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Druffnix

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  • »Druffnix« ist männlich

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21

Freitag, 12. Januar 2018, 16:13

So von Amateur zu Amateur ;)

Ich bin eher ein Vertreter der Schule "lieber ein Schlag zu wenig als drei zu viel". Nix ist schlimmer als jemand, der ständig Fills und Ghostnotes reinsemmelt, die entweder nicht passen oder das Timing verhunzen. Ich spiele in meiner Kapelle fast immer nur das Nötigste, das bewährt sich immer wieder.Wenn du nicht diszipliniert Grooves spielen kannst, wird dein freies Spiel immer nur Rumgerühre bleiben. Als erstes sollten die Rudiments sitzen, die kannst du dann auf die Trommeln oder Becken verteilen. Ich würde das aber immer als Fill spielen, und zwar mit Metronom. Sonst rührst du da die geilsten Fills zusammen, kommst aber nicht mehr auf der 1 raus. Ideen gibts im Netz und Lehrbüchern zu Tausenden. Bei Drumeo auf dem youtube-Kanal sind ein paar nette Fill-Sachen zum Einstieg. Als Lehrbuch ist z.B. Bum Bum Tschack zu empfehlen, das geht gut methodisch vor. Für den Anfang gilt: Keep It Simple and Stupid. Einfache Tomläufe können da schon eine Herausforderung sein, denn sie sollen ja im Timing sein und jeder Schlag soll sauber gespielt sein. Lieber einfach und auf den Punkt als schnell, kompliziert und wuselig.
667 - The Neighbour Of The Beast!!

MS-SPO

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  • »MS-SPO« ist männlich

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22

Freitag, 12. Januar 2018, 16:31

Mal was anderes: wie frei spielen lernen? Eigene fill ins!?

Ergänzend zu den vielen guten Vorschlägen:
a) konzentriere Dich auf das, was Du schon gut und sicher kannst
b) schau' Dir etwas von diesem Benny Geb Video über Improvisation und Musikalität ab (etwa, wie aus nur zwei Schlägen etwas Interessantes wird)

(Wiederholung, Kontrast, Variation, Form)
Weniger ist mehr - mehr oder weniger ^^

Grüße + viel Erfolg, Michael
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23

Freitag, 12. Januar 2018, 17:45

was mich da weitergebracht hat, mit einem anderen schlagzeuger zu spielen. einer beginnt einen rhythmus, der andere spielt den mit. dann abwechselnd den 4 takt als fill zu spielen. manchmal besteht dieser aus nur einem schlag. jedenfalls bekommt man gegenseitig viele ideen und inspiration.
oder bestimmte übungen aus büchern ins spiel einbauen.

groucho

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  • »groucho« ist der Autor dieses Themas

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24

Freitag, 12. Januar 2018, 17:49

Rudiments!?

Hab ich nie richtig gelernt. Klar, Paradiddle, single/double ... stroke. Aber dann verließen sie ihn schon. Ich meine auch, dass in den Lehrbüchern, die ich habe und kenne, wenig bis gar nicht auf die Rudis eingegangen wird.

Hab sie zwar alle in einer App, aber nachgespielt ..

Würde also schon Sinn machen, die mal richtig zu lernen, oder!? :-/

joerchtee

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25

Freitag, 12. Januar 2018, 18:45

Guckst du zb hier - Double Paradiddle Groove



https://www.youtube.com/watch?v=37xKsciQHsE
alles granatenquatsch

DoctorCajon

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26

Freitag, 12. Januar 2018, 19:09

Es macht erheblich Sinn Rudiments zu kennen und zu können. Drumming OHNE zumindest etwas über Rudiments zu wissen ist so ähnlich als wenn man nur Keyboard mit Leuchtetasten spielen kann. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Aber ich persönlich habe noch keinen guten Drummer gesehen oder gehört, der nichts von Handsätzen oder Paradiddles versteht.
"The first rule of drumming: If you make a mistake, turn around and look angrily at the bass player" - Nick Mason

Two

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27

Freitag, 12. Januar 2018, 20:03

Hab sie zwar alle in einer App


:D Der war gut ;(

Hörnix

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  • »Hörnix« ist männlich

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28

Freitag, 12. Januar 2018, 23:19

Wie war das doch gleich? : Es gibt wesentlich nur zwei Rudiments: Singles und Doubles. Alles Weitere sind Kombinationen derer...

Two

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29

Sonntag, 14. Januar 2018, 11:09

Genau genommen sind Doubles ja auch Kombinationen von Singles....

MS-SPO

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  • »MS-SPO« ist männlich

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30

Sonntag, 14. Januar 2018, 11:39

Würde also schon Sinn machen, die mal richtig zu lernen, oder!? :-/
Ja !

Sie geben Dir Übung, Flexibilität und Variationsmöglichkeiten. Nimm dann ein geübtes Paradiddle, probiere es auf einer anderen Schlagfläche, z.B. auf einem Becken. Vertausche L und R. Dann verteile L und R auf zwei Flächen, z.B Becken und Snare oder HH und Becken. Dann spiele es unvollständig, d.h. lasse ein paar Schläge (gekonnt) weg. Variiere die Betonung(en). Variiere das Timing, etwa hin zum Shuffle. Sei überrascht :D
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a_d_x

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  • »a_d_x« ist männlich

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31

Sonntag, 14. Januar 2018, 13:00

Würde also schon Sinn machen, die mal richtig zu lernen, oder!? :-/
Ja !

Sie geben Dir Übung, Flexibilität und Variationsmöglichkeiten. Nimm dann ein geübtes Paradiddle, probiere es auf einer anderen Schlagfläche, z.B. auf einem Becken. Vertausche L und R. Dann verteile L und R auf zwei Flächen, z.B Becken und Snare oder HH und Becken. Dann spiele es unvollständig, d.h. lasse ein paar Schläge (gekonnt) weg. Variiere die Betonung(en). Variiere das Timing, etwa hin zum Shuffle. Sei überrascht :D
Rudiments zu üben ist mehr als sinnvoll, man sollte da aber ernsthaft bei den (zwei) handvoll wichtigsten bleiben und diese vernünftig lernen ... vor allem sollte der double stroke gut klingen, bevor man weitermacht. Paradiddle gehört auch zum Standard, der wird ja auch im Stick Control Buch schon auf der ersten Seite in Variationen geübt, sonst halte ich das oben zitierte Programm für jemand, der erst seit einem Jahr spielt für sehr anspruchsvoll... Da sollte man sich nicht überfordern, sondern Schritt für Schritt vorgehen ... Überhaupt finde ich die Aussage " rudiments, habe ich nie richtig gelernt " schon sehr vielsagend ... ich glaube, du erwartest nach einem Jahr viel zu viel!

Guck dir mal das Chad Smith Video an, notiere dir alle Fills die er da spielt und überlege, welche Kombinationen man mit einem zweitaktigen Fill aus 8 16teln noch spielen könnte, zunächst nur solche die deiner Führungshand ( rechts? ) entsprechen und bei denen du nicht übergreifen musst ... das sind zunächst alles erst einmal banale singles, aber verteilt klingen die alle anders und man hat da schon eine schöne Bandbreite, übe diese Bewegungsabläufe bis sie automatisiert sind und achte aufs timing ... die Ruhe und damit das timing kann nur über Übung kommen ...

Stefan

die liebe Edith meint: nehme die rudiments auf und höre dir sie kritisch an, vor allem beim double merkst du dann schnell wenn es holpert oder ungleichmäßig laut klingt ... das ist dann eine Frage der fehlenden Technik, verlangsame die Bewegungsabläufe, verinnerliche sie, ggf. braucht man da auch Hilfe, jemand der das sofort sieht / hört und korrigieren kann ...
"e tudo isso, que é tanto, é pouco para o que eu quero" Fernando Pessoa

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »a_d_x« (14. Januar 2018, 13:04)


arti

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  • »arti« ist männlich

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32

Sonntag, 14. Januar 2018, 13:11

[...] "lieber ein Schlag zu wenig als drei zu viel". [...] und zwar mit Metronom. Sonst rührst du da die geilsten Fills zusammen, kommst aber nicht mehr auf der 1 raus. [...] Lieber einfach und auf den Punkt als schnell, kompliziert und wuselig.

Amen. :thumbup:

Hajo K

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  • »Hajo K« ist männlich

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33

Sonntag, 14. Januar 2018, 15:19

Hm ...

angefangen haben wir mit Tipps zur Musikalität, nun sind wir bei technischen Grundlagen. Für ein Fill mit einem einzigen Viertel auf SN und 16er schadet eine gute Technik natürlich nicht, aber Rudiments muss ich dafür nicht üben. Für mich eines der kreativsten Fills: Ein BAM auf der 4.

Damit's nicht untergeht: Trommla hat den, finde ich, wichtigsten Tipp gleich in Post 2 gegeben: Viel, viel, viel Musik hören. Denn das ist der *Kontext* in dem unser Drumming stattfindet. Zur Musik sollen unsere Fills passen, aus ihr *ergeben* sie sich auch oftmals. Nix ist schlimmer, als technisch top gespielte Fills, die leider nichts mit dem Song, mit den Vocals, mit den anderen Instrumenten zu tun haben, aber in jedem Drumladen für herungefallene Kinnladen sorgen würden.

Ich würde zwei Dinge tun: Wirklich mal bewusst in der persönlichen Musikabteilung auf die Fills hören. Die Dinger *mitsingen*, versuchen, auch mal ohne den Song im Hintergrund zu singen/summen/murmeln/klopfen/wasauchimmer. Dann würde ich nicht "frei" spielen, sonder zuerst zu Playalongs. Hier ist er nämlich wieder: Der Kontext! Das macht viel Spaß und man merkt, wieviel und was für Fills der Song verträgt.

Du wirst dann vermutlich merken, dass da manchmal Zeug in Songs auftaucht, das man mit Bordmitteln einfach nicht hinbekommt, nicht einmal einordnen kann. Wie z. B. der Einstieg in "Two Princes" - der hat mich vor Rätsel gestellt. Bis ich Unterricht nahm und dann hab ich auch mal Rudiments geübt. Allerdings jeweils immer mit konkretem Ziel. Technik, Musikalität, Kreativität - ganzs schön viel, also bloß nicht alles zugleich üben. :-)

Viel Erfolg,
Hajo K
Meine Allmächtige Birke :) | Mein zweites Demo | DF-Suche mit Google - so geht's
"If we surrender the thing that separates us from machines, we will be replaced by machines." -- Jojo Mayer

  • »drumrumköln« ist männlich

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34

Sonntag, 14. Januar 2018, 15:55

Formale Übersicht und bewusste Kontrolle der Notenwerte sind wohl erstmal die wichtigen Eingangstüren in die Welt des freien Spiels. Bevor man jetzt jahrelang zunächst an sauberen und vorführbaren doublestrokes ( 8tel,16tel oder gar 32igstel...oder was ist eigentlich gemeint?) und paradiddles oder ratamakatakapuhhoncuetodo's übt. täte ich ebenfalls mal gucken, was mit Ganzen ( und fast Ganzen ) ;-),Halben,Vierteln,Achteln und vielleicht noch Sechzehntel in "hand to hand" als eintaktiges Fill so geht. Als nächstes könnte man die ein oder andere Hand mal durch den Fuß an der bassdrum ersetzen. Dynamik sollte parallel dazu auch gleich zu Anfang eine Rolle spielen.

Es ist auch durchaus sinnvoll, so einen Fill eben nicht immer zwingend auf der 1 zu starten bzw bis zur nächsten 1 fertig zu sein.

Bevor das bei einem Anfänger mit Musik klappt, muss das erstmal so sitzen. Wenn es denn unfallfrei funktioniert, sollte man es natürlich schnellstmöglich auch auf passende Musik anwenden, weil das wiederum eine neue Herausforderung darstellt.

Systematische und durchdachte Vorgehensweise ist jedenfalls generell und immer anzuraten.

Edith meint noch erwähnen zu wollen, dass wir hier ja noch über "groovebasiertes freies Spiel" reden. Es gibt ja auch noch die andere Abteilung - ebenfalls ein erforschungswürdiges Feld. Und mischen lässt sich das auch noch irgendwie...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »drumrumköln« (14. Januar 2018, 16:25)


danyvet

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  • »danyvet« ist weiblich

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35

Sonntag, 14. Januar 2018, 16:55

@drumrumköln: was ist denn ratamakatakapuhhoncuetodo's? ?( Kann ich nicht mal aussprechen 8| :D
Love life, and live! - It's worth it.

Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3

“You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis

  • »drumrumköln« ist männlich

Registrierungsdatum: 22. Oktober 2006

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36

Sonntag, 14. Januar 2018, 17:01

Das ist der neuste Shit und ich kanns selbst noch nicht so richtig. Ne 11-er Figur mit 'nem leichten timestretch auf der Sieben...Ich verspreche mir jedenfalls ganz neue Perspektiven dadurch.

trommla

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  • »trommla« ist männlich

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37

Sonntag, 14. Januar 2018, 17:51

Gehört zu den allerneuesten Hypersonic Rudiments. Doublekitchensink-a-diddle war gestern :) Hybrid Rudiments sind ja sowas von out.

Burkie

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Registrierungsdatum: 6. Mai 2012

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38

Gestern, 22:59

Hallo,

ich schon wieder!

Ich trommle ja noch nicht sooo lange (ein Jahr insgesamt mit Pausen, mit und ohne Lehrer).

Ich kann z. B. die ersten Seiten aus Modern Drumming gut trommeln. Auch am Stück, Wechsel Grooves, Wechsel von 8tel auf 16tel und zurück.
...

Ich kann, wartet, es kommt gleich, ganze zwei Fill ins. Die kann ich auch ganz gut mit ein paar Grooves verbinden. Wenn ich jetzt aber einfach so drauf lostrommle, in der Hoffnung, einen absolut neuen Groove oder Fill in zu kreiieren, kommt da nur abgehakter Müll raus. Nichts Flüssiges, keine stimmigen Abfolgen von Schlägen, geschweige denn die gelungene Kombi von Grooves und Fill ins. Dabei will ich einfach auch mal geil drauf lostrommeln, sodass es sich geil anhört, mal im Musikgeschäft der Held zu sein. Als wenn ich da von Geist, Seele, Kopf und Körper zu steif wäre.

Kennt ihr das (auch) (noch)?

Was kann ich dagegen oder dafür tun? Was sind da ganz gute Übungen?

GG

Hallo,

wie andere auch schon schrieben, 1 Jahr ist noch nicht so lang. Da hat man noch nicht den Werkzeugkasten und die Ruhe und Routine drauf wie Drummer, die schon 10 Jahre jedes Wochenende einen Gig spielen.

Als ich so weit war wie du, habe ich zwar immer Grooves geübt und versucht, nachzuspielen.
Aber auch nur für mich allein im Übungsraum frei zu improvisieren: Toms, Becken, Snare und Kick frei von Tempo oder Metronom nur so zum Spaß wegen des Klanges und der Klangfarben anzuspielen, in freiem Tempo, und ohne nachzudenken. Nur, um Klangfarben zu malen, einfach nur zum Spaß. Da ist dann sehr häufig gar kein Rhythmus rausgekommen. Sondern nur, Klangfarben. Ohne definiertes Tempo. Und das hat Spaß gemacht.

Versuche vielleicht einfach mal nur, mit deinem Instrument zu spielen, das heißt, Spaß am Klang, Spaß am Anschlagen, an der Bewegung zu haben. Ohne an Konkurrenz oder Wettkampf zu denken, oder gar in Notenwerten zu denken.

So hab ich das damals auch gemacht. Fehler gab es bei dieser Art freier Improvisation naturgemäß nicht, weil es kein Tempo gab und gar keine Vorgaben und nix. Einfach nur Spaß am Instrument haben, einfach nur Klangfarben malen.

Natürlich habe ich auch Grooves analysiert und versucht, nachzuspielen. Wo kommt die Kick hin, auf welche 8tel oder 16tel öffnet und schließt die Hi-Hat, usw.


Das mache ich heute auch noch so. Wenn mir jemand aus meiner Band einen neuen Song vorspielt, dann kann ich das meist sofort nach Klischee und 08/15 mitspielen. Aber, interessanter ist es, klangfarbenmalend experimentell erst mal was anderes auszuprobieren, ohne mir einen Kopf über Zählzeiten zu machen. Einfach Hände und Füße machen lassen. Im Nachhinein überlege ich mir dann mit der Band, wie das rhythmisch und in Zählzeiten zusammen kommt.


Auf Jams spiele ich meist nur, wenn mich das, was die anderen spielen, irgendwie inspiriert. Auf langweiligen 08/15 Blues-Rock mit ewigen Pentatonik-Soli der E-Gitarristen habe ich keine Lust mehr. Wenn aber, dann beginne ich mit simplem Groove, und "male" Fill-Ins songdienlich rein. Dabei hat mir geholfen, mal in einer sehr leisen Band leise mittrommeln zu müssen. Da konnte ich nicht mangelndes Ausdrucksvermögen durch Lautstärke und Lärm wett machen... Da musste ich leise trommeln, selbst, wenn es schnell zuging...


Von daher wären meine Empfehlungen, es einmal so zu probieren:

Freies Improvisieren ohne Tempo und ohne Denken, vor allem nicht in Zählzeiten.
Klangfarbenmalen ohne Groove und Tempo.
Leise spielen, aber schnell.
Grooves üben.
Jams und Sessions spielen, und dabei songdienliche Grooves spielen.
Auf die Mitmusiker hören, was sie spielen, was sie spielen wollen. Einfach nur mit dabei sein. Nicht der Vordergrund sein wollen.
Mit Fühlen, mit grooven, statt mit zählen.

Und vor allen Dingen: Sich keinen Druck machen!
Sondern jeden Tag und jeden Schlag, den man an seinem Drumset machen kann, genießen und Freude daran empfinden!
Wir spielen doch, weil es uns Spaß macht! Und zwar, jeder Schlag, jeder Flam, jeder Kick auf die Bass macht Spaß. Einfach, weil es uns ein Bedürfnis ist, zu drummen, und wir nicht davon ablassen können, zu drummen!
Darum geht es doch nur.

Gruss :)

arti

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  • »arti« ist männlich

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39

Heute, 09:29

[...] Toms, Becken, Snare und Kick frei von Tempo oder Metronom nur so zum Spaß wegen des Klanges und der Klangfarben anzuspielen, in freiem Tempo, und ohne nachzudenken. Nur, um Klangfarben zu malen, einfach nur zum Spaß. Da ist dann sehr häufig gar kein Rhythmus rausgekommen. Sondern nur, Klangfarben. Ohne definiertes Tempo. [...]

Geil! :thumbup: Spass am Klang, an Klangfarben, an den Bewegungen, ohne in Grooves, in Zählzeiten zu denken! Vielleicht die Grundlage für Improvisation (abseits von Technik, Verständnis, etc.)? Super formuliert, wie ich finde. Und: leise, aber schnell - das find ich interessant. Muss ich unbedingt probieren. :)