Nervosität vor der Probestunde

  • Ja, eben. Ich versuche es so zu sehen, bei deinem Post musste ich schmunzeln.


    Das habe ich ebenfalls schon einmal so gemacht und dann passierte mir Ähnliches.

    Aber schon erstaunlich, dass es mehrere gibt, die da negative Erfahrungen hatten.


    Haha, danke Friese.

    Hier zu lesen hilft mir halt und das G.A.S zu befriedigen hilft ebenfalls. Leider noch kein Glück gehabt, hatte mich schon gefreut, meinen Vorstellungsthread wenigstens mit ein paar Bildern bestücken zu können, aber der Verkäufer ist in letzter Sekunde abgesprungen.

  • Als er dann anfing zu unterrichten, stand da eine komplett andere Person vor mir, ungeduldig, genervt und ich wurde angeschrien weil von mir Dinge gefordert wurden, die ich noch gar nicht spielen konnte.


    Es war nur ein Set aufgebaut, aber meine Schule besaß mehrere und es wäre Zeit gewesen, das andere auch aufzubauen, damit er da dran hätte spielen können. So saß ich an diesem einen Set und er war nur noch am hin und her rennen, weil ich es einfach nicht hinbekam (logisch, das war ja auch etwas, dass zu schwierig für mich war) und er immer wieder stehend vorspielen musste.


    Er wurde immer genervter und immer unachtsamer und so passierte es, dass mein Körper das erste Mal eine verdammt schmerzhafte Begegnung mit einem Drumstick machte.

    So etwas geht überhaupt nicht!!!


    Ein großes Problem ist, dass jeder Unterricht anbieten darf, egal welche Vorkenntnisse er am Instrument hat oder über welche pädagogischen, didaktischen und methodischen Fähigkeiten er oder sie verfügt, dabei bedingt das eine nicht zwingend das andere und umgekehrt. Ich gehe in meinem Alltag ansonsten ja auch zu ausgwiesenen Fachkräften und suche mir nicht alles beim Nachbarn um die Ecke.


    Zu viele angehende Schlagzeuger*innen machen so schlechte Erfahrungen und verlieren dabei das Interesse an diesem wunderbaren Instrument und das sollte keinesfalls geschehen.

  • Danke, bei mir war es auch so.

    Nach der Stunde stand ich komplett neben mir und wollte nie wieder Unterricht nehmen, aber hab dann gemerkt, dass ich ohne nicht weiterkomme. Diese Art „normales Vertrauen“ was man da eigentlich als Schüler hatte ist seit da an weg (siehe zweiter Lehrer) und deshalb ist auch meine Nervosität vor Probestunden gestiegen. Ich kenne es leider nicht anders als negativ.

  • Ein großes Problem ist, dass jeder Unterricht anbieten darf

    Das finde ich aber nicht so schlimm. Fast alle Profi- Lehrer sind technisch verdammt gut versiert aber so mancher verfügt viell. menschl. über keine soziale Kompetenz selbst wenn er ein Pädagogik Studium hatte (Siehe Bsp Paiste drummer). Falls es überhaupt teil eines Studiums sein sollte. Es gibt Dinge die kann man nur bedingt lernen.

    Empathie, Feingefühl, Freundlichkeit. usw...


    Ich gehe in meinem Alltag ansonsten ja auch zu ausgwiesenen Fachkräften und suche mir nicht alles beim Nachbarn um die Ecke.

    Ich nicht. Ich habe öfters schon mein kaputtes Auto zu einen Hobbyschrauber gebracht, statt in einer KFZ Werkstatt. Zum Arzt würde ich auch nur gehen wenn er einer ist ;) . 1:0 für dich.


    Ich verstehe naürlich was du meinst. Der Blick sollte immer auf einen professionellen Unterricht fallen, logisch :!: und wenn man dich (schleim) als Lehrer hat, ja alles super.


    Ich finde aber auch, zu einen Hobbytrommler zu gehen der auch etwas vermitteln kann wobei man sich auch noch wohlfühlt weil er lustig , Sympathisch oder sogar gut mit Menschen kann ja, meine Güte dann ist es auch ok, solange er sich natürlich nicht Profi-Drummer nennt.


    ich habe mir hier viele ältere Threads zu diesem Thema durchgelesen.

    Fazit: Die meisten Themenstarter haben (zum Teil zu Recht ) etwas auf die Mütze bekommen.


    ich verstehe auch die Diskrepanz zwischen Profis und Amateuren. Du fragts dich, warum hab ich eigentlich Studiert den A..aufgerissen

    wenn jeder Vollhonk unterrichten darf. Gutes Argument :!: .

    Ich als suchender sehe das etwas anders. Wenn ich mich im Unterricht wohlfühle und das Gefühl habe ich bin gut aufgehoben dann ist es mir egal ob Profi oder nicht Profi.


    Aber ein Profi - Lehrer mit sozialer Kompetenz ist natrülich das beste was einen passieren kann. Ich hatte insg. 3-4 Lehrer.

    Und meine Erfahrungen waren auch nicht die allerbesten. Aber das ist ein anderes Thema.

  • Ich bin der Auftraggeber, der andere ist Dienstleister. Wenn der blöd ist oder mir auch nur die Cordhose oder sonst etwas nicht gefällt, habe ich jederzeit (auch unmittelbar sofort) das Recht und die Möglichkeit, die Situation abzubrechen.

    2. ich bin derjenige, der bezahlt, dafür muss der andere leisten

    Sorry das ich hier so reingrätsche. Du hast durchaus recht, aber diese Ansicht ist nicht ganz fair. Eine Schüler Lehrer Beziehung ist durchaus problematisch zu betrachten. Funktioniert eine Seite nicht,dann ist das ganz grosser Mist. Klar wird der Lehrer bezahlt. Dafür bringt er dir ja auch was bei. Dennoch kann er auch eine gewisse Erwartungshaltug dir gegenüber haben.

    Wie ich schon mal sagte-ein geben und nehmen auf beiden Seite.

    Eins sollte man jedoch nicht vergessen,wenn ich mich als Schüler in eine Unterichtssituation begebe,dann gebe ich etwas von meiner "Freiheit" auf.

    Das Wort Freiheit in diesen Zusammenhang bitte nicht zu wörtlich nehmen. Nicht ich sage wo es lang geht, sondern der Lehrer. Dahingehend kann auch der Führungsstil unterschiedlich sein.

    Demokratisch ( , autoritär. Durchaus auch denkbar, dass der Lehrer nur der Coach ist.

    Ganz klar, er muss seinen Job machen.

    Es steht auch geschrieben: "Die Würde des Menschen ist unantastbar."

    Ein Leitsatz den man sich auf die Fahne schreiben kann.

    Seine Aufgabe beschränkt sich allerdings nicht nur auf das Erlernen der Noten, sondern erstreckt sich auch auf eine positive Entwicklung des Schülers. Sozusagen eine Art von Erziehung zu einem guten Menschen.

    Jeder Schüler der in der Schule sitzt oder Sport macht,ist einer weniger der auf der Strasse sitzt und Blödsinn macht. Das Alter spielt dabei noch nicht mal eine allzu große Rolle.

    Ich kann auch einen Erwachsenen positiv beeinflussen. Ich bin ja Trainer im Motorradsport. Wenn ich es schaffe, dass sich mein 35 jähriger Schützling, durch mein Training, im Straßenverkehr etwas umsichtiger verhält, dann hab ich einen guten Job gemacht. Die Arbeit endet nicht an der Unterrichtstür, sondern wirkt sich auch darüber hinaus aus. Schließlich soll sich der Schüler Zuhause nicht ausschließlich hintern Fernseher klemmen, sondern auch mal hinters Schlagzeug ;)


    Sind es schlechte Erfahrungen, dann wirkt sich das noch gewaltiger aufs eigene Leben aus.

    Als ich die Geschichte von PaisteDrummer95 gelesen habe, bekam ich richtig Magenschmerzen.

    Angesichts dessen kann ich die Reaktionen und Meinung z.B. von Jürgen K total verstehen. Aber was soll das bringen, wenn ich mit so einer Einstellung in den Unterricht gehe. Viel wichtiger ist es mit einem guten Gefühl und mit einer positiven Einstellung reinzugehen. Aufstehen und gehen kann ich jederzeit.

    Gedanken etablieren wie: "Ich schaffe das!" Du hast dich dazu entschieden, trotz der schlechten Erfahrungen, nochmal Unterricht zu nehmen. Dazu gehört ne ordentliche Portion Mut. Finde ich im übrigen total stark. Mit dieser Einstellung gehst du da hin.

    Du könntest dir Rückendeckung mitnehmen. Jemanden dem du vertraust und auch um deine Ängste bescheid weiß. Eigentlich sollte der Lehrer damit kein Problem haben, wenn da zu Beginn noch eine weitere Person dabei ist. Ich persönlich würde das sogar befürworten und hätte damit kein Problem.

    (Weiß jetzt leider nicht wie da die Corona-Bedingungen aussehen)

    Ob du gewillt bist auch über deine bisherigen Erfahrungen zu sprechen, musst du selbst entscheiden. Falsch ist es auf keinen Fall. Wehrt sich der Lehrer mit Händen und Füssen dagegen-Tja, dann weiß du, dass er möglicherweise nicht der Richtige ist.


    Aber vielleicht sehe ich die Dinge auch etwas falsch. Ich arbeite nun mal Ehrenamtlich und bin möglicherweise ganz anders motiviert und gehe mit einer ganz anderen Einstellung an die Sache ran.

  • Ja, der Meinung bin ich natürlich auch. Und ich finde es super, dass du es trotz dieser Erfahrungen geschafft hast und es nun alles super läuft.


    Genau so sehe ich das auch. Vielen Dank, jedoch kostet mich das Überwindung, gerade wegen den Erfahrungen, aber immer wieder in den Thread zu schauen und die Beiträge zu lesen und zu kommentieren, tut mir gut.


    Machen muss ich das leider alleine, hat niemand Zeit und ich finde das auch schon immer unangenehm wenn jemand anderes sieht, was im Unterricht los ist. Erzählen kann ich es denen, die es interessiert nachher immer noch, aber bisher habe ich halt bisher immer das Gefühl gehabt, dass ich nicht alles erzählen kann/sollte.


    Ob ich da von meinen Erfahrungen erzähle, weiß ich noch gar nicht, das kommt wahrscheinlich auf den ersten Eindruck an.

    Fühlt es sich nicht distanziert und steif an, kann ich es wohl erzählen, wenn doch, dann lieber nicht.

  • Guten Nachmittag,


    Lexikon75:

    auch der Auftragnehmer (Dienstleister) hat das Recht zu kündigen.

    Natürlich ist es so, dass jede Beziehung nur funktioniert, wenn alle Seiten am gleichen Strang ziehen. Und genau deshalb hat unser Gesetzgeber irgendwo geschrieben, dass man bei solchen Beziehungen auch mal schnell Schluss machen darf, wenn es nicht klappt.

    Ob das dann an dem einen, dem anderen oder beiden liegt, ist völlig egal.

    Entscheidend ist, dass niemand gezwungen ist, eine unfruchtbare Beziehung weiterzuführen.

    Fair ist es aus meiner Sicht, wenn man nicht lange herumfackelt, sondern konsequent ist. Damit meine ich nicht, dass man bei jedem Regentröpfchen sofort den Schirm aufspannen soll. Ich meine, dass man nicht sehenden Auges ins Unwetter laufen oder dort verweilen soll, wenn absehbar ist, dass aus der Sache nichts Gescheites mehr wird.


    Grüße

    Jürgen

  • So, ich hab’s dann hinter mir.

    Die Probestunde bestand zur Abwechslung mal nur aus reden, reden, reden.


    Der Lehrer hat einen sehr kompetenten und professionellen Eindruck gemacht und er meinte, ihm tue es in der Seele weh, was ich für Erfahrungen in Sachen Unterricht machen musste, wie unfähig die waren, wie man jemandem das Hobby verbauen kann usw und meinte, dass hier meine Reise ein Ende finden könnte, er sich nie über einen Schüler stellt usw und ich soll immer ehrlich sein wenn irgendwas unterrichtsrelevantes ist.


    Anschließend, da wir uns über Social Media kennengelernt haben, ging’s noch um andere gemeinsame Hobbys wie Lesen und Zocken, die Preise, E-Drums und natürlich das zukünftige Unterrichtskonzept.


    Das Konzept ist komplett frei und richtet sich nach den Schülern, die sollen Spaß haben und dabei das wichtige lernen.


    Das war eine ungewöhnliche (weil es wirklich nur ums Kennenlernen und Orientierung ging), aber die angenehmste Probestunde die ich je hatte.


    Einen Wermutstropfen gibt es leider doch:

    Nächsten Donnerstag fällt der Unterricht aus, da er einen Kollegen vertreten muss und die erste richtige Stunde ist dann erst in zwei Wochen.

  • Ha, hast dich der Situation gestellt, war gar nicht schlimm. Und jetzt dneke mal an das Horrorszenario. Von wegen übertrieben und sich verrückt machen ;)

    Selbst wenn du es gemieden hättest, wäre es auch nicht schlimm gewesen immer soweit wie möglich zu gehen. Darauf kommt es an.

    So, und nun gartuliere ich Dir und wünsche viele inspirierende, lustige, schöne und interessante Unterrichtseinheiten :!: :!: :!:

  • Ha, hast dich der Situation gestellt, war gar nicht schlimm. Und jetzt dneke mal an das Horrorszenario. Von wgen übertrieben verrückt machen ;)

    Selbst wenn du es gemieden hättes,t wäre es auch nicht schlimm gewesen immer so weit gehen wie möglich.

    So, und nun gartuliere ich Dir und wünsche viele inspirierende, lustige, schöne und interessante Unterrichtseinheiten :!: :!: :!:

    Danke, gemieden hätte ich es nicht. Bin einfach nur erleichtert.

  • Na schau, es gibt ja doch auch nette Lehrer! Super! Freu mich für dich! :)

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


    “You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis


    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

  • Danke, gemieden hätte ich es nicht

    Dann bist du schon sehr weit. Bei Ängsten kann das schon mal vorkommen.

    Beim vorletzten Mal wäre ich wirklich rausgerannt. Aber diesmal wurde ich trotz der Aufregung dann schon kurz vorher total ruhig und als er dann angefangen hat zu reden, hab ich augenblicklich gespürt, dass das so ganz anders werden wird, als alles was ich davor hatte.

  • Ohh schön, dass die Stunde so gut verlief


    Aber zwei Wochen sind soooo lang. 😭😂

    So muss es sein! :P

    Schlagzeug in der Rockmusik? ...ist doch nur verwirrend, nervig und bringt die anderen Bandmitglieder völlig aus dem Konzept 8o


    "Üb' erstmal langsam. Ungenau wird es von alleine." [Zitat Jiu Jitsu Trainer]


    "Schlagzeug spielen ist doch ganz einfach. Man muss einfach nur drauf hauen." :pinch:

  • Aber zwei Wochen sind soooo lang. 😭😂

    Dann lies mal die ersten 20 Seiten meines Threads oder so, das sind in etwa 2 sehnsüchtige 2 Wochen 😅😂

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


    “You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis


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