Verzweifelt: Wie bringe ich meinem Gitarristen bei, was er spielen soll?

  • Hallo,


    ich spiele seit vielen Jahren in einer Metalcore Combo und habe als Drummer auch viele musikalische Ideen. Ich hab auch selber schon Musik komponiert zu Tracker Zeiten (Sogenannte "Demos") und möchte meine Einflüsse auch einbringen.


    Nun kann ich weder singen noch Tabs schreiben oder Noten (außer Schlagzeugnoten) und mein Gitarrist ist auch kein Notist. Schlichtweg: Ich habe Kommunikationsprobleme.


    Habt Ihr Tipps, wie ich dem Gitarristen beibringen kann, was er spielen soll? Am besten wäre ein kleines Proggy mit Gitarren und Bass-Sounds, auf dem ich schreiben könnte, was ich will und es ihm dann vorstellen.


    Gibt es sowas? Wie löst Ihr das Problem? Ideen?


    Grüße


    Chris

  • Das Problem lösen wir mit dem Programm "Guitar Pro", dazu muss man aber tabben können.

    Mein Set

    Zitat

    Ich wollte eine schreube nach ziehen an meiner fußmaschiene.Als ich sie fest drehen wollte hat es knak gesagt und der schraubenzieger is abgebrochen.

  • Ich habe das selbst im hohen Erwachsenenalter mit einem (etwas peinlichen... und doch praktikablem) "Trick" gelöst.


    Ich summe Gitarristen in "simuliertem" Zerrton die Riffs sowohl in Sachen Tonhöhe als auch rhythmischer Phrasierung vor. Das geht am besten über "dddsch" und "wffff"-Laute.


    Aber das geht wirklich nur wenn ich mit einem Gitarristen hochkonzentriert! und ohne die Anwesenheit anderer Nasen ungestört zusammen bin. Wenn da einer vorbeikommt/käme, denkt er "da ist einer irre"... aber so funktioniert das sehr gut (vorausgesetzt der Gitarrist ist musikalisch genug).


    Bei jeder falschen Toncodierung - wird genau der falsche Ton nochmal von mir richtig "vor-gesummt"... spätestens im dritten Versuch haben wir es dann immer. So kann man hochkonzentrierte Arbeitsatmosphäre vorausgesetzt, in einer kanppen Stunde Note für Note einen ganzen "Song eines Drummers" de-chiffrieren.


    Der Beitrag mag wie Satire wirken. Ich meine das aber ernst!

  • Ich würde mal sagen, dass Du Dir entweder einen Sequenzer kaufst (Fruity Loops, GuitarPro wären jetzt zwei die ich kenne) oder Dir eine Freeware besorgst, sofern es sowas gibt. Oder Du lernst Gitarre spielen.


    Gruß
    Alex

    "Ich verlor bisher Filze, Sticks und einen Bassisten. Weiß der Geier was man damit will."
    Barumo, 2008




  • So mach ich das auch bislang (erfolglos). Spätestens bei arpeggios oder wenn es zweistimmig wird versagt diese Methode, da ich erstens nicht saubere Tonhöhen singen kann und zweites die gitarristen nach den ersten Minuten sagen: "Raff ich net" oder "Hört sich kacke an" (meist deshalb, weil sie sich das Endergebnis zweistimmig und mit der Richtigen Anschlagtechnik, wie ich es im Kopf habe, nicht vorstellen können).


    Singt doch mal z.B. Vulgar Picture von Black Dalia Murder einfach nur vor Euch hin. Hört sich wie ein Kinderlied an. Aber wenn man das Original hört einfach nur krass.
    [/quote]

  • Arpeggios ala Malmsteen sind tatsächlich nicht gerade einfach mit der Methode :)


    Akkorde aber weitestgehend problemlos, da man ja auch erklären kann (bzw. andere Töne vorsummen kann) in welcher "tonalen Skala" man sich bewegt.


    Mir fiel das insbesondere mit Gitarristen sehr leicht, die ich viele Jahre kenne. Da sind die Gehirne in Sachen Harmonie-Lehre! schon fast symbiotisch verschmolzen.


    Ich bin mir sicher, dass es mit einem völlig fremden oder nicht so vertrauten Musiker sehr viel schwerer ist!

  • Erschiess ihn...Drummer und Gitarristen sind wie Feuer und Wasser...Du bringst ihm das nicht bei und er dir nicht das Drummen.
    Das ist so, wie der ewige Kampf zwischen "Gut und Böse".

  • Für kleinere Bridges oder Breaks müssen Erklärungen/ Vorsingen reichen, umfangreichere Sachen spiele ich das kurzerhand auf der Gitarre vor bzw. nehme sie auf. Ich brech mir dabei zwar einen ab, aber es geht :) . Ergo: Gitarre lernen.
    Andererseits brauchen wir eigentlich gar nicht mehr groß darüber reden, denn was die Saitenhexer machen, gefällt mir eigentlich ohnehin so gut, dass ich mich gar nicht mehr einbringen brauche :D .


    Grüße, Philip

  • """"

    Für kleinere Bridges oder Breaks müssen Erklärungen/ Vorsingen reichen, umfangreichere Sachen spiele ich das kurzerhand auf der Gitarre vor bzw. nehme sie auf. Ich brech mir dabei zwar einen ab, aber es geht :) . Ergo: Gitarre lernen.
    Andererseits brauchen wir eigentlich gar nicht mehr groß darüber reden, denn was die Saitenhexer machen, gefällt mir eigentlich ohnehin so gut, dass ich mich gar nicht mehr einbringen brauche :D .


    Grüße, Philip

    DU GLÜCKLICHER

  • lach, so in der art mache ich das auch. meistens klappt's bzw.wir probieren halt solange bis es klappt.
    finde ich weder peinlich noch sonstwas. wenn klappt :)

    Rock'n' Roll
    TomBohla


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    4quarter.net

  • [...] oder Dir eine Freeware besorgst, sofern es sowas gibt. [...]

    Hallo,
    es gibt entsprechende Freeware.


    http://www.tuxguitar.com.ar/


    Ich schaetze mal vorsummen ist ansonsten eine recht wirkungsvolle Methode wenn man sich aufeinander eingestimmt hat. Anderenfalls eben Ideen grob mit dem Sequenzer skizzieren und dem Gitarristen vorspielen. Klappt bei mir so immer.



    Grueße

  • Wie wärs mit dich nicht einmischen und ihn sein Instrument spielen lassen wie ers für richtig hält? Ich schätze mal er erklärt dir auch nicht (ständig) wie du Schlagzeug spielen sollst. Wenn du mit dem Klampfer nicht zufrieden bist und du so oft "einschreiten" musst dass es nicht reicht es ihm vorzusummen solltest du vermutlich Ersatz suchen oder, wie gesagt selbst Gitarre lernen...



    Grüße
    Funkbrother

  • Funkbruder: Wo ist das Problem, wenn sich die Musiker innerhalb der Band gegenseitig ihre Ideen mitteilen? Manchmal hat der Gitarrist halt keine zündende Idee für ein Lick, aber ich hab's schon im Ohr. Dann lasse ich ihn natürlich dumm sterben und/oder such mir einen anderen? Mir erklären meine Mitmusiker übrigens des öfteren, was ich zu spielen habe. Dafür bin ich ihnen dankbar.

    "Ich verlor bisher Filze, Sticks und einen Bassisten. Weiß der Geier was man damit will."
    Barumo, 2008

  • Wie wärs mit dich nicht einmischen und ihn sein Instrument spielen lassen wie ers für richtig hält? Ich schätze mal er erklärt dir auch nicht (ständig) wie du Schlagzeug spielen sollst. Wenn du mit dem Klampfer nicht zufrieden bist und du so oft "einschreiten" musst dass es nicht reicht es ihm vorzusummen solltest du vermutlich Ersatz suchen oder, wie gesagt selbst Gitarre lernen...



    Grüße
    Funkbrother


    Mannmannmann, denk halt mal ne Minute nach:


    Wenn ich ne Idee zum Song beizusteuern habe, heisst das ja nicht, dass ich ihm sage, was er zu spielen hat.


    Deine Theorie, von wegen, jeder soll sein Instrument "unangefochten" spielen ist imho der allergrösste Unfug:


    a) Stell Dir vor was rauskommt, wenn der Gitarrist Malmsteen vergöttert, der Bassist auf Mother´s finest steht, der Drummer ein Jazzer ist, etc.! Wenn man sich da nicht erstmal ungefähr einigt, wo der Zug hinfahren soll, dann kommt da nur wirrwarr raus, aber sicher keine homogene Musik.


    b) Wir sprechen hier doch nicht von "Zufriedenheit": Aber ein anderes Bandmitglied kann doch für die Gitarre z.B. DIE Idee haben, die der Song braucht, warum soll ich als Drummer das nicht sagen dürfen? Dann bleibt die Idee für immer verborgen oder was?


    Also, junger Mann: Band = TEAMSPORT, verstehste? ;)


    Ich freu mich natürlich schon, dass mir keine meiner 3 bands Vorschriften macht, was ich zu spielen habe, aber sie dürfen mich durchaus ansprechen, wenn ihnen was bestimmtes am Set vorschwebt, oder es zumindest mal hören, wie ihre Idee klingt, umgekehrt red ich auch mit meinen Kollegen, und DARUM macht es mir ja in allen Bands auch Spaß.


    Wenn jeder für sich sein will, soll er Tennis spielen...


    P.S. Meine Theorie und mein musiktheoretisches Vokabular tendieren wohl gegen "0", dennoch verstehen mich meine Jungs, is also wohl eine Frage des Wollens ;)

    Wer beim Üben gut klingt, wird nicht besser. - Sinngemäß nach Jojo Mayer



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