Gibt es ein Schlagzeuger-Gen? (Die Zeit v. 23.6.2022)

  • Jupp, auch schon gelesen. Nur der Einstieg mit der Volksmusik.. naja... Also beim Musikantenstadl gibt es immer viele die irgendwas klatschen, nur nicht den Rhythmus. 😄

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • 95% Arbeit 5% Talent (von mir aus auch Gene!). Meine Meinung zum Thema....

    SCIENCE FOR THE WIN!
    Ich habe Interesse an; Zildjian K-Istanbul und Avedis Rides und Hihats (bis ende 60er) sowie Sonor Drumsets bis 1990! :thumbup:

  • Muss man wohl leider abonnieren.

    Gibt es ein Gen? Ein bestimmt interessantes Thema. Die Frage ist: Muss man das wissen. Wer das Gen nicht hat, braucht erst gar nicht anfangen? ;)

    Leider kann ich den Artikel nicht lesen, daher weiß ich jetzt nicht in welche Richtung dieser Artikel geht.


    Rhytmusgefühl? Sollte man am Schlagzeug in Ansätzen schon haben.

    Will es mal so sagen, irgendetwas ist dafür zuständig, dass jeder Mensch ein klein wenig anderes ist. Allein sich dafür zu entscheiden, ist es schon wert zu fragen "Warum?"

    Warum sehen viele das Schlagzeug nur in einem musikalischen Kontext? Andere hören sowas ähnliches wie eine Melodie beim hören oder selbst spielen. Können sogar Gefühle damit transportieren.

    Charakter, Persönlichkeit, Geduld, Pantasie, Kreativität, Hingabe, Voraussetzung, Leidenschaft usw. Nur mal einige Dinge die unterschiedlich ausgeprägt sein können. Auch der Wandel in der Geselschaft spielt eine große Rolle. Alles ist schnelllebigen geworden. Das man bei einer Sache bleibt ist gegenüber Früher viel weniger geworden.


    Die Talentfrage möchte ich hier gar nicht mal in den Raum stellen, weil ein zu großes Thema welches mit den oben genannten Dingen zusammenhängen.

    Was man auf jeden Fall gut beurteilen kann, wenn man sich die ganz großen Drummer anschaut. Warum sagt man immer der ist super talentiert. Die Frage kann man ganz zu Anfang stellen.Eigentlich da wo man noch nicht wirklich was kann. Alle haben aber eins gemeinsam und das ist Leidenschaft.


    Ich bin immer wieder erstaunt was Studien so zutage bringen.

    Ich soll angeblich zu den 8% (Wert kann abweichen) der Erdmenschen gehören die einen Zauberwürfel lösen können.

    Das erste was mir da durch den Kopf gegangen ist "WTF" wie kann das sein? Das ist doch total easy. Dabei bin ich erst mit etwa 30 Schleifen damit angefangen.

    Hatte den zwar schon als Jugendlicher in den Fingern, aber die Leidenschaft an so einem Würfel rumzudrehen war da noch nicht gegeben. Jetzt gibt es kaum ein Tag wo ich nicht mal ein paar Drehungen mache. Bin jetzt kein Speedcuber. Klar geht es irgendwann nur noch um Geschwindigkeit und nicht mehr nur um lösen können. 3x3x3 han ich jetzt bei etwa 40sec, wenn es gut läuft. Damit keine Langeweile aufkommt hab ich mich jetzt schon bis zu einem 7x7x7 hoch gearbeitet. Da liegen 45min an. Hatte ich schon erwähnt, dass man dabei auch Geduld haben muss? Ist zusammen mit dem, es erstmal können, ein ganz wichtiger Punkt ;)

    Was sogar ein wenig lustig ist. Für mich ist es total beruhigend. Andere sind einem Nervenzusammenbruch nahe, wenn sie nur versuchen eine Seite zu lösen.

  • Heute Vormittag war es noch kein "+" Artikel, da war er noch frei zugänglich - vielleicht war die Nachfrage dann so groß, dass es sich lohnt, ihn kostenpflichtig anzubieten. In der heutigen Printausgabe scheint der Artikel nicht enthalten zu sein.


    Edith kann es heute auch wieder mit Werbung lesen - ist jetzt wieder kein Z+ Artikel. Was auch immer...

    Einmal editiert, zuletzt von Martin0815 ()

  • Hier ebenfalls. Wenn ich (am Android-Mobiltelefon) anklicke "mit Werbung lesen", wird mir der komplette Text angezeigt. Natürlich dann ohne Werbung, weil ich einen AdBlock benutze.


    Ich denke, den Forschenden ging es hier hauptsächlich darum zu zeigen, was mit den statistischen Werkzeugen alles möglich ist. Wir am Ende auch erwähnt, wie diese Ergebnisse zu bewerten sind.


    Und Eingangs schon:

    "Es ist die Umwelt, die den Rest bestimmt: Häufiges Musikhören und natürlich aktives Musizieren machen einen guten Schlagzeuger oder eine gute Perkussionistin aus. "


    ...und da ich wohl zu den ca86% untalentierten gehören, geh ich jetzt Mal üben, haha.

  • Guten Abend,


    ich kann's aktuell "mit Werbung" lesen.


    Für diejenigen, die Angst bekommen, es könnte das Schlagzeuger-Gen geben:


    1.

    "Häufiges Musikhören und natürlich aktives Musizieren machen einen guten Schlagzeuger oder eine gute Perkussionistin aus."

    Interessant finde ich den immanenten Sexismus, dass Schlagzeuger*innen männlich und Perkussionist*innen weiblich sind.

    Ebenfalls interessant finde ich, dass zwar von Musikhören (passiv) und Musikmachen (aktiv) die Rede ist, von Üben dagegen aber keine Spur.

    Ich persönlich differenziere zwischen "Musizieren" und Üben.


    2.

    "Das musikalische Taktgefühl ist eine komplexe Fähigkeit, das von vielen unterschiedlichen Genen beeinflusst wird."

    Also nix Genaues weiß man nicht?


    Und nun zurück zum Text:

    "Können Sie zu einem musikalischen Rhythmus klatschen? Dass die Mehrheit der Menschen dazu in der Lage ist, zeigen nicht nur die Volksmusiksendungen im Fernsehen. Auch in einer Studie, die gerade in der Zeitschrift Nature Human Behavior veröffentlicht wurde (Niarchou et al., 2022), sagten 92 Prozent der Teilnehmer, sie könnten das."

    Wem ganz langweilig ist, kann sich das Werk ja mal ansehen, einfach auf die Verknüpfung drücken.


    Ansonsten: aha, ein "musikalischer" Rhythmus. Da frage ich mich wie oben unter 2 schon wieder: gibt es ein unmusikalisches Taktgefühl und einen unmusikalischen Rhythmus? Und dann gehen natürlich die Emotionen der Leserin und des Lesers sowie der Lesenden, die geschlechtlich anderweitig einzuordnen sind in die Höhe: werden bei Volksmusiksendungen im Fernsehen musikalische Rhythmen geklatscht?

    Wenn wir diese Frage auch bei Unwohlsein bejahen wollen, dann stellen wir uns gleich die nächste Frage: gibt es da vielleicht qualitative Unterschiede bei verschiedenen Rhythmen, verschiedenen Musikrichtungen und verschiedenen Medien (nach dem Motto: wer sieht denn heute noch fern (außer dem Autor, der es immerhin musikalisch bis hin zu Volksmusiksendungen geschafft hat?))


    Und schon fragen wir uns: klatscht der Inder anders?

    Schon werden wir enttäuscht: "Aus methodischen Gründen beschränkte sich die aktuelle Studie auf Probandinnen und Probanden, deren 23andMe-Profil eine europäische Herkunft ausweist."

    Aber klatscht die Estin anders als der Este? Da soll es ja auch genetische Unterschiede geben?


    Ganz ehrlich: ich halte nichts von Gefühlen, auch nicht von Takt- oder Rhythmusgefühlen. Jedenfalls dann nicht, wenn die Probandin oder der Proband schon länger auf der Welt ist und damit unweigerlich das ein oder andere mitbekommen hat. Schon vor der Geburt ist man ja von äußeren Einflüssen nicht ganz ausgeschlossen. Geht die Mutter jeden Tag in die Techno-Disko? Singt sie Arien? Hämmert sie Schwerter? Guckt sie Qualitätsfernsehen? Sitzt sie daheim und alle drei Minuten fliegt ein Flugzeug vorbei? Liegt sie im Krankenhaus, weil sie bei dem schönen Wetter eine Synkope hatte?



    Jede und jeder fühlt den Rhythmus.

    Ob sie oder er etwas damit anfangen kann, hängt von der Lebenserfahrung ab.

    Dass es ein Gen gibt, das einem hilft einen mittelschnellen Viervierteltakt zu klatschen, würde ich als an Absolutheit grenzender Relativität für irrelevant halten wollen.


    Grüße

    Jürgen

  • Ob sie oder er etwas damit anfangen kann, hängt von der Lebenserfahrung ab.

    Ich bin ganz bei Jürgen! Wir alle sind dazu in der Lage, unser volles Potenzial ausschöpfen zu können, wenn wir unser Gehirn auf die richtige Weise trainieren. Auch Rhythmusgefühl kann man lernen, diese Erfahrung habe ich in meinem Unterrichtsgeschehen schon oft genug gemacht.

  • Ich sehe schon populäre Musikerpaare in Scharen zum Gendoktor pilgern, um sich mit der Gen-Schere kleine Mozarts zurechtschneiden zu lassen.


    Das entschlüsseln irgendwelcher Gene überlasse ich den Wissenschaftlern und schau nicht weiter hin. Solche Informationen nähmen dem Musik machen doch restlos seinen Zauber.

  • Bei mir geht der Artikel auch nur mit testabo um 1€ 🙄


    An ein Rhythmus-Gen glaube ich auch nicht, sehr wohl aber an ein Rhythmusgefühl/Taktgefühl. Klar kann man es auch trainieren, aber manche haben das eben auch ohne Training, ganz von selbst. Möglicherweise auch durch viel Musik hören. Allerdings tut das doch so ziemlich jeder Mensch? Ich erinnere mich da nur an die Tanzschule. Es gibt tatsächlich Menschen, die bei der Rumba die 1 nicht finden und falsch starten (mit dem Schritt für die 1 auf der 3 oder sogar auf der 2 oder 4, hab ich alles erlebt. Mir drehts dabei den Magen um und ich KANN gar nicht falsch anfangen. Ich hab mich aber auch als Jugendliche kaum mehr mit Musik beschäftigt als die meisten Mitmenschen. Ich hab Schallplatten gehört, Radio, usw.


    Lustige Anekdote: als ich in meine erste Band eingestiegen bin, haben sie meiner Vorgängerin kurz bevor sie starb erzählt, dass sie eine Nachfolgerin gefunden haben, die aber noch Anfänger ist. Daraufhin soll sie gesagt haben: „solange sie das bumbum-Gen hat, passt das.“ ☺️ vermutlich hat sie das im Scherz gesagt, aber ich fand den Ausdruck sehr nett ☺️

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


    “You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis


    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

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