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hr808

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  • »hr808« ist der Autor dieses Themas

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1

Dienstag, 23. Juni 2015, 08:18

Bandprobe mit Klick spielen - ich packs nicht

Moin zusammen,
bei der letzten Bandprobe wollte ich mal mit Klick spielen, wie sonst beim Üben auch.
Dummerweise hab ich es nicht hinbekommen. Sobald die Gitarre losging, konnte ich dem Klick
nicht mehr folgen. Die Lautstärke war soweit ok.
Aber irgendwie habe ich das Problem, dass ich mich entweder so auf den Klick konzentrieren muss,
dass ich nichts mehr von der Musik mitbekomme oder ich der Musik folge aber dann nicht mehr beim Klick bleibe.
Weiss jemand Rat, wie ich dem begegne?

Grüsse
hr808 heisst jetzt dani808 - sonst ändert sich nix

panikstajan

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  • »panikstajan« ist männlich

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2

Dienstag, 23. Juni 2015, 08:21

Am sinnvollsten dürfte es sein, wenn alle Bandmitglieder den Klick auf den Ohren haben.

kride20

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3

Dienstag, 23. Juni 2015, 08:37

Also, ich kann das gut nachvollziehen. Ich denke, die Herangehensweise ist die, dass Du tatsächlich stur auf den Klick konzentrieren musst und Deinen Leuten dann auch sagen musst, dass sie auf Dich zu hören haben. Ich mach das auch noch gar nicht so lange, mit Klick auch zu proben und kenn das Gefühl noch ganz gut... Da hab ich den Jungs auch gesagt, sie sollen sich wirklich am Drumset orientieren, teilweise aber spielen auch die mit Klick, aber ich denk, so kannst Du Deine Jungs echt auch "zwingen" auf Dich zu hören, da gibts nämlich kein "Du verschleppst das Tempo" etc. weil u ja nach Klick spielst.
Ich denk, wär schon ganz gut, dass die anderen nicht mit Klick spielen, dann können sie wirklich nicht anders, als sich an Dir zu orientieren...(was live ja auch meist so ist) was nicht heissen soll, sie sollten nie mit Klick spielen, schadet auch keinesfalls ;-)

Fazit. Langer Rede kurzer Sinn: Du musst hart bleiben ;-)
Wer beim Üben gut klingt, wird nicht besser. - Sinngemäß nach Jojo Mayer


Meine Spielsachen

Two

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4

Dienstag, 23. Juni 2015, 08:44

Im Alleingang auf der Bandprobe mit Klick spielen geht nicht. Entweder alle hören den Klick, oder Du sagst an, dass Du Dein Tempo rein am Klick orientieren wirst, und dass die anderen Dir folgen sollen. In letzterem Fall musst Du Dich dann voll auf den Klick konzentrieren, und das wird dann erst mal Probleme geben, weil die Bandmitglieder sich an ein etwas flexibleres Tempo gewöhnt haben. Mit etwas Übung gibt sich das dann aber wieder und die Band lernt, wo sich Temposchwankungen in die Songs eingeschliffen hatten.


Edit: Postüberschneidung ;) Ich meine genau das, was Kride beschreibt. Aber er hats viel klarer ausgedrückt!

  • »Der Kritische« ist männlich

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5

Dienstag, 23. Juni 2015, 08:55

Ich hab Jahre lang mit Klick geprobt und live gespielt. Zur Zeit mach ich das wieder nach einigen Jahren Klickabstinenz.

Es gilt Ich spiel nach Klick. die Band Spielt nach mir. Versuche haben gezeigt, dass zumindest meine Hauptband ohne Drums NICHT nach Klick spielen kann.

Anyway, zu deinem Problem: Ich kann das in gewissem Rahmen nachvollziehen. Wenn ich mich vom Keyboarder mitreißen lasse oder der Gitarrist setzt ein, so kann ich schonmal vom Klick auf das Tempo des anderen wechseln. Es bedarf ein wenig Übung und Routine um davon Abstand zu bekommen. Für mich ist der Klick nicht der Klick, sondern ein Mitspieler an dem ich mich orientiere. Wenn es richtig läuft höre ich Ihn nicht bewusst, sondern ich groove mit ihm. Wenn ich ihn höre, so stimmt was nicht.
"Man muss das Grundgesetz vor seinen Vätern schützen und die Verfassung vor ihren Schützern."
"Der Faschismus ist eine Spielart der freien Marktwirtschaft."
Wolfgang Neuss

Jürgen K

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  • »Jürgen K« ist männlich

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6

Dienstag, 23. Juni 2015, 09:01

Sobald die Gitarre losging, konnte ich dem Klick
nicht mehr folgen.

Hallo,

das kenne ich, praktischerweise mache ich den Klick dann einfach aus (der Weg zur Gitarre ist weiter und gefährlich).
Man muss sich halt entscheiden, ob man mit Klick oder mit Band spielen will.

Psychologisch hilfreich ist es oft, bei Tempowünschen der Kapelle, mal kurz am Rad des Metronoms zu drehen (vor und
zurück) und oft ist dann das neu eingestellte alte Tempo genau das richtige, während es vorher "falsch" war.
Auch das ausgeschaltete Metronom konzentriert zu betrachten, macht die Kapellenmitglieder sicher und sie freuen
sich, dass sie so toll in time sind.

Grüße
Jürgen

egnever

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  • »egnever« ist männlich

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7

Dienstag, 23. Juni 2015, 09:43

Im Alleingang auf der Bandprobe mit Klick spielen geht nicht. Entweder alle hören den Klick, oder Du sagst an, dass Du Dein Tempo rein am Klick orientieren wirst, und dass die anderen Dir folgen sollen. In letzterem Fall musst Du Dich dann voll auf den Klick konzentrieren, und das wird dann erst mal Probleme geben, weil die Bandmitglieder sich an ein etwas flexibleres Tempo gewöhnt haben. Mit etwas Übung gibt sich das dann aber wieder und die Band lernt, wo sich Temposchwankungen in die Songs eingeschliffen hatten.


Tschuldigung - aber was für ein Quatsch ist das denn???

Allein auf Klick spielen geht nicht?? Der Drummer solls ansagen?? Da gibts doch nichts zum ansagen - Klick aufs Ohr und ab...

Ich hab als Drummer den Klick auf dem Ohr und der Rest richtet sich nach mir!! Ich persönlich vertrete die Meinung, dass der Drummer der "Chef im Ring ist" und die Band zusammenhält / führt / leitet. :thumbup:
Habe selbst gestern Abend genau SO geprobt und es war tight und gut ists. Es ist richtig, dass ich mich sehr darauf konzentrieren musste und relativ "leer" im Kopf danach war - aber die Probe war absolut auf den Punkt und genial.

Lieben Gruß und sorry für die evtl. etwas harten Worte =)
Marc
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Josh

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  • »Josh« ist männlich

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8

Dienstag, 23. Juni 2015, 09:51

Moin
Das Wichtigste/Entscheidende ist ja bereits gesagt. Entweder die Jungs tanzen nach deiner Pfeife, oder alle bekommen eine ins Ohr.
Zu deinem eigentlichen Problem hilft nur "stur sein" und nicht ablenken lassen.
Es kann ja niemand behaupten das "du" daneben bist. Gitarreros sind da manchmal etwas eigen, . . . und holpern dann selber mit dem Knopf im Ohr :D
Ein Problem was wohl viele haben, auch oder gerade Drummer, ist halt das was der Kritische sagte, das betrifft mich auch.

Wenn ich ihn höre, so stimmt was nicht.

Snare frisst Klick, . . . oohh wie ich es hasse :cursing:
Ein großer Vorteil ist es, wenn zumindest "Alle" mit dem Klick die Stücke im richtigen Tempo üben. Das festigt das Timing ungemein und man hat es irgendwann im Gefühl wie schnell oder langsam ein Stück sein "soll". Aber selbst dann kann ich dir versprechen dass das live auf der Bühne ohne Klick mindestens 5-10 schneller wird, jedenfalls im Rock Bereich ;)

PS: Was Marc schrub ist natürlich der springende Punkt, DU machst das Tempo. Und die Gitarre zu ignorieren ist halt manchmal schwer, je nach Lautstärke :(
Greez, Josh

Es ist nicht wenig Zeit die wir haben, sondern zu viel Zeit die wir nicht nutzen!:sleeping:

Mein Geraffel<>Bastelecke<>Band1

Two

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9

Dienstag, 23. Juni 2015, 09:57

Im Alleingang auf der Bandprobe mit Klick spielen geht nicht. Entweder alle hören den Klick, oder Du sagst an, dass Du Dein Tempo rein am Klick orientieren wirst, und dass die anderen Dir folgen sollen. In letzterem Fall musst Du Dich dann voll auf den Klick konzentrieren, und das wird dann erst mal Probleme geben, weil die Bandmitglieder sich an ein etwas flexibleres Tempo gewöhnt haben. Mit etwas Übung gibt sich das dann aber wieder und die Band lernt, wo sich Temposchwankungen in die Songs eingeschliffen hatten.


Tschuldigung - aber was für ein Quatsch ist das denn???

Allein auf Klick spielen geht nicht?? Der Drummer solls ansagen?? Da gibts doch nichts zum ansagen - Klick aufs Ohr und ab...

Ich hab als Drummer den Klick auf dem Ohr und der Rest richtet sich nach mir!! Ich persönlich vertrete die Meinung, dass der Drummer der "Chef im Ring ist" und die Band zusammenhält / führt / leitet. :thumbup:
Habe selbst gestern Abend genau SO geprobt und es war tight und gut ists. Es ist richtig, dass ich mich sehr darauf konzentrieren musste und relativ "leer" im Kopf danach war - aber die Probe war absolut auf den Punkt und genial.

Lieben Gruß und sorry für die evtl. etwas harten Worte =)
Marc


Hallo Marc,

es gibt Bands in denen das Tempo strikt vom Drummer vorgegeben ist, und es gibt andere, in denen jedes Bandmitglied eine eigene Vorstellung des richtigen Tempos hat, und man "einigt sich" während des Spielens auf eines (das dann nicht immer dem eingezählten Tempo entsprechen muss). Beides ist in Ordnung - Bands der ersten Sorte können tighter klingen, Bands der zweiten Sorte emotionaler. Deine Band scheint von der ersten Sorte, und die des Threaderstellers von der zweiten Sorte zu sein. Wenn in einer Band der zweiten Sorte der Gitarrist einsetzt, erwartet er intuitiv, dass ihm der Drummer tempomässig etwas entgegenkommt. Wenn man dies, wie der Fragesteller, ändern möchte, kann man das tun, aber das geht dann eben nur mit Ansage.

Gruss,
Mick

BigSize

unregistriert

10

Dienstag, 23. Juni 2015, 09:58

.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »BigSize« (9. März 2019, 15:55)


HOHK

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  • »HOHK« ist männlich

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11

Dienstag, 23. Juni 2015, 10:00

bei der letzten Bandprobe wollte ich mal mit Klick spielen, wie sonst beim Üben auch.
Dummerweise hab ich es nicht hinbekommen

Mir gelingt auch nicht immer beim ersten Mal alles.... 8)

Die meisten Tipps weisen ja schon darauf hin, dass sich ALLE in der Band erst mal daran gewöhnen müssen, dass "plötzlich" EINER in time spielt.

Da halte ich es mit dem besten Mittel gegen Warzen: Wart's ab! :D

.
Schöne Grüße - Rainer K. aus B. an der W.

egnever

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  • »egnever« ist männlich

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12

Dienstag, 23. Juni 2015, 10:27

Wenn man dies, wie der Fragesteller, ändern möchte, kann man das tun, aber das geht dann eben nur mit Ansage.

Hi Mick,

grundsätzlich kann ich Dir Recht geben - allerdings würd mich interessieren was Du mit: ....."eben nur mit Ansage" meinst!? Ich verstehe es nicht. Ich sags mal ganz grob.
Probe ohne Klick: Ich zähl ein und wir spielen - Tempo / Time passt so zu 95%
Probe mit Klick: Ich zähl ein und wir spielen - Tempo / Time passen zu 99,8%

WARUM muss ich eine - für ALLE - positive "Änderung" ankündigen / ansagen? Ob jetzt alle so grob zu 95% drauf sind oder durch mein "Zutun / Klick" zu 99,8% drauf sind is doch bums - es profitieren alle davon....also so denk ich zumindest.

Das war für alle zunächst ein längerer Eingewöhnungsprozess, später aber für alle sehr entspannt und hat gut geklappt.

Den längere Eingewöhnungsprozess kann ich net nachvollziehen - bei uns in der Band sind die Jungs froh und zufrieden, wenn ich mir "die Pain auferlege" und mich nach der Maschine richte.


Nichtsdestotrotz genieße ich es mit meiner derzeitigen Band ohne Klick zu spielen, und dann dann schwankt das Tempo eben mal.

Das kann ich so voll unterschreiben!! :D Ohne Klick ists natürlich spaßiger, entspannter und es ......sorry...rotzt mehr :thumbsup:

Wo wir gerade bei diesem Thema sind. MICH hatte damals mein Klampfer dazu "gezwungen" nach Klick zu spielen. Es ging ins Studio und er meinte: Alter, schaff Dir so ein Teil an und arbeite damit - ansonsten kommst Du mir nicht ins Studio!!

ICH bin ihm heut noch dankbar!! 8o

Lieben Gruß
Marc
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Nefarion

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13

Dienstag, 23. Juni 2015, 10:43

Ich hatte früher einmal das gleiche Problem. Die alten Songs hatten wir nie mit Klick gespielt. Dann wollten wir es versuchen udn es klappte nicht da man sich dran gewöhnt hatte leicht zu schwanken was aber so nicht aufgefallen ist.
Bei neuen Songsdie wir damals schrieben und bei denen direkt der Klick dazu kam ging es reibungslos, da man sich direkt an genau dieses Tempo gewöhnt hatte.
Ich denke ihr habt einfach ein Feeling das sich nur schwer mit dem Klick einfangen lässt. Da hilft nur üben und klar machen das sie sich wirklich nur an dir orientieren sollen. Vieleicht ist der KLick auch 1 oder 2 bpm zu langsam eingestellt, sodass die Gitarren dir "davon rennen" und du so den klick unterwegs verlierst im Song.
Alternativ: Mach die Betonung auf der 1 aus. Evtl irritiert esdich wenn sich die 1 mal verschiebt?

Schmatzi80

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14

Dienstag, 23. Juni 2015, 10:51

Moin zusammen,
bei der letzten Bandprobe wollte ich mal mit Klick spielen, wie sonst beim Üben auch.
Dummerweise hab ich es nicht hinbekommen. Sobald die Gitarre losging, konnte ich dem Klick
nicht mehr folgen. Die Lautstärke war soweit ok.
Aber irgendwie habe ich das Problem, dass ich mich entweder so auf den Klick konzentrieren muss,
dass ich nichts mehr von der Musik mitbekomme oder ich der Musik folge aber dann nicht mehr beim Klick bleibe.
Weiss jemand Rat, wie ich dem begegne?

Grüsse


Hi,
nach den vielen Antworten hier mal meine Herangehensweise:

1. selber sicher mit dem Klick und auch gegen den Klick spielen können - Dazu gibt´s sehr gute Übungen von Benny Greb... Thema: Off-Beat-Klick

Wenn du sicher im Umgang mit dem Klick auf dem Ohr bist, dann:

2. Deine Mitmusiker anhauen alleine auch mal nach Klick zu üben.... Das bringt schon die meisten Gitarristen an den Rand der Verzweiflung ;)

3. mit der Band oder am besten einzelnen Musikern anfangen gemeinsam nach Klick zu spielen (hier wahlweise mit Klick auf allen Ohren oder nur auf deinen Ohren) - Meine Erfahrung ist, dass sehr viele Musiker ihr eigenes Tempo haben, was für sie richtig ist, das aber mit Konstanz und Präzision nichts am Hut hat... Da gibt es dann die zwei hier schon vertretenen Meinungen bzgl. mit oder ohne Klick spielen. Auch gerne von der GitarrenFraktion gehört: "Das Klick ist falsch!" (Da hab ich dann meistens nix mehr gesagt... Weil sinnlos und beratungsresistent bzw. sehr sehr sehr meinungsfest).

3a. Vielleicht auch nur einzelne Parts spielen und die dann wahlweise komplett oder nur mit Hihat begleiten um besser hören zu können, wer genau wann das gemeinsame Tempo verlässt...

4. Wenn alle das gleiche Gefühl für das gemeinsame Tempo haben, dann funktioniert spielen nach Klick sehr gut, dann gibt es keine Ausreißer und wenig Verwirrung...

Es ist sehr oft eine kleine Herausforderung Musiker, die kein Klick kennen oder sich weigern danach zu spielen, dazu zu bewegen sich an ein konstantes Tempo zu halten... Das sind dann für mich die Leute, die den Vorteil dieser kleinen technischen Wunderkiste nicht sehen wollen. Gerade Live oder an einem schlechten Tag bei der Probe gibt ein Klick eine verlässliche Konstante, die es ermöglicht einen Song vor allem am Anfang ein gewisses Grundtempo zu verleihen. Was man nach XY Takten damit anfängt, ist dann weniger wichtig, denn das Grundtempo stimmt ja schonmal... Simon Phillips macht das glaube ich so, also klick nach 4-8 Takten einfach ausstellen... Eine gute Selbstkontrolle ist dann z.B. das Klick in der Mitte des Songs wieder anzustellen und zu schauen, ob man noc drauf ist... Da ist meine Erfahrung, dass je länger man mit Klick spielt, desto genauer kann man auch nach Minuten noch auf dem gleichen Tempo sein...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Schmatzi80« (23. Juni 2015, 10:54) aus folgendem Grund: Grausame Rechtschreibfehler....


15

Dienstag, 23. Juni 2015, 11:03

und oft ist dann das neu eingestellte alte Tempo genau das richtige, während es vorher "falsch" war.


:thumbsup: YESS! Genau das! Ich weiß nicht, wie oft ich das Tempo in einer Probe um ca. 3 bpm vor und bei der nächsten dann wieder zurück gedreht habe.

--
Aber zum Thema: Alle guten Tipps wurden gegeben! Meine eigene Erfahrung ist, dass auf Klick spielen richtig schwer ist. Ich habe das bei eine Ex-Band aus dem Rockbereich versucht: erst alleine, das ging gar nicht. Die Band hatte ihre Eigendynamik, die ich auch nicht einfangen konnte, sodass ich mich vom Klick entfernt habe. Dann haben wir alle über Klick gespielt und gemerkt, dass es zwar geht, aber die Dynamik des Songs für unser Befinden dabei flöten ging. Wir haben uns daher bewusst gegen Klick entschieden. In meiner jetzigen Band gibt der Leadgitarrist in 98% der Songs qua Intro das Tempo vor, sodass ich das Thema Klick komplett ad acta gelegt habe.

Zu erkennen, dass das "korrekte" Tempo nicht zwingend das "richtige" Tempo sein muss, hat bei mir 'ne Weile gedauert. Manchmal muss ein Song tempomäßig etwas "atmen" können, um gut zu sein ;-)

johnny drums

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16

Dienstag, 23. Juni 2015, 11:06

Hab ich auch schon gemacht. Orientiere dich am Metronom wie an einem Dirigenten. So hat's bei mir gut geklappt.
(Ich weiss, dass viele Drummer sich nicht an einen Dirigenten gewohnt sind. Aber es hilft auch sehr, dass Blinken vor sich zu sehen. Zum Training als auch zum Spielen)

Pesky

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  • »Pesky« ist männlich

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17

Dienstag, 23. Juni 2015, 11:11

Ich spiele in meiner jetzigen Covertruppe seit gut 1,5 Jahren mit Klick....sowohl in der Probe als auch Live.
Gut 90% der Songs werden damit bestritten.
Ich bezeichne mich nicht als Atomuhr ohne Klick...aber irgendwann ging mir das permanente Einfangen des
Gitarrenmannes dermassen auf den Beutel, das ich das Ding eingeführt habe als kleines Erziehungsmittel.
Natürlich mit der vorherigen klaren Ansage, das die Herrschaften auf mein Tempo zu hören haben.
Das klappte am Anfang eher weniger gut und der Klick wurde entsprechend oft ausgeschaltet im Stück.
(Klick ist an der Hihat befestigt und kann mit meiner snarehand schnell ausgeschaltet werden zwischen 2 Schlägen)
Aber Übung macht den Meister und inzwischen schalte ich das ding in 2 Stunden Gig vielleicht 1 oder 2 mal aus wenn der Eierschneider
wieder mal nicht zuhört :) Meistens fängt er sich selber wieder ein, was Sinn der Übung war.
Natürlich musste auch ich mich an den Klick im Mix gewöhnen und auch ich musste das üben mit der Band und Klick zu spielen.
Eine Frage der Zeit, aber lohnend meiner Ansicht nach.
Inzwischen nehme ich ihn gar nicht mehr bewusst wahr nach dem Einzählen....erst wenn ich nicht mehr drauf bin höre ich ihn wirklich.
Ich schalte auch den Ton auf der 1 aus, sprich alle Schläge haben den gleichen Ton...hilft wenn ein Sänger mal plötzlich da anfängt zu singen wo er will :D

hr808

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18

Dienstag, 23. Juni 2015, 11:47

Danke erstmal für die vielen Antworten.
Ich werde wohl in Zukunft immer wieder den Klick einschalten um meine Mitmusiker, und auch mich - und damit uns zusammen, auf den richtigen Weg zu bringen.
Und hoffe, dass sich das für mich mit einiger Übung leichter umsetzen lässt. Einen Klick für alle ist - wohldosiert, immer mal wieder - sicher auch eine Option. Fehlt noch z.T. die notwendige Hardware.
Gerade beim Improvisieren ist es ja für mich auch sehr wichtig die Musik zu hören und ihr musikalisch auch folgen zu können, ohne dabei mit dem Tempo zu sehr zu schwanken bzw. mich von den Timingschwankungen der anderen beeinflussen zu lassen.
Ohne Klick ist es schon viel freier und wir laufen, je nach Stück, emotional gut (subjektiv) zusammen. Bei einigen Stücken wäre eine feste Geschwindigkeit auch unpassend.
Schön wäre es auch diese Schwankungen in Grenzen zu halten bzw. kontrollieren zu können. Das ist dann aber auch eher meine Baustelle...und führt dahin:

Zitat

Du sagst an, dass Du Dein Tempo rein am Klick orientieren wirst, und dass die anderen Dir folgen sollen

Zitat

WARUM muss ich eine - für ALLE - positive "Änderung" ankündigen / ansagen?

Ich denke das ist sinnvoll, dann weiss jeder dass ich (bzw der Klick) die Referenz bin und auch bleiben will.

Grüsse

Edit: zu spät gelesen:
Natürlich musste auch ich mich an den Klick im Mix gewöhnen und auch ich musste das üben mit der Band und Klick zu spielen.

Vermutlich ist das meine im Moment grösste Herausforderung bei diesem Thema. Dann mal ran...
hr808 heisst jetzt dani808 - sonst ändert sich nix

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »hr808« (23. Juni 2015, 11:52)


Two

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19

Dienstag, 23. Juni 2015, 12:02

Fehlt noch z.T. die notwendige Hardware.


In den meisten Fällen reicht es, einfach mal provisorisch ein Mik an das Metronom zu halten und über die PA zu geben. Nach kurzem Versuchen sind die meisten Bands so entsetzt, dass sie einen globalen Klick nicht wollen...

hr808

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20

Dienstag, 23. Juni 2015, 12:07

In den meisten Fällen reicht es, einfach mal provisorisch ein Mik an das Metronom zu halten und über die PA zu geben. Nach kurzem Versuchen sind die meisten Bands so entsetzt, dass sie einen globalen Klick nicht wollen...


:D

Btw: Suche aktiven PA Lautsprecher im Multifunktionsgehäuse. Behr. willkommen. Im Moment läuft der Gesang über nen Git-Amp :pinch:
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Bandprobe, klick, Metronom, Musik