Nutzt ihr persönlich Schlagzeugnoten - Privat und/oder als Lehrer

  • Moin! Wie sieht das aktuell bei euch aus? Nutzt ihr überhaupt noch Schlagzeugnoten? Bei dem ganzen Onlineangebot? Privat oder als Lehrer im Schlagzeugunterricht? Ich selbst unterrichte ja ebenfalls und nutze seit vielen Jahren eine persönliche eigene Software, die mir Schlagzeugnoten erstellt. Und zwar auf Basis der Übungen, die ich vor noch längerer Zeit von meinem Freund und Lehrer Huub Janssen gelernt habe. Sein Lehrsystem und meine Erfahrungen als Drummer und Pädagoge sind damals mit in die Software eingeflossen.


    Immer wieder höre ich, dass das Thema Noten nach wie vor ein großes Thema ist. Insbesondere individuelle Noten für SchülerInnen im Unterricht zur Verfügung zu stellen. Ist das tatsächlich so? Werden Papiernoten heute noch genutzt? Oder eher als .pdf?


    Mich interessiert das, da ich die Software von damals unter Umständen modernisiert, optimiert und angepasst als Onlinelösung bereit stellen könnte. Aber das ist natürlich ein ziemlicher Aufwand, und wenn es am Ende keiner nutzt, lohnt sich die Mühe nicht. Alles noch ohne Gewähr, denn das wäre kein kleines Projekt.


    Was sagt ihr? Kommen Noten bei euch noch zum Einsatz?

    Infos zu mir und privatem Schlagzeug Onlineunterricht auf: Drumming.de

  • Beispiel Guitar Pro : Da mache ich fast alles Digital und archiviere da Ideen digital. Aber wenn ich übe drucke ich mir das immer hübsch aus...finde ich einfach besser wenn ich übe...aber bin auch aus der Steinzeit.


    Trotzdem hilft mir das nochmal meine Ideen zu strukturieren, Fehler auszubessern....das geht viel besser als nur auf Papier. Wenn's aber steht dann Papier.


    Trotzdem, wenn ich mir eine Schöne Schlagzeugschule Analog oder digital kaufen kann...immer Analog ! Mir gefällt die ganze Haptik einfach besser als da mit som tablet rumzumachen.


    Aber ansonsten ist das wesentlich besser zu managen, als die 15 Kopie der Kopie vom realbook...

    "If you don't have ability you wind up playing in a rock band" (Buddy Rich)

  • Bei dem Online Angebot, habe ich die Übersicht verloren und zur Zeit gehe ich wieder in den Unterricht,

    Mein Lehrer stellt mir individuell Noten zusammen und schreibt mir sogar Noten um an meinen Schwachstellen zu arbeiten.

    Für mich persönlich ist das er bessere Weg, als mich im weltweiten Irrgarten nach geeigneten Übungen umzusehen.


    Im Verein geht nichts über Noten. In der Rockabilly-Band geht nichts als raus zuhören und ich erstelle mir einfache Drumsheets.


    Ich denke, Noten sterben noch nicht aus.


    Edit: Das Online Gekritzel LRKK RLK KRL usw. finde ich nicht so hilfreich.

  • Also, setzt ihr Noten ein? Ist ja nicht mehr selbstverständlich. Viele lernen heute ausschließlich aus YT Videos oder per Online Schulangeboten, und nicht immer kommen dabei Noten zum Einsatz. Meine Software lässt zahlreiche, individuelle Einstellungen zur Erzeugung von Schlagzeugnoten zu. Von teilautomatisiert bis manuell. Am Ende wird ein oder mehrere .pdf in 1A Notendruck Qualität generiert. Ob die dann gedruckt oder digital weiter verwendet werden, bleibt jedem selbst überlassen. Das war damals mein eigener Anspruch, individuell für meine Schüler und deren jeweiligen Übungsfortschritt Schlagzeugübungen erstellen zu können. Mir war das manuelle Noten Erstellen mit entsprechender Software meistens zu mühsam. Daher meine Lösung mit einem eigenen „Schlagzeug Noten Generator”.

    Infos zu mir und privatem Schlagzeug Onlineunterricht auf: Drumming.de

  • Noten nutze ich hauptsächlich fürs Unterrichten bzw. für meine Schüler. Um selbst Notenblätter zu erstellen benutze ich Aered. Damit habe ich auch schon mehrere komplette Songs für meinen Unterricht transkribiert. Die Alternative wäre MuseScore. Das erfordert aber deutlich mehr Einarbeitungszeit, glaube ich.


    An deiner Software wäre ich interessiert und auch bereit, was dafür zu bezahlen, wenn sie mir taugt.


    Richtige Schlagzeugnoten sind m.E. die beste Kommunikationsform (keine Tabs o.ä.).

    Auch für das theoretische rhythmische Verständnis sind Noten hilfreich.

    Und die Papierform hat im Unterricht meiner Meinung nach auch Vorteile.


    Ich persönlich brauch allerdings keine Noten und mach alles nach Gehör. Ich höre mir immer alles selbst raus und mach mir ggf. Notizen, aber schreibe keine Noten auf.

    In Transkriptionen von Liedern finde ich auch immer mal wieder Fehler und Ungenauigkeiten. Daher habe ich auch ein paar Lieder für meinen Unterricht selbst transkribiert.

  • Also, setzt ihr Noten ein? Ist ja nicht mehr selbstverständlich. Viele lernen heute ausschließlich aus YT Videos oder per Online Schulangeboten, und nicht immer kommen dabei Noten zum Einsatz. Meine Software lässt zahlreiche, individuelle Einstellungen zur Erzeugung von Schlagzeugnoten zu. Von teilautomatisiert bis manuell. Am Ende wird ein oder mehrere .pdf in 1A Notendruck Qualität generiert. Ob die dann gedruckt oder digital weiter verwendet werden, bleibt jedem selbst überlassen. Das war damals mein eigener Anspruch, individuell für meine Schüler und deren jeweiligen Übungsfortschritt Schlagzeugübungen erstellen zu können. Mir war das manuelle Noten Erstellen mit entsprechender Software meistens zu mühsam. Daher meine Lösung mit einem eigenen „Schlagzeug Noten Generator”.

    ...denke da wird es letztlich keine andere technologische andere Lösung geben, denn solange ein Mensch sich analog und physisch hinter ein Instrument setzt, muss der Dinge einfach erfassen und memorieren. Das wäre ja ein bisschen so als würde man fragen, ob noch jemand in Zukunft lesen wird....es seii denn man setzt Leuten einen chip ins Gehirn ein....aber was ist denn dann noch das ganze Ding am Musik machen / kreativ sein...?!


    Die Flut der Video's führt ja nicht dazu, dass Leute automatisch mehr können und sich auch das alles behalten können...insofern ist das heute vllt. sogar noch mehr notwendig und selbstverständlich, denn je...zumal praktisch alles was qualitativ wertig ist ja Transkriptionen in videos einbaut.


    Denke ist auch nicht mühsam...ist halt einfach Übungssache. Wenn ich mich im Job einmal im Jahr vors SAP setze, ist das wie Zähne ziehen, mache ich das jeden Tag isses das geilste System ever...

    "If you don't have ability you wind up playing in a rock band" (Buddy Rich)

  • ...genau ! Wenn ich mir vorstelle ich müsste mir all die Sachen dann irgendwie in meinem (viel zu kleinen) Gehirn ablegen...manche Sachen verstehst Du auch erst wenn's mal hingeschrieben ist...vieles erinnere ich gerade, weil ich mich der Notation beschäftigt habe, bei vielem habe ich erst da gemerkt, was ich eigentlich für einen Mist zusammen spiele....

    "If you don't have ability you wind up playing in a rock band" (Buddy Rich)

  • ...genau ! Wenn ich mir vorstelle ich müsste mir all die Sachen dann irgendwie in meinem (viel zu kleinen) Gehirn ablegen...manche Sachen verstehst Du auch erst wenn's mal hingeschrieben ist...vieles erinnere ich gerade, weil ich mich der Notation beschäftigt habe, bei vielem habe ich erst da gemerkt, was ich eigentlich für einen Mist zusammen spiele....

    Wie gesagt - ich mach eigentlich alles ohne Noten und benutze Noten nur fürs Unterrichten.

    Merken, was man eigentlich für einen Mist zusammenspielt, kann man am besten durch eine Audio-Aufnahme.

    Denn es geht ja auch darum, wie man es spielt bzw. dass man es ordentlich spielt (Timing, Dynamik, Groove). Es bringt dir nichts, wenn du die Noten und Theorie verstanden hast, aber es nicht richtig gespielt kriegst.

  • ich hab zwar 40 Jahre ohne Noten gespielt, aber mit 20 habe ich sie auch mal gelernt. Dazwischen habe ich viel mit Youtube geübt, auch bei Videos mit Noten. Vor gut 3 Jahren hatte ich Lust mich mal eine Zeitlang im im Drummer Circle Karlsruhe coachen zu lassen, um all die Dinge nachzuholen, die ich immer aufgeschoben habe. ich dachte, ich mach das nur drei, vier Monate aber mir ist das Coaching so sehr ans Herz gewachsen, dass ich immer noch dabei bin. Der Unterricht geht natürlich nur mit Noten, die individuell für mich zusammen gestellt sind Ich schau da regelmäßig rein und wiederhole auch immer wieder ganze Übungen, die schon älter sind.


    Ich hab mittlerweile auch an der ein und anderen Masterclass teilgenommen, z. B. bei Claus Hessler und Patrick Metzger. Ohne Notenkenntnisse wäre ich da eher aufgeschmissen gewesen. Ich hab mir dann auch die Trainingsbücher geholt, nicht nur wegen der Noten, sondern auch wegen der Erinnerung an die tollen Masterclasses. Besonders angetan hat es mir dabei der Patrick Metzger seine Masterclass. Da habe ich richtig von profitiert. :)

  • Hallo,


    als Orchestermusiker nutze ich selbstverständlich Noten.

    Als sonstiger Musiker übrigens auch, zum Üben sowieso.


    Und ein Tablet wäre mir zu teuer.

    Wenn das hinunterfällt, müsste ich viel weinen.

    Fällt mein Notenordner hinunter, hebe ich ihn einfach auf.


    Auf Noten gänzlich verzichten zu wollen, ist für mich Verweigerung

    von Lesen und Schreiben, ich sehe darin keinen Sinn, es sei denn, man

    möchte sich zwanghaft einschränken.


    Grüße

    Jürgen

  • Nicht mehr.
    Als ich Unterricht gab, war es natürlich einfacher den Stoff so für Schüler festzuhalten als extra Aufnahmen zu machen, auch wenn die Schüler zweiteres wesentlich besser fanden.


    Als ich mir in kürzester Zeit 50 Songs für eine neue Band draufschaffen musste, fand ich das tatsächlich wesentlich einfacher es durch stumpfe Wiederholung und Anhören des Materials als durch das durcharbeiten von Notenblättern.

  • Ich finde Noten super.

    In den ersten Jahren haben sie mir wirklich sehr geholfen, um überhaupt zu verstehen, was der Drummer wann macht, welche Möglichkeiten er hat, was sich wie im Song anhört und damit den Song beeinflusst.

    Mein Lehrer hat mir Noten zum Üben online zur Verfügung gestellt.

    In der Band nutze ich Noten nur noch als kleine Erinnerung:

    Die Titel unserer Setlist habe ich mit Songablauf und Geschwindigkeit notiert. Dazu schreibe ich den Groove als einen einzigen Takt auf.

    Damit habe ich die Basis. Der Rest wird improvisiert.


    Wenn man kein großes Talent ist, das ein Instrument von Anfang an erfolgreich - und nur nach Gehör - spielen kann, sind Noten das Beste, was es gibt.

    "Ambition is a dream with a V8 engine" - Elvis Presley

  • Klar nutze ich Noten, aktuell mangels Tablet noch auf Papier. Warum auch nicht? Gibt's wen, der seinen Kindern nicht mehr lesen und schreiben beibringt, weil es Hörspiele und Hörbücher gibt?


    Noten sind die Schrift der Musik, und so lange es keine schlauere Alternative gibt, hilft es, sie zu können. Ich würde sogar meinen, dass sie zu seriösem Instrumentalunterricht dazugehören, denn im Ensemblespiel sind sie bei Profis wie Amateuren nach wie vor häufig die Basis.


    Ich habe jedenfalls noch nie Drumtabs oder anderen Unsinn zur Vorbereitung von Konzerten bekommen 😉

  • Hallo :) ich nutze Schlagzeugnoten, sowohl die die mein Schlagzeuglehrer mir gibt als auch ein paar von Liedern die ich gerne übel will, da aber nicht immer. Mein Lehrer erstellt die Noten oft selbst, indem er raushört bzw. sich an bestehenden Noten orientiert. Er ändert aber manchmal noch was ab, damit etwas schwerer bzw. leichter Für seine Schüler wird😇 ich persönlich nehme viiiel lieber Noten, als zum Beispiel mit Songsterr etc, denn wenns digital ist kann ich mir sowas immer ganz schlecht merken.

  • Ich spiele alles ohne Noten. Hat bisher ganz gut geklappt. Natürlich habe ich öfter versucht, in die Geheimnisse dieser eigenartigen Punkte auf den Linien einzudringen. Aber no way. Gar nicht. Never.

    Ich bin mittlerweile zu der Überzeugung gekommen, dass das eine fast schon körperliche Aversion gegen Noten ist. Dafür gibt es bestimmt auch einen fancy Namen :)

    Komischerweise ist das an der Gitarre anders. Immerhin funktioniert das in Kombination von Tabs (für die Tonhöhen) und Noten (für die Rhythmik).

    Jedenfalls finde ich es gut wenn jemand nach Noten spielen kann, allerdings bedenklich, wenn man nur! nach Noten spielen kann. Musik ist für mich hören, fühlen, reagieren.

  • Ich spiele alles ohne Noten. Hat bisher ganz gut geklappt. Natürlich habe ich öfter versucht, in die Geheimnisse dieser eigenartigen Punkte auf den Linien einzudringen. Aber no way. Gar nicht. Never.

    Ich bin mittlerweile zu der Überzeugung gekommen, dass das eine fast schon körperliche Aversion gegen Noten ist. Dafür gibt es bestimmt auch einen fancy Namen :)

    Komischerweise ist das an der Gitarre anders. Immerhin funktioniert das in Kombination von Tabs (für die Tonhöhen) und Noten (für die Rhythmik).

    Jedenfalls finde ich es gut wenn jemand nach Noten spielen kann, allerdings bedenklich, wenn man nur! nach Noten spielen kann. Musik ist für mich hören, fühlen, reagieren.

    ...ja ist echt interessant! Ich glaube tatsächlich mittlerweile, dass das eine Frage der Informationswahrnehmung/-verarbeitung ist. Es gibt einfach Leute, die damit einfach überhaupt nicht klarkommen (hab' mich da auch immer so ein bisschen drüber aufgeregt, aber ist vllt. wirklich einfach ein Vorstellungsding. Im Job hab ich das auch oft, dass Leute Dir in den Eimer kotzen, wenn es analytisch/abstrakt wird, weil sie einen konkreten praktischen Anker brauchen... ....bisschen wie Koriander im Salat...). Ich denke man muss auch immer nochmal "nach Noten spielen" und "Noten lesen können" unterscheiden.


    Mein Blattspiel ist auch sehr rudimentär/schlecht. Wenn jemand in einem Orchester spielt, muss er/sie das runterspielen können. Aber als Mittel Passagen wirklich eindeutig zu klären, mit Transkriptionen zu arbeiten oder Sachen nach längerer Zeit wieder "hochzuladen" gibt es (sicher viele workarounds aber) keinen besseren/einfacheren Weg ...

    "If you don't have ability you wind up playing in a rock band" (Buddy Rich)

  • Für mich ist die Verwendung von Noten sehr hilfreich. Ich würde nicht darauf verzichten wollen. Gerne auf Papier, dann brauche nicht noch ein Tablet zwischen Phone und Laptop. Aber praktisch ist es schon, wie ich bei Kollegen so sehen kann.

    Blaukraut bleibt Blaukraut & Brautkleid breibt Blaubtkreid

  • ...genau ! Wenn ich mir vorstelle ich müsste mir all die Sachen dann irgendwie in meinem (viel zu kleinen) Gehirn ablegen...manche Sachen verstehst Du auch erst wenn's mal hingeschrieben ist...vieles erinnere ich gerade, weil ich mich der Notation beschäftigt habe, bei vielem habe ich erst da gemerkt, was ich eigentlich für einen Mist zusammen spiele....

    Wie gesagt - ich mach eigentlich alles ohne Noten und benutze Noten nur fürs Unterrichten.

    Merken, was man eigentlich für einen Mist zusammenspielt, kann man am besten durch eine Audio-Aufnahme.

    Denn es geht ja auch darum, wie man es spielt bzw. dass man es ordentlich spielt (Timing, Dynamik, Groove). Es bringt dir nichts, wenn du die Noten und Theorie verstanden hast, aber es nicht richtig gespielt kriegst.

    ja das ist klar, "proof of the pudding is with the eating" ! Am Ende ist das Hörelebnis entscheidend. Hatte eine Tower of Power Phase. Wenn Du Dir Zeug wie Soul Vaccination oder Oakland Stroke draufschaffen willst musst Du Dir das fast zwangsläufig erst mal schwarz auf weiß klar machen...sonst groovt es vllt. stimmt dann aber trotzdem nicht.

    "If you don't have ability you wind up playing in a rock band" (Buddy Rich)

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