eigene Bassdrum im Proberaum besser hören ?

  • Hi


    Seitdem ich Live mehrfach mit IEM gespielt habe, stelle ich fest wie angenehm es ist die Bassdrum gut im Mix zu hören.


    Im Proberaum aber ist die Projektion für mich selbst im Vergleich zu zB. der Snare gefühlt nicht mehr so ausgewogen.

    Das führt dazu, dass ich dann die Bassdrum versuche lauter zu spielen...

    Damit blase ich die Kollegen vor mir weg und meine Beine spüren den Unterschied auch ;)


    Gibt es irgendwelche Tricks, die Bassdrum Hörbarkeit nur für mich zu erhöhen, ohne sie abzunehmen? Ich möchte eigentlich

    nicht immer mit IEM proben.


    Der Proberaum ist ca 15qm, 6 Personen mit typischem Rocksetup (2Git, 1Bass, 2 Gesang)

    Alles ausser mir geht direkt ins Pult, keine Verstärker.


    Bzw. habe nur ich das Problem ??? Da steckt wahrscheinlich auch viel subjektive Wahrnehmung drin.

    wahnsinn ist nicht nötig, hilft aber oft ...

  • Zitat

    Bzw. habe nur ich das Problem ??? Da steckt wahrscheinlich auch viel subjektive Wahrnehmung drin.

    You never walk alone.

    Ich hatte/habe die identische Wahrnehmung. Insbesondere Hand/Fußkombinations-Fills werden schwammiger, wenn man die Kick nicht gut genug hört bzw. nicht vom Rest der Band separieren kann. Aber auch grooves können instabiler werden bei schlechten Hörbedingungen.


    Es gibt mehrere Optionen:

    a.) Einen Beater nutzen der Attack-lastiger ist. Für eine sichere Zuordnung ("da liegt zeitlich meine Kick") sind höhere Frequenzbereiche wichtig, nicht der Tiefbass. Das "PATSCH" beim Auftreffen des Schlegels am Fell muß besser hörbar bzw. definierter wahrnehmbar werden.

    b.) Einen Sticker verwenden der im Idealfall auch den Attack etwas betont.


    Mit großer Einschränkung, da sich negative andere Dinge einstellen könn(t)en, somit ein grenzwertiger Tip:

    c.) sehr subjektiv und mancher (Sport)orthopäde wird "Vorsicht! rufen. Ich sitze (da niemals im Leben Knieprobleme) irre gerne tief. Es ist nur ein klitzekleines Quentchen, aber für mich macht dies die Kick-Drum bewußter wahrnehmbar.

  • Vermutlich könntest Du das über eine dieser Plexiglaswände erreichen weil durch die (semi)- Abtrennung die der Eigenklang verstärkt wird? Was sich dann aber auf dein komplettes Equipment auswirken würde –.


    Ansonsten würde ich meinen: BD-Fell, BD-Fell Spannung, Beater. Oder Monitorbox mit Abnahme nur für die Bassdrum.


    Unser Probie hat ca.48qm. Wir sind acht Personen. Ich spiele – auch aus dem von dir genannten Grund– nur mit Inears.

  • BD verteilt ja eher tiefe Frequenzen, da hilft eine Plexiglaswand nicht so viel. Ich würde die BD mikrofonieren und auf einen kleinen Monitor geben (evtl. mit Mix der anderen Instrumente). Ein härterer Beater geht natürlich auch, verändert aber deutlich den Klang.

  • Gibt es irgendwelche Tricks, die Bassdrum Hörbarkeit nur für mich zu erhöhen, ohne sie abzunehmen?

    Ja gibt es. Das Maßnahmenpaket besteht aus mehreren Teilen:


    - Bassdrum auf den Raum stimmen, indem man die sog. Raummoden sucht. Zuerst Reso so tief wie es geht stimmen, dann in sehr kleinen Schritten langsam höher stimmen und immer wieder anschlagen, bis der Raum mehr zurück gibt. Noch ein-zwei mal etwas höher stimmen und wenn der Raum weniger zurück gibt, wieder runter. Trifft man eine Raummode, entsteht eine stehende Welle, die die Energie länger in der Luft hält.


    - Attack/Kickanteil der Bassdrum erhöhen: Schlagfell etwas herunterstimmen


    - Amps leiser drehen (ja, ich weiß, es hilft aber wirklich)


    - Amps besser positionieren. Die Amps sollten so stehen, dass alle den Kernschall in Kopfhöhe abbekommen, nicht in Kniehöhe. Das geht meist gut, indem man die Amps seitlich aufstellt und leicht nach oben neigt, oder gleich erhöht aufstellt. So kann man die Dinger nochmal leiser machen.


    My2cents

  • - Amps leiser drehen

    Uuuh, das böse Wort aller Saitenheinis...


    Genau das, was nils dir rät. Eigentlich dürfte es bei einer gut gestimmten Bassdrum dieses Problem nicht geben, wenn alle Aspekte beachtet wurden. Es sei denn vielleicht, du gehörst zu den 16"-Bassdrum-Spielern :P


    Ergänzend könntet ihr auch noch probieren, ob ne andere Position des Drumsets im Raum deine Wahrnehmung verbessert. Die Bassdrum klingt natürlich nicht überall gleich, und in einer Ecke nimmt typischerweise der Wumms des Sets zu.


    In Zeiten von Marshall Full Stacks und Co war es ein gängiges Thema, dass Gitarristen ihre Amps in die Röhrensättigung fahren wollten (was immer da genau klanglich passierte...), und entsprechend laut war dann alles. Heute gibt es für die Saitenfraktion mehr als genug sozialverträgliche Combos mit wenig Watt, die auch leise gut klingen. Haben deine Saitenzupfer die entsprechende Hardware?


    Ich spreche nur aus meiner eigenen Erfahrung, ne gute Band - im spieltechnischen Sinn - kann immer auch bei Zimmerlautstärke geil und mitreißend klingen. Dass Musik erst durch Lautstärke gut wird, ist meines Erachtens genreunabhängig ein Mythos, den sich Musiker selbst kreiert haben, um ihre Defizite zu kaschieren.


    Ups, wollte eigentlich nicht schlaumeiern, aber vielleicht findest du ja nen wahren Kern darin 😉

  • BD mit Mikro, welches in den P&D geht. Dann wackelt bei jedem Schlag der Arsch und zeigt dem Drummer spürbar seinen Beat. Ohne Lautstärke. Das ist das, was Subrak vermutlich will.

    Bin mir da nicht so sicher. Nen mittleren dreistelligen Betrag dafür, dass der Arsch a bisserl vibriert? So ziemlich die letzte (und überflüssigste) Überlegung, die ich in Erwägung zöge. Klar, wer daran Spaß hat, soll das machen. Zur Problemlösung braucht man aber lang nicht so viel Kohle zum Fenster rauswerfen. Da wäre die Idee, dochauch die Proben mit IEM zu machen, am Ende vermutlich der kleinere Schritt, glaubst du nicht?

  • nils und trommla: Die haben doch keine Amps im Proberaum.


    Für mich wäre Inear die einfachste Lösung. Geht ja sowieso alles ins Pult. Da einfach noch ein Bassdrum Mikro, oder auch noch weitere Mikros oder sogar ein ead10 dazu, und im einfachsten Fall den Kopfhörer an den Kopfhörer Ausgang des Pults einstecken.

    Ansonsten Bassdrum vor eine Wand oder etwas vor die Bassdrum stellen. :)

    Kicklastiger Klang hilft aber, wie schon gesagt wurde, auch enorm bei der Ortung.

    Günstiger Buttshaker macht mir auch viel Spaß und hilft sicher auch, wenn man sowas beschaffen möchte.

    "Just beat the devil out of it." - Bob Ross

    Einmal editiert, zuletzt von Korki ()

  • BD mit Mikro, welches in den P&D geht. Dann wackelt bei jedem Schlag der Arsch und zeigt dem Drummer spürbar seinen Beat. Ohne Lautstärke. Das ist das, was Subrak vermutlich will.

    Bin mir da nicht so sicher. Nen mittleren dreistelligen Betrag dafür, dass der Arsch a bisserl vibriert? So ziemlich die letzte (und überflüssigste) Überlegung, die ich in Erwägung zöge. Klar, wer daran Spaß hat, soll das machen. Zur Problemlösung braucht man aber lang nicht so viel Kohle zum Fenster rauswerfen. Da wäre die Idee, dochauch die Proben mit IEM zu machen, am Ende vermutlich der kleinere Schritt, glaubst du nicht?

    Ein P&D wäre reiner Luxus. Und kostet mindestens 1500.-€

    Es wurde aber nicht geschrieben, dass es billig sein soll.

    Ich habe kein P&D. Aber die, die es haben, wollen es nicht mehr missen!

    Irgendwann will ich auch eins!

    Mit einem taktilen System kann man die Lautstärke stark reduzieren und trotzdem ein optimales Gefühl von dem Gespielten haben! Auch IEM kann man dadurch reduzieren!

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