Vollholz-Drums, was ist das? Wer baut das? Wer spielt das? Pro & Contra?

  • Guten Morgen,


    an dem Baumstamm kann man schön sehen, wo die Problematik auch ist:

    eine Trommel ist rund, ein Baum nicht.

    Wenn ich da etwas herausfräse, dann ist das halt irgendwie bearbeitet, aber letztendlich dem ein oder anderen Zufall ausgesetzt.

    Wenn ich eine Lage biege und am Ende zusammenklebe, dann ist die - weil eher dicker als ein 1mm-Furnier, mit gewissen Spannungen ausgestattet, die man mit dünneren Lagen stark vermindern kann.

    Wenn man dann noch versetzt und kreuzweise arbeitet, dann wird der Kessel stabil.

    Und das ist Sperrholz.

    Und das ist nicht nur stabil, sondern neigt auch zur stärkeren Projektion.

    Ich glaube nicht, dass Vollholz besser klingt. Es klingt - jedenfalls als Brett (manch einer hat ja Holzmöbel) - dumpfer. Das mag wohlklingender sein, wenn man mit dem Finger drauf klopft. Aber für einen Kessel, der mit einer Plastefolie bezogen und mit Metallteilen beschraubt wird, gelten andere Regeln. Eine Trommel ist ja kein Holzklotz. Der Kessel ist nicht der Klangerzeuger, sondern der Projektor.


    Wenn ich etwas aus einem Stück will, das Selbstklinger ist, kaufe ich ein Becken.

    Und die sind aus Metall.


    Aber eine Trommel ist ja eigentlich auch aus Plastik, wenn man mal frech das bezeichnen will, was wirklich die Hauptsache des Klangs ausmacht.


    Grüße

    Jürgen

    fühlt sich wie mit Vollholz erschlagen bei dem schönen Wetter

  • an dem Baumstamm kann man schön sehen, wo die Problematik auch ist:

    eine Trommel ist rund, ein Baum nicht.

    Wenn ich da etwas herausfräse, dann ist das halt irgendwie bearbeitet, aber letztendlich dem ein oder anderen Zufall ausgesetzt.

    Genau, ich schrieb ja schon:

    Also muss der gravierende Unterschied ja in der Herstellung liegen und allem, das dieser vorangeht und was danach kommt (Beschaffung, Lagerung, Werkzeuge, Zeitaufwand, ...).

    Den nicht unwesentlichen Teil der "Selektion" (im weiteren Sinne unter "Beschaffung" mitzuverstehen) hatte ich nicht genannt, aber gemeint.

    Ich glaube nicht, dass Vollholz besser klingt. Es klingt - jedenfalls als Brett (manch einer hat ja Holzmöbel) - dumpfer. Das mag wohlklingender sein, wenn man mit dem Finger drauf klopft.

    Das ist wiederum logisch. Und ich glaube bzw. meine schon erlebt zu haben, dass ein besonders schön gerade gewachsenes "Brett" auch schon anders tönt, wenn man es vor den Kopf genkallt bekommt als eines mit vielen Ästen...ähnlich der glatten Wassermelone im Gegensatz zur geriffelten Honigmelone. Je homogener die Masse, desto resonanter. Ein Funier kann das also im Prinzip einfacher leisten als ein Baumstamm - auch hier gute Vorselektion erforderlich, aber insgesamt einfacher als den perfekten Baum zu suchen.

    Darum:

    wertzuschätzende Handwerkskunst und Liebhaberei

    Four on the floor sind zwei zu viel. SONOR Vintage Series: 20", 22" BD; 14" Snare-Drum; 10", 12" TT; 14", 16" FT

    PAISTE 2002, 2002 Big Beat, 602 Modern Essentials, PstX

    Next Gigs: 20.07. Motorradtreffen Stegen-Eschbach (FR), 23.11. Lokalität Baumann Heitersheim, 30.11. Heimathafen Lörrach mit >> Blackwood Mary

    >> Mein Vorstellungsthread

  • Hätte hier noch einen neuwertigen, fast fertigen 5 teiligen Vollholzkesselsatz (REAL TRUE SOLID) abzugeben.

    Nur Selbstabholer, Preis VB


    Osnabrück bekommt eine Baumschutzsatzung - ja, nein, vielleicht... -  hasepost.de


    an dem Baumstamm kann man schön sehen, wo die Problematik auch ist

    ja - vor allem Wann,

    zähl doch mal Wer nach (zurück), wann das war als die problematik begann,

    wars vielleicht tscher-no-bill, der klimawandel, beginn des satelittenfernsehens, die vermehrung von funkmasten und hochfrequenten strahlungen, die klimakrise,

    oder irgendeine eruption, kosmische strahlung aus dem all, oder gar der beginnende schrumpfprozess des universums.

    Ich glaube nicht, dass Vollholz besser klingt. Es klingt - jedenfalls als Brett (manch einer hat ja Holzmöbel) - dumpfer

    dumpfer ist ja doch teils toll, vor allem für die ein oder andere trommel, oder auch frequenz, da gibt weniger hohe obertöne,

    (beech) edith quatsch, poplar oder auch ne zwischenlage (beech) poplar, bei wenigen lagen hat schon Was.


    ich stell mir grad nen subwuuhfer vor, mit hart oder weich eingespannter membran, und ob der im vollholzbrettergehäuse besser tönt,

    als im sperrholzgehäuse


    also die wassermelone klingt dumpf sehr dumpf, und das geriffelte brett klingt anders wie das glatte, wo wars neulich im kessel/trommel innen so, wie ne art "geriffelt".

    ;)

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
    ich mach`s wie`s mir passt, schei.. auf die Säue, die laufend sinnbefreit durch
    die Dörfer getrieben werden.



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  • ...

    da man ganze Stämme zum Trocknen einlagern muss...

    da bin ich mir nicht so sicher...?


    Ich hab mal ein Video gesehen, da haben zwei Inder mit einer übergroßen Gestell-Säge (=Hand-Bügelsäge mit Holzgestell) und einem ganz schmalen Schweifblatt einen Baumstamm ausgehöhlt.

    Zuerst ein durchgängiges Loch gebohrt, Sägeblatt durchgefädelt, dann in die Gestellsäge gespannt und kreisrund parallel zum Außendurchmesser gesägt.

    Die beiden sitzen am Boden, auf jeder Seite einer, halten den Stamm mit den Füßen fest. So zügig wie die gearbeitet haben, war das Holz sehr wahrscheinlich nicht trocken.



    Des weiteren habe ich hier in der Scheune vier Rohlinge stehen (*würden wir an geneigte User abgeben!), die hat der Ex meiner Frau vor über 30 Jahren mit der Kettensäge hergestellt, auch aus frischem Holz.


    Die "Kunst" ist ja, das ganze kontrolliert trocknen zu lassen, dazu ist sicherlich eine Menge Erfahrung notwendig, eine Klimakammer in geeigneter Größe ist sicherlich auch nicht hinderlich...



    (*) waren mal als kleine japanische/koreanische Trommeln gedacht, das Fell sollte aufgenagelt werden - nur ist da nie jemand dazugekommen. Und nu brauchen wir das nicht mehr.

    ..."meine" Musik: Jazz (Big Band bis Free), brasil. Musik, Avantgarde, hin+wieder Klassik ->am Drumset, an den Percussions, am Schlagwerk

  • ...die klingen vermutlich doch ganz cool 8) - eben halt geerdet. ;)

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  • Je homogener die Masse, desto resonanter. Ein Funier kann das also im Prinzip einfacher leisten als ein Baumstamm

    darüber könnte man aber auch diskutieren,

    ob kleber und "wild" kreuz und quer, gecurvt in alle richtung (u- v- steigend . fallend, steigend :S :) förmig verlaufende fasern, etc. homogener verlaufen.

    als natürlich gewachsen zumindest in einer richtung angeordnet evtl. doch "homogener" sind.


    sägemehl oder pressspan dürfte da wohl fast noch homogener sein, als geschichtete furniere

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  • Ich meinte bewusst, dass ein Funier das einfacher leisten KANN: Man braucht natürlich gutes Basismaterial und muss es entsprechend verarbeiten. Aber dann kann man wahrscheinlich aus vielen kleinen Einzelteilen ein homogeneres Holz bauen als die Natur in einem ganzen Baum. Und das ist wohl zumindest wirtschaftlich effektiver als perfekte Bäume zum Aushöhlen zu suchen.

    Chicken Nuggets sind auch einfacher herzustellen aus vielen Hühnern als das perfekte Brathähnchen zu züchten.

    Four on the floor sind zwei zu viel. SONOR Vintage Series: 20", 22" BD; 14" Snare-Drum; 10", 12" TT; 14", 16" FT

    PAISTE 2002, 2002 Big Beat, 602 Modern Essentials, PstX

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  • Hallo David, das gilt nur, wenn das Resofell wirklich durchsichtig ist und nicht milchig so wie wie auf meiner Snare ;)

  • Et Voilà! Pearl!

    Erinnert mich direkt an The BC-52's Flintstones. 8o


    Und das ist vielleicht gar nicht so weit hergeholt.

    Ohne modernes Werkzeug, Knowhow und dem Wunsch, viele-viele Trommeln herzustellen, konnte der frühe Trommelbauer nur hohle Stämme, Schildkrötenpanzer oder Dinoschädel als Instrumente verkloppen.


    Ich ziehe mal eine Parallele zum Bootsbau, obwohl ich davon noch sehr viel weniger Ahnung habe, aber das drängte sich mir auf:

    Ohne modernes Werkzeug, Knowhow und dem Wunsch, viele-viele Boote herzustellen, konnte der frühe Bootsbauer nur hohle Stämme verschiffen.

    Einbäume wurden per Beil und Schwelbrand aus dem ganzen Stück Baum gehauen, bis jemand mit einer Säge um die Ecke kam und man Bretter schneiden konnte.

    Hacken und Brennen macht heutzutage niemand mehr, höchstens zur Selbstfindung.

    Diese Einbäume reagieren mit Feuchtigkeit, können bei Trockenheit reißen, sie schwinden und sind schwerer als moderne Boote.

    Sie sind nicht wirtschaftlich herzustellen und produzieren Unmengen Abfall bei 1a-geraden Top-Stämmen.

    Für den heute üblichen Wassersport also eher ungeeignet.

    Alles mehr oder weniger übertragbar auf Trommelkessel. Letztendlich sprechen wir hier von bespielbaren Luxusmöbeln.


    [Spaß]

    Ich habe noch nie gehört, dass ein Einbaum besser durchs Wasser flutscht als ein modernes handelsübliches Kleinboot,

    aber wenn man hier von der Mystik eines wirklich echten Totalvollholz-Kessels spricht...könnte das nicht auch eine Blaupause für die Mystifizierung von Einbäumen sein?

    "Also mit so einem Einbaum hat man ein total anderes Rudererlebnis. Der liegt sanft und satt im Wasser, flutscht wie nix durch Salz- und Süßwasser und klingt beim Dranhauen einfach toll."


    Marketingtechnisch könnte man bei Canopus abgucken, Firmenname habe ich auch schon und darf ab sofort nur mit meiner Genehmigung verwendet werden: Kanupos

    [/Spaß]

  • Diese Einbäume reagieren mit Feuchtigkeit, können bei Trockenheit reißen, sie schwinden und sind schwerer als moderne Boote.

    Können Holzboote aus dem letzten Jahrhundert immer noch, die Beplankung ist ja ähnlich wie Faßdauben ;)

    Gerade nach dem Winterlager frisch zurück im Wasser merkt man das deutlich.


    Analog dazu vielleicht mal wieder Kessel aus GFK verwenden? Leicht, formstabil, kostengünstig, kleine Schäden lassen sich hervorragend ausbessern, was will das Drummerherz mehr?

  • Diese Einbäume reagieren mit Feuchtigkeit, können bei Trockenheit reißen, sie schwinden und sind schwerer als moderne Boote.

    Können Holzboote aus dem letzten Jahrhundert immer noch, die Beplankung ist ja ähnlich wie Faßdauben ;)

    Gerade nach dem Winterlager frisch zurück im Wasser merkt man das deutlich.


    Analog dazu vielleicht mal wieder Kessel aus GFK verwenden? Leicht, formstabil, *kostengünstig, kleine Schäden lassen sich hervorragend ausbessern, was will das Drummerherz mehr?

    *Das will doch niemand! ;)

    SUCHE:

    - Sonor Designer Toms in Birdseye Maple/Birdseye Amber

    - Zildjian K Sweet 19" Crash


    "Wenn man das Knie sieht, ist die Bassdrum zu klein!", Ballroom Schmitz (RIP)

  • Glasfasertrommeln gab es mal vom Member Moigus. Allerdings hört man von ihm seit langen nichts mehr.

    Und was das trocknen von Holzkesseln angeht hab ich mal gesehen dass beim japanischen Taiko bau die fertigen kessel in einer speziellen Kammer getrocknet werden befor es zur weiterverarbeitung geht.

  • Vistalites, Cristalites (Glasfaser), Tempus Carbon....etc. pp

    alternative Kunststoffrohre in allen möglichen Durchmessern Stärken und auch Farben,

    gute homogene Werkstoffe.

    alternativ aus recycelten Joghurtbechern Flaschen und sonstigen Behältnissen und Gegenständen.


    Ab 2025 dann ein Verbot, für Trommel Holzkessel, Der Klang kommt sowieso von Plaste,

    Holzunterschiede werden, oder will sowiso keiner Wahrnehmen, der Umwelt und Nachhaltigkeit zu liebe.

    Aus für "Holzkessel" jedweder Art und Temperatur. :) ;) ;)

    p046.gif

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
    ich mach`s wie`s mir passt, schei.. auf die Säue, die laufend sinnbefreit durch
    die Dörfer getrieben werden.



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  • Glasfasertrommeln gab es mal vom Member Moigus. Allerdings hört man von ihm seit langen nichts mehr.

    Und was das trocknen von Holzkesseln angeht hab ich mal gesehen dass beim japanischen Taiko bau die fertigen kessel in einer speziellen Kammer getrocknet werden befor es zur weiterverarbeitung geht.

    THE MAKING (142)たいこができるまで
    2003年 14分 シリーズ「ザ・メイキング」。身近な製品がどのような技術を使ってつくられていくのかを追い、モノの成り立ちと科学技術の関わりを伝えます。今回は、「長胴太鼓」。アフリカから輸入された巨大な唐木をチェーンソーで削り見事に丸くします。その後5年ほどゆっくり乾燥させることで、完成後200年も300年も変形...
    www.youtube.com


    mfg

    "Alles was kleiner als 14" ist, sind keksdosen und aschenbecher.", Ballroom Schmitz (RIP)

  • Glasfasertrommeln gab es mal vom Member Moigus. Allerdings hört man von ihm seit langen nichts mehr.

    Und was das trocknen von Holzkesseln angeht hab ich mal gesehen dass beim japanischen Taiko bau die fertigen kessel in einer speziellen Kammer getrocknet werden befor es zur weiterverarbeitung geht.

    Nachtrag.. Moigus hat u.A meinen Snarekessel gebaut und für ein anderen Member

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