • Jetzt ist die Frage, wie fährt man besser, wenn man eher einen zarten Backbeat spielt: Mit einer Snare, die eher leise ist und die man dann auch mit wenig Kraft an die obere Grenze bringt (Bubinga) - oder mit einer Snare, die von Natur aus eher laut ist, die man aber mit sachtem Spiel gar nicht "aussteuert" (Brass)?

    Am Ende bewegt man hier dieselbe Menge Luft bei beiden Snares. Aber die Reflexionen des Kessels machen ja auch noch was.

    Mit einer Metall-Snare, die du eher mittelhoch stimmst, bist du da m.E. besser beraten. Die Starphonic Brass hat auch mehr "Biss" bei 1-2 kHz und knallt damit besser als meine Holz-Snares, die eher im unteren Mittenbereich präsent sind.


    Die Starphonic Brass ist auch relativ schwer, wie gesagt. Und ein schwerer Kessel ist im Regelfall auch lauter.

  • Ich besitze die Variante in Messing, Alu und Stahl. Zuerst hatte ich die in Alu, weil ich gerne eine Alusnare mit verlässlicher Hardware für Unterwegs wollte, die Messing kam dann in der Pandemie dazu weil jemand die einigermassen günstig verkauft hat. Ich habe grundsätzlich seit einigen Jahren beide Live dabei und wähle je nach Situation eine aus, die andere spielt dann als Backup mit. Die Messing ist die lautere, kann aber auch erstmal alles, muss man dann eben kontrolliert spielen, was mit in-ear vielleicht nicht immer leicht fällt. Durchsatz ist auf jeden Fall reichlich vorhanden, ich benutze die auch gerne in einem Studio mit einem recht großen Aufnahmeraum, da ist genug akustischer Auslauf und die Trommel spielt ohne großes Geschraubt schön mit. Hier zu hören:

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    Für kleinere (leisere) Bühnen ist die Alu meist für mich die bessere Wahl.

    Hier z.Bhätte ich mir mit der Messing-Variante vermutlich Ärger eingehandelt:

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    Hardwaretechnisch ist alles prima, auf die Spannreifen passen aber nicht die zumindest bei mir beliebten Dämpfer von Snareweight. Die abklappbaren Böckchen sind für mich in der Theorie bedeutsamer als in der Praxis. Das man die Abhebung auf zwei Seiten einstellen kann, ist toll.

    Mach ich aber eigentlich nie. Dafür hat sich bei mir in einer natürlich sehr ungünstigen Situation mal die Verschraubung am Teppich so gelockert, das der Teppich nicht mehr mitspielen konnte.

    Ich habe etwas länger gebraucht um den Fehler zu finden weil man ja an zwei Seiten... Unterm Strich aber klare Empfehlung für die Baureihe und für die Messing dann, wenn es etwas lauter werden darf. Interessant fand ich auch die Kupfer-Variante, konnte die aber nie zu einem wirtschaftlich meinem persönlichen Finanzminister gegenüber begründbaren Preis finden.

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