Wie nahe am akustischen Instrument kann man mit e-Drums sein? Hier ein Beispiel.

  • Selbst bei den Becken gibt es ja mittlerweile einige Lösungen, die aus 3m Entfernung eigentlich nicht mehr von richtigen zu unterscheiden sind. In Post #35 sieht man zwei Beispiele im 2. und 3. Video. Wenn ich das aber zwischen den Zeilen richtig lese, dann gibt es bisher mit allen in der Praxis doch deutlich mehr technische Probleme, als gewünscht. Richtig zufrieden sind die meisten, abgesehen von der Optik, wohl am Ende damit bisher doch nicht.


    Auf der Bühne sieht ein A-Set aber halt einfach netter aus, weshalb sich E-Sets wohl vor allem außerhalb des Studios nicht durchsetzen wollen.

    Und für Aufnahmen machen E-Sets im Wesentlichen in kleinen Home- oder semiprofessionellen Studios Sinn. Da spielen sie ihre Vorteile voll aus. In größeren Studios haben die dagegen kaum Vorteile. Lautstärke, Kanalanzahl etc. sind nicht relevant und wenn man schon den Aufwand betreibt, einen echten Schlagzeuger einspielen zu lassen, dann nimmt man ja eher nicht nur eine Midi-Spur auf.

    "Just beat the devil out of it." - Bob Ross

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  • Hi Nick,

    Wenn du das e- drum beispiel von dem Nachbar thread e-drum live von drum.er gebracht hättest ( hätte, hätte fahrrad Kette...).

    Da kann ich voll mitgehen mit e-Druming.

    Da stimmt auch die ergonomie.

    Ich hab auch so eine Maschine.

    Zuhause, im proberaum natűrlich das 1A Set

  • Tama01 : naja, ein MimicPro kann natürlich nicht im Hinblick auf "nah am akustischen Instrument" genannt werden, denn da gibt es ja komplett kein Postitional Sensing -> werder Snare u. Ride (Center<->Edge), noch Hihat (L-R & Bell). Die Dynamik und der Detailreichtum vom "Decades"-SDX bei adäquater e-Drum-Hardware-Übersetzung ist dem MP (welches ja quasi SSD5 triggert) um sehr viele Längen voraus.


    Desweiteren wird da ja eine A-Hihat eingestetzt (wahrscheinlich auch weil MP nicht wirklich hihat-detailreich), und das gilt natürlich nicht. Gerade e-Hihat soll ja gezeigt werden.

  • Nick74

    Das mit dem pos sens und links rechts kann schon sein.

    Aber rein subjektiv hab ich das bei dem drumm.er beispiel gar nicht vermisst.

    Als ich mir das anhörte dachte ich mir super......gefällt mir sehr gut sehr nah am akustischen set.

    Und dass eine akustische hihat im spiel war kann ich nachvolziehen,vielleicht hat er eine ganz tolle die er lieber spielt.

    Z.b. ne 15er k light oder eine 15er sabian?(das sind meine favoriten) :)

    Die hihat im steve beispiel hat zwar rechts links ..... ich finde die klingt aber nicht gut und ich möchte gar nicht wissen was die kostet.

    Aber klar wenn dir das drumm.er beispiel gar nicht gefällt.

    Alles geschmacksache.

  • Man erkennt aber, dass der Trommler, seine Performance und das Genre eine ganz entscheidende Rolle dabei spielen. Drumm.er macht das auf einem sehr hohen und professionellem Niveau, die Technik ist sauber aufeinander abgestimmt - und eben auf dem Punkt getrommelt. Da wundert es nicht, dass es dort keine Rolle spielt, ob das ein ein E- oder A-Drum ist.

    Ob das in einem Jazz-Kontext genauso eindrucksvoll funktionieren würde, wage ich zu bezweifeln. Es gibt aus meiner Sicht aber auch keinen guten Grund dort ein E-Drum einzusetzen.

  • Ich hab' neulich bei Drum-Tec das Roland TD50 (oder so, jedefalls das Spitzenmodell mit all diesen digitalen Neuheiten) mit dem MimicPro verglichen und mich (Achtung!) für das MimicPro entschieden.

    Rolands Positional Sensing (auf das ich sehr gespannt war), konnte mich nicht überzeugen. War klar vorhanden, fühlte sich dann doch nicht so "echt" an. Mag sein, dass es nur schlecht konfiguriert war. Aber genau da hat das MimicPro bei mir gewonnen. Viel intiutiver zu bedienen. Sowohl im Laden, als auch zu Hause hat es nicht lange gedauert, bis es für mich gut klang und sich das Spielen gut anfühlte.

    Eine Software-Lösung ist auch nicht so mein Ding. Ich möchte das Gerät standalone aufstellen und losspielen können. Es ist schon Risiko genug, von diesem einen elektronischen Ding abhängig zu sein.

    Live einsetzen werde ich es dort, wo halt das akustische von der Lautstärke her nicht passt und ein Cajon zu brav ist. :S Ich habe gemerkt, dass mich das akustische "leise spielen" auch sonst irgendwie ausbremst, weil ich ständig daruf fixiert bin, bloß nicht zu laut zu werden. Wenn ich elektronisch wie gewohnt draufhauen kann, ohne dass andere sich die Ohren zuhalten, spiele ich einfach "flüssiger". Dafür muss es dann auch tatsächlich nicht 100% "wie in echt" klingen. Hauptsache zuverlässig und ohne Handbuch bedienbar.

  • Ich hab noch eine Anmerkung zu dem Thema.

    Der Nick hat mit seinem Beispiel schon total recht.

    Mit der konfiguration vom Steve ist man technisch ganz nah am akustischen Set.

    Pos sens und links rechts und Bell auf der hihat.... ist technisch super. Besser geht's glaub ich nicht.

    Vom anhören und anschauen her ist der drum.er für mich näher und praktikabler und finanziell machbarer dran.

  • Für die Musik die Monti da präsentiert, ist das edrum wohl schlicht die Waffe der Wahl und kein Substitut.

    Das er die nötigen Ressourcen und das Können für ein a-drum hat, bezweifel ich nicht. Zur Not den Flügel etwas zur Seite schieben. 😁

    Beim durchstöbern seiner Videos war ich froh, daß Roland satte Preise aufruft, sonst hätte ich wohl einen Impulskauf getätigt.


    Was die Optik betrifft scheut er sich tatsächlich nicht sein e-drum für dieses ausgesprochene Poservid aufzubauen. Auch wenn der Kameramann es vermeidet, scharf zu ziehen.

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    Ich habe ihn 2018 mit Sulpher live in Hamburg gesehen, da war es dann doch herkömmliches Sperrholz.


    Aktueller und ganz bestimmt e-drum ist das: Dead Astronauts

  • Ich hab' neulich bei Drum-Tec das Roland TD50 (oder so, jedefalls das Spitzenmodell mit all diesen digitalen Neuheiten) mit dem MimicPro verglichen und mich (Achtung!) für das MimicPro entschieden.

    Rolands Positional Sensing (auf das ich sehr gespannt war), konnte mich nicht überzeugen. War klar vorhanden, fühlte sich dann doch nicht so "echt" an.

    Naja, kein Wunder - letztendlich hast du Roland-Modulsounds vs. quasi SSD5 getestet... Glaubst du ich (oder Steve Monti) würden Roland-Modulsounds feiern oder präsentieren? Ohne Computer läuft im Hinblick auf den Thread-Titel und im Hinblick auf meine Drumsound-Vorlieben absolut gar nichts.




    Bei dem Musikstil vermisst man das natürlich nicht. Dir gefällt die Musik insgesamt, das verstehe ich, aber du hast ja in dem Follow-Post (#69) schon ausgedrückt, daß du es verstanden hast -> es geht nicht um ein fettes Rock-Style-Band/Drummer-Video sondern um die Anwendung/Präsentation der Übsetzung von SD3-eDrums im Hinblick auf (akustikdrumsmäßig) wichtige Details wie Position-Übersetzung und Dynamik. Ein Rockband-Video knallt generell evtl. völlig ohne jegliche Drums-Dynamik, und Positions-Klangänderungen sind zumeist unerwünscht (selbstverständlich auch bei A -> dafür ist E ohne PositionalSensing (und vielleicht auch mit eingeschränkter oder nahezu fixer Input-Dynamik) sogar eine Spiel-Hilfe, da es keine "nicht optimal getroffenen"-Head-Sounds gibt.)


    Den tiefen erdig-traschigen Hihat-Sound (eine der Decades Hihats) empfinde ich geschmacksmäßig schon als Highlight -> Geschmacksache.

  • Ein Negativbeispiel ist übrigens die Show "All together now" auf Sat1. Ganz schrecklicher Drumsound. Überhaupt schlechter Mix, aber der Drumsound ist teilweise unterirdisch. Ich muss es leider gucken weil eine Freundin in der Jury sitzt.

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  • Negativbeispiel

    für was?

    Für e-Drums, nehm ich an; das willst du doch sagen, nicht wahr?


    Und was hat das (deine Sat1-Show mit schrecklichem (e-Drum-)Sound) mit diesem, meinem Thread [ selbstverständlich in seinem originalen Sinn ! ] hier zu tun? : minus 8 ;), bzw weniger als nichts. Also, bitte schön OnTopic bleiben, und bitte keine weiterern Versuche hier, e-Drums im Allgemeinen zu dissen -> das wäre nämlich wahnsinnig OT. Danke.


    PS: was meinste wieviele (e-) und (a-)DrumSounds ich schrecklich finde. Würde ich da sagen, sowas ist ein Negativbeispiel für Drums als Topic?

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