Fußtechnik: Übertreibt mein Lehrer oder sollte ich auf ihn hören?

  • war ja auch nicht böse gemeint, sondern mit´n kleine Augenzwinkern
    Aber jetzt interessiert es mich doch: Bist Du zufällig ein Pädagoge??? (Doppel-Augenzwinger )


    Na denn is ja jut. ;) Ich bin übrigens kein Pädagoge, aber ich hab einfach was dagegen, wenn Lehrer schlechtgeredet oder beleidigt werden und jeder denkt, er könne es besser. Gut, dass du es nicht so gemeint hast. ;)

  • Ich würde mit dem Lehrer einfach über das thema reden und schauen wie es dann weitergeht.
    Über den eigenen Tellerrand schauen und neues lernen ist nie schlecht wenn man es denn auch selber will und kann (Zeit, .....).


    Wenn es keinen zufriedenen Konsens gibt, hilft es eh nur sich woanders umzuschauen.

    Alles wird gut

  • naja, wer da wohl nicht übern tellerrand guckt?

    Meiner Meinung nach der Lehrer, da er nicht akzeptiert, dass man auch mit anderen Techniken (richtige Anwendung und ausreichend Übung vorausgesetzt) zufriedenstellende Ergebnisse erreichen kann.
    Ausserdem hat er nicht begriffen, dass jeder Mensch anatomisch individuell ist und vielleicht manche Leute mit einer anderen Technik besser klarkommen.


    Um das ganze mal auf Handtechnik zu übertragen:
    Die ganze Sache erinnert mich an einen Freund, der von der ersten Sekunde an immer French Grip gespielt hat, da es so für ihn natürlich war.
    Er kam dann zu einem Lehrer, der ihm auf Teufel komm raus einreden wollte, German Grip sei das einzig Wahre.
    Den Lehrer hat er dann recht bald gewechselt.


    Ich selbst bin der Meinung, dass sich für verschiedene Situationen verschiedene Techniken am besten eignen und so passe ich meine Technik immer der Situation an.
    So viel zum Thema Tellerrand.


    Edit: Grammatik

  • Na denn is ja jut. ;) Ich bin übrigens kein Pädagoge, aber ich hab einfach was dagegen, wenn Lehrer schlechtgeredet oder beleidigt werden und jeder denkt, er könne es besser. Gut, dass du es nicht so gemeint hast. ;)


    Normalerweise werden Schlagzeuglehrer weder beleidigt noch schlechtgeredet. Ist auch hier bisher nicht passiert, wie ich finde. Aber Unterricht ist eine Dienstleistung und die allermeisten älteren (also über 16 Jahre alt und schon ein paar jahre Spielerfahrung) Schüler haben eine mehr oder weniger konkrete Idee, was das Trommeln für sie sein soll. Und der größte Teil davon möchte sich spielerisch in einer für sich befriedigenden Weise am Set ausdrücken können. Und in dem Zusamenhang stelle ich oft fest, dass viele Lehrer am Ziel vorbeischießen, indem sie versuchen, die eigene Technik direkt auf den Schüler zu übertragen, obwohl dieser die vielleicht gar nicht braucht.


    Natürlich gibt es Situationen, in denen man als Lehrer sieht, dass bestimmte Techniken eines neuen Schülers so konfus und kontraproduktiv sind, dass man anbietet, da eine Umstellung zu unterstützen, weil die schnellen Singles und Doubles so nie etwas werden. Aber wenn ein Schüler da gar keine Schwierigkeiten hat, ist es meiner Meinung nach schlicht falsch, diesem die eigene Technik aufdrücken zu wollen. Und ich höre sehr oft von solchen Situationen.


    Der Punkt ist hier nämlich zugespitzt, dass der Schüler eine Dienstleistung bezahlt, die er gar nicht haben möchte.


    lg
    max

  • Man sollte als Lehrer nicht zu dogmatisch sein wenn es um Haltungen und Techniken geht. Ich sehe jede Haltung oder Fußtechnik als Option an die je nach musikalischer Situation besser funktionieren kann aber nicht muss! So wie es Jazzer gibt die Heel up spielen gibts auch Metaller die Heel down spielen...zu sagen das muss so oder so ist totaler Käse! Es gibt ein paar Anhaltspunkte die es einem Schüler erleichtern aber ich denke man ist besser damit beraten dem Schüler die verschiedenen Einsatzgebiete der unterschiedlichen Techniken zu erklären sie ihm aber nicht aufzudrängen. Es gibt nicht die eine Technik! Alles hat Vor- und Nachteile.

  • Ich finde es äußerst schwierig, die Situation zu beurteilen, ohne Bumbklaats Fußtechnik und den Lehrer zu kennen.


    Ich rate meinen Schülern übrigens auch dazu, den Schlägel nicht im Fell kleben zu lassen, einfach weil sie dadurch vielseitiger sind und z.B. auch mit der Situation klarkommen, mal an einer geschlossenen Bassdrum mit hochgestimmtem Schlagfell zu spielen.
    Ich sehe meine Aufgabe als Lehrer unter anderem darin, meinen Schülern ein breites Wissen zu vermitteln, um am Ende selber entscheiden zu können.
    Dazu gehört z.B. bei der Bassdrum sowohl Heel Down als Heel Up, bei der Handtechnik French und German (und "American") Grip. Ihnen nur eine der Möglichkeiten zu zeigen und die andere zu verschweigen ist in meinen Augen der falsche Weg, weil man den Schülern dann keine Wahl lässt. Wenn ein Schüler sich auf eine angebotene Alternative nicht einlässt, will er wohl keine Wahl haben.
    Auch damit kann ich als Lehrer leben.


    Ich widerspreche da auch ausnahmsweise mal Luddie, dessen Beiträge ich sonst immer sehr schätze.
    Die meisten meiner Schüler kommen als Anfänger zu mir. Da ist es klar, dass sie von mir sowieso erstmal technisch auf den Weg gebracht werden. Aber es ging bei Luddie ja um diejenigen, die schon länger spielen und ihre Technik nicht komplett umkrempeln möchten.
    Mit solchen Schülern kläre ich in den ersten Stunden währen der Probezeit, was sie lernen möchten und was ich ich ihnen beibringen kann. Wenn also einer kommt und Metal-Drumming perfektionieren will, dann ist er bei mir an der falschen Adresse, denn das kann ich selber nicht. Ich würde ihm dann einen anderen Lehrer empfehlen.
    Ich bin zwar Dienstleister, habe aber mein eigenes Profil als Drummer und somit auch eine gewisse Einschränkung in dem, was ich den Leuten beibringen kann.
    Bei der schier unendlichen Suppe an Möglichkeiten, vermittele ich das, was für mich persönlich funktioniert und was mich weitergebracht hat - ohne zu behaupten, dass es nicht auch anders geht. Aber das ist eben das, was ich glaubhaft und gut vermitteln kann.

    "If you don't feel it, don't play it." James Jamerson

  • Hallo,


    als Dienstleister in der Beratungsbranche muss man in der Tat viel abwägen.
    Da gibt es auch unterschiedliche Ansichten. Es gibt den Dienstleister, der dann komplett auf die Wünsche des Auftraggebers eingeht und eigene Bedenken bis zur Bedeutungslosigkeit zurück stellt und es gibt den Dienstleister, der versucht, dem Auftraggeber seine eigenen Ansichten und Strategien aufzunötigen. Die meisten sind dazwischen und irgendwo dazwischen ist auch die goldene Mitte, die allerdings auch wieder von Fall zu Fall woanders liegt, denn nicht jeder Auftraggeber wünscht oder verträgt eine Beratung und nicht jeder Fall benötigt intensive Beratung, lässliche Sünden muss man nicht mit drakonischen Maßnahmen bekämpfen.


    Wie das hier im Einzelfall aussieht, kann ich so nicht beurteilen, ich war nicht dabei und wir hören hier nur die eine Seite.
    Wenn man davon ausgeht, dass es genau so ist wie geschildert, dann wäre mein Rat, den Unmut gezielt dem Dienstleister mitzuteilen. Dieser wird dann entweder seine Meinung erläutern oder es kommt eben zur Auflösung der Beziehung. Es hat keinen Zweck, dauerhaft (oder auch nur drei weitere Male) miteinander zu arbeiten, wenn die Stimmung unterhalb der Meeresoberfläche liegt, das führt zu keinem Erfolg, jedenfalls keinem, der sich auf die eigenen Fähigkeiten günstig auswirkt. Nicht jeder Auftraggeber und jeder Dienstleister passen zusammen.


    Die Spezialtechnik, den Fuß immer auf der Maschine so stehen zu haben, dass immer der Schlegel das Fell abdämpft, finde ich allerdings tatsächlich überdenkenswert.


    Grüße
    Jürgen

  • Ich kann nur den Tip geben sich einen Lehrer zu suchen bei dem man sich wohl fühlt! Im Normalfall entsteht ja dort ein längerfristige Verbindung und wenn man sich nach den ersten Stunden schon schlecht aufgehoben fühlt ist das keine gute Basis. Du hast die Wahl und diese solltest du auch nutzen! Da wo man sich wohl fühlt lernt man gerne und geht auch offener miteinander um.
    Da Lernen und Lehren immer ein geben und nehmen ist sollte die Chemie schon stimmen. Meine Schüler bleiben im Schnitt 2-4 Jahre bei mir und diese Zeit soll weder für den Schüler noch für den Lehrer zu einer reinen Verpflichtung werden. Der offene Umgang miteinander kann erst den Nährboden für ein gutes Lernumfeld sein.

  • Was bei diesem Thema auch zu berücksichtigen ist, ist das Motiv und die Fähigkeit der Selbsteinschätzung des Lernenden.
    Hinzu kommt die Einsicht (vor allem bei jahrelangem autodidakten Spiel), die bisherige Spielweise (aus Sicht des Lehrers: Fehler) zu überdenken.


    Ist das Ziel Berufsmusiker, wird man nicht umhin kommen, Dinge zu lernen, die sich manchmal nicht gleich erschließen und deshalb entsprechend schwer fallen.
    Wenn man da jeden vermeintlichen "Stolperstein", den einem der Lehrer in den Weg stellt, als demotivierend empfindet, sollte man über seinen Berufswunsch noch einmal nachdenken.


    Wichtig ist auch die Fähigkeit zur Einschätzung seines Lehrers: Koryphäe oder Konifere... 8)


    Der ambitionierte Hobbytrommler darf aber immer und über alles meckern... dem wird hier geholfen. :rolleyes:



    .

    Schöne Grüße - Rainer K. aus B. an der W.

  • Die Spezialtechnik, den Fuß immer auf der Maschine so stehen zu haben, dass immer der Schlegel das Fell abdämpft, finde ich allerdings tatsächlich überdenkenswert.


    Das ist ja eigentlich keine Spezialtechnik, den dieser Fall ergibt sich ja automatisch, wenn ich Heel-Up spiele.


    Dazu mal ein Zitat von Stefan Schütz:


    " Ich empfehle die Heel-Down- Technik nur für extrem leises und wenig intensives Bassdrumspiel.... Als Technik der Wahl empfehle ich die Heel-Up-Technik,..." (Fundamentale Konzepte für Schlagzeuger S.34)


    Klar bestätigen Ausnahmen die Regel, aber ich persönlich kenne nur wenige Drummer, die mit Heel-Down lautstärketechnisch in einer Rockband klarkommen. Mit Heel-Up ist das schon leichter.


    Trotzdem ist es nicht falsch, wenn man beides kann- dann kann man nämlich wählen. ;)


    LG

  • drumsandbeats: wo widersprichst du mir denn? Sehe ich genauso wie du.


    Ansonsten ist es hier wie bei sehr vielen Freds: Technik- und Lehrerfragen sind sehr schwer über die Ferne zu beurteilen. Aber das angesprochene Phänomen (Schüler mit Vorkenntnis nimmt eine begrenzte Stundenzahl zur Technikrevision und geht frustriert heim, weil er das Gefühl hat, ihm wird etwas aufgezwungen, was er nicht lernen möchte) gibt es meiner Meinung nach nicht selten.


    Mein persönlicher Weg war, beide Techiken zu lernen und mir alle anderen zumindest anzusehen und auszuprobieren. Ich gebe alles an meine Schüler weiter, wenn sie das wünschen oder ich glaube, dass ihnen das helfen kann. Dabei habe ich natürlich Grenzen, die ich je nach Schüler auch klar mitteile, damit nicht falsche Vorstellungen aufkommen. Engagierte Schüler füttere ich zudem mit DVDs aus meiner mittlerweile ziemlich kompletten Kollektion, damit sie soviele Techniken sehen wie möglich und selbst auch sehen, welche Drummer welche Technik für was benutzen.


    Beim Zoro hatte ich mal ein paar Tage Unterricht und war beeindruckt, wie druckvoll und extrem schnell der mit Heel Down spielt. Nach längerer Probierzeit wurde mir jedoch klar, dass das nicht mein Weg ist. Vollkommen ok. Aber wenn ein Lehrer dem Schüler das Gefühl vermittelt, dass es nicht gut ist, so zu spielen wie der Lehrer (grobe Fehler ausgenommen) ist das nicht gut.


    Ansonsten bin ich bei den meisten hier.


    lg
    max

  • Heel Up darf aber auch nicht mit dem klebenden Beater gleichgesetzt werden. Es gibt sehr wohl Möglichkeiten, Heel Up zu spielen und den Beater nach jedem Schlag den Rebound ausnutzen zu lassen.

  • Zitat

    Ich finde es äußerst schwierig, die Situation zu beurteilen, ohne Bumbklaats Fußtechnik und den Lehrer zu kennen.


    ...... wenn nicht sogar unmöglich.
    ich habe in den vergangenen 3 jahren diverse fusstechniken geübt, heel toe, toe heel, constant release, heel down, heel up mit und ohne sliden, pivot...... Dann fing ich an diverses zeugs zu mixen. Für mich haben sich da komplett neue horizonte aufgetan die mir vorher nicht annähernd bewusst waren. ich habe gemerkt wie selbst die kleinste veränderung großes mit sich bringen kann. Die kleinste veränderung kann es einem einiges leichter, oder auch schwerer machen. Die fusstechnik die mir kim plainfield beigebracht hat, habe ich fast 17 Jahre benutzt und geübt, trotzdem bin ich nie wirklich so damit klar gekommen wie ich eigentlich wollte, Dabei erschien mir diese technik von der theorie her sehr gut. Trotzdem bin ich irgendwie nicht weiter gekommen, weiss der teufel warum. Dann hatte ich die schnauze voll und bin konkret angefangen andere techniken zu üben. Und plötzlich eines tages, ohne das ich die "kim plainfield technik" noch weiterhin benutzt oder geübt hatte, konnte ich sie plötzlich viel viel besser spielen. Mag merkwürdig klingen, hat mir aber gezeigt das vielseitigkeit sich in alle richtungen auswirkt. Hätte ich mich nicht mit verschiedenen dingen beschäftigt, würde ich immer noch unzufrieden wie der ochse vorm berg stehen. Jetzt picke ich mir raus was ich brauche, und habe meinen fuss um 100 % gesteigert, kann sachen spielen die ich immer wollte aber nicht annähernd hinbekommen habe. Vor allem was speed und lockerheit betrifft. OK, der ober-crack bin ich immer noch nicht....
    Ich weiss es nicht, aber kann mir gut vorstellen das die technik des herrn threadstarter nicht der weissheit letzter schluss ist. Ein versierter drummer wird sicher einiges erkennen können, wovon der "laie" nicht im entferntesten eine ahnung hat. Aber richtig, jeder muss das tun was er meint..... Den lehrer hier aber zu bashen, damit wäre ich mal gaaaaaaanz vorsichtig, somal wir das hier nicht aus seinem eigenen munde mitbekommen haben.

  • "In fast keinem anderen Beruf wollen Laien so viel mitreden wie bei Lehrern."

    Na denn is ja jut. ;) Ich bin übrigens kein Pädagoge, aber ich hab einfach was dagegen, wenn Lehrer schlechtgeredet oder beleidigt werden und jeder denkt, er könne es besser. Gut, dass du es nicht so gemeint hast. ;)


    Danke sehr ;)


    Ne, allgemein: Die eigene Spieltechnik ist Geschmackssache, klar. Aber wenn jemand sagt, der Lehrer schieße am Ziel vorbei... er schießt vielleicht eher über das Ziel hinaus. Das hat aber auch den Vorteil, dass man selbst mehrere Mittel zur Verfügung hat, gerade um eigene Ideen zu entwickeln oder sich insgesamt einiges zu erleichtern. Wie Reed311 schon gesagt hat: Wenn man beides kann, kann man wählen. In der einen Situation ist Technik 1 "einfacher"/schonender, in der anderen Situation ist es vielleicht Technik 2. Ein großer Pool an Techniken dient so gesehen vorrangig dem energiesparenden und entlastenden Spielen. Mit Heel-Toe kann man beispielsweise auch leicht mal ein Problem bekommen, wenn man bei zwei kurz aufeinander folgenden Schlägen den ersten statt den zweiten betonen muss, ohne gleich auf das Doppelpedal auszuweichen, bzw. es fällt dir damit leichter. Bei einem Workshop mit Thomas Lang kam auch mal die Frage auf, ob er die Ferse oben oder unten hat. Antwort: Kommt drauf an, wie es klingen soll.


    Sprich mit deinem Lehrer einfach mal drüber. Wenn er weiß, warum er dir diese Technik beibringen will, kann (nein, muss!) er dir auch einen triftigen Grund dafür nennen können. Das ist Grundvoraussetzung für jeden Unterricht!


  • ...... wenn nicht sogar unmöglich.
    ich habe in den vergangenen 3 jahren diverse fusstechniken geübt, heel toe, toe heel, constant release, heel down, heel up mit und ohne sliden, pivot...... Dann fing ich an diverses zeugs zu mixen. Für mich haben sich da komplett neue horizonte aufgetan die mir vorher nicht annähernd bewusst waren. ich habe gemerkt wie selbst die kleinste veränderung großes mit sich bringen kann. Die kleinste veränderung kann es einem einiges leichter, oder auch schwerer machen. Die fusstechnik die mir kim plainfield beigebracht hat, habe ich fast 17 Jahre benutzt und geübt, trotzdem bin ich nie wirklich so damit klar gekommen wie ich eigentlich wollte, Dabei erschien mir diese technik von der theorie her sehr gut. Trotzdem bin ich irgendwie nicht weiter gekommen, weiss der teufel warum. Dann hatte ich die schnauze voll und bin konkret angefangen andere techniken zu üben. Und plötzlich eines tages, ohne das ich die "kim plainfield technik" noch weiterhin benutzt oder geübt hatte, konnte ich sie plötzlich viel viel besser spielen. Mag merkwürdig klingen, hat mir aber gezeigt das vielseitigkeit sich in alle richtungen auswirkt. Hätte ich mich nicht mit verschiedenen dingen beschäftigt, würde ich immer noch unzufrieden wie der ochse vorm berg stehen. Jetzt picke ich mir raus was ich brauche, und habe meinen fuss um 100 % gesteigert, kann sachen spielen die ich immer wollte aber nicht annähernd hinbekommen habe. Vor allem was speed und lockerheit betrifft. OK, der ober-crack bin ich immer noch nicht....
    Ich weiss es nicht, aber kann mir gut vorstellen das die technik des herrn threadstarter nicht der weissheit letzter schluss ist. Ein versierter drummer wird sicher einiges erkennen können, wovon der "laie" nicht im entferntesten eine ahnung hat. Aber richtig, jeder muss das tun was er meint..... Den lehrer hier aber zu bashen, damit wäre ich mal gaaaaaaanz vorsichtig, somal wir das hier nicht aus seinem eigenen munde mitbekommen haben.


    Um es nochmal richtigzustellen. Es geht hier nicht um die Technik, zu sowas sage ich in Foren sowieso fast nie was, weil es nicht zu beurteilen ist. Es geht mir nur um die Tatsache, dass der Fredstarter verunsichert ist, wie er mit dem Rat seines Lehrers umgehen soll und mich das an verschiedene ähnlicher Fälle erinnert. Wie gut der Fredstarter spielen kann und ob seine Fusstechnik gut genug ist, vermag hier ja niemand festzustellen.


    Und zu dir, Buddy Poor, ist ja anzumerken, dass du Profi bist und dich da ja als solcher schon im Vorfeld sehr intensiv mit unterschiedlichen Techniken beschäftigt hast. 95% der "normalen" Drumschüler sind von solchen Berufszielen aber weit entfernt und ihnen ist nicht damit geholfen, ihnen Techniken zu vermitteln, die sie nicht können wollen, bzw. deren Sinn sie nicht vertrauen. Darum geht es mir, das ist mir sehr wichtig!


    Ich möchte auf keinen Fall behauptet haben, dass es nicht sinnvoll ist, viele Techniken zu können. Aber es ist nicht für jeden sinnvoll und schon gar nicht für Trommler und Schüler, die sie nicht können WOLLEN. Aus was für Gründen auch immer.


    lg
    max

  • drumsandbeats: wo widersprichst du mir denn? Sehe ich genauso wie du.


    Ich bezog mich auf diese Textstelle:

    Das Problem bei vielen Lehrern ist folgendes: sie analysieren oft nicht, was der Schüler braucht, bzw. was er erreichen möchte, sondern sie versuchen, dass, was sie selbst machen, als besser als andere Techniken zu verkaufen und dem Schüler anzuempfehlen (manchmal auch aufnötigen).


    Klassischer Fall: Hobbyrockdrummer kommt zum Jazz-Koryphäenlehrer, welcher ihm sagt, man müsse Heel down spielen, weil sonst die BD abgewürgt wird. Ist natürlich richtig, die Frage ist, was es dem "ab und zu Hobbytrommler" bringt, eine komplette Technikrevision zu machen, die am Ende dazu führt, dass er etwas kann, was er in dem von ihm bevorzugten Musikstil nicht braucht.


    Im Nachhinein gestehe ich aber ein, dass sich das nicht unbedingt widerspricht. Ich habe das wohl nur zu sehr in eine andere Richtung gelesen. :)

    "If you don't feel it, don't play it." James Jamerson

  • etwas vom ersten das mir gesagt wurde, dass es ein grossen unterschied ist, ob der beater am fell bleibt oder nicht, vorallem bei mikrofonabnahme.


    und vielleicht kann mir jemand von euch helfen. ich hab mühe, bei schneller latin musik sanfte doppelschläge zu machen, ohne dass der beater am fell bleibt - mit heel down versteht sich.

  • Spiel doch einfach mal einen Shuffle mit der BD - da bleibt der Beater auch nie am Fell kleben.
    Wenn Du das verinnerlicht hast, sollte sich das Problem eigentlich erledigt haben.



    .

    Schöne Grüße - Rainer K. aus B. an der W.

  • Auch bei einem Shuffle kann der Beater am Fell bleiben... wieso auch nicht?

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