Von verschiedenen Wahrnehmungsebenen und der daraus resultierenden "Unmöglichkeit einen gemeinsamen Nenner in der Band zu finden" bis hin zu bad vibes im Proberaum

  • Interessante Fragestellung. Ich finde den Song sehr passend gemischt und wüßte nicht, wie ein der Weite angemessener Mix überhaupt realisierbar wäre. Eher ist mir das Feeling des Songs zu "städtisch" und ruft bei mir völlig andere Bilder hervor als weite Natur. Ich sehe eher marodierende Straßengangs oder andere, latent oder offen aggressive Szenen vor mir. Gerne auch ein Haufen Großstädter auf der Jagd nach dem besten Schnäppchen im Schlussverkauf 😉


    Mag wiederum auch sein, dass mich das Zuviel an Gefuddel der Instrumentalisten aggressiv macht, da ich kein Fan dieser exzessiv zur Schau gestellten Virtuosität bin, und es mir daher kaum Chancen lässt, ruhigere Emotionen zu empfinden. Wie auch immer, die Schere zwischen Bild und Ton empfinde ich ähnlich, nur eben nicht bezogen auf den Mix, sondern die Komposition.

  • Gude Morsche,


    zu den Weingut-Hunden: ja, sie bellen nicht und sind wahrscheinlich nicht besoffen, passt auch nicht.

    Ich vermute mal, dass das Video einfach einerseits billig und andererseits ganz nett sein sollte, die Musik war ja vermutlich lange davor gemacht, das hat halt nix miteinander zu tun. Muss es ja nicht, man hat ja die Freiheit wahlweise den Ton oder das Bild abzustellen.


    Ich persönlich habe mehr Schwierigkeiten mit Leuten, die ernsthaft erzählen, dass die modernen E-Drums gar nicht so schlecht klingen (ja, ich höre es ja auf den Videos ...) und man Rockmusik ja im Wohngebiet probt ... man ahnt schon, in welche Richtung das gehen könnte. Schade eigentlich, aber so ist es halt.


    Grüße

    Jürgen

  • „Ordentlich“ gemacht…

    Ohne den Song zu kennen, wusste ich schon vorher was mich musikalisch erwartet.

    Ich finde die einzelnen Musiker und deren technischen Fähigkeiten an ihren Instrumenten auch super, nur ist der Song an sich relativ substanzlos und nichtssagend. Da nutzt es auch nichts, wenn ich alle 3 Sekunden durchblicken lasse, was ich doch für ein toller Hecht an meinem Instrument bin. 50% weniger Töne würden dem Song mehr Raum zum atmen geben, wenn ich jede noch so kleine Lücke mit Technik Wixxerreien zuballere, ersticke ich jede musikalische Situation im Keim.

    Um beim trommeln zu bleiben, z.B. wenn Simon Phillips diesen Song eingespielt hätte, hätte er viel Song dienlicher gespielt und hier und da ein paar richtig geile Breaks eingestreut. Nichtsdestotrotz finde ich dass Portnoy ein Super Drummer ist, nur muss man das so aufdringlich jedem Hörer ins Ohr ballern? Kozen genau so, eine Millionen Töne in 3 Minuten, ich kann mich an keinen Ton erinnern.

    Genug gestänkert am frühen Morgen, ist meine bescheidene Meinung, aber die Band holt mich einfach nicht ab.

  • Was der Mix eines irgendwann im Studio aufgenommenen Songs mit der Weite des irgendwann anders gefilmten Videos zu tun hat, weiss ich jetzt gerade nicht. Was Ich weiß ist dass mich dieses musikalische Gewichse einfach nur nervt. Die können alle alles spielen, der Song ist für Freunde des klassischen Rock nicht mal so schlecht. Aber da quillt „Guck mal was ich kann“ aus jeder Ritze. Das hat so ein bisschen was von den Fuddelhelden der 80er und 90er (MacAlpine, impellitieri, Gilbert). Technisch toll, nervt aber.

    667 - The Neighbour Of The Beast!!

  • Zitat

    Ich vermute mal, dass das Video einfach einerseits billig und andererseits ganz nett sein sollte, die Musik war ja vermutlich lange davor gemacht, das hat halt nix miteinander zu tun. Muss es ja nicht, man hat ja die Freiheit wahlweise den Ton oder das Bild abzustellen.

    Zitat

    Was der Mix eines irgendwann im Studio aufgenommenen Songs mit der Weite des irgendwann anders gefilmten Videos zu tun hat, weiss ich jetzt gerade nicht

    Mit Sicherheit. Ich vermute alle Songs der Scheibe haben diesen Mix.

    Ihr Schlawiner. ;)


    Ich behaupte doch nicht das die Bandmixe zu Videos gemacht werden (in der Video-Avantgarde-Künstler-Szene bei vertonten Inhalten allenfalls ab und zu) sondern, dass es sich für mich beim Anschauen und anhören "beißt" :P aufgrund der Inkongruenz des Audio-visuellen (der Enge des Mix vs. der Weite des Bildes).


    Andere fühlen sich von der musikalischen Kraftmeierei und Potenz provoziert ;), insofern paßt das Thema der verschiedenen Wahrnehmungsebenen bestens. Denn man sieht wie verschiedene Reaktionen "getriggert" werden bzw. was andere beim Song "beunruhigt" oder anderen individuell mißfällt. ;)


    Ich persönlich brauche immer eine Killerhookline bei Songs, die gibt mir der Song leider gar nicht ;( , aber darum ging es mir hier persönlich nicht.

  • Ich muss zugeben, ich finde es leider total gruselig:


    1. Zunächst Gerald:

    Der Song und auch die Abmischung passen in der Tat 0,0 zum Video. Gebe ich dir recht, das beißt sich geradezu. Sicherlich ist das ein rein subjektiver ästhetischer Eindruck, der nicht verallgemeinerungsfähig ist, aber insofern gehe ich mit Dir voll d'accord. (Es ist jetzt aber auch nicht das erste Video was insoweit scheitert).


    2. Gleich beim Sound selbst geblieben:

    Es ist alles derart brutal nach vorne gemischt, dass man am Ende teilweise überhaupt die Instrumente nicht mehr auseinanderhalten kann, derart groß sind die Überlagerungszustände.


    Es hört sich - soundtechnisch - so ein bisschen an wie die Erstlingsaufnahme einer Newcomer Band, bei der im Aufnahmeraum alle wild schreien, sie wollten ihre Instrumente weiter im Vordergrund haben und der Toningenieur dem dann auch leider nachkommt.


    3. Zur Mucke. : ein typisches "wir-brauchen-einen-Song,-damit-wir-unsere-Instrumente spielen-können"-Ding.


    Die Substanz des Songs selbst ist vollkommen leer und Aussagelos. Hört sich so an, als wenn den Jungs einfach dieser Riff gefallen hat und die dann einen Song drum rumgebastelt haben. Das war's dann. Der Riff gibt aber keine einprägsame Hookline, so dass der Song eigentlich verschwunden ist, sobald er beendet wurde.

    Ich schließe mich da an: Ich erinnere mich jetzt schon, 3 Minuten nachdem ich das Ding gehört habe, an irgendwas melodisches.


    In seiner aufgesetzten VielSpielerei wirds am Ende sogar einfach nur noch nervig.


    Ich will nun nicht sagen, dass in die Jahre gekommene Rocker zwingend sanfter werden müssen, aber irgendwie mehr Feingefühl bei der Dosierung der musikalischen Mittel müssten diese Leute über die Jahrzehnte doch eigentlich entwickelt haben. Aber auch das, natürlich, alles Geschmackssache.


    4. Aber was mir hier zum wiederholten Male bei Mike Portnoy auffällt: er groovt nicht. Schlagt mich,aber Wenn ich mir die Strophen anhöre, müsste dort eigentlich der Grovve stattfinden, stattdessen rumpelt das Ding in seiner Hektik vor sich hin, dass es einem sogar unpräzise vorkommt.


    Ich würde den Groove gerne mal am Reißbrett sehen, ob tatsächlich das Mikrotiming da alle Notenwerte richtig erfasst. Letztlich kann es aber natürlich auch am Sound liegen, das alles ist meines Erachtens schon ziemlich Mit Kompression versehen, und wie immer in solchen fällen hat der groove dann bei solchem "Schachtelsound" Schwierigkeiten, zu atmen.


    (Das ist aber auch nicht das erste Mal. Ich habe schon mehrere Sachen von Portnoy gehört, wo er irgendwie überdreht zu weit nach vorne gespielt hat und den Bereich verlassen hat, wo der groove noch "beißt".


    In solchen Fällen wäre es hochinteressant zu sehen, was ein anderer Drummer dort spielen würde, in diesem Fall zum Beispiel ein Ian Paice.


    Anyway: die technischen Fähigkeiten der 3 stehen ja außer Frage. Musikalisch gesehen ist das Ding ein Fehlschlag, Das Video irgendwie dämlich , der Song selbst völlig belanglose Durchschnittsware, die man nach dem ersten Hören sofort wieder vergessen hat aber auch keine Anstalten verspürt, den Verlust des HörEindruckes auszugleichen. Im Gegenteil schon beim 2ten Hören hat mich der Song einfach nur noch genervt.

    "Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
    (c) by frint / 2008


    "Es macht so viel Spaß, ein Mann zu sein, das können sich Frauen gar nicht
    vorstellen!" (c) by Lippe / 2006

  • es beißt sich für mich mit dem Bild

    ja ich verstehe was du meinst. früher gabs ja wenig Bild zum Ton, zumindest ausser(edith) bei Live Darbietungen. Mit Einzug von Musikvideos hat sich da Was geändert.

    Ob man sich da, vielleicht auch der Sensibilität dafür schulen muss, wie z.B. bei ugs. Gehörschulung, wer weiss.

    Kopfkino wie Früher is a bissl dahin.


    Vielleicht ist das ja Bewusst so "insziniert", müsste man mal auf die Suche machen, weil das ist schon ziemlich "fragwürdig", vor allem weils ja sogar als offizielles Video angepriesen wird.


    Eigentlich passt es aber in die Zeit. Bilder sind ziemlich Widersprüchlich zu so manchem Geschehen.

    Interessante Fragestellung

    in der Tat.....und was dass wohl bewirkt und macht :/

    ein Widerspruch der mich beim schauen und hören "etwas" unruhig macht

    ....aber es lässt sich auch gezielt einsetzen und nutzen in beide Richtungen sowohl negativ als auch positiv.

    Mal mit unterschiedlichsten Musikstilen und Generes, mit Stöpseln im Ohr, auf den Weg machen bei unterschiedlichsten Umgebungen oder auch bei unterschiedlichsten Aktivitäten, oder Anlässen.

    Vielleicht sogar noch mit unterschiedlich getönten Brillen. Ich mag z.B. braun getönte Sonnenbrillen.

    oder dieses bläuliche abendliche Herbstlicht so kurz vor Sonnenuntergang mit ner Brise Wind in der Weite.

    Mal so als Beispiele mit BBNG mit dem Radl durch die Landschaft Prärie, oder Heavy Mädd`l im Ohr unter Dirnd`ln -und Lederhosenträgern auf der Wies`n

    :saint:


    :) ;)


    l.g.

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
    ich mach`s wie`s mir passt, schei.. auf die Säue, die laufend sinnbefreit durch
    die Dörfer getrieben werden.



    2 Mal editiert, zuletzt von orinocco ()

  • Guten Morgen,


    bei mir wird da eher "egal" getriggert.

    Natürlich hätte ich es vielleicht auch ganz gerne, dass meine Octobans ein bisschen länger wären, aber wenn ich an die letzten Auftritte auf Wiesen so denke, das war immer ein bisschen unrund untenrum, da habe ich eher Mitleid mit demjenigen, der das Ding aufstellen musste.


    Ich würde ja pragmatisch vorgehen und einfach die passende Musik zur Landschaft wählen. Interessanterweise kommt bei dem neumodischen "Xanadu" (den ein oder anderen Verweis erspare ich mal) ziemlich viel "Maybe" vor ...

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    Shalömchen

    Jürgen

  • Seelanne!


    Tausend Dank: "Schachtelsound" :thumbup:

    Eine sensationelle Wortkreation die meinen Höreindruck auf den Punkt trifft. Den Begriff merke ich mir.

  • Schade.

    Das ist das, was das Video bei mir auslöst. Und dabei stört mich noch nicht mal der Zusammenhang bzw. Gegensatz Bild-Ton.

    Ich mag die Truppe eigentlich gern, aber der Song lässt mich doch sehr zweifeln...


    "Schachtelsound" triffts. Ich hab zuerst an sowas wie Herzhausen gedacht...

  • Zum Lied und Video, ja lässt mich kalt wie so ziemlich alles was Portnoy macht. Ohne Zweifel großartiger Musiker, er könnte mir dennoch nicht mehr egal sein.


    Bin ich der einzige dem das auffällt, oder ist die Bassdrum für den Song zu hoch und zu wummerig gestimmt? Klingt wie komplett ohne Dämpfung und eben doch eher wie ein Tom gestimmt? Kann aber auch an meinen Kopfhörern liegen.


    lg

  • Ja und ja ;)


    Wenn man bei einem Trio zwei Lead-Instrumentalisten hat, die einen auf dicke Hose machen müssen, dann klingt das eben so. Ich hab mir das vorhin im Auto auf einer guten Anlage angehört, das übertriebene und teilweise unnötige Gefuddel von Kotzen, gepaart mit dem völligen übertrommeln vom Porntoy machen das ganze wirklich unhörbar. Der Song ist eigentlich halbwegs OK, Kotzen singt auch nicht so schlecht, aber die beiden Genannten haben offenbar null Bock, auch nur im geringsten songdienlich Musik zu machen. Die wollen sich auf sich selbst den Lurch kneten.


    Und Porntoy spielt den hier benötigten Groove einfach kaputt. Er rührt nach dem Motto Viel hilft Viel herum, diese ständigen DB-Geknatter stören eher als dass sie zum musikalischen Erlebnis beitragen. Das erinnert etwas an dieses Ralf-Gustke-Video von vor ein paar Monaten. Für diesen Song hier gäbe es mit Sicherheit einige spannende Groove-Ideen, und Portnoy hat sie auch gespielt, leider alle auf einmal und übereinander ;) Das ist ADHS-Drumming, vielleicht wird man auch so, wenn man jahrelang bei der Mutterband des "ich schleudere mir einen auf meine musikalischen Fähigkeiten"-Metal, Dream Theater gedaddelt hat. Mehr als Paice würde mich interessieren, wie Mike Mangini diese Nummer spielen würde, wenn man ihn ließe. Ich könnte mir vorstellen, dass der was Spannendes draus machen würde.

    667 - The Neighbour Of The Beast!!

  • Zitat

    Wenn man bei einem Trio zwei Lead-Instrumentalisten hat

    Das ist noch weit untertrieben :D . Ich höre 3 Lead-Virtuoso-Instrumentallisten die alles geben (andere würden sagen "aus allen Rohren schießen") und viertens: massig Raum im Arrangement-benötigenden "Lead-Gesang". Der Kotzen ist gesanglich Weltklasse, kaum ein 2. hat dieses Laid-Back-Feel. Zig Silben zu deeeeeeeeeeeehnen ;) und leicht hinter das Click bzw. die Drums zu setzen. Ich liebe seinen Gesang seit Dekaden (der sang schon als junger Spund so erfahren wie ein vom Leben gereifter älterer Herr mit Soul und Ausdruck ohne Ende), aber abseits von Pegelabmischungsfragen ist es so, dass solche rhythmischen Vokal-Leistungen auch wieder viel Platz in der Musik brauchen bzw. einnehmen. Wer den Song als zu überladen findet "müßte" auch den Gesang da miteinrechnen. Will heißen: vier "Musiker" des Trios ^^ feuern in diesem Song in hoher Frequenz- und Streuweite. ^^

  • Es wirkt auf mich so, dass das Video als notwendiges i-Tüpfel erst nach der eigentlichen Produktion gemacht wurde. Denn den Sound finde ich durchaus passend zur Musik. Mehr Ambience bzw. Räumlichkeit und lange Hallfahnen passen eher zu dünneren Arrangements, die mehr Platz dafür bieten. Sowohl was Tempo und Anzahl gespielter Noten als auch Instrumentierung betrifft. "Modern" ist übrigens auch ein eher trockener Sound. Wobei das eigentlich auch nicht mehr ganz gültig ist für die aktuelle Dekade (betrifft eher die 90er vs. 80er Jahre).


    Dass sich die Produktion mit dem Ambiente des Videos beißt finde ich auch.


    Bei "Xanadu" dachte ich übrigens erst an ein Cover des Rush-Songs.

  • Zitat

    Bei "Xanadu" dachte ich übrigens erst an ein Cover des Rush-Songs.


    Fast bei mir auch so... ich konnte mir aber bei Kotzen nicht vorstellen, dass er daran Spaß hätte. Trotzdem ging "zur Sicherheit" mein erster Blick beim Video zur Spielzeit! hihihi, da erkannte ich: es kann nicht ein Rush-Cover sein, der Song hat nicht die "Überlänge" :D von Xanadu von Rush.


    Das Video wurde vor wenigen! Wochen gemacht. Es gab Posts der Bandmitglieder von der tollen Naturlocation mit dem Hinweis auf den Videodreh. Alleine aufgrund des Photos der schönen Berghügel-Ebene lief mir das Wasser im Mund zusammen... tja, und dann war ich enttäuscht als vor wenigen Tagen das Video erschien, weil es für mich nicht paßte.


    Wie schon erwähnt: das, wissen wir aber eigentlich alle hier: im Musikbereich insbesondere bei Profis wird der Mix in aller Regel lange vor! irgendwelchen Video- und sonstigen Promotionsachen erstellt.


    Es gibt ein paar Videoinstallationen von Avangarde-Videokünstlern, da ist es manchmal in Sachen Reihenfolge anders. Da wird manchmal eine Videoinstallation oder ein Kunstwerk geschaffen und man erstellt dafür dann Klangcollagen (ob man die Beteiligten daran immer Musiker nennen will, ist eine andere Frage :D ).

    Aber darüber reden wir ja nicht. Mein Hinweis also nur für die Rookies. Keiner der von uns postenden unterstellt, das Mixe je nach Video germacht werden. Die Videos kommen in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle hinterher und es wird natürlich die Musik nicht nach Video-Location gemischt ;) .


    Für Erbsenzähler: Ja, es gab/gibt im Musik-Universum, ganz wenige Ausnahmen für Mixe nach Videos. Eines der wenigen Besipiele die ich vor Dekaden erinnere: als der namhafte Sänger Graham Bonnet die Michael Schenker Group verließ war die LP "Assault Attack" schon draußen und gemischt. Der ehemealige MSG-Sänger Gary Barden kam nun überraschend wieder in die Band zurück, bestand aber für Promovideos zur LP darauf das er nicht nur zu sehen sondern auch zu hören! sein muß (obwohl er jene Songs der LP ja nicht eingesungen hatte). Es wurde also z.B. damals für das Video "Dancer" eine neue Mischung gemacht (es war damals sogar auch schon eine Single! mit dem alten Mix auf dem Markt, somit paßten LP und Single beide nicht zum Videodreh). Für das Video wurde somit die Leadgesangsspur von Barden neu eingesungen... bei den vielen Backgroundlayern von Stimmen hingegen bin ich mir nicht sooo sicher gewesen. Da meinte ich manchmal noch "Reste" von Bonnet zu hören. Fakt ist aber: da kam es aus personellen! Gründen (also nicht wegen "Klanggründen der Videowirkung") zu einer neuen Aufnahme bzw. einem neuen Mix für das Video, aber so etwas ist die absolute Ausnahme!

  • Guten Morgen,


    so unterschiedlich ist die Wahrnehmung:

    ich denke bei "Xanadu" natürlich an Olivia.

    Anscheinend war das mal kurz vor 1980 ein beliebtes Thema in der Popularmusik.

    Folglich ist es schon ein bisschen "retro", wenn da jetzt die alten Herren sich daran

    irgendwie zu erinnern zu scheinen.


    Dass man aber bei Kotzen/Sheeran/Portnoy aka Rebsaftherstellerhunde (prosit) an

    Natur und Berghügel denken will, das ist mir (holadi-ih-o) dann doch etwas fremd

    (schon wieder andere Wahrnehmung), ich denke bei Bergen natürlich an die Heidi.


    Ich bleibe dabei: die Buben haben das einfach gemacht, weils da halt so schön war

    und der, der es bezahlt, ihnen auch ein bisschen was gegeben hat. Was macht man

    nicht alles als Musikant, wenn es heißt, es gäbe etwas für den Kühlschrank bzw. den

    Direktverzehr.


    Spalte und genieße: entweder Bild oder Ton. Fertig.

    Wie im Sport: ach, wie schön grün ist der Rasen.


    Grüße

    Jürgen

  • Zitat

    Ich bleibe dabei: die Buben haben das einfach gemacht, weils da halt so schön war

    und der, der es bezahlt, ihnen auch ein bisschen was gegeben hat.

    Ich gehe noch weiter:

    ich glaube jeder! professionelle Musiker heute im Rockgenre freut sich total!, wenn von einem Label überhaupt noch die Option für die Umsetzung von Videoclips geboten wird. Wie schmal mitunter das Budget ist (egal wie professionell und namhaft die Musiker sind), sieht man ja oft...



    ... wobei ich den Hobbyraum des Bassisten nebst Beföhnung seines Haares am coolsten finde.

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  • Ja, es wurde schon alles gesagt, aber…


    Dann will ich halt auch mal.


    Dass es Musikvideos gibt, bei denen Musik und

    Video auseinanderfällt – geschenkt. Unser Beispiel

    hier ist nur ein vortreffliches dieser Sorte.


    Den Winery Dogs vorzuwerfen, sie wären seelenlose

    Fuddler ist eine vollkommene Verkennung der

    Tatsachen. Die wollen das genau so haben. Und

    natürlich sind sie seelenlose Fuddler, das ist

    schließlich der Markenkern der Truppe. Was

    erwartet man denn, wenn sich die drei Herren

    zusammenschließen? AC/DC oder was? Die Säge

    muss sägen und Fuddler müssen fuddeln. Die

    zelebrierte Nummer ist auch keine Nummer,

    sondern nur die Untermalung für das … genau.


    Ja der Richie… In jungen Jahren wurde er von

    Mike Varney als Wunderkind entdeckt und machte

    seine ersten Aufnahmen für Shrapnel Records.

    Das war der Startpunkt für viele Flitzefinger, wie

    Yngwie, Tony Macalpine, Paul Gilbert uswusf. Irgendwann

    hat er gemerkt, dass er eine saugute Stimme hat und

    auch noch wirklich gut singen kann und hat dann

    auf Rock mit Gesang umgeschwenkt, mit ein paar

    zwischenzeitlichen Abstechern in Fusiongefilde, etwa

    mit Stanley Clarke und Lenny White bei Vertu. Das

    war in puncto Seelenlosigkeit und Virtuosität auf

    dem Niveau der Winery Dogs, nur halt Fusion.


    Richies Kompositionen auf seinen Rockscheiben

    sind mir fast immer ein bisschen zu vorhersehbar,

    ein bisschen zu plakativ und ein bisschen zu gefällig.

    Ausnahmen bestätigen die Regel, wie einiges auf

    Mother's Head Family Reunion, Get Up oder What Is.

    Trotzdem liebe ich Richie, weil er halt so ein sauguter

    Sänger ist und ja: Ab und zu packt er auf seinem

    Holz einen aus… Wow, das fällt mir echt die Kinnlade

    runter. Und das sind nicht immer die Flitzefinger-Soli.

    Und gleichzeitig bin ich sauer auf ihn, weil er sein

    Talent verschenkt und so viel Ausschuss produziert.


    Was wollte ich eigentlich noma sagen?


    Ach ja, der Portnoy. Klar kann der nicht grooven.

    Das ist einfach nicht sein Gewerk. Aber Maradona hat

    ja auch keiner vorgeworfen, dass er nicht stabhochspringen

    konnte.


    Und wegen allgemeiner Fuddelei: Ein Freund von mir

    hat den Boot eines Livekonzerts von Mahavishnu von 73

    aufgetan. Das war von der ersten bis zur letzten Sekunde

    Vollgas. Von jedem. Wirklich. Kein Witz. Technisch unfassbar.

    Musikalisch von mir Null Punkte. Das ist die Benchmark!

    Dagegen sind die Winery Dogs langweilige Langweiler

    und erreichen auf der nach oben offenen Fuddel-Skala
    bestenfalls mickrige drei Punkte.


    So, ich höre jetzt was zum Entspannen, Peter Brötzmann oder so.


    fwdrums

    nontoxic: kurze lange CD-Pause

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