SchlagzeuglehrerIN?

  • Tenor ist: "es ist mir völlig wurscht wie du spielst, ich reduziere dich doch nur auf deine Sexualattribute".


    In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an die Ankündigung der Ludwigsburger Trommeltage 2008 in der Sticks (9/2008), in der Linda Radwanski fälschlicherweise als Linda Lewinsky (man erinnere sich: Präsident Clinton, oral office, ...) bezeichnet wurde.

    Le roi - c'est moi!
    Dieser Winter hat ein warmes Gesicht.

  • wenn geigen lehren könnten, wären frauen überflüssig.


    chauvinistenscheisse im 21. jahrhundert. pffff


    wo ist meine ludwig ehrhardt gedächtniszigarre denn grad? hab ich ich wieder mal verlegt? ich schussel...


    aber im ernst:
    die küche. die küche wäre ein schöner ort, wenn keine frau sich darin aufhalten würde.
    denkt mal drüber nach in der nacht.
    frauen sind viel zu wertvoll. wer will schon schlecht essen?
    ich kann ganz toll grünkohl.
    meine mutter lebt noch.
    scheisse. auch ne frau. und nun?

    Satellite of Love

  • Ohne auf die wirklich interessanten Ausführungen meines Vorredners eingehen zu wollen, möchte ich nochmal betonen, das es m.E. sch***egal ist, ob ein Lehrkörper männlich oder weiblich ist. In der Schule gibts beides, da kann man auch nicht wählen. Eltern sind ja auch gemeinhin Mutter und Vater, das kann man sich auch nicht aussuchen. Jedes Modell hat seine Vor- und Nachteile, genau wie der Vergleich Sheila E. und Laboriel müssig ist, die spielen sehr verschiedene Stile, sind aber beide Höllen-Drummer auf einem sehr hohen Niveau.


    Ich habe fertig.

    “If you end up with a boring miserable life because you listened to your mom, your dad, your teacher, your priest, or some guy on television telling you how to do your shit, then you deserve it.”
    Frank Zappa (1940-1993)

  • Ich bin etwas erstaunt, wenn/dass die (subjektive) Sicht einzelner (weniger) Kollegen scheinbar? eine andere ist.



    edits: Rechtschreibung

    Nach meiner Erfahrung liegt die Quote weiblicher Schlagzeugschüler seit Anfang der 90-er ziemlich konstant so um 10%. Da wird es wahrscheinlich einige Bereiche geben, in denen Emanzipation deutlichere Spuren hinterlassen hat. Auch kann ich an den anderen Instrumenten im Bereich U-Musik weder beim Aufenthalt in Proberaumkomplexen noch beim zappen durch youtube bemerkenswerte Veränderungen feststellen.


    Dass einzig beim Gesang ein eher ausgewogenes Verhältnis besteht könnte ja auch einfach am Zuspruch und der Unterstützung(durch die Männer) liegen, weil weiblicher Gesang dann eben doch wirklich alternativlos ist. "sex sells" ist keine speziell weibliche Taktik...auch Männer erreichen über diese Strategie "ihr Publikum".

  • @Drumherummünchen


    Siehst Du - so unterschiedlich kann die Wahrnehmung/Erfahrung sein.


    Ob You-Tube mit dem mitunter verbundenden "narzistischen" :D Bedürfnissen/Neigungen da der untrüglichste Indikator ist... wage ich vorsichtig zu bezweifeln. Für mich spiegelt You-Tube trotz millionen-Videos immer noch ein TENDENZIELL gefärbtes "Lebensabbild "ab". Daraus Realzustände der musizierenden Geschlechterverteilung abzuleiten... ohweh. Aber auch das wird in einigen Jahren womöglich! anders werden... ? Obwohl ein Anfnag ist auch dort gemacht... da "man" mittlerweile auch von Drummern auf dort trommelnde Frauen angesprochen wird. Mal sehen wie es weitergeht...


    Nochmals, mein Tip: Augen offenhalten: Zeitschriften, Redakteurinnen, Bands (nicht nur Sängerinnen), Bandprojekte mit Mädchen/Frauen, Jugendclub-Projekte, Arbeit in Schulbands, Drumschüleranteil, Kleinanzeigen von Frauen die Musker und Musikeirnnen suchen, steigender Anteil von Anzeigen mit Drummerinnen als Werbeträger (die es vor 20 + X Jahren faktisch fast bis garnicht gab) etc. etc.


    Ob zu langsam oder zu schnell oder proportional im Vergleich zu anderen Lebensumwelten wo Frauen und Männer sich emanzipieren.... das mag jeder für sich selbst entscheiden/bewerten. Das war auch nicht Tenor meines Beitrags das zu bewerten.


    Und zurück zur Kernfrage: wie Thomas Trommelt und manch anderem: auch mir ist/war das Geschlecht eines dozierenden oder Wissen vermittelnden immer völlig schnuppe. Wenn das Wissen effektiv und sogar im best case in wissenstransfer-tauglichem Setting vermittelt wird sind für mich die relevanten Parameter gegeben. Das war bei mir seit Schulzeiten so und hat sich nicht verändert. Ob ein fähiger/toller Mensch ein Mann oder eine Frau ist.... so what.
    Ob hingegen ein Vollpfosten ein Mann oder eine Frau ist... ebenso.


    Edits. Mein Computer spinnt - oder sein maskuliner Besitzer

  • Soll ich mit drumherummünchen gemeint sein? Verbirgt sich dahinter irgendeine Botschaft?


    ICH spreche von einem unausgewogenem Verhältnis, weil ICH MIR die Gründe dafür nicht so recht erklären kann/ / nicht glaube, dass sich in den sicherlich nachprüfbaren Zahlen das Potenzial widerspiegelt /es letztlich einfach schade finde.


    das mit Youtube habe ich jetzt nicht verstanden. Auf youtube lässt sich ja so ziemlich alles finden... und das in den aktuell "angesagteren " Pop,Rock,Funk,jazz,Big-Band usw - Kapellen der Frauenanteil deutlich gestiegen ist, kann ich halt nicht sehen. Projekte, die speziell den weiblichen Anteil fördern sind mir bekannt. Die gibt es seit Jahren, haben aber bislang noch nicht für ein ausgewogeneres Verhältnis gesorgt. Da dürfte sich beispielsweise in Politik und Wirtschaft im vergleichbaren Zeitraum mehr getan haben - und das, obwohl der U- Musikbereich ja prinzipiell deutlich "freier" anmutet. Für mich ist das ein Phänomen. Und solange sich hier nichts tut, sind Lehrerinnen in dem Bereich eben eher ungewöhnlich, mit all den Konsequenzen, die diese "Aussenseiterrolle" eben mit sich bringen kann.

  • @Drumherumcologne


    Zitat

    ICH spreche von einem unausgewogenem Verhältnis, weil ICH MIR die Gründe dafür nicht so recht erklären kann/ / nicht glaube, dass sich in den sicherlich nachprüfbaren Zahlen das Potenzial widerspiegelt /es letztlich einfach schade finde


    Ich hatte es so verstanden als , "würde" bestritten oder es gänzlich anders wahrgenommen, dass der Anteil an Trommlerinnen zunimmt.


    Gründe für die frühere beinahe Nicht-Existenz von Trommlerinnen in unserer Lebensumwelt gibt es sicher viele... das führt hier aber womöglich zu weit. Nur ein absurd-autobiographisches Beispiel, weitab jeder Empirie... und wirklich nur als Anekdoten-Exempel. 1991 gehe ich im Wald spazieren. Ein nettes Lehrerehepaar begegnet mir und spricht mich auf einen Gig wenige Wochenn zuvor (deswegen hat sich das Datum in mein Gehirn gebrannt), an. Beide haben 2 Töchter und erwähnen ihren Wunsch, dass diese auch mal Musizieren. O-Ton Mutter: "Schlagzeug ist natürlich kein Instrumnent für ein Mädchen. Zu einem Mädchen paßt Saxophon". Ich wußte nicht ob ich verlegen lachen oder laut weinen sollte. Ich dachte ich bin durch ein Wurmloch gereist und im Jahre 1872 angekommen.


    Vielleicht ist das aber auch alles Unfug...weil die Threadstarterin ja "Nur" wissen wollte ob wir Probleme mit Frauen als Lehrer.... grrrrr als Lehrerin!!! hätten.


    Und da ist meine unmißverständliche Antwort: "NEIN - ich hatte nie ein Problem damit".


    Edits:
    a.) Zur Vergangenheit: Die Chance durch die Eltern für eines jener Mädchen im Kindheitsalter durch jene finanziert/gefördert Schlagzeug erlernen zu können, kann sich jeder selbst ausmalen.
    b.) Zur Gegenwart: Ich meinte mitnichten pädagogische Förder-Projekte um einen Mädchen/Frauen"quote" im Bandumfeld zu etablieren... sondern ich nehme tatsächlich wesentlich mehr Eigeninitiaitve bei Mädchen/Frauen war... eine Band zu gründen, oder Mädchen die die Eltern selbst INITIATIV bedrängen, Schlagzeug erlernen zu wollen..


    Subliminaler ;) Gruß nach Köln, München und nach Alpha Centauri IV

  • Hallo,


    Anekdoten aus Rödelheim:
    ehemalige Vermieterin: würde es gerne sehen, wenn ihre Tochter (derzeit noch etwas sehr jung) später mal ein Instrument spielen würde, gerne auch Schlagzeug (und das trotz des abschreckenden Aufbaus und noch abschreckenderen Lärms des Unterzeichners);
    fremde Frau im Heizungskeller: ihre Tochter soll oder will wohl auch Schlagzeug lernen, sie befürchtet nur, dass man da ja doch ein bisschen viel Kraft dafür braucht. (Wenn ich etwas nicht habe, dann ist es Kraft, da kann ich Lagerarbeiter als Zeugen benennen. Dass ich zu leise wäre, hat mir noch niemand bescheinigt, obwohl, einmal, glaube ich, war ein Pfarrer, glaube ich ...)


    Eigene Wahrnehmung:
    1980: Frauen und Schlagzeug? Ja, eine im Prospekt von Paiste.
    1990: Äh, ja, die bei Prinz, die bei Krawitz, eine Schulkameradin lernt gerade, ihre Schwester auch, da war da noch so eine ...
    2000: Ja, ja.
    2010: Uff.


    Also ich sehe da schon eine Steigerung, wobei ich natürlich auch meinen Horizont erweitert habe und vielleicht auch mehr Männer gesehen habe, aber in der Politik ist es ja ähnlich, vor Merkel gab es auch nur Schröder, Kohl, Schmidt.


    Drums and Percussion: Manni
    Sticks: Ralf
    Drumheads: Michaela; zuvor Christian


    Batteur: Manuella


    Irgendwie tut sich da vielleicht doch etwas.


    Grüße
    Jürgen

  • In den 80-ern fällt mir mal spontan Vixen und Girlschool als bekanntere Bands ein, die sogar ausschliesslich aus Frauen bestanden. Es wird sicher noch die ein oder andere gegeben haben. Von den auf drummerworld 20 gelisteten sind auch nicht alle als "youngguns" zu bezeichnen.


    Diese Dame ist auch seit Anfang der 80-er auf hohem Niveau in der Abteilung Rhythmik unterwegs.


    http://www.steffen-wittek.de/index1.php


    Entsprechend dieser Vorleistungen und der Wahrscheinlichkeit, dass ich nicht alle aufgezählt habe, kann ich keinen signifikanten Anstieg erkennen. Wovon reden wir denn ünberhaupt - mal in Prozent ausgedrückt ? Annähernd 20% oder gar darüber?


    edit hat nochmal nen link als Vergleich des Frauenanteils in der Politik, wo man ja die Entwicklung vergleichen kann...
    http://de.wikipedia.org/wiki/Frauen_in_der_Politik

  • Whow, dem kann ich nichts mehr hinzufügen..! :)

    Ich wäre dir dankbar loucina, wenn du statt 3 Posts hintereinander zu machen, mal den "Bearbeiten"-Button unten rechts benutzt. ;-)

    Sorry, hab ich nicht gecheckt.;)

  • Deswegen hab ich dich ja drauf hingewiesen :Q

    "Welches Pumporgan des Menschen ist hauptsachlich für den Blutumlauf verantwortlich?" - "Die Milz!"
    (siehe: Wildecker Milzbuben mit ihrem Hit Milzilein, Milzinfarkt oder Doppelmilz)


    "Ob-La-Di, Ob-La-Da, life goes on, brah"

  • In den 80-ern fällt mir mal spontan Vixen und Girlschool als bekanntere Bands ein, die sogar ausschliesslich aus Frauen bestanden. Es wird sicher noch die ein oder andere gegeben haben. Von den auf drummerworld 20 gelisteten sind auch nicht alle als "youngguns" zu bezeichnen. Diese Dame ist auch seit Anfang der 80-er auf hohem Niveau in der Abteilung Rhythmik unterwegs. http://www.steffen-wittek.de/index1.php Entsprechend dieser Vorleistungen und der Wahrscheinlichkeit, dass ich nicht alle aufgezählt habe, kann ich keinen signifikanten Anstieg erkennen. Wovon reden wir denn ünberhaupt - mal in Prozent ausgedrückt ? Annähernd 20% oder gar darüber? edit hat nochmal nen link als Vergleich des Frauenanteils in der Politik, wo man ja die Entwicklung vergleichen kann... http://de.wikipedia.org/wiki/Frauen_in_der_Politik

    ich hab mal bei der guten Frau rein gehört..ui grauenvoll..aber ich kenne aus dem päd. Bereich die Bodypercusions Geschichten und für Kinder sind die echt sehr gut..auch frauen können sowas und es werden mehr..egal wer spielt es muss grooven

    meine Band...
    http://www.pressure-band.de
    [url="http://backstagepro.regioactive.de/pressure" target="_blank" title="Pressure bei Backstage PRO"><img width="125" height="31" src="http://backstagepro.regioactive.de/media/button/bt/button-125/ct/artist/guid/N0WWFxVs43" alt="Pressure bei Backstage PRO" border="0"></a>[/url]

    Einmal editiert, zuletzt von cube110 ()

  • Ich meine, dass Frauen, die am Schlagzeug powern wollen, anscheinend dazu neigen sich zu verspannen, "starke" Weibchen sein zu wolen, sich sozusagen verhärten, und das ist nicht gut.

    ... ich sehe darin aber auch nichts falsches. Wenn es Härte ist, die sie ausdrücken wollen? Tun Sängerinnen in bestimmten Stilrichtungen ja auch - und niemand meckert.
    Und ob Verspannung ein reines Frauenproblem ist ... seufz :rolleyes:

  • die feststellung, dass cindy blackman tony nacheifert ist so oberflächlich, dass offenbar wohl kaum bekannt ist, was weder die eine noch der andere macht, bzw. gemacht hat. übrigens spielt lenny die tony klones nicht cindy.

  • nein, tony.


    cindy meint etwas ganz bestimmtes und qualitiatives mit diesem "nacheifern" und das ist auch schon bei tony bzw. dieser ganzen musik, um die es geht, immanent und sehr interessant. nur liegt schon ein hoher künstlerischer ansatz, der sich auf die jazzgeschichte und deren inovationen bezieht. und anderseits sind die unterschiede beim genaueren hinsehen so gross, dass sich jeder vowurf in dieser richtung wieder in luft auflöst.

    Einmal editiert, zuletzt von abbot ()

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