Beiträge von drumsandbeats

    Ich bin ja der Meinung, dass nicht alle Wünsche gleich komplett erfüllt werden müssen/ sollten.
    Wahrscheinlich würde ich meinem Kind in dem Fall erst einmal eine Snaredrum und ein Becken hinstellen (günstig vom Gebrauchtmarkt). Das kann dann mit der Zeit ja noch wachsen.


    Meine ersten Jahre als Trommler - das ging im Kindergarten los - verbrachte ich damit, mir selber aus Matratzen (Toms), einem Gymnastikball (Bassdrum), einem Strohhut (Becken) und einem mit Schrauben gefüllten Plastikkoffer (Snaredrum) ein Set zu bauen, an dem ich lange Zeit gespielt habe. Mit großem Spaß!


    PS: Das wäre ja auch eine gute Möglichkeit, auf längere Sicht auszuloten, wie beständig die Lust am Trommeln bei deinem Sohn ist.

    Am Montagabend hatte ich das Rogers zum ersten Mal mit auf der Bühne. Beim Auftritt mit meinem Hip Hop-/ Pop-Projekt "Souffleur" in meinem Stammliveclub Nörgelbuff, durfte es seine klanglichen Eigenschaften unter Beweis stellen.
    In meinem Proberaum (der leider keine besonders guten akustischen Eigenschaften aufweist), klingt das Set im Bandkontext für die anderen Musiker sehr angenehm und aufgeräumt. Für mich hinterm Set aber manchmal etwas dünn. Mag aber gut sein, dass das daran liegt, dass ich an der Stelle, wo das Rogers im Proberaum steht, die letzten Monate immer das Ludwig (22, 13, 16, 18) stehen hatte und meine Hörgewohnheit deshalb etwas verbogen ist...
    Im Liveclub ging jedoch für mich die Sonne auf! Die Bassdrum ist voluminös und präsent, die Toms ebenso mit einem sehr schönen Sustain (habe ich mit etwas Moongel sogar noch verkürzt) und die Snare knackig und dennoch unaufdringlich.
    Ich würde das Set eher als leise, transparent und dennoch warm und volltönend bezeichnen. Dabei setzt es sich dennoch gut durch (auch gegen Bass, Gitarre, Keyboard und Percussion).


    Optisch ist es sowieso über jeden Zweifel erhaben...
    Ich bin jedenfalls sehr glücklich damit!


    Aufnahmen gibt es leider nicht von dem Abend. Dafür aber ein paar FOTOS.


    Gruß
    Sven

    Zeit für ein kleines Fazit!


    (Maetes, Du musst jetzt tapfer sein...)


    Ich war ja immer der festen Überzeugung, dass ein Schlagzeug keinen besseren Schlagzeuger aus einem macht. Das glaube ich auch immer noch, aber irgendwie sorgt so ein Set schon dafür, dass man zumindest besser klingt und sich dadurch auch besser fühlt.
    Es bestand bei mir ja bisher kein Mangel an schönem Equipment - jedenfalls nach meinem Geschmack. Das kleine Rogers jedoch macht mich irgendwie frisch im Kopf. Und das trotz (oder wegen?) der 47 Jahre, die es auf dem Buckel hat.


    Die Bassdrum klingt voll, schiebt irgendwie auch und hat Ton. Habe jetzt ein Reso mit Loch (4") montiert und bin davon angetan, dass sie das Alte und Moderne zu vereinen mag.
    In ihrer derzeit eher jazzigen Stimmung bescheren die Toms ein tolles Spektrum an Dynamik- und Tonumfang. Das 12" klingt bei Rimshots herrlich perkussiv und in der Mitte gespielt vol und mit viel Ton. Das 14" klingt schön satt und hat eine schönes Sustain, das zwar anhält, aber nicht zu fett und aufdringlich ist.


    Mit der Snare muss ich mich noch auseinandersetzen, da ich von moderneren Klängen geprägt bin. Manchmal erscheint sie mir etwas pappig, doch dann höre ich gleichzeitig den Charme von alten Jazzaufnahmen, auf denen einen Snare einfach so klingt.


    Am Dienstagabend hat es die Feuertaufe bei einer Probe jedenfalls bravourös bestanden. Meine Kollegen waren davon angetan, dass das Set recht leise ist (oder zu sein scheint ?) und dennoch präsent zu hören ist. So auch mein Eindruck. Beim Spielen kann ich auch gerne mal zulangen, ohne jedoch dabei das Gefühl zu haben, meinen Kollegen den Tinnitus in den Gehörgang zu nageln.


    Ich bin jedenfalls sehr glücklich mit dem neuen Schätzchen.


    Gruß
    Sven

    Oder hat jemand einen Tipp, wie sich das Problem der "kurzen Arme" lösen kann, ohne dass man sich den Buckel krumm spielt?


    Wenn man mit dem Cajon etwas nach hinten kippt, kann man mit geradem Rücken bequem spielen. Auch die Schlagfläche kommt einem dabei entgegen, so dass das mit den kurzen Armen auch passen sollte.
    Wem das zu wackelig ist: Einfach eine kleine Holzlatte o. Ä. vorne unters Cajon schieben.

    Achim, das Set wurde in den 47 Jahren von Leuten gespielt, die ich nicht kenne.
    Euch dreien, die ich kenne, dann einen Nachmittag mit dem Set zu verwehren hätte ich vor dem Hintergrund schon beinahe komisch gefunden.

    So, nun kommt endlich die frohe Kunde!


    Heute habe ich ein ganz besonderes Schätzchen von der Weser abholen dürfen. Fotos von diesem Traumset gibt es schon im Rogers Thread. Ich werde aber noch ein paar nachliefern, wenn ich es in den nächsten Tagen endlich im Proberaum aufgebaut habe.


    Es ist ein Rogers Holiday Jazz Set von 1966 in "Sparkeling Silver Pearl"


    20x14 BD
    12x8 TT
    14x14 FT


    Dazu passend eine Powertone Snare in 14x5 im selben Finish.


    Vielen Dank an HiliteFreak und ganz besonders auch an Maetes, der sich als großer Gentleman erwiesen und mir beim Kauf den Vortritt gelassen hat.


    Und zu guter Letzt noch ein kleiner Teaser:

    und immer wieder Dank für die Pinguine!


    Ja, wo sind eigentlich meine Pinguine hin?


    Aber eigentlich wollte ich folgendes loswerden: Nur noch 2 mal schlafen! =)
    Und dann gibt es hier natürlich auch ein kleines Update.

    Stimmt man das 14er ebenfalls sehr hoch, ähnlich wie das 12er?


    Alles eine Frage des Geschmacks. Aber ja, generell wird im Jazz auch das Floortom höher gestimmt, als im Rock/ Pop.


    Das Set ist optisch schon ein wahrer Leckerbissen! Da bekomme ich gleich Lust, mich mal dahinter zu setzen.
    Solltest Du irgendwann mal daran denken, es nicht mehr zu brauchen, sag Bescheid!


    Gruß
    Sven


    PS: Ich weiß nicht, wie lange ich im Forum nichts mehr gepostet habe. Aber diese Fotos waren irgendwie ein guter Anlass, es mal wieder zu tun.

    Aber ich verstehe nicht warum das ganze den Ruin bedeuten soll. Sie kann doch dann auch bei den Ausgaben für Instrumente, Noten und vieles anderes die Mehrwertsteuer als Vorsteuer ziehen.


    Achtung: 17.500 Euro Umsatz! Was man sonst noch abziehen kann, mindert zwar die Steuerlast, nicht aber Fakt, dass man ab der Summe kein Kleinunternehmer mehr ist.


    PS: Und ich gehe nicht davon aus, dass die Dame bereits in der USt-Pflicht ist (wenn sie jetzt gerade die Schallmauer von 17.500 erreicht) und etwaige Vorsteuern "ziehen" kann.


    Verlässliche Auskunft gibt es bei Steuerberatern, Finanzämtern und Kultusministerien.

    Ich lebe noch und wünsche euch allen schöne Weihnachten!


    In letzter Zeit hatte das Familienleben Vorrang, weshalb ich mich im Forum etwas rar gemacht habe. Ob sich das ändert weiß ich nicht. Aber ab und zu gucke ich doch noch mal hier rein und schaue, was die alten Haudegen hier so treiben.


    Beste Grüße
    Sven