• Servus zusammen,


    ich schaue mich gerade nach einem kleinen Set für Clubgigs um und versuche mir einen Überblick über den Schlagzeugmarkt zu verschaffen. Was mir dabei aufgefallen ist: Der Natal-Hype scheint verflogen wie das Tamburo, Taye, RMV und so manch anderer Hype. Gerade wenn ich mir anschaue welche Händler Natal verkaufen ist der große Durchbruch wohl nicht gelungen, trotz des großen Namens Marshall im Rücken und eines entsprechenden Vertriebs. Schade, da ich die Drums echt cool fand, wenn es auch keine echte Innovation aus England gab.


    Der Markt ist wohl zu klein und weiter schrumpfend. Schwer genug für die etablierten Marken drin zu bleiben. Nicht mal Thomann führt Natal, aber DDrum, bei denen ich mich wundere, dass es die noch gibt...


    Wie seht Ihr Natal? Habt ihr einen Einblick in den amerikanischen Markt? Finden die mehr Anklang?


    Gruß, Blues


    P.S.: Premier scheint auch nicht mehr auf die Beine zu kommen. Ein Jammer! Aber da es keine Innovation gibt seit dem Freischwing-Systemen, ist der Markt satt, und wenn man sich den Gebrauchtmarkt anschaut, findet man ja fast alles, was man sich wünschen kann.

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  • Ich würde von Natal weg gehen und würde dir Canopus ans herz legen. das sind sher robuste und gut aussehende und klasse klingende Schalgzeuge http://canopusdrums.com/en/ die kann man glücklicherweise über das Drumcenter in Köln beziehen.http://drumcenter.de/de/ves-brand/canopus_brand.html ich spiele die vintage dry teppiche von der Firma und finde sie klasse.

    Danke für die Empfehlung, aber ich schaue mich für das Zweitset eher im unteren Preissegment um. Will sagen: um die 500 Euro. ;) Als altes TAMA Kind seit 25 Jahren werde ich wohl auch wieder da landen (Metro). Allerdings sind auch das PDP New Yorker, das Ludwig Questlove, Natal Arcadia Jazz in Frage... Sonor fällt aus Prinzip raus... DDrum auch. Das Grätsch Catalina Club Jazz gefällt mir auch noch ganz gut...


    Die Hauptfrage ist erst mal 16er oder 18er Bass. Die Vernunft sagt 16er der Bauch sagt 18er. :D :D


    Ich werde wohl mal bei Thomann aufschlagen müssen. Leider hat kein anderer Händler bei den kleinen Sets so viel Auswahl, aber wie gesagt, nicht mal die haben Natal.

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  • Zitat

    Die Hauptfrage ist erst mal 16er oder 18er Bass. Die Vernunft sagt 16er der Bauch sagt 18er.


    Das kenne ich. Einen so deutlichen Sprung wirst du zwischen der 16er und der 18er BD aber nicht machen. Die 16er kann schon ziemlich tief donnern, wenn gewollt und gezielt Mikrofoniert kann die enorm viel Druck machen.


    [video]http://www.youtube.com/watch?v=ZKq4jfYbTP8[/video]


    Mit 20" sähe das wieder anders aus, aber das ist dann ja wieder ein ganz anderes Setup. :) Naja, im Grunde kannst du weder mit 16, noch 18" BDs bei Jazz was falsch machen. Und auch größere (20/22") passen da durchaus noch ins musikalische Konzept.


    Für Natal habe ich mich nie sonderlich erwärmen können, vermutlich, weil die einfach nichts anderes gebracht haben, was die anderen Hersteller schon längst bieten. Und die sehen mir optisch zu sehr nach "möchtegern-DW" aus. Aber da die Marke noch nicht soooo lange am Markt ist, kann sich da ja noch was entwickeln. Immerhin gibt es ja ein paar Händler für Natal in D.


    Kleines Jazzset. Wenn Sonor ausscheidet, würde sich für mich die Wahl in der Preisklasse auf Gretsch Catalina Jazz und das Silverstar Metrojam reduzieren. Letzteres hat ja ein Update bekommen und nun auch Holzspannreifen an der BD. Dadurch sieht es gleich viel besser aus, finde ich. Wäre also die Frage: Birkenkessel mit 45er Gratung oder Mahagoniholz mit 30er Gratung?


    Das Ludwig hatte mich im Laden ehrlich gesagt nicht sonderlich vom Hocker gehauen. Da hatte ich klanglich mehr erwartet. Das PDP New Yorker, dazu kann vermutlich noch niemand was sagen - ist ja noch ganz neu am Markt. Es soll aber gewisse Verarbeitungsmängel geben (Snarebeds schief, Spiralteppich bei Auslieferung bereits im Eimer laut Bonedo). Die haben andere in der Preisklasse nicht.

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • Da stimme ich zu, das Ludwig Questlove-Set sieht in Natura nicht sehr vertrauenerweckend aus. Ist ziemlich billig gemacht.
    Das Gretsch Catalina Jazz spiele ich sehr häufig auf Gigs und bin immer wieder überrascht, wie gut das klingt. Die Verarbeitung ist auch sehr ordentlich.


    Die Aufnahme der 16er BD in dem Video oben finde ich sehr irritierend. Irgendwie klingt die BD komisch, als würde da irgendwo was clippen...

  • Keine AHnung, wie die Aufnahme genau gemacht ist. Ich denke mal, mit 'nem einfacheren BD-Mikro, dass auf eine kleine Decke/Kissen mittig in die BD gelegt wurde und gut ist. Ansonsten scheint das Teil ungedämpft zu sein. Dadurch ist dann ein gewisser Nachhall innerhalb des Kessels wahrnehmbar. Aber was da an Bassbumms per Mikrofon aus diesen 16er BD's theoretisch rausgeholt werden kann, ist eigentlich recht beachtlich.

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • Zitat

    Letzteres hat ja ein Update bekommen und nun auch Holzspannreifen an der BD.

    Dafür hat man ihm wohl das Starcast Mounting geklaut. ;) Die besseren BD-Beine sind wieder ein Plus...


    Ja ich bin mir noch unschlüssig. Das Gretsch (warum mach meine Autokorrektur eigentlich immer Grätsch daraus?) ist eigentlich etwas über dem Budget das ich gesteckt habe und mit 12/14 Toms bin ich nicht weit weg von dem Set das ich eh schon habe.


    Sets mit größerer, aber kurzer Bassdrum gibt es gar nicht mehr. 20x11 oder so. Wie die Premier Sets. Das Konzept macht doch auch Sinn für kleine Clubs. Tiefe da, aber Lautstärke reduziert.

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  • Die Aufnahme der 16er BD in dem Video oben finde ich sehr irritierend. Irgendwie klingt die BD komisch, als würde da irgendwo was clippen...

    Ja gut, die ist halt bretthart durch den Equalizer gedreht. Klingt nach Grenzfläche. Ich hatte mal einen Gig auf einem Pearl Export, die Kick klang wie ein "Pappkarton (auf der Bühne), außer der Grenzfläche lag nichts in der Trommel. Vor der Bühne klang sie dann wie Ulle für Arme. :D Der Sound des Floortoms im Video ist bedenklicher.

  • Hallo,


    ab Minute 3 kommt der Bonham ...


    Keine AHnung, wie die Aufnahme genau gemacht ist


    Wenn man mal hinhört, was da gespielt wird und wie es klingt, würde ich sagen: nun ja, das ist halt Avantgarde oder Free Jazz oder
    da hat einfach jemand die Drogenschublade vom Lemmi geplündert.


    Grüße
    Jürgen

  • Natal sind durchwegs gute und schön verarbeitete Schlagzeuge. Die Marke wird gerade aufgebaut, nicht aggressiv aber kontinuierlich.
    Ein Freund von mir ist Endorser, ich konnte es ausgiebig testen, und ja, ich bin überzeugt.
    Man will die Marke wohl langsam aber sicher aufbauen, das Geschäft mit Marshall brummt nach wie vor...es gibt keinen Zwang.
    Das Ziel vorerst ist wohl, gute und nicht im hochpreis Segment, anzubietende Drums zu bauen.

    Gruss, Mario


    dw Collectors, Yamaha RC9000, Pearl MBX Masters Studio

  • Wie schon geschrieben wird, die Innovation fehlt halt. Alle Hölzer die in Masse verfügbar sind dürften wir mittlerweile durch haben, auch sonst kommt nichts Neues. ( Mich kreativen Kopf fragt ja leider keiner :thumbup: :whistling: ) Der Grund Natal zu kaufen außer Neugierde und Spass am Unbekannten ist nicht so wirklich gegeben. Langsam aufbauen in allen Ehren, aber wenn man erst mal den "ganz nett aber interessiert keinen" Stempel drauf hat ist es schwer und teuer ein neues Image aufzubauen. Dann bleibt es ein Hobby von Marschall weil der alte Jim schon immer mal Drums bauen wollte... ;)


    Ich hab ja schon viel Gutes gehört, aber wenn es keinen Stützpunkthändler gibt, der mal mehrere Varianten zum antesten stehen hat, dann wird's schwer. Walnut und Birch sehen interessant aus.


    Gibt es noch einen deutschen Endorser außer Daniel Schild? :)

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  • Ich habe mir selber vor zwei Wochen nen Natal Maple als zweit Set gekauft und muss sagen ich bin positiv überrascht.


    Wenn ich das Set mit meinem Starclassic vergleiche, seh ich abgesehen von den verwendeten Schrauben zur Hardwaremontage keine qualitativen Unterschiede. Klar kann ich auch nicht ins Holz rein gucken aber die Verarbeitung ist vorbildlich.
    Für mich wird es ein Set sein das ich genau so gerne spielen werde wie das fast drei mal so teure Tama.



    Solide Sache die Marshall da auf die beine gestellt hat!

  • In der Schweiz hat Natal eine gewisse Präsenz, seit Pearl hier nicht mehr vertreten werden kann und der Distributor auf Natal umgesattelt hat.
    Mir fallen zwei starke Schweizer Drumminggrössen ein, die Natal spielen; Orlando Ribar(Sina, Salto Natale, solo, ...) und
    Massimo Buonanno
    (Seven, Gregor Meyle, ...) - wobei der Massimo in der Zwischenzeit zu Sakae gewechselt hat :whistling: .


    Persönlich hab ich keine Erfahrung damit. Gehört zu Marshall, nicht?

  • Es ist jetzt tatsächlich ein Gretsch Catalina Club 18/12/14 geworden. Dazu ein Gibraltar Stealth Rack und eine beinlose HiHat. Dadurch hab ich nur wenige Sachen zu tragen, nehm wenig Platz weg und kann schnell abbauen.


    Ich hätte mir fast ein Natal Arcadia gekauft, aber die sind erst ab Februar lieferbar und der Termin verschiebt sich ständig nach hinten. Der Preis wäre auf jeden Fall ein Argument für Natal gewesen. 375,- (je nach Kurs Pfund-Euro) Euro ist geil für das Set.


    http://www.gear4music.de/de/Dr…l-Pack-schwarz-Glanz/1E4Z
    Da sind auch einige Snares runter gesetzt. So was zum Beispiel, aus Bonze für 183,- Euro:
    http://www.gear4music.de/de/Dr…are-Drum-alte-Bronze/1AJ2

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  • Empfinde ich nicht so. Wenn man es mit einem No Name Produkt vergleicht vielleicht... aber eine handgehämmerte Bronze Marken Snare?


    Mal abgesehen davon, dass bei einer 12er im Vergleich zu einer 14er nicht wesentlich weniger Material und sicher nicht weniger Arbeit drin steckt.

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