Wie übt / spielt man diesen Song-Abschnitt?


  • Das stimmt, die linke Hand folgt auch immer, denn die rechte ist in jedem Fall schon auf der Snare. D.h. die von mir gekennzeichneten 2 Viertel stellen im gesamten Song die Ausnahme dar, denn die linke Hand macht nur hier an dieser Stelle den Anfang.


    Vielleicht kommt es mir auch deswegen so komisch vor. Man spielt minutenlang immer auf die gleiche Art, zwar mit reichlich Varianten, aber die Abläufe sind vom Muster her gleich. Und plötzlich soll sich die linke zuerst auf den Weg machen

    Von der Seite habe ich das jetzt noch gar nicht betrachtet. Aber du hast recht, die Linke geht an dieser Stelle als erstes. Ich glaube da hatte "Jeder" so seine Probleme mit.

    Bei mir ist es schon etwas her, aber ich kann mich noch dunkel daran erinnern, dass mir bei sowas häufig die Sticks einen anderen Weg nahmen, als vorgesehen war.


    Noch etwas was man in die eigene Übe-Routine einbauen kann. Einfach den Grundpattern mit seinen Lieblings-Groove-Pattern verbinden.

    Habe den Anhang in Beitrag 41 dahingehen mal erweitert. Der Automatismus ist dabei immer der Ausgangspunkt.

    Geht aber in beide Richtungen. Takt 11 ist ein Teil-Part aus dem Stück-als 8tel-Groove (Anhang-Beitrag 41)

  • Hallöle,


    zur Ausgangsfrage "Was mache ich falsch?" lautet die Antwort:


    "Ich übe zu wenig und lese zu viel in Internet-Foren, wo es statt um Problemlösungen und neue Problemkreationen geht."


    Wir erinnern uns ja dunkel, dass es um ein altes Lied einer inzwischen auch nicht mehr so jungen Kapelle geht, wo da in einem Takt auf der Drei und auf der Vier jeweils vier Sechzehntel stehen, wovon die erste auf der Charley und die restlichen drei auf der Kleinen zelebriert werden sollen und das natürlich nicht als Sechstole (mit zwei eingebauten Sechzehntelpäuschen) wie im Eingangsbeitrag berichtet, sondern eben ganz gerade tri-ih-end-ey-vor-ih-end-ey.


    Da hilft üben.

    Ich wollte es nur nochmal sagen.


    Wie man in dem Zusammenhang auf irgendetwas mit Fünf kommen kann, das ist wirklich interessant und ich kann es mir nur mit dem Wetter erklären.


    Grüße

    Jürgen

    straight ahead


    PS

    Beim Üben kann man auch mal langsam machen (hat bestimmt noch keiner gesagt) und sich dabei in Zeitlupe ansehen, wie die Ärmchen und Händchen so laufen und wo vielleicht irgendeteins der Extremitätchen ein bisschen faul sein könnte. Schlagzeug spielen ist Ballett und sonst gar nichts. Notfalls hilft auch mal der Spiegel. Oder die Kamera.

  • Schlagzeug spielen ist Ballett und sonst gar nichts.

    Richtig. Im Grunde ist trommeln die Kunst zur richtigen Zeit mit der richtigen Kraft auf das richtige Instrument zu schlagen. Mehr steckt gar nicht dahinter.

    Man kann als mathematisch vorbelasteter Jungdrummer sich auch intensiv mit punktierten Septolen, 15/8tel Rythmen und sonstigen Spielereien das Leben schwer machen,

    oder einfach mal Musik machen und sich mit dem sauberen umsetzen von Takten und Notenwerten die durch 2 und 4 teilbar sind beschäftigen und eine Menge Spass bekommen.

    don´t panic

  • Definiere "schwierig" und "anstellen". Los geht´s schon mal damit, einen Trainbeat schön(!) zu spielen. Das braucht schon in der Grundform etwas Übung (mehr als man vorher angesichts des simplen Patterns meint). Dann in Takt 2 die verschobene BD mit den Snareakzenten. Die wollen a) auch erst mal unisono hinbekommen werden und b) möglichst noch so, dass es musikalisch gut klingt. Da die Snare immer sehr gut und zudem kurz und exakt hörbar ist, verzeiht das keine Ungenauigkeiten. Wenn BD und Snare nicht unisono sind oder das Timing etwas wackelt, hört man das durch die Snare recht unbarmherzig.

    Und last noch least ist es nat. auch eine Frage des Tempos, ab wann es "schwierig" wird. Wenn du das Ding erst mal schön langsam, genau und schön gespielt eine Weile nagelst, solltest du aber alsbald damit warm werden.

  • Stelle ich mich an? Oder ist das tatsächlich schwierig zu spielen?

    Kommt drauf an wo du deine Schwierigkeiten hast. Einfach ist hier was anderes.

    Ich denke mal, dass die Noten ganz unten die getretene HiHat sind. Die müssen erstmal wie automatisch auf 2 und 4 durchlaufen.

    Takt 1 und 3 sollten schnell zu spielen sein. Takt 2 und 4 sind da schon echt nicht leicht.

    Würde da Schritt für Schritt vorgehen. Reihenfolge ist dabei eigentlich egal

    1. 8tel mit Akzente

    2. 8tel ohne Akzent + Bassdrum

    3. 8tel ohne Akzente + HiHat

    4. 8tel mit Akzente + HiHat

    5. 8tel mit Akzente + Bassdrum

    6. Nur die Füße

    7. Alles zusammen

    8. Die HiHat vielleicht erstmal durchlaufen lassen

    9. Wenn es gut läuft auch andere Kombinationen ausprobieren

  • Ich wollte auch gerade schreiben: kommt aufs Tempo an. Schaut ja easy aus. Dann hab ich’s mal probiert 😅 auf die Schnelle würfelts mich auch erst mal im zweiten Takt 😅 schaut definitiv leichter aus als es ist. Laaaaangsam üben, Schritt für Schritt, ev. erst mal nur die Hände, oder nur die Füße, dann erst mal Hände und nur rechten Fuß… usw.

    Alles nur eine Frage der Zeit 😅


    Edit: lexi war schneller…. Hab ich erst gesehen, als ich meines abgeschickt hab

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


    “You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis


    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

  • Habe gestern schon alles einzeln geübt. Aber sobald die Hände - oder die Füße - dazu kommen, geht gar nichts mehr.

    Aber okay, ich bleib da dran.

    "Ambition is a dream with a V8 engine" - Elvis Presley

  • Aber okay, ich bleib da dran.

    Du musst dir nur merken

    C C / G F / C C / G F ;)


    Dabei an eine 4er Gruppierung denken-dann bekommst du ein "Offbeat Feeling". Ich hoffe ich darf das so sagen.

    Ist angesichts der zu spielenden 8tel, die man ja auch zählt, erstmal schwer in den Kopf zu bekommen.

    Die getretene HiHat wäre in der 4er Gruppierung das geheime "Und".


    Man könnte jetzt auch ganz leise vorsichtig sagen, dass die Bassdrum eine Art Puls darstellt. In Takt 2 und 4 ist sie zwar verschoben, aber es geht darum was im Kopf durchläuft. Lass dein Kopf nicht hängen, sondern auf 1 und 3 mit nicken-dann sollte es klappen.


    Ich hoffe, ich hab jetzt nicht zu viel Klarheiten beseitigt.


    Die Notation im Anhang soll jetzt nur ein Beispiel für Übungen sein.

  • Takt 1 und 2 sollten schnell zu spielen sein. Takt 2 und 4 sind da schon echt nicht leicht.

    Takt 1 und 3 sind hier definitiv die einfachen und Takt 2 und 4 die schwierigen. Diese finde ich in dem Groove etwas irritierend. Was sollen die zusätzlichen Betonungen auf der Snare abseits des Backbeats? Da achtelt die Bassdrum doch schon.


    Drum Bee

    Was ist das? Dein Thread heißt ja "was mache ich falsch" und ich stelle einfach mal in den Raum, dass du das "falsche" zur "falschen" Zeit übst.

  • Danke. Das dachte ich mir auch die ganze Zeit. Wer notiert so nen Unfug? Es wäre völlig ausreichend und deutlich grooviger, die zusätzlichen Akzente ENTWEDER auf der Snare ODER der Bassdrum zu spielen und das jeweils andere gerade durchzuspielen. Zumindest vom musikalischen Standpunkt her. Um die Koordination zu trainieren, kann man das aber schon mal machen.

  • Wer notiert so nen Unfug?

    Das wird aber oft so gemacht. Man kann in diesem Punkt entweder die Snare knallen lassen oder den Akzent "normal" auf der Snare etwas lauter spielen und die Bassdrum mehr hervorheben. Den Akzent danach als Rimshot spielen. Also den Akzent jeweils in der linken Hand normal lauter und in der rechten Hand als Rimshot. Hier ist es interessant, weil sich die Art der Akzentuierung einmal dreht. Man kann auch anders orchestrieren. z.B. den "schwächeren" Akzent auf ein Splash setzen. Wie sich das jetzt anhören würde kann ich mir gerade nur im Kopf vorstellen. Heute Abend probiere ich mal ein wenig auf meiner Rumpelkiste rum. Hier hat man viel Platz für Ideen.

  • m_tree

    Ich habe in diesem Thread geschrieben weil ich nicht für jede Frage ein neues Thema eröffnen wollte.

    Vielleicht kann ein Mod den Titel ändern. Z.B. "Anfängerfragen"?


    Ich weiß jetzt nicht ob das Unfug ist. Es handelt sich um den Song "Ballroom Blitz" von Sweet.

    Die Notation hat jemand erstellt, der sich ausgiebig mit dem Stück beschäftigt hat und auch ein YouTube-Video dazu zur Verfügung stellt.

    "Ambition is a dream with a V8 engine" - Elvis Presley

  • Es handelt sich um den Song "Ballroom Blitz" von Sweet.

    Die Notation hat jemand erstellt, der sich ausgiebig mit dem Stück beschäftigt hat und auch ein YouTube-Video dazu zur Verfügung stellt.

    Ich kenne die Nummer und hab mir den Song eben mal bei YT angesehen. Die Notation passt für mich nicht zu dem, was man im Video hört (ist ein Playback, also nicht auf die Bewegungen des Trommlers achten). Meine Anmerkungen beziehen sich auf den Grundbeat.


    1. Die Snarefigur besteht nicht aus geraden Achteln, sondern ist angeshufflet, keine harten Shuffles, eher so ein New Orleans Feel.

    2. Die Betonungen des 2. und 4. Taktes höre ich so auch nicht raus. Das sind drei Takte mit Betonung auf 2 und 4, im letzten Takt ist der Schlag vor der 4 mitbetont.

    3. Die Bassdrum scheint mir auch nur auf 1 und 3 durchzulaufen.


    Es kann sich bei der Notation natürlich auch um eine bestimmte Stelle, einen Übergang oder sowas handeln, die habe ich mir nicht so genau angehört.


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  • Guten Morgen,


    1. für einen Anfänger ist das sehr schwierig und ein Fortgeschrittener muss es auch üben.

    2. bei dem Tempo, was letztendlich hinten heraus kommen soll, wird es nicht einfacher.


    Was ist das? Dein Thread heißt ja "was mache ich falsch" und ich stelle einfach mal in den Raum, dass du das "falsche" zur "falschen" Zeit übst.

    Es ist halt immer die Frage, was man vor hat und wo es hin führen soll.

    Unfug ist es jedenfalls nicht (es sei denn, man möchte gewisse Musik, die vielleicht gerade nicht so richtig in Mode ist, so diskreditieren). Aber vielleicht für den Anfang ein bisschen zu schwer.


    Grüße

    Jürgen

    für jeden Unfug zu haben, aber nicht zu jeder Zeit


    Edith meint, dass ich dem Einwand vom Nils teilweise beipflichten sollte.

    Das ganz leichte Hüpfen verhindert, dass es wie eine digitale Maschine klingt, das ist die höhere Kunst der Phrasierung. Davon abgesehen höre ich schon eine zweitaktige Phrase, allerdings würde ich den notierten Akzent im zweiten Takt auf der 2+ als überbetont bewerten wollen.

  • Ich habe mich hiernach gerichtet, weil ich das auch so höre, was aber nichts heißen mag:



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    Ja, Jürgen K, es ist wahrscheinlich noch zu schwierig. Trotzdem kann das üben solcher Grooves nicht schaden, denke ich.

    An das zu erreichende Tempo habe ich noch keinen Gedanken verschwendet. Das liegt ohnehin in weiter Ferne.

    "Ambition is a dream with a V8 engine" - Elvis Presley

  • Habe gerade mal über einen Streamingdienst in den Song reingehört und kann auch nur dazu sagen, dass die Notation oben Unfug ist.


    Es geht bei solchen Grooves auch sehr ums Feel (hier leicht angeshuffelt) und das wurde in der Notation nicht mal ansatzweise erwähnt. Hast du das aus dieser App?


    Wie lang spielst du jetzt schon?

    Für einen Anfänger ist das Niveau aus dem Song definitiv zu schwierig. Spiel lieber erstmal 'nen sauberen Shuffle und saubere Hand-to-Hand Triolen.

  • Och finde die Aussage Unfug nicht ganz glücklich gewählt. In wie weit Akzent-Übungen im allgemeinen, Praxis orientiert sind, kann man diskutieren.

    Falsch gibt es grundsätzlich erstmal nicht.

    "Zu Früh" naja, eventuell, aber auch nur vielleicht.

    Ausschnitte aus Stücken beinhalten manchmal kombinierte Dinge, die man erst getrennt voneinander üben sollte. Sonst wird es ungenau und es klingt nicht so schön. Ein unten aufgeführte Beispiel dafür wäre.Die Bassdrum aufs nächste 16tel nach dem Akzent.


    Nehmen wir die ersten Akzent-Übungen aus dem Alphabet-16tel mit nur einem Akzent.

    Akzent verschiebt sich dabei. Nach einem Takt o jeder Gruppierung-Da ist dem Künstler die Freiheit überlassen.

    Beispiel 1:Akzent auf dem Crash-Becken.

    Da würde ich die Bassdrum auf den Akzent setzen. Aber auch nur so laut, dass beides hörbar ist.

    Beispiel 2:Akzent auf der Snare.

    Da könnte man die Bassdrum davor oder danach spielen.Letzteres kenne ich aus meinem Unterricht.

    Beispiel 3:Die Bassdrum ist selbst der Alzent der sich gemäß des Alphabetes orientiert. 16tel in den Händen als Ghost oder normal laut.

  • Benenn' den Thread in "Wie spiele ich diese Liedstelle?" um und alles passt wunderbar.


    Dass eine einfache Notation für eine authentische Reproduktion einer Liedbegleitung nicht ausreichend ist und man auch zwischen den Zeilen lesen und vor allem sehr viel hinhören muss, ist ja klar. Aber gerade am Anfang kann und muss man auch nicht alle Ebenen des Spiels berücksichtigen. Du bist da schon auf einem guten Weg, denke ich.

    "Just beat the devil out of it." - Bob Ross

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