Rhythmische Zeit ist für mich Arbeiten, Essen, Schlafen. 5 Tage pro Woche. ![]()
Jaki Liebezeit – Zeit als Struktur
-
-
Birgit Berger, die Threadstarterin und Autorin
des Buchs, ist auch bildende Künstlerin und,
nach kurzer Recherche, nicht ganz unbeleckt
von der Materie.
Sie ist die Witwe von Jaki Liebezeit und widmet
sich seinem musikalischen Erbe.
fwdrums
-
Ich habe mich nicht näher mit Jaki Liebezeit und/oder Can befasst, kann mir zu seinem Spiel also kein Urteil anmaßen.
Die Fragestellungen, die die TS in ihrem Startpost aufwirft, klingen für mich aber wie das typische Künstlergeschwafel, das mich schon zu Zeiten meines Kunst-LK bis zum Abi eher abgestoßen als zur Auseinandersetzung mit Kunst animiert hat. Für mich waren das meist recht durchschaubare Versuche, besondere künstlerische Begabung, vielleicht sogar Bedeutung, noch dadurch zu überhöhen, dass man dem Werk irgendwelche "höheren" Attribute zuschrieb.
"Wie organisiert er rhythmische Zeit?" geht für mich in genau diese Richtung. Warum kann man nicht einfach honorieren, dass Jaki Liebezeit mit seinem Talent und seiner musikalischen Ausdrucksweise einen ganz eigenen Flow erzeugt hat? Selbst wenn man hier eine weitergehende Dimension identifiziert, wem würde das helfen? Wäre irgendein Drummer deshalb in der Lage, wie Liebezeit zu grooven? So funktioniert Kunst doch nicht! Man orientiert sich an Vorbildern und entwickelt durch eigene Interpretation mit genügend Fleiß und Talent eine eigene Sprache.
Vielmehr waren solche Überhöhungen immer ein Bestandteil des Kunst- und Kulturbetriebes, in dem es eben NICHT nur auf die kreative Einzigartigkeit ankommt, sondern - nicht unwesentlich - um den Mythos, der sich um Künstler und Werk rankt. Oder ganz profan, je interessanter man sich macht, umso besser fürs Geschäft.
Insofern sehe ich diesen Thread als eine Werbeveranstaltung ohne Mehrwert, und in Firmen-News ist er gut aufgehoben.
-
Nur aus der Beschreibung bei Amazon:
ZitatAlles anzeigenRhythmische Zeit Musikalische Zeit
Motorisch erzeugte Zeit
Stabile Zeit
Zeit als Struktur
Zeitphilosophie
Gemeinsame Zeit
Kollektive Zeit
Starre Zählzeit
Zeitfeld
Bullshit Bingo in Reinstform
-
Nur zur Einordnung: Der Ansatz des Buches ist keine spieltechnische Anleitung und auch keine Überhöhung von Jaki Liebezeit. Untersucht wird wie Rhythmus, Wiederholung, Reduktion, Zusammenspiel und Wahrnehmung musikalische Zeit organisieren.
Wer damit nichts anfangen kann muss den Zugang natürlich nicht teilen. Sachliche Kritik an Begriffen oder Thesen ist jederzeit interessant - persönliche Abwertungen dagegen nicht.
-
persönliche Abwertungen dagegen nicht.
Wo beginnt für dich denn persönliche Abwertung? Jaki Liebezeit und seine Bedeutung stehen hier doch außer Frage.
Nur:
Untersucht wird wie Rhythmus, Wiederholung, Reduktion, Zusammenspiel und Wahrnehmung musikalische Zeit orgorganisieren.
das ist für mich eine Terminologie, die ich als total an der Sache vorbei und einfach abgehoben empfinde. Vermutlich werden selbst etliche Schlagzeugprofessoren die Fragestellung als zu akademisch betrachten. In einem Forum für begeisterte Amateure und durchschnittliche Berufsmusiker erreichst du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht deine Zielgruppe.
Um es ganz einfach zu formulieren: ich organisiere keine musikalische Zeit, ich versuche zu grooven. Ob mir das gelingt, erkenne ich an den Reaktionen von Publikum und Mitmusikern. Simpel, nicht wahr?
-
Um es ganz einfach zu formulieren: ich organisiere keine musikalische Zeit, ich versuche zu grooven.

Könnte aber sein, dass du das Ganze viel zu oberflächlich siehst.

-
Liebe Birgit Berger!
Du bekundest Interesse, die "Kunst, die musikalische Zeit zu organisieren" im Kontext des Schlagzeugens zu verstehen.
Dann empfehle ich Dir "The Art&Science of Groove" von Benny Greb. Dort erklärt er das Thema sehr anschaulich im Rahmen der Kapitel "Time, Feel, Sound, Body, Mind".
Aber Vorsicht: es könnte dazu beitragen, Deine Sicht auf Jaki Liebezeit und sein Trommeln zu entmystifizieren. Ich befürchte, das entspricht nicht Deinem Interesse. Anderseits: Was spricht dagegen, einen Menschen Mensch sein zu lassen und gleichzeitig seine Fähigkeiten zu verstehen und wertzuschätzen!
Vielleicht bringt es einfach nur zusätzliche Aspekte...Kunst und Handwerk...zumeist sind die Übergänge fließend!
BG
-
Du bekundest Interesse, die "Kunst, die musikalische Zeit zu organisieren" im Kontext des Schlagzeugens zu verstehen.
Ich denke eher, sie möchte unser Interesse daran wecken. Ihr Interesse dürfte den Verkaufszahlen ihres Buches gelten 😉
(Zumindest würde ich die Reihenfolge so wählen, erst recherchieren und verstehen, dann verfassen, veröffentlichen und verkaufen)
-
Ich wundere mich über den aggressiven
und leicht despektierlichen Ton, der hier
angeschlagen wird.
Man muss die Ansichten von Birgit Berger
weder teilen noch gut finden. Aber ein
freundliches Miteinander hat noch keinem
geschadet.
Die Benny-Greb-DVD finde ich großartig.
Sie ist eine Lehr-DVD für Trommler. Der
Hinweis darauf passt für mich nicht so
ganz.
fwdrums
-
Ihr bringt da einiges durcheinander. Greb ist Musiker und hat einen Zugang zur Musik als Musiker. Man kann das Werk des Künstlers auch genauso soziologisch, künstlerisch, philosophisch, musiktheoretisch oder wie auch immer wissenschaftlich einordnen.
Die Anmerkungen hier sind, wie fwdrums schon gesagt hat, doch sehr abwertend und überheblich. Ich sehe hier niemanden, der bisher mit wissenschaftlicher Expertise zu einem der Gebiete in diesem Forum näher in Erscheinung getreten ist.
Als Sozialwissenschaftler halte ich mich da raus, da mir der künstlerische Zugang unbekannt ist und ich hier auch keine sinnvolle Diskussion führen könnte.
-
Was ist an solchen Rückmeldungen bitte despektierlich? Weshalb sollte man seine Einschätzung, dass solche Publikationen ein Stück weit der Stärkung der "Marke Liebezeit" dienen, nicht öffentlich äußern dürfen? Klappern gehörte schon immer zum Handwerk, und dass prominente Künstler oder deren Erben nicht selten auch ihre Selbstvermarktung sehr gründlich durchdenken, ist kein Geheimnis. Höchstens in manchen Augen Blasphemie 😉
Edit: im übrigen halte ich es für eine Unsitte der heutigen Zeit, persönliche Meinungen unter Verweis auf mangelnde Expertise diskreditieren zu wollen. Gesellschaftlicher Austausch lebt(e mal) von Meinungsvielfalt und der Bereitschaft, gegenteilige Standpunkte als Bereicherung wahrzunehmen.
Edit 2:
Greb ist Musiker und hat einen Zugang zur Musik als Musiker. Man kann das Werk des Künstlers auch genauso soziologisch, künstlerisch, philosophisch, musiktheoretisch oder wie auch immer wissenschaftlich einordnen
Exakt, das sollte man dann aber möglicherweise auch innerhalb der entsprechenden Zielgruppe diskutieren und nicht Musikern nen Vorwurf machen, wenn sie - erwartbar - nicht die Expertise haben, sich auf "geisteswissenschaftlich adäquater" Ebene dazu zu äußern. Was ich als Musiker bei solchen Schlagworten assoziiere, habe ich dargestellt, alles weitere überlasse ich den Fachrichtungen mit höherem akademischen Anspruch.
-
Moin
Ich mache hier mal den bösen Buben

In Memory, ... wir sind hier in den Firmen-News.
Das Thema/ die Überschrift ist "suboptimal" gewählt.
Ich möchte euch mein Buch „Jaki Liebezeit – Zeit als Struktur“ vorstellen.
Warum dann nicht gleich "Mein neues Buch, Jaki ...." als Topping ? Wer kein weiteres, fertiges Druckwerk braucht, hätte zumindest einen "zeitlichen" Vorteil.
Es geht hier also schlichtweg um das generieren von Umsätzen, bzw. monetäres Interesse.
Das der Titel nebst Inhalt zum "plauschen" anregt ist (Mutmaßung) bestimmt Zufall, aber ihr macht das schon

PS: Den Begriff Clickbai ... möchte ich jetzt nicht benutzen, der Link zum ehemaligen Buchgroßhändler, mit brasilianisch anmutendem Flussnamen, spricht aber Bände, .... hups, ein Wortspiel

Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!