Yamaha Stage Custom All Birch vs ältere Versionen - Hilfe!

  • Ich kenne das anders. Nach meinen Informationen wurde 1993 das Yess System eingeführt. Die Halterung wurde Außen an 2 Punkten angebracht, zeitgleich ragte keinerlei Halterung mehr in den Kessel.


    Die Halterungen davor heißen meines Erachtens nach nicht YESS. Das würde ansonsten auch der gesamten Yamaha Historie widersprechen, die Yamaha selbst auf ihrer Homepage die Einführung des Yess Systems auf 1993 datieren.


    Aber letztlich dürfte das alles theoretischer Streit um die goldene Banane sein. Entscheidend ist, dass das neue Stage Custom, um das es hier geht, definitiv die alte Yess Halterung aus den Jahren 1993-2009 hat.

    "Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
    (c) by frint / 2008


    "Es macht so viel Spaß, ein Mann zu sein, das können sich Frauen gar nicht
    vorstellen!" (c) by Lippe / 2006

  • Ja, die Rückverfolgung mit YESS ist eine mittlere Katastrophe. Es ist ganz schwer zu ermitteln. Fakt ist es gab/gibt eindeutig japanische Prospekte YESS als Big-Shot/Titelseite abbilden aus dem Jahre 1992. Da finden sich diverse Quellen wo auch 1992 für uns nicht-Japaner im Print lesbar ist. Das ist unstrittig schon vor 1993. Innen waren aber noch die Photos der Früh-Generationen z.B: des Maple Custom wo es noch nicht angebracht war. Wann exakt die Etablierung bei den Sets war...oder ob der Übergang schleichend... ?


    Seelannes These ist die pragmatisch-wahrscheinlichste. :thumbup:

  • Ich vermute auch das Seelannes Info die korrektere bzw. richtige sein dürfte. Meine bezieht sich auf die Yamaha-FB-Gruppen und ist eventuell eher der aktuell umgangssprachliche Gebrauch der Tommounts ...

    Einmal editiert, zuletzt von NoStyle ()

  • Ich habe mal mitbekommen, das jemand aus Großbritanien via 3D-Druck die beiden Metalblöcke gegen welche aus Gummi oder Plastik getauscht hat. Bietet diese wohl auch zum Verkauf an, auch für die alten 4-Punkt Mounts. Angeblich sollen die eine deutliche Verbesserung bringen. Habe aber keine eigene Erfahrung damit. Vielleicht finde ich diesen Typen und poste hier ...

    Das doofe ist leider genau dieser Tommount - er "versaut" eine eigentlich gut gemachte Drum. Dabei sind die Stage Customs, auch die älteren Genrationen mit Vollbirke, wirklich solide Drums für relativ wenig Geld. Eventuell neue Gratungen, Kessel innen geölt (oder anders imprägniert) und ein Unterschied zum x-fach teureren Recording Custom ist fast nicht mehr da.

  • Hm, Yamaha verwendet ja YESS auch beim Tour Custom, Recording Custom, Oak Custom etc., also an anerkannten Qualitäts-Drums. Hört man den da die gleichen Klagen über abgewürgtes Sustain?

    Ich hatte nur pre-YESS Yamahas (9000er und Stage Custom). Auch bei den 9000ern konnte ich darüber klagen.

  • blättere ja gerade hin und wieder in alten STICKS

    Heften, da erzählt der Yamaha Entwickler auch etwas über "choky" Toms...

    (aus Sticks 7/93):

    "Die Sprache ist natürlich im ersten Moment immer ein Hindernis für die Verständigung."



    Marcel Marceau (*1923-2007), französischer Pantomime

  • Dann dürfte das einer der Gründe sein, warum Yamaha das YESS System entwickelt hat (2-Punkt Befestigung am Nodal Point etc.).

    Woher kommt dann aber der sagenhafte Ruf, der sowohl die Pre-Yess als auch die aktuellen Recording Customs bis heute begleitet?!

    Oder war dieses Feature des kürzeren Tons ("It's not a bug, it's a feature !") womöglich bei Aufnahmen sogar erwünscht?!

    Tomhalter wurden seinerzeit ja bei einigen Herstellern in die Trommeln geschoben (Sonor, Pearl u. a.), der Effekt müsste dann ja dort auch aufgetreten sein. Und trotzdem wurde (und wird) tonnenweise Tempo mit Gaffatape auf Felle verklebt.

  • Nodal Point, Yess I oder II, etcpp.:

    Ich finde, der Yamaha-Kram klingt

    halt ziemlich gut.


    Passt vielleicht ganz gut hier:


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    fwdrums

    nontoxic: kurze lange CD-Pause

  • Hm, Yamaha verwendet ja YESS auch beim Tour Custom, Recording Custom, Oak Custom etc., also an anerkannten Qualitäts-Drums. Hört man den da die gleichen Klagen über abgewürgtes Sustain?

    Ich habe gestern auf meinem Oak Custom gespielt und nachdem ich hier gelesen hab, ist es mir, zumindest am 10" Tom, auch aufgefallen. Ich werde mal mit der Positionierung am Tomarm rumspielen.

  • Grüß euch!


    Ich habe mir letztes Jahr ein Stage Custom besorgt und das etwas mehr custom gemacht.

    Das Thema mit der Resonanz bzw. dem Schwingverhalten der Toms an den YESS mounts hat mich wahnsinnig gemacht und sehr viel Zeit gekostet.

    Ich hab dann in nem Forum davon gelesen, dass jemand die Plastikunterleger, die am Kessel sitzen, mit Gummi ersetzt hat.


    Daraufhin hab ich mir nen 3mm Hartgummistreifen besorgt, die Dinger ausgeschnitten und ebenso innen bei der Halterung das Gleiche gemacht. Allerdings musste ich dann auch etwas längere Schrauben besorgen, weil die originalen dadurch zu kurz wurden.

    Dazu hab ich mir Sicherungsmuttern besorgt, damit ich die ganze Konstruktion nicht so festziehen muss und somit quasi ein (TEMU-)'Freischwingsystem' geschaffen.

    Das Resultat war auf jeden Fall weitaus besser als mit den dünnen Plastikunterlegern und der starren Konstruktion.

    Ich hoffe, das hilft jemandem.


          


    Achja, einem RIMS System kommt das glaub ich immer noch nicht gleich. Für mich hab ich das aber so 'gerechtfertigt':

    Selbst an den höherwertigen Sets und beispielsweise dem Recording Custom haben sie ja die YESS Aufhängung verbaut. Das RC war ja für seinen trockenen Sound berühmt und geliebt.


    Ich denke nicht, dass ein Hersteller wie Yamaha, der so robuste, teils innovative und ausgefuchste Hardware im Programm hat, nicht in der Lage ist, ein funktionierendes Freischwingsystem zu bauen. Vielmehr denke ich, sie zielen da auf ein Alleinstellungsmerkmal ab.

    Und in der Tat, wenn ich mich von meinem Sonor Designer ans Stage Custom setze, finde ich den dumpfen, warmen und trockenen Birkesound in der Tat sehr erfrischend. Und dass Toms mit diesen Klangeigenschaften ein Technikertraum, egal ob im Studio oder der Bühne sind, ist glaub ich indiskutabel 8o

    Seitdem ich das im Hinterkopf hab, kann ich das besser akzeptieren.


    Tüdelü,

    Ben

    "I don't want to bore you cause I really hate long drum solos." - Roger Meddows-Taylor

  • Ich habe gestern mal ein bisschen rumgespielt.

    Leider hatte ich nur begrenzt Zeit.

    Ich habe die Starcast Halterung an ein 10" Yamaha Stage Custom Tom geschraubt und verglichen.

    Zwei Anmerkungen:

    - Das Tom hing jeweils am Original-Halter (bei Yamaha der kurze Ausleger) und dieser steckte jeweils in einem passenden Beckenständer-Unterteil

    - Beim 10" Tom hatte ich zugegebenermaßen die wenigsten Probleme mit abgewürgtem Sound. Beim 12" wars extrem.



    Fazit: Es macht fast keinen Unterschied. Der Ton ist vielleicht minimal länger, aber das kann auch Einbildung sein.

    Vielleicht macht die Montage auf der Bassdrum nochmal den Unterschied.

    Das 10" Starclassic Tom klingt im Vergleich einfach viel voller/runder/schöner.

    Ich müsste das ganze mal beim 12er nochmal testen und das dann auch wirklich auf der Bassdrum montieren.

    Generell macht es aber gar keinen Unterschied wo das Tom auf dem Sechskant-Ausleger sitzt. Ob ganz vorne oder am Anschlag, es klingt immer gleich kurz/lang.

  • Schade, dass es nichts gebracht hat. Bei meinen BCA macht es definitiv ein Unterschied. Das 8er Tom ist beim kurzen Tomarm und enger ausrichtung resonanter als beim langen Tom-Arm - keine Ahnung warum. Beim 10er macht's fast keinen Unterschied. Beim 12er macht's wieder einen Unterschied und beim 14er und 15er ist es umgekehrt, also eher wie zu erwarten, dass nämlich der Sound offener ist je weiter am Ende des Tomarms bzw beim langem Tomarm. Da ich bei dieseb Toms aber den kürzeren Ton bevorzuge, verwende ich da die kurzen Arm (das Tom ist dann als Nebeneffekt natürlich auch stabiler).

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  • Der eingetauchte Tomarm wirkt als Feder-Masse-System, das über seine Klemmung Energie mit dem Kessel austauscht. Liegt seine Eigenfrequenz nahe an einer Kesselmode oder am Grundton, entzieht er dieser Schwingung gezielt Energie. Das ist Dämpfung durch Energieabfluss (Tilgerprinzip), keine Auslöschung durch Interferenz.


    Beim 8”-Tom mit hohem Grundton kann so ein weniger tief eingetauchter Arm den Ausklang verkürzen. Bei anderen Kesseln und Stimmungen verschieben sich die Frequenzen, und der Effekt fällt anders aus. Belegen lässt sich das nur durch Messung der Ausklingzeit und des Spektrums bei verschiedenen Eintauchtiefen. Klemmkraft, Kontaktstelle an den Schwingungsknoten und Ständerkopplung spielen ebenfalls mit hinein.

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