Bin ich eine Diva ? Stress im Proberaum

  • Hallo zusammen,

    ss gibt Unstimmigkeiten im Bandleben. MMn setzen sich die Kollegen an den 4- und 6-Saitern nicht ausreichend mit ihren Gerätschaften auseinander. Das führt zum einen dazu, dass planlos an den Reglern geschraubt wird, ohne zu wissen was man da macht geschweige denn wo man hinwill. Als Resultat gibt es dann Pegelsprünge beim ein- oder umschalten der Effekte oder auch Klänge die einem transparenten Bandsound (Übesituation Bandprobe) grundsätzlich nicht entgegenkommen.

    Ich habe das Thema mehrfach angesprochen, Vorschläge gemacht, was man mMn zB ausprobieren könnte, sowie meine Mithilfe auch ausserhalb der Proben angeboten. Nicht dass ich konkret wüsste was zu tun ist, aber ich habe zumindest einen «positiven Zugang» zu technischen Dingen. Ein bisschen was wurde auch ausprobiert aber ich habe auch gemerkt, dass das Thema bei den anderen recht unbeliebt ist, zT sind Änderungen auch wieder «klammheimlich» zurückgestellt worden, ohne dass sich vorher jemand darüber negativ geäussert hatte. Man kann ja sagen, dass einem das Ergebnis eines Vorschlages nicht passt. Ist ja auch ok.

    Wie kann man da vorgehen? Bin ich anmassend, wenn ich dem Gitarristen sage, dass er seinen Amp mit zu viel Gain anfährt und der Sound stellenweise so dicht ist, dass man keinen Anschlag mehr erkennen kann? Ist es überheblich, dem Bassisten was von Raummoden, One-Note-Bass und Sorgen über die Ohrgesundheit zu erzählen und zu fordern, er solle mal den Subbassanteil verringern?


    Grüsse

    Blaukraut bleibt Blaukraut & Brautkleid bleibt Blaubtkreid

  • Kann man pauschal nicht beantworten, weil nicht jede(r) die gleiche Borniertheit aufweist und nicht jeder(r) die gleiche Art hat, Defizite zu benennen. Ich gehöre selbst auch zu den Drummern, die gerne mal im Sinne der gesamten Performance in den "Zuständigkeitsbereich" andere Instrumentalisten hineinargumentieren. Und ich habe leider immer mal wieder die Erfahrung gemacht, dass es Punkte gibt, die, obschon in meinen Augen wirklich logisch, aus Sicht der Saitenfraktion nicht verhandelbar scheinen. Ein Plus ist, wenn dir deine Mitmusiker hohe Kompetenz zuschreiben und dir in deiner Einschätzung vertrauen und daher auf dich hören, selbst wenn sie es anders empfinden. Tun sie es nicht, dann bleibt meiner Erfahrung nach meist nur, sich mit dem Erreichten zu begnügen. Weiter zu insistieren gleicht dem berühmten Kampf gegen Windmühlen.


    Gerade Hobbyisten scheint es oft schwerzufallen, sich zu Gunsten eines besseren Gesamtbildes unterzuordnen, denn das schränkt (Achtung Ironie!) die Selbstverwirklichung zu stark ein. Ich gehe da inzwischen recht konsequent den Weg, Bands zu verlassen, bei denen ich mich mit solchen Unzulänglichkeiten nicht arrangieren kann. Aber meist hilft es, die Dinge mit etwas Milde zu betrachten.

  • Tja, inzwischen sage ich nichts mehr. Und denke mir meinen Teil. Anders wäre es, wenn ich mit Musik meine Brötchen verdienen müsste.


    Meist scheint es ja im Hobby doch um Leben und Tod zu gehen, sobald eine Drummerin oder ein Drummer einen Vorschlag macht. -) Schwierig; wenn es gut geht, hat das wohl auch was mit Reife und Gelassenheit zu tun, denke ich.

  • Kurz zusammengefasst: Eine Band ist wie eine Beziehung, man muss dran arbeiten, soll es gelingen 😉 Alles andere zerbricht irgendwann ✌️


    Edit: man=alle 😌

  • Hallo

    Schwierig wird es , wenn man selbst nicht so genau weiß, woran man drehen muss. Ich mag Streit eigentlich überhaupt nicht. Ich glaube ich würde erstmal heimlich in den Proberaum gehen und selbst mal abchecken was so geht. So schafft man sich selbst erstmal eine Diskussion-Plattform.

    Man könnte auch mal versuchen, die Beteiligten mal aus ihrer Reserve zu locken. Einfach eine Situation schaffen, wo alle zum handeln quasi gezwungen werden.

    z.B. tauscht doch mal die Instrumente. Ich weiß, das erste Problem wird sein, wenn man selbst nur das eigene Instrument spielen kann.

    Kann man umgehen, wenn man sich gegenseitig das spielen beibringt. So kommt man sich näher und es fördert ungemein eine gesunde Kommunikation.

    Oder man bestimmt einfach, reihum, einen der sagt wo es lang geht. So kann man sich mal verschiedene Perspektiven anschauen.

    Wichtig dabei ist natürlich, dass alle es wollen. Arbeitet vor allen Dingen an eurer Kommunikation. Wenn die nicht funzt, dann wird es schwer werden da eine gemeinsame Richtung zu finden. Oder versucht zu mindestens einen Weg zu finden, dass alle damit gut zurecht kommen.

    Zu deine Ausgangsfrage-Du bist weit von einer Diva entfernt. Du willst dich ja nicht in den Mittelpunkt drängen und deine Mitmusiker willst du auch nicht um den Finger wickeln. Diese tut das allerdings so, dass sie, obwohl sie bemüht ist im Mittelpunkt zu stehen, es nur durch ihre bloße Anwesenheit zu erreichen, ohne dabei anderen auf die Nerven zu gehen. Sie braucht nicht viel zu sagen, die ist einfach nur da und alle hüpfen ihr hinterher

    Du versuchst ein gesundes Übe-Klima zu schaffen, ohne dabei überheblich aufzutreten. Du machst Vorschläge die, wie zu sagst, sich unerhört im Proberaum in Luft auflösen. Was natürlich aus der Perspektive der Anderen dir möglicherweise zugeschrieben werden könnte ist der Rang einer

    "Zicke" ;) Der kleine aber entscheidende Unterschied zu einer Diva.

  • Wir hatten jüngst einen Tonmeister im Probenraum, um zu klären, wie wir am besten Demos aufnehmen können, ohne ins Studio zu müssen. Das war sehr lehrreich für alle Fraktionen, nicht zuletzt wegen Lautstärke. Wie die PAs stehen sollten, wer wann wen neutralisieren kann, Mikropositinonierung, Mischpult, usw. Und da sind wir von Leben und Tod noch weit entfernt, obwohl ich das aus anderen Bandkonstellationen durchaus kenne: "Ich hör mich nicht!" (Was folgt, kann sich jeder denken.)

  • Guten Abend,


    meist sind solche Diskussionen ein Indiz dafür, dass die Kapelle nicht funktioniert.


    Aus meiner Sicht ist jeder Herr seines Geschirrs.

    Der ein oder andere beherrscht es mehr oder weniger, das ist eben so. Wenn das so weit von dem entfernt ist, was ich akzeptieren kann oder will, dann muss ich eben das Weite suchen.


    Grüße

    Jürgen

  • Wenn Dinge nicht passieren oder heimlich rückgängig gemacht werden, fühlen sich die Herrschaften(innen?) vermutlich nicht genügend in die Entscheidungen einbezogen. Keiner mag dauerndes Genörgel an seiner vermeintlichen Kernkompetenz. Vielleicht mal bei einem Bier zusammen abstimmen über eine einzelne Sache, bei der Ihr Euch klanglich weiterentwickeln wollt? Und im Sinne ausgleichender Gerechtigkeit auch für jeden Vorschlag offen sein, der da in den Raum geworfen wird (selbst wenn er das gefürchtete "Kannst Du die Drums nicht leiser spielen? Aber halt so, dass es trotzdem noch fett klingt!" enthält)...

    Nix da.

  • Vielen Dank für eure Sichtweisen. Eigentlich geht's ja nur darum, dass jeder jeden hört. So kann man auch mal Musik machen.

    Blaukraut bleibt Blaukraut & Brautkleid bleibt Blaubtkreid

  • Ich kenne das was du beschreibst und habe auf sowas keine Lust mehr.
    Als ich in meine Rumpelkapelle kam, wurden die Ziele und Ansprüche klar besprochen und definiert.

    Das ich der Tech der Band bin und mich von Raumakustik über Sound bis zur Demoproduktion um alles kümmere hat sich ergeben weils kein anderer kann.
    Dadurch das von Anfang an alles was mit der Musik und der Band zu tun hat festgesetzt wurde, kommen solche Diskussionen und Probleme gar nicht erst auf.

    Als erstes wurde komplett und ausnahmslos auf KH Monitoring umgestellt, da ich sonst die Band eh sofort wieder verlassen hätte.
    Aber das war nicht der Grund, denn ich bin leicht zu ersetzen. Der Grund war, das die Kollegen offen und experimentierfreudig sind und jeder das bestmögliche was wir erreichen können umsetzen möchte.
    Die Proben sind auch dadurch außerst effizient und stressfrei.


    Die Klangvorstellungen eines jeden und der Bandsound werden gemeinsam besprochen und umgesetzt.

    Die technische Umsetzung obliegt dann mir. Jetzt zum Glück auch durch die Ergänzung eines Tonlers, der uns mit seinen Vorschlägen besonders Live eine große Hilfe sein wird.


    Besonders bei Gitaristen die im Grunde meist nicht wissen was sie tun ist es oftmals schwer sich durchzusetzen.
    Meine Erfahrung ist, das je weniger sie sich mit der Technik und dem Sound auskennen, desto mehr Gear verwenden sie und desto divenhafter sind sie.
    Wenn ich in einen Proberaum komme und die Ausstattung des Gitaristen sehe, weiss ich wie es in der Band läuft :)
    Am liebsten sind mir die mit einem Kemper. Da weisst du das sie wissen was sie tun. ;)

    Bassisten sind in der Regel nach meinen Erfahrungen mit die pflegeleichtesten.
    Schlagzeuger leider auch ähnlich kompliziert wie Gitaristen, sorry, ist so.
    Sänger sind meist sehr zahm wenn man ihnen den Weg zu einem besseren Sound zeigt.


    Aber grundsätzlich funktioniert eine Band mit kompetenten und offenen Musikern besser und dann auch meist musikalisch besser.


    Was du beschreibst, das gar nicht darauf eingegangen wird was einzelne ansprechen oder fordern (sofern es plausibel und dienlich ist) ist für mich ein Zeichen das den Leuten nicht daran liegt die Band im gesamten zu verbessern, sondern das sie ihr eigenes Ding in den Fokus stellen.

    Natürlich kann man auch ohne InEar im Proberaum spielen, aber das erfordert halt eine Menge Kompromisse, Rücksicht und Verstand und Aufgeschlossenheit.
    Ich halte mich größtenteils aus den Arangements raus, das machen die anderen besser.
    Und wenn die Mitmusiker anmerken das zb. das getrommel nicht passend sei und man gemeinsam daran arbeitet ist das doch ein Bandding und kein Angriff auf die eigene
    Selbstbestimmung. Für mich ist der Sound ebenso wichtig wie die Musik und live auch noch die Show.
    Ich empfinde zusammen musizieren als Teamarbeit ohne Platz für Egomanie

    don´t panic

  • Schlag doch mal eine Mehrspuraufnahme vor. Mit geeigneten Mikros vor den Amps. Damit könntest du vielleicht demonstrieren, wie sich euer Sound von professionellen Produktionen unterscheidet.


    Das Prinzip des Klugscheißers funktioniert nur, wenn man mit Fakten glaubhaft machen kann, dass man es wirklich besser weiß. ;)

  • Vielen Dank für eure Sichtweisen. Eigentlich geht's ja nur darum, dass jeder jeden hört. So kann man auch mal Musik machen.

    Genau deshalb haben wir investiert, den Proberaum akustisch optimiert, nen Mischpult samt notwendigen Equipment gekauft und auf Inear umgestellt. Jeder hat seinen eigenen Mix. Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig für jeden, mittlerweile einfach fantastisch. 👌

  • Vielen Dank für eure Sichtweisen. Eigentlich geht's ja nur darum, dass jeder jeden hört. So kann man auch mal Musik machen.

    Genau deshalb haben wir investiert, den Proberaum akustisch optimiert, nen Mischpult samt notwendigen Equipment gekauft und auf Inear umgestellt. Jeder hat seinen eigenen Mix. Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig für jeden, mittlerweile einfach fantastisch. 👌

    Im Prinzip spiegelt sich das mit meinen Erfahrungen wieder.

    Sogar der Sänger der am Anfang zwar Kopfhörer Monitoring (In Ear haben die meisten aber nicht jeder) gut geheißen hat aber gemeint hat er probierts trotzdem ohne, weil Gesang mit verstopften Ohren irgendwie merkwürdig ist (kann ich auch bedingt nachvollziehen), schaltet keinen Lautsprecher mehr ein.


    Das schöne am eigenen Mix ist, jeder kann sich das lauter oder leiser drehen was er braucht. Wenn man sich damit mal auseinandersetzt funktioniert das Aufbauen und der Monitor Check bei Auftritten auch wesentlich schneller und routinierter.


    LG

  • Das Prinzip des Klugscheißers funktioniert nur, wenn man mit Fakten glaubhaft machen kann, dass man es wirklich besser weiß. ;)

    Das ist ein sehr guter Satz!
    Man muss sich nur als Klugscheisser einmal durchsetzen um zu zeigen wo der Hammer hängt, danach wirds leichter.


    Das Problem beim Ohrenmontoring von beratungsresitenten Pauschalverweigerern ist das es wirklich gut sein muss und möglichst schnell umgesetzt wird.
    Danach gibt es keine Argumente mehr dagegen und die meisten werden dann zugeben das es wirklich besser klingt und das Zusammenspiel auch besser funktioniert.
    Auch das die Ohren nach einer Probe nicht mehr klingeln werden sie bemerken.

    Hat man dann noch die Möglichkeit den Gegebenheiten entsprechend gute Mitschnitte zu machen die teilweise besser werden als manch ein Banddemo, hat man sicher auch den letzen Überzeugt.

    Bekommt man es selbst nicht hin ist es auch ratsam sich externe Hilfe zu holen, Jemand der einem den ganzen Kram einmal einrichtet und erklärt.
    Ansonsten sehen sich die Skeptiker bestätigt und werden noch ablehnender.

  • Wie kann man da vorgehen? Bin ich anmassend, wenn ich dem Gitarristen sage, dass er seinen Amp mit zu viel Gain anfährt und der Sound stellenweise so dicht ist, dass man keinen Anschlag mehr erkennen kann? Ist es überheblich, dem Bassisten was von Raummoden, One-Note-Bass und Sorgen über die Ohrgesundheit zu erzählen und zu fordern, er solle mal den Subbassanteil verringern?

    Das Problem ist halt tatsächlich die Kritik selbst. Und nicht nur im Amateurbereich gibt es Eitelkeiten und persönliche Ecken und Kanten, die eine Zusammenarbeit erschweren können. Kommt halt letztendlich drauf an, wie gerechtfertigt das im Verhältnis zur künstlerischen Schaffenskraft ist ...


    Die Lösung sehe ich demgegenüber in der Tat. Nimmst du die Sache in die Hand, kümmerst dich, übernimmst mal den Job des Technikers und Produzenten und gibst deinen Kollegen etwas, könnte das gute Überzeugungsarbeit leisten.


    Aber was könntest du damit erreichen? Im besten Fall glauben deine Kollegen dir und ziehen mit, ohne dich zu belasten. Im schlimmsten Fall wirst du aber mit deinen Diensten ausgenutzt. Und die andere Möglichkeit ist halt, dass sich nichts ändert. In allen Fällen solltest du dich fragen, ob das Projekt für dich passt oder nicht. Wurde ja hier bereits mehrfach angedeutet ... u.U. ist es besser, die Sache abzuhaken und nach anderen Leuten Ausschau zu halten. Oder eine Zeit lang allein weiter zu machen. Wenn du dich dabei weiterentwickelst, eröffnen sich dadurch auch neue Möglichkeiten für Zusammenarbeiten.


    Kostspieliges In-Ear/Kopfhörer-Monitoring halte ich übrigens nicht für die optimale Lösung per se. Große Vorteile hat es, wenn man eine hohe Grundlautstärke (z.B. durch ein sehr lautes Schlagzeug) in einem sehr kleinen Raum hat bzw. hätte (die aufgedrehten Amps und die aufgedrehte PA bleiben dann ja aus).

    Aber je leiser das Schlagzeug und je größer der Raum ist, desto unwichtiger wird es.

    Insbesondere wenn man live mit konventionellem Monitoring über Monitorboxen auf der Bühne spielt, ist IEM bei den Proben evtl. nicht die beste Lösung.

  • Ich glaube ich würde erstmal heimlich in den Proberaum gehen und selbst mal abchecken was so geht. So schafft man sich selbst erstmal eine Diskussion-Plattform.

    Das finde ich überaus fragwürdig! Was wäre, wenn einer der Gitarristen heimlich in den Proberaum geht und erstmal für sich selbst checkt, was am Drumset so geht?

    Mit so einer Aktion erreicht man das genaue Gegenteil von “Miteinander”, nämlich “Mißtrauen”.

  • Klugscheißer mag keiner. Auch nicht, wenn sie Recht haben. Wenn ich darüber nachdenke: Besonders nicht, wenn sie Recht haben. :D

    Kritikfähigkeit ist eine Kunst, Kritisieren aber auch. Der Ton macht die Musik.

    Ich würde ganz entspannt darüber reden. Aufnahmen und gemeinsam Anhören ist auch gut. "Da hört ihr es, ich hab's doch gesagt" eher nicht so.

    Offene Diskussionen haben auch den Vorteil, dass man vielleicht auch seine eigene Meinung in Frage stellen kann. Klingt das wirklich so schlecht? Oder ist es tatsächlich Geschmackssache? Ist es am Ende überhaupt wirklich relevant?

    Wenn die Geschmäcker, Ansprüche oder Kompromissbereitschaften aber gar nicht zusammen passen, kann man seine Freizeit auch anders verbringen. Da muss man aber selber Bilanz ziehen, was einem wichtig ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Korki ()

  • Mit so einer Aktion erreicht man das genaue Gegenteil von “Miteinander”, nämlich “Misstrauen”.

    Da gebe ich dir recht. Kommt eben drauf an was für ein allgemeines Verhältnis man zueinander hat.

    Das Benutzen des Instruments eines anderen ist ganz klar Vertrauenssache. Stehen z.B. die Instrumente im allgemeinen immer im Proberaum, so kann sich keiner davon freisprechen nicht auch mal in die Saiten zugreifen. Sowas kann und sollte man natürlich im Vorfeld klären.

    Ich habe auch mal in einer Band gespielt. Da war sowas nie ein Problem. Der Bassist war auch ganz passabel an der E-Gitarre. Wenn der Leader mal nicht da war griff er durchaus auch mal in 6 Saiten anstatt in 4. Da wir unser Instrumente nicht am Probe-Ort lassen konnte war es kein Problem das Equipment bei demjenigen, der fehlen würde abzuholen. So konnten man wenigsten zu zweit üben. Da ich, was das musikalische angeht, das schwächste Mitglied in der Band war, waren die Probetermine meist nach meinem Terminkalender ausgelegt. Daher war das Schlagzeug immer am Start ;)


    Sicherlich gibt es auch Musiker, die mit ihrem Instrument sehr eitel sind und fremde Hände am besagtem "bestem Stück" einer Sünde gleichgesetzt wird.

    Aber mal ehrlich. Als Bandkollege kennt man sich doch, da weiß man doch wie der andere tickert.


    Mit der von mir angesprochenen Heimlichtuerei war eigentlich weniger das Instrument gemeint, sondern eher auf das tüfteln mit dem Sound bezogen.

    Wenn etwas einem wirklich auf der Seele brennt, dann findet man einen Weg. Zur Not besorgt man sich halt z.B. eine eigene E-Gitarre.

    Die Frage, die man sich dann allerdings stellen sollte ist, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt. Muss man solche Wege gehen, dann stimmt eigentlich irgendetwas innerhalb der Band nicht. Und da wäre es das Erste woran man arbeiten sollte oder wie schon erwähnt wurde, man geht getrennte Wege.

  • Hallöle,

    Sicherlich gibt es auch Musiker, die mit ihrem Instrument sehr eitel sind und fremde Hände am besagtem "bestem Stück" einer Sünde gleichgesetzt wird.

    Ob das eine Sünde ist, vermag der Delinquent selbst entscheiden. Auf jeden Fall benötigt er fortan "fremde Hände".


    Wenn mein Pferd auf der Straße steht, heißt das jedenfalls nicht, dass jeder Passant mal darauf reiten darf.


    Aber von diesem Nebenweg mal abgesehen, würde ich immer wieder meinen, dass der Respekt nicht nur vor dem Gerät, sondern auch vor dem anderen seinem Können, einen Voraussetzung für ein gedeihliches Miteinander ist. Deshalb sollten Verbesserungsvorschläge stets diplomatisch korrekt dargeboten werden, auch quantitativ.


    Grüße

    Jürgen

  • Hallöle,

    Sicherlich gibt es auch Musiker, die mit ihrem Instrument sehr eitel sind und fremde Hände am besagtem "bestem Stück" einer Sünde gleichgesetzt wird.

    Ob das eine Sünde ist, vermag der Delinquent selbst entscheiden. Auf jeden Fall benötigt er fortan "fremde Hände".


    Wenn mein Pferd auf der Straße steht, heißt das jedenfalls nicht, dass jeder Passant mal darauf reiten darf.

    Geht's hier eigentlich noch um Musiker und ihre Instrumente? :D

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