Dickere Kessel bei zunehmenden Größen: Sinnvoll?

  • mich würde,wie schon erwähnt,mal der reale klang dieses einen danny carey-sets interessieren.extrem dicke toms,dünnere floor-toms und relativ dünne bass-drums...so rein,ohne-nachdenken,klingt das ganze nach einer menge Wumms und..interessant

    Habe Interesse an jeglichen DW-trommeln (jazz cherry)!Bitte melden!

  • Ich hol diesen Thread mal hoch da ich plane, ein komplettes Set aus Kirschholz zu bauen. Da ich alles selbst bzw. mit Hilfe von Bekannten/Verwandten/Freunden machen werde, bin ich in der Größe der Kessel völlig flexibel. Geplant ist ein komplettes Set in den Größen:
    8" x 7" TomTom
    10" x 8" TomTom
    12" x 9" TomTom
    14" x 11" TomTom
    16" x 16" Floortom
    18" x 16" Floortom
    22" x 18" Bassdrum
    24" x 18" Bassdrum
    20" x 14" Gongbass


    Ich habe mir auch schon Gedanken darüber gemacht:

    • Für jeden Kessel eine eigene Dicke?
    • Falls ja, in welchem Verhältnis?
    • Wäre es sinnvoll, das Volumen der Trommel in Relation zur Kesseldicke zu nehmen?
    • Ist es sinnvoll die Dicke des Kessels am Verhätnis Durchmesser : Tiefe zu wählen? (Z.B: 10"/8"=1,25" / x = Kesseldicke; z.B. x=3 KD= 0,417"= 1,058 cm)
      In diesem Fall wären Floortoms und Bassdrum dünner wie die Toms


    Was denkt ihr darüber? Es ist aber eine rein theoretische Frage, da es nicht 100%-ig sicher ist, dass ich das Set baue. Die Bäume würden erst geschlagen werden und dann muss das Holz erst mal noch trocknen. Ich würde es aber schon grob auf die einzelnen Größen zersägen.

  • Von fast allen Schlagzeugserien dieser Welt kennt man doch generell nur die Differenz der Kesselstärken zwischen Toms und Bassdrum. Alle Toms sind gleich dick und die Bassdrum etwas dicker, wobei der Unterschied entweder durch die Anzahl der Lagen oder der Stärke der Lagen (bei gleicher Anzahl) erreicht wird.


    Zwei Beispiele:
    http://www.tamadrum.co.jp/prod…=114&cp_id=94&year=2011#1
    http://www.tamadrum.co.jp/prod…=112&cp_id=93&year=2011#1


    Ich würde da nicht mehr eine Wissenschaft draus machen, als es die großen, etablierten Hersteller machen. Es sei denn, du willst experimentieren ...

  • Es geht ja gerade mehr oder weniger ums Experimentieren.
    Dass die großen Schlagzeughersteller das nicht machen, kann mit Wirtschaftlichkeit und Gewinnerzielung zusammenhängen, was bei mir aber keinen Einfluss hat. Troyan hat ja laut diesem Thread auch mal dieses Ziel verfolgt. Mich interessiert mit welchem Erfolg. Hat jemand das Set mal angespielt?
    Davon mal abgesehen baut Pearl zumindest in der Reference Serie auch unterschiedlich dicke Kessel. Die größeren etwas dicker als die kleineren. Beim SQ2-System von SONOR kann man auch zwischen verschiedenen Dicken wählen, sich also rein theoretisch auch ein Set bestellen das verschiedene Kesseldicken hat.


    Weiß jemand mit welchem Erfolg Mr. Carey's Konzept augegangen ist, das Ganze mal anders herum zu machen?

  • Von fast allen Schlagzeugserien dieser Welt kennt man doch generell nur die Differenz der Kesselstärken zwischen Toms und Bassdrum. Alle Toms sind gleich dick und die Bassdrum etwas dicker, wobei der Unterschied entweder durch die Anzahl der Lagen oder der Stärke der Lagen (bei gleicher Anzahl) erreicht wird.


    Nein, das stimmt nicht. Beim Gretsch New Classic wird die Kesselstärke mit der Größe varriert.


    Zitat

    Proportionate shells increase in thickness as shell diameters increase to give a full, balanced tonality across the entire drum set.


    *da*

  • Neben Gretsch New Classic und Taye Studio Maple, Noble & Cooley CD Maple, teilweise auch die großen wie z.B. Pearl beim VLX etc. etc....


    ... hust... wir finden diverse Anbieter die das je nach Serie machen oder machten (und mitunter wieder aufgaben). Alles nicht wirklich neu.

  • Alle Toms sind gleich dick und die Bassdrum etwas dicker,


    Umgekehrt gibt's auch: Sonor Ascent:
    9 Schichten bei Tom Toms, Floor Toms und Snare Drums = 8,75 mm, 7 Schichten bei Bass Drums = 6,35 mm


    Die Bäume würden erst geschlagen werden und dann muss das Holz erst mal noch trocknen.


    Dann hast du ja noch ein paar Jahre Zeit für deine Recherche.
    Wie feucht sollte das Holz eigentlich idealerweise sein, um in einer Trommel verbaut zu werden?

    Le roi - c'est moi! :saint:

    Der Gesunde Meschenverstand liegt bei den Dinosauriern.

  • Jedes Holz trocknet bis zu einem bestimmten %-Satz. Wieviel % Restfeuchte Kirschholz hat wenn es trocken ist weiß ich nicht.
    Da das Holz aus dem Ausland kommt (Schwiegereltern haben dort Obstbäume und Wald) kann es durchaus sein, dass schon genügend Holz da ist. Das weiß ich aber frühestens im August, wenn die wieder dort im Urlaub sind. Kann also sein, dass die das Holz gleich mitbringen können und die Bretter dort gleich auf Maß zusägen lassen können.


    Bei allen "normalen" Herstellern wird ja gestaffelt. Größe X1-X4 4mm, Y1-Y3 6mm usw. Bringt es was, dieses Konzept auf jede einzelne Trommel zu übertragen? Der Aufwand für mich wäre der Gleiche, egal wie dick oder dünn der Kessel am Ende dann wird. Es geht also nur darum, in wie weit soetwas sinnvoll ist und an welchen Größen man das Verhältnis dann festmachen kann.

  • Mich würde vorher eins interessieren: Welche Kesselbauweise schwebt dir vor? Wenn du die Kessel in Fassbauweise herstellst, brauchst du dir über die kesseldicken sowieso keine Gedanken mehr machen. Eine Mindestkesseldicke ist dann vorgegeben, und dicker würde ich auch nicht machen.


    Grüße Moigus

  • Troyan hat ja laut diesem Thread auch mal dieses Ziel verfolgt. Mich interessiert mit welchem Erfolg. Hat jemand das Set mal angespielt?


    Das definierte Ziel war nicht Kesselwandstärken auf Kesselgrößen anzupassen, sondern die Durchmesser-Tiefe-Ratio an der einer Luftsäule in einer Orgel zu orientieren. Interessant, aber in diesem Zusammenhang nicht sehr aussagekräftig...das auch in dem Artikel angesprochene Phänomen mit aufsteigendem Durchmesser die Wandstärke zu erhöhen ist bei allen Troyan Trommeln so. Mein 8er Tom ist viel dünner als mein 15er, von der Bassdrum ganz zu schweigen ;)
    Allerdings weiß ich nicht inwiefern sich dies auf Schichtholzbau übertragen lässt, also solltest du erst mal sagen worüber wir reden: Fassbau oder Schichtholz?

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  • Oh sorry, hab ich vergessen. Soll auf jeden Fall Fassbau werden. Macht es für mich einfacher.


    Moigus:
    Mir ist schon bewusst, dass der Kessel eine Mindestdicke haben muss. Ob ich unterschiedliche Kesseldicken machen werde, soll sich ja letztendlich hier entscheiden. Ich brauche einfach ein paar begründete Meinungen für für und wider.


    benni:
    Danke für die Info. Ich habe gedacht, dass beides zusammenhängt. Wird die Wandstärke von Kessel zu Kessel dicker?

  • ja genau, es wird aufsteigend dicker...steht ja auch in dem Bericht

    Zitat

    reine Wandstärken der Kessel: Bassdrum ca. 9,8 mm; 8" Tom ca. 3 mm; 10" Tom ca. 4,5 mm; 12" Tom ca. 5,5 mm; 14" Tom ca. 6 mm


    Allerdings haben diese Kessel gefräste Verstärkungsringe. Ich mutmaße mal, dass diese Wandstärken ohne gefräste Verstärkungsringe keine ausreichende Stabilität gewährleisten würden!

    Signature temporarily not available (480)

  • Die Wandstärke wird erst beim Abdrehen festgelegt. Die Dauben sind auf jeden Fall dicker. Aber 3mm sind trotzdem eine Ansage. Müsste ich 2 8" Toms bauen und probieren ob das mit meinen Mitteln hinzubekokmmen ist. Bei meiner Snare war es kein Problem mit 17mm Wanddicke.


    Aber an was macht man das Verhältnis Durchmesser : Kesselstärke dann fest?

  • jaja klar, erst beim abdrehen...da ich gerade mal in deiner Signatur die Fassbausnareherstellung angeklickt habe noch ein Hinweis: Der Alex (Zachow) baut seine Dauben "gezackt", also quasi mit Nut und Feder! Keine Ahnung inwiefern er dadurch evtl dünner abdrehen kann ohne ausreichende Stabilität zu verlieren oder so...

    Signature temporarily not available (480)

  • Nut und Feder geben dem Ganzen mehr Stabilität, allerdings war es mir zu aufwendig, die Dauben mit Nut und Feder zu machen, vor allem da es mein erstes DIY-Projekt war. Für das komplette Set muss ich mir noch überlegen, wie ich das mit meinen Mitteln umsetze. Aber das kommt dann ins DIY-Forum, wenn ich mit dem Bau beginne.


    Hier soll es nur darum gehen wie sinnvoll das ist bzw. welche Parameter zur Verhältnisrechnung am geeignetsten sind/wären. Im Klartext: theoretisches Kauderwelsch :D

  • Erwarte hier besser keine Antwort zur Kesseldicke. Bei Laminat Kesseln wissen wir vielleciht noch was geschiet, aber bei Fassbauweise dürften die Wenigsten einen Plan haben. Benni weiß natürlich wie sein Set vor und nach dem Dünnerfräsen klang.


    ich empfehle deshalb auch erstmal eine klein Tom zu bauen und dort Feder/Nut aus zu probieren und dann bei dieser nach und nach den Kessel dünner zu drehen um zu hören wie sich das im Klangbild bemerkbar macht.

    "Man muss das Grundgesetz vor seinen Vätern schützen und die Verfassung vor ihren Schützern."
    "Der Faschismus ist eine Spielart der freien Marktwirtschaft."
    Wolfgang Neuss

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