Fußmaschine Einstellung

  • Liebe Schlagler!


    Wie sollte man den Beater vom. Bass Pedal korrekt einstellen?


    Ich habe gelesen, dass wenn das Pedal komplett durchgedrückt ist, sollte der Beater-Schaft genau paralell zum Basedrumfell stehen, also vertikal im Raum. Stimmt das?


    Danke,

    Flow


    (P.S.: habe in der Suchfunktion nichts gefunden)

  • Ich habe gelesen, dass wenn das Pedal komplett durchgedrückt ist, sollte der Beater-Schaft genau paralell zum Basedrumfell stehen, also vertikal im Raum. Stimmt das?

    Nee ;)

    Wenn Du den Beater so einstellst, dann könnte er ja nie das Schlagfell erreichen, wenn Du auf das Pedal drückst (bzw. nur unter Erzeugung eines Klick-Geräusches oder unkontrolliert durch die Trägheit der Masse).

    Normalerweise stellt man den Beater so ein, dass er bei entlastetem Pedal ca. 45° Winkel hat. Von da aus kannst Du Dich vorsichtig weiter an das herantasten, was Dir am besten zusagt.

  • Ich nehme an, dass gemeint ist, dass der Beaterschaft parallel zum Fell steht wenn er das Fell trifft. Sich das Pedal sich also in der "getreten" Position befindet.

    Ich habe schon einige Male gesehen, dass die Fuma so befestigt war, dass der Beaterschaft weit über die Vertikale hinausging bevor das Fell getroffen wurde.

    Blaukraut bleibt Blaukraut & Brautkleid breibt Blaubtkreid

  • Dani808 hat als einziger richtig gelesen.


    Ich habe ein altes Pedal. Es steht in entspannter Position ca 45° vom Fell zu mir weg. Wenn ich es durchdrücke, dann schaut es von mir ca 15-20° weg.(also von. Der Vertikalen richtung Fell)


    Bei meinem zweiten kommts auf 0-5°.


    Gibts es dazu nicht ein physikaltisches Optimum? Danke


    (P.S.: ich mein nicht wei weit der zurück gelegte Weg des Pedals sein soll, oder der Widerstand. Dass das persönliche Preferenzen sind, ist mir durchaus brwusst. Ich rede wirklich nur von der Endposition, wenn der Beater das Fell trifft.)

  • Ca. 45° sind schon mal gut. Ob der Schaft beim Auftreffen 5° oder 15° geneigt ist, hängt zum einen an der Konstruktion der Maschine und zum anderen, ob du sie richtig (Spannreifen bis zum Anschlag in die Klemme) montiert hast (wovon ich mal ausgehe). An der Konstruktion kann man nicht viel ändern.


    Was aber statt der paar Grad Winkel viel wichtiger ist (Stichwort physikalisches Optimum): Wie weit sitzt der Schaft in der Halterung (!) und wie stark ist die Feder gespannt.

  • Bei meinem zweiten kommts auf 0-5°.


    Gibts es dazu nicht ein physikaltisches Optimum? Danke

    Das physikalische Optimum liegt vermutlich bei 0° . Bei den den üblichen Abweichungen dürfte das aber kein Problem sein.

    Der Kopf vom Beater sollte aber möglichst nicht mit der Kante auf das Fell treffen. Das kann man eventuell auch am Kopf korrigieren. (Neigung) Kugelförmige Köpfe haben das Problem nicht.

    Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. (Erich Kästner)

    Einmal editiert, zuletzt von Slinor ()

  • Das, was Du einstellen möchtest (Schlegel bei 0 Grad, wenn der Beater am Fell ist), lässt sich bei vielen Maschinen nicht einstellen, denn dafür muss man die Länge des Beaterkopfes anpassen. Die Position der Maschine am Spannreifen sollte so gewählt werden, dass sie soweit wie möglich auf dem Reifen sitzt. Die andere Variable ist dann die Länge des Beaterkopfes. Es gibt von ACD glaube ich so einen Aufsatz, mit dem man den Beaterkopf näher zum Fell bringen kann. Aber mal im Ernst: spielen kann man auch so, auch wenn das Optimum nicht hundertprozentig erreicht wird. Sofern dass durch extrem breite Spannreifen oder eine Murksmaschine nicht aus dem Ruder läuft, würde ich darüber nicht soviel nachdenken, sondern einfach spielen… ;)

  • Stell sie so ein, wie es für dich am besten passt und nicht nach irgendwelchen Maßstäben.

    Schlechter Rat.


    Guter Rat: Hol dir eine(n) Fachkundige(n) ran und lass dir dabei helfen.

    Das scheint Ansichtssache zu sein. Die bevorzugte Einstellung der Fußmaschine ändert sich sowieso mit dem Spiel. Mir hat keiner gesagt, wie es machen muss und trotzdem ist etwas aus meinen Füßen geworden. Wahrscheinlich genauso, wie bei den Meisten von euch.

    Speed ist alles!

  • Wie schon gesagt wurde kann man nur begrenzt einstellen, in welchem Winkel der Schaft des Beaters steht, wenn er das Fell trifft. Diese Einstellung ist meines Erachtens nach auch nicht entscheidend - ob der Beater von 45 bis auf Null Grad bewegt wird, oder aber zb von 40 bis - 5 Grad macht ja für die Strecke keinen Unterschied. Im Zweifel muss man die Höhe der Trittplatte anpassen, um einen für den Fuß angenehmen Winkel zu erreichen.


    Wichtig ist auf jeden Fall noch der Winkel, der beim Anschlag zwischen dem Kopf des Beaters und des Fells entsteht. Wenn der Beater hier möglichst mit der gesamten Fläche auftrifft, klingt es am besten und das Fell hält auch am längsten, weil sich keine Kante einarbeitet. Fußmaschinenseitig ist der Winkel ja ziemlich fix, am Beater, an der Geometrie des Pedals und an der Breite des Spannreifens kann man nichts ändern. Die Schrägstellung der Bassdrum, also die Höhe des Reso-Spannreifens vom Boden aus, lässt sich beeinflussen.


    Oft sieht man ja Bassdrums, die vorne quasi auf dem Boden aufliegen - da wird, zumindest mit meinem Pedal, der Winkel der Beater schnell unpassend. Sofern die Bassdrum-Beine das zulassen, sollte die Bassdrum meiner Meinung nach ruhig 2-3cm in der Luft stehen (ich habe aber auch ein Pearl Export bei dem die Beine dafür einfach zu kurz sind).

  • Konkret gesagt geht bei mir um mein DIY suitcasedrum kit.


    Ich habe eine alte fußmaschine mit einer Kugel als Beater. Da wollt ich jetzt das Optimum rausholen, da ich ja nicht gegen ein Fell schlage sondern auf eine Hartplastik Oberfläche.

  • Stell sie so ein, wie es für dich am besten passt und nicht nach irgendwelchen Maßstäben.

    Schlechter Rat.


    Guter Rat: Hol dir eine(n) Fachkundige(n) ran und lass dir dabei helfen.

    Das scheint Ansichtssache zu sein. Die bevorzugte Einstellung der Fußmaschine ändert sich sowieso mit dem Spiel. Mir hat keiner gesagt, wie es machen muss und trotzdem ist etwas aus meinen Füßen geworden. Wahrscheinlich genauso, wie bei den Meisten von euch.

    Die Chance Murks einzustellen und sich das Leben unnötig schwer zu machen ist groß.


    Ich muss sagen, ich verstehe bei vielen, vielen Fragen in diesen und anderen Foren nicht, warum man sich nicht einfach Hilfe

    vor Ort sucht. Wo hier ewig und aus 20 Ansichten heraus diskutiert wird, da hätte man auch eine halbe Stunde Hand in Hand

    mit einem Fachmann oder einer Fachfrau arbeiten können. Ein guter Lehrer oder eine Lehrerin sehen sich dein Spiel

    eine Minute an, sehen sich die Fußmaschine an und Tada - sorgen für eine optimale Lösung. (Selbst schonmal erlebt, wow!)


    Aber jeder wie er/sie will...

  • Ham doch schon einige gesagt.

    Is echt nicht schlimm und bei 90% der Fumas der Fall. Dennis seine ausgenommen.

    Was möchtest du denn gerne hören wie dramatisch das ist?

    Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.

  • Ich versteh kein einziges Wort, von dem was Dein Problem ist:


    "Physikalisches Optimum": Sowas gibt es nicht. Um das Optimum welcher konkreten physikalischen Eigenschaft soll es denn gehen: Geschwindigkeit, Lautstärke, Energieaufwand bzw Kraftentwicklung ?


    Da es sich bei dem Beaterkopf um eine Kugel handelt, dürfte es zunächst vollkommen egal sein, wie die Kugel auf der Oberfläche auftrifft, der Winkel ist ja immer gleich.


    Geht es aber um den Winkel nicht, kann es dann tatsächlich nur um die Wegstrecke gehen, die der Schaft und damit der Schlegel von der Ausgangsposition zur EndPosition zurücklegt . Nach deinen eigenen Worten soll es aber ausdrücklich darum nicht gehen.


    Von daher gehts mir wie seinerzeit Frasier bei seiner berühmten Antwort auf die "Lullubel"-Frage.


    PS: Wenn es sich übrigens um das Do-it-yourself Suitcase-Drumset handelt, an dem du nach deiner Historie bereits 2018 gebastelt hast, dürfte es relativ unerheblich sein, ob der Schlägel nun 2 mm nach hinten oder komplett vertikal steht, wenn der Beater auf die Oberfläche auftrifft.

    "Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
    (c) by frint / 2008


    "Es macht so viel Spaß, ein Mann zu sein, das können sich Frauen gar nicht
    vorstellen!" (c) by Lippe / 2006

    3 Mal editiert, zuletzt von Seelanne ()

  • Guten Morgen,


    früher, als die Große Trommel noch Bass Drum hieß und man ab und an in den Laden gegangen ist, da war das ganz einfach.


    Heute gibt es Internetz und dank der oftmals lückenhaften Beschreibungen in Textform kommt es zu vermeintlichen Verständnissen, die keine sind.


    Es ist eigentlich ganz einfach.

    Eine Fußmaschine ist ja in sich beschränkt und eine Trommel auch. Wenn man meint, stattdessen irgendetwas anderes nehmen zu wollen, dann frage ich mich, warum man das nicht gleich sagt, denn dann erst ist das System (allerdings nur geringfügig) flexibler.

    Wegen dem, was in der Klammer steht, würde ich der causa aber keine größere Bedeutung beimessen wollen. Wenn man wieder ans Original denkt, wird man auf die Idee kommen, dass in den letzten hundert Jahren sich da am Prinzip wenig geändert hat. Vielleicht hat das einen Grund, der gar nicht so diskussionswürdig ist. Erst wenn man etwas anders machen will (never change a running system!), sollte man sich fragen, wofür das gut sein soll.


    Grüße

    Jürgen

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