Bin ich eine Diva ? Stress im Proberaum

  • Bandarbeit/Beziehungsarbeit ist ein guter Punkt für meine Liste.

    Das ist wohl der Knackpunkt bei der Sache und auf mich wirkt es ein bisschen so, dass du zumindest bei dem Thema der einzige von euch bist, der nicht gezielt weg sieht, weil dir das Thema halt nicht am A... vorbei geht.


    "Gleiches gesellt sich gern mit gleichem". Das macht zwar auch nicht alles einfacher, aber vieles.

    Ich an deiner Stelle würde nur dabei bleiben, wenn es musikalisch wirklich passt und gut für dich ist. Aber die Soundgeschichte hast du so oder so auf'm Buckel ... egal ob du dich mit den Gegebenheiten abfinden oder für Verbesserungen im Alleingang kämpfen musst.


    Berichte doch mal, wie es weiter geht ;)

  • Und wer ist unzufrieden?

    Der Gitarrist.

    Weil er seine Vollröhre voll dröhnen hören möchte.

    Typischerweise steht der Amp auf dem Boden, der Gitarrist genau davor und klagt, dass er sich nicht richtig hört. Allen anderen fallen aber schon die Ohren ab. Man hat halt keine Ohren an den Knien.


    Für mich am Schlagzeug ist InEar auch nicht so richtig befriedigend, da fehlt auch etwas Wumms. Ich hab das mal bei einem Bekannten probiert, der einen Buttkicker montiert hatte, das war wiederum sehr schön.

  • Jeder hatte so seine Schwierigkeiten… es dauert eben ein wenig, manche gewöhnen sich nie daran… wir finden es mittlerweile sehr gut, mussten aber viele Probestunden investieren und ausprobieren…. Glücklicherweise habe ich ne verdammt tolle Band, da geht so etwas 😉


    Unser Gitarrist verwendet übrigens das hier seit einiger Zeit, damit wurde es viel besser vom Sound

    Two Notes Torpedo Captor X – Musikhaus Thomann

  • Typischerweise steht der Amp auf dem Boden, der Gitarrist genau davor und klagt, dass er sich nicht richtig hört. Allen anderen fallen aber schon die Ohren ab. Man hat halt keine Ohren an den Knien.

    Ganz genau. Oder man packt den Amp in Plexiglas, nimmt ihn ab und hätte ihn dann gerne auf seinem Floor-Monitor. "Ich hör mich nicht" und der Trommler ist schuld. Viele Gitarristen haben den Amp auch seitlich auf der Bühne stehen in Bauch-/Brusthöhe, so dass er zur Bühnenmitte strahlt. Ich glaube, das kann recht gut für den Bühnen- und auch FOH Sound sein! Hatte ich mal vorgeschlagen, weil ich das schon oft gesehen habe. War aber angeblich eine blöde Idee. :(

    Für mich am Schlagzeug ist InEar auch nicht so richtig befriedigend, da fehlt auch etwas Wumms. Ich hab das mal bei einem Bekannten probiert, der einen Buttkicker montiert hatte, das war wiederum sehr schön.

    Echt? Also ich bin persönlich sehr froh, wenn ich was in den Ohren habe, weil meine Snare für mich beschissen unangenehm wird, wenn sie so klingt, wie sie klingen muss. :)

    Four on the floor sind zwei zu viel.
    SONOR Vintage Series: 22" BD; 14" Snare-Drum; 12", 13" TT; 14", 16" FT
    PAISTE 2002 Big Beat: 15" HiHat; 18", 20", 22" Multi, 16" PSTX Thin Crash, 14" Stack aus PST7 China und 14" PTSX Thin Crash

    VIC FIRTH 5A American Classic Hickory, REMO Ambassador Coated

    >> Mein Vorstellungsthread

  • Viele Gitarristen haben den Amp auch seitlich auf der Bühne stehen in Bauch-/Brusthöhe, so dass er zur Bühnenmitte strahlt. Ich glaube, das kann recht gut für den Bühnen- und auch FOH Sound sein! Hatte ich mal vorgeschlagen, weil ich das schon oft gesehen habe

    Genau so ein Aufbau war damals das Ergebnis unserer monatelangen Stellproben. Alle Amps seitlich und leicht nach oben gerichtet, sodass auf den Monitoren nur noch Gesang sein musste. Und ich hab in der Mitte gesessen und wunderbar alles hören können.

  • Meines Erachtens liegt der Schlüssel zur Lösung von Problemen beim Bandsound in der "Recordingbrille". Ich habe vermehrt den Eindruck, dass gerade diejenigen, die sich mit dem Thema Recording befassen, mehrheitlich schon einschätzen können, wie sie ihre Instrumentierung in den Gesamtkontext angemessen einpassen und was für den Instrumenten- und Bandsound relevant ist oder eben nicht. Auch sind sie in der Lage, mit nur wenigen Handgriffen die Kuh vom Eis zu holen. Das macht die Soundfrage erheblich entspannter.


    Zur Positionierung im Raum muss man bei einigen Leuten wirklich ganz viel Geduld oder tatsachenschaffende Alternativen haben. Es gibt einfach Bassisten, die WOLLEN vor ihrem 4x10+1x15 Stack stehen, aber hören trotzdem nix und in der Nachbarschaft macht man sich um die Statik Sorgen. Es gibt auch Gitarristen, die WOLLEN vor ihren 4x12er Boxen stehen und mit Volumen auf 11 spielen, obwohl der gegenüberstehende Typ schon halbtot umfällt. Die Frage ist, ob man das für einen selbst funktioniert. Musiker kann man ersetzen, das Gehör nicht.


    Für ein paar Vorschläge zu Stellproben, den Recordinganfang und zügige Ergebnisse kann nur jedem die 7€-Lektüre von Moses Schneider empfehlen. shop bzw. Moses Schneider - Das etwas andere Handbuch // The Alternative Workbook . Das sind 130 kleine Seiten, die jeden weiterbringen.


    Edit: Zum Thema Inear (für Nichtschlagzeuger) und dessen Vorteile habe ich mich hier schonmal in gebotener Kürze ausgelassen. Selbst wenn man richtig steht (siehe Moses) und sich als Band im Griff hat, würde ich dennoch auf Inear setze. Schon alleine deshalb, weil die IEMs selten so laut aufgerissen sind, wie ne normale Box (egal welcher Art).

    Einmal editiert, zuletzt von greb ()

  • Moin, gestern abend trafen wir uns regulär zu Probe und ich habe mein Anliegen vorgetragen. Ziel war nicht, zu einem abschliessenden Ergebnis zu kommen. Alle sollten die Möglichkeit haben sich darüber in Ruhe ihre Gedanken machen zu können, aber einiges wurde näher diskutiert. Insgesamt war es doch sehr erleichternd.

    • Wir müssen an unserer Kommunikation arbeiten. Das wurde vom Six-String-Eierschneider ^^ auch noch besonders hervorgehoben. Recht hat er.
    • Die Notwendigkeit sich auch mit dem Sound zu beschäftigen, insofern es denn notwendig scheint, wurde grundsätzlich anerkannt. Wobei es da aber auch wieder eine unterschiedliche Gewichtung gibt. Der Low-End-Operator sieht das eher als subjektive Meinung, ich dagegen halte es für einen Sachzwang. So ganz werden wir da wohl nicht in Übereinstimmung kommen. Ok. Eine selbstständige, tiefergehende Auseinandersetzung mit seinen Geräten zwischen Bass und Cab schloss er wegen "Kompetenzmangels" vorerst aus, ist aber bereit, dass wir das mal gemeinsam (ikke und er) ausserhalb der Proben angehen können und ich sozusagen einen "Workshop" in Bezug auf die Funktion und Anwendung der diversen Effektgeräte und deren Einstellungen abhalte. Gut. Das erweitert auch meinen Horizont.
    • Ich muss daran arbeiten wie ich technische Zusammenhänge kommuniziere. Statt endloser Reden mit Ausschweifungen zu Hintergrundinformationen werde ich mich bemühen kurz und prägnant zusammenzufassen. "Wenn man daran dreht, passiert das und das verursacht jenes." Fertig.
    • Manchmal könnte ich wohl etwas leiser spielen.
    • Wir bereiten einen KH-Monitoringweg vor und dann kann jeder mal testen ob das in Frage kommen könnte.

    Ich denke, dass ist eine gute Ausgangslage auf der man weiter aufbauen kann. Ich bin optimistisch.

    Vielen Dank nochmal für alle eure Inputs. :*


    edit:

    Für ein paar Vorschläge zu Stellproben und den Recordinganfang und zügige Ergebnisse kann nur jedem die 7€-Lektüre von Moses Schneider empfehlen.

    Mann, ich Depp! Ich habe das Werk bereits, aber nicht daran gedacht, dies als Unterstützung hinzuzuziehen. ^^

    Blaukraut bleibt Blaukraut & Brautkleid breibt Blaubtkreid

    Einmal editiert, zuletzt von dani808 ()

  • Das wurde vom Six-String-Eierschneider ^^ auch noch besonders hervorgehoben.

    Kenn ich. :) Glaubst du, das hält lange bzw. wird bei der nächsten Auseinandersetzung berücksichtigt? :saint: Gitarristen machen schon auch mal kosmische Strahlung verantwortlich, warum etwas an einem beliebigen Tag nicht funktioniert...

    Der Low-End-Operator sieht das eher als subjektive Meinung, ich dagegen halte es für einen Sachzwang.

    Jaja, subjektive Meinung ist immer willkommen, wenn man sonst was tun müsste. Erst gestern hat der Keyboarder mit der synkopierten Lead-Melodie einer bekannten Rockballade gekämpft, worauf der Saitenmann meinte, "lass uns doch einfach unsere Version daraus machen". :saint:

    Ich muss daran arbeiten wie ich technische Zusammenhänge kommuniziere. Statt endloser Reden mit Ausschweifungen zu Hintergrundinformationen werde ich mich bemühen kurz und prägnant zusammenzufassen. "Wenn man daran dreht, passiert das und das verursacht jenes." Fertig.

    100% ich! ^^ Ich glaube, Schlagzeuger sind doch alle irgendwie besondere Menschen. :saint:

    Manchmal könnte ich wohl etwas leiser spielen.

    Ja klar, das sowieso. Man kann auch Hardrock mit Besen spielen! Und sich dann wundern, warum es nicht groovt. (Vorsicht! Leicht ironisch gemeint!)

    KH-Monitoringweg

    Was ist denn KH? :/

    Four on the floor sind zwei zu viel.
    SONOR Vintage Series: 22" BD; 14" Snare-Drum; 12", 13" TT; 14", 16" FT
    PAISTE 2002 Big Beat: 15" HiHat; 18", 20", 22" Multi, 16" PSTX Thin Crash, 14" Stack aus PST7 China und 14" PTSX Thin Crash

    VIC FIRTH 5A American Classic Hickory, REMO Ambassador Coated

    >> Mein Vorstellungsthread

  • Ich glaube, ich muss auch mal eine Lanze für Gitarristen brechen. :) Unser ist nämlich ziemlich pflegeleicht und definitiv keine Diva.

    Ich bin sicher viel komplizierter. ^^

    Blaukraut bleibt Blaukraut & Brautkleid breibt Blaubtkreid

  • Und wer ist unzufrieden?

    Der Gitarrist.

    Weil er seine Vollröhre voll dröhnen hören möchte.

    Typischerweise steht der Amp auf dem Boden, der Gitarrist genau davor und klagt, dass er sich nicht richtig hört. Allen anderen fallen aber schon die Ohren ab. Man hat halt keine Ohren an den Knien.

    Nö, bei unserem Gitarristen passt es sogar.

    Seine Box steht erhöht in zwei Meter Entfernung.

    Da kann man nicht meckern.

    Aber er stört sich halt daran, dass über In-Ear der Druck und die volle Röhre nicht rüberkommt.

    Das glaub ich ihm gern, und es sind ja seine eigenen Ohren, um die es dann geht. :P

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