Snare Spannreifen - gegossen oder gebogen, geklebt oder geschnitzt, als Stahl oder Holz?

  • Wir sind gerade eifrig dabei, Drumm.er s >> Fred von der Galerie zu kapern. Und bevor es den Mods zu bunt wird und weil mir das Thema seit einigen Tagen durch ebendiesen Fred unter den Fingern juckt, lasst uns dem Thema Reifenwechsel doch hier widmen. Ist ja auch schon längst Zeit, Ende November!


    Also (Spann-)Ring frei für "Gegossen oder gebogen, geleimt oder geschnitzt". Ich gebe mich total neutral, weil ich zu dem Thema kaum was weiß, doch wie sooft bringt einen Jürgen manchmal auf Gedanken:

    wobei Stahl ja auch nicht immer dasgleiche sein muss, es weiß ja auch nur der Metzger, was in der Wurst ist.

    Ist das dann so ähnlich wie das Thema "B8 / B20"? :/ =O Also lohnt es sich tatsächlich, sich hier mit Legierungen zu befassen, oder ist das Ganze eher müßig wie beim Kesselmaterial?

    Ich persönlich bin der Meinung, dass ein relativ verwindungsunfreundlicher Reifen bei einer gleichmäßigen Stimmung (also nicht diverse Spezialkapriolen) hilfreich ist. Für kurvige Bettfreunde ist das dann umgekehrt sinnvoller.

    Das finde ich sowieso spannend: In meiner Schlagzeugschule stand geschrieben, wenn man die 4 Schrauben (jeweils 2 auf jeder Seite) um den Snare-Teppich herum tendenziell lockerer lässt, würde sich der Teppich mehr ans Fell schmiegen. Im Quell-Thread sagte nun jemand ( Niles war es glaube ich), man würde dort eher "reinstimmen". :/


    Und: Welche Rolle spielen eigentlich die Schrauben bei der ganzen Sache? Ich meine, Qualität, Material der Schrauben, Gewindeeigenschaften, Hilfsvorrichtungen wie "Tune Safe" bei Sonor etc. ...

    Die Bauern spinnen? Na gut, Musik gibt's auch bei Spotify.

  • Ich versuche mal gaaanz vorsichtig einen Beitrag zu deiner "Eröffnung" zu schreiben.


    Dass es klangliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Bauformen von Spannreifen gibt, ist vermutlich unstrittig. Ebenso spielt die Materialstärke eine Rolle. Auch hört man (angeblich) Unterschiede, ob nun ein Hoop beispielsweise aus Stahl, Messing oder Alu hergestellt ist. Angeblich, da ich selbst nie eine ansonsten identische Snare mit unterschiedlichen Hoops im direkten Vergleich hören durfte. Beispielsweise war es wohl früher bei Slingerland und Ludwig nicht ungewöhnlich, dass Metall-Snares mit verchromten Messingreifen bestückt waren. Aufgrund der langen Produktionszeit legendärer Modelle gab es je nach Verfügbarkeit des Rohmaterials Phasen mit Hoops aus unterschiedlichem Material. Auch lese und höre ich immer wieder, dass die Anzahl der Lugs (10 vs. 8) bei ansonsten gleichen Snares nen klanglichen Unterschied macht, was ich auch nachvollziehbar finde.


    Wenn ich eine Snare in die Hände bekomme, interessiere ich mich aber überhaupt nicht für solche Feinheiten, sondern gehe rein nach "Sympathie". Spricht mich die Optik an? Gibt es spannende Features? Hat sie den sprichwörtlichen Mojo? Klanglich gab es bisher nichts, was ich nicht durch Fell- und Teppichwahl sowie Stimmung/Dämpfung zu meiner Zufriedenheit hinbekommen hätte. Versuchshalber gesehen bin ich immer wieder mal am überlegen, mein Gretsch Catalina mit Gußreifen umzurüsten, um herauszufinden, ob und wie stark man sich dadurch dem "Great Gretsch Sound" annähern könnte, und wieviel dahinter einfach bewährtes Marketing ist. Hab da so meine Zweifel, ob es am Silver Sealer liegt...

    Zusätzliches Geld in den Tausch von Böckchen, Stimmschrauben oder sonstiges Blech zu investieren, käme mir dagegen nicht in den Sinn. Dazu sind mir die erwartbaren Nuancen einerseits zu gering, andererseits will ich ja keine Soundoptimierung "mit der Lupe", sondern ein gut klingendes Instrument für's jeweilige Anwendungsgebiet.


    Ich muss gestehen, auch wenn es unterschiedliche Qualitäten bei Kesselhardware gibt, bin ich da auch nicht allzu pedantisch. Sofern sich die Stimmschrauben einigermaßen gleichmäßig drehen lassen und nicht klemmen, reicht mir das allemal. So oft drehe ich dann doch nicht dran herum ;)

    Und Tune Safes o.ä.? Brauch ich nicht wirklich, aber wenn's schon dran sind, kann ich mich damit arrangieren.

  • Ich habe immer alle Varianten an Hoops bei mir. Teste beim Kauf immer durch, beide Seiten. Ich finde schon, dass es einen sehr großen Einfluss auf Sound und Spielgefühl hat, welcher Reifen in Kombination mit Teppich und Fellen aufgezogen ist. Ich bin manchmal überrascht wie der Sound sich ändert. Über den Daumen gepeilt, je weniger Gewicht umso mehr Nebengeräusche sind vorhanden. Manchmal ist das toll, manchmal komisch und manchmal nervt es.

    Ich bin totaler Fan der Dynasonic-Snare und dem Schlitten. Den packe ich gerne unter jede Snare. Das ist aus meiner Sicht der krasseste Eingriff unna rumma und auch soundtechnisch. Dazu dann nen ganz alten Vintage Reifen auf einer Metallsnare und mein Herz geht auf... aber da ist (zum Glück) jeder Jeck anders.

  • Ich verlinke mal das folgende Video unseres ehemaligen DF Mitglieds:

    Snare Hoop Comparison | Triple Flanged, Die Cast, Woodhoop, Solid Brass, AK Drums, Angel Drums
    Subscribe here: https://www.youtube.com/channel/UCbIzFc3LyWLvpqhq_rF7Cjg?sub_confirmation=1Six Snare Drum Hoops / Shoot-Out and sound comparison (no talking)...
    www.youtube.com

  • Ich habe immer alle Varianten an Hoops bei mir. Teste beim Kauf immer durch, beide Seiten.

    Wie jetzt? Du nimmst Dir einen Tag Urlaub, kommst

    mit "allen Varianten" an Hoops in den Trommelladen,

    um dort drei Snares zu testen oder was? Mal eben

    den Teppich ab- und anmontieren, stimmen etcpp.

    Hut ab, der Herr!


    Ich bin da einfacher gestrickt. Habe für mich festgestellt,

    dass die Gegossenen eher hart im Vergleich zu

    Standard-Stahlreifen klingen, was mir besser gefällt.

    Ich habe eine Sonor Delite Anniversary zum tausendjährigen

    Firmenjubiläum. Jeder Rimshot ist ein brutaler Angriff

    auf das Trommelfell, also meins. Das halt ich nicht aus.

    Deswegen: Stahl-Hoop rlz!


    fwdrums

    nontoxic: kurze lange CD-Pause

  • Das finde ich sowieso spannend: In meiner Schlagzeugschule stand geschrieben, wenn man die 4 Schrauben (jeweils 2 auf jeder Seite) um den Snare-Teppich herum tendenziell lockerer lässt, würde sich der Teppich mehr ans Fell schmiegen. Im Quell-Thread sagte nun jemand ( Niles war es glaube ich), man würde dort eher "reinstimmen". :/

    Nach wirklich allem, was ich über das Thema weiß, kann ich sagen, dass deine Schlagzeugschule es genau falsch herum beschreibt. Niles hat Recht.


    Moderne Snares - ausgenommen totale Billigeimer und besondere Modelle evtl. - haben ein "snare bed". Das sind Vertiefungen im Kessel im Bereich der Teppichauflage. Und da sollte natürlich auch reingestimmt werden, damit die ihren Zweck erfüllen. Das sorgt für eine leichte Wölbung des Fells in der Mitte auf der Teppichachse. Was wiederum dazu führt, dass der Teppich in der Mitte besser aufliegt bzw. vermeidet, dass die Teppichaufhängungen zu sehr ans Fell gedrückt werden.

    Letztendlich muss man den Spannreifen der Teppichseite dafür natürlich auch - mittels Spannschrauben - verbiegen. Was mit elastischeren Reifen besser geht.


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    Zum Thema kann ich sagen, dass die Spannreifen einen großen Unterschied machen können. Gewicht und Elastizität / Steifheit sind da die Hauptpunkte. Gussreifen sind am schwersten und steifsten, geflanschte Stahlreifen leichter und elastischer. Wobei es hier ja auch noch Varianten mit 2,3 und 1,6mm Wandstärke gibt. Holzreifen sind wohl noch deutlich leichter und elastischer, sind aber meines Wissens auch "dicker" bzw. haben mehr Volumen, was das ein Stück ausgleichen dürfte.

    Gussreifen klingen z.B. deutlich fokussierter und sind stimmstabiler bei Rimshots.


    Letztendlich ist das alles Geschmackssache. Für mich kommen auf Toms z.B. nur Stahlreifen in Frage. Und mit dem Kessel verschraubte Tomhalterungen (bei Mapex an den Spannböckchen verschraubt) und "echte" Standtoms. Also keine hängenden 14er und 16er und so 'n Quark.


    Momentan spiele ich eigentlich fast ausschließlich meine Tama Starphonic Brass 14x6", die mit speziellen Gussreifen ohne Löcher daher kommt. Diese sind oben auch nach innen gebogen. So erzeugen Rimshots einen geringeren Stickverschleiß.


    Probiere doch einfach mal testweise andere Spannreifen und nimm die Snare mit jeweils exakt gleicher Stimmung auf. Aber mit ordentlich ins snare bed gestimmtem Reso ;)

  • Das finde ich sowieso spannend: In meiner Schlagzeugschule stand geschrieben, wenn man die 4 Schrauben (jeweils 2 auf jeder Seite) um den Snare-Teppich herum tendenziell lockerer lässt, würde sich der Teppich mehr ans Fell schmiegen. Im Quell-Thread sagte nun jemand ( Niles war es glaube ich), man würde dort eher "reinstimmen". :/

    Nach wirklich allem, was ich über das Thema weiß, kann ich sagen, dass deine Schlagzeugschule es genau falsch herum beschreibt. Niles hat Recht.

    Guten Morgen,


    :/

    imho:

    bezügl. der Begrifflichkeiten kann man evtl. Streiten, in so weit man sagt, oder annimmt das

    "Reinstimmen" mit Schrauben Eindrehen in Verbindung gebracht wird, :S :)


    Es gibt aber die Möglichkeit /Handhabung das so wie im oben genannten Zitat zu bewerkstelligen.

    Lockern so das sich das Fell, hin zum Teppich den Spiralen hin anschmiegt.


    Ich würde die jeweils gewählte Variante (Handhabung), von der Gestaltung des Snarebeds abhängig machen, die gehen/können mitunter über eine ganz schöne Gradzahl, betreffend des Kreisumfangs verlaufen. Also auch weit über die Teppichbreite (welche ja auch unterschiedlich sind), können

    Snarebette ansteigen.

    Auch von der Tiefengestaltung sind die ja so unterschiedlich, genauso wie vom Bettgrund.


    Ebenso die Gestaltung des Teppichs, inklusive besonders der Endstücke, vor allem auch der Windungsdurchmesser, nicht zu verwechseln mit Drahtdurchmesser (der wohl sicherlich auch ne Rolle spielt.


    imho: Also sowohl Eindrehen der Schrauben als auch Rausdrehen haben ihre Berechtigung.

    Ob man das Rausdrehen dann explizit, als Raustimmen bezeichnen sollte darüber kann man verhandeln.


    Zu den Spannreifen, ich persönlich tendiere eher zu Stahl, als zu Guss.

    Holz die klassischen schmalen hochkantigen würde ich keinesfalls, missen wollen, Vor allem auch für Rimklicks,

    auf unterschiedlichen Durchmessern, am Set verteilt ein Traum.

    Also nicht nur auf der Snare und klassisch bedient mit Aufgelegtem Handballen, aufgelegt auf dem Fell,

    sondern auch frei/einfach Angeschlagen.


    Edith: Rimshots mit Rods (Bambus /Holz), über dem Holzreifen sind der Hammer,

    übertrieben aufdringliche Klicks werden, schön "Weich" können straith

    dürcheklopft werden. Shots auf das Fell selber können dabei ruhig auch mal dem Zufall (dank der Flexibilität der Rods) überlassen werden ("odd - meter"). das kommt imho ziemlich gut, toller Effekt.


    Auch die "Wärme" von Holzspannreifen würde ich nicht missen wollen. Es gibt aber auch sicherlich ein paar Nachteile dieser Holzreifen.


    l.g.


    edith: m_tree Danke für das Video :thumbup:, spricht die Unterschiede gut an.

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
    ich mach`s wie`s mir passt, schei.. auf die Säue, die laufend sinnbefreit durch
    die Dörfer getrieben werden.



    3 Mal editiert, zuletzt von orinocco ()

  • Guten Morgen,


    was das Bett betrifft: in der Tat ist das da, dass der Spiralenteppich die Möglichkeit hat, sich leicht zu biegen.

    Ob man das dann aber verbessert, indem man das Fell an dieser Stelle stärker spannt, gar schwächer oder vielleicht sogar genauso wie ansonsten, da bin ich mir noch nicht so entschieden für meinen persönlichen Glauben.

    Bei einem schlaffen Fell und einem strammen Teppich sollte dieser es ja eigentlich von selbst schaffen, sich ins Bett zu legen. Bei einem straffen Fell bleibt ihm dann vielleicht sogar gar nichts anderes mehr übrig. Die Frage ist halt auch, wie stramm man Fell und Teppich so festzuziehen pflegt.

    Da mag es übliche Gewohnheiten, aber auch unübliche Ausnahmen geben.


    Was die Reifen betrifft:

    Sperrholz jedenfalls ist wenig biegefreudig, dabei bleibe ich.

    Wenn man die Reifen jeweils hochkant einspannt (in die Werkbank) und dann von oben mit dem Hammer darauf schlägt, dann wird sich der Stahl schneller verbiegen, während Guss und Holz schneller brechen. Bei Holz und Guss und auch Stahl wird meist in der Diskussion vergessen, dass die Inhaltsstoffe und Verarbeitung durch aus noch gewaltig unterschiedlich sein können.

    Beim Stahlreifen kommt hinzu, mit welcher Güte der zusammenge- (-lötet oder -geschweißt) wurde. Bei Billigzeug kann es auch dort mal zum Malheur kommen.

    Und irgendwie sind die Gussreifen ja auch unterschiedlich groß (dick), jedenfalls bei mir daheim, was die Perle da an Guss abgibt und was das Sonörchen daneben so vorzeigt, das wirkt schon wie David und Goliath, wenn man zur Übertreibung neigt.

    Und beim Holz ist es eher noch schlimmer. Jedenfalls das Gerät, was ich mal regelmäßig bespielen durfte, war Tama aus den 1990ern und da war nix weich oder verwindungsfreundlich am Holzreifen, der tatsächlich ein bisschen wie ein Klotz aussah.


    Klanglich ist abgesehen vom Specht der Ton fokussierter, also etwas höhenärmer.

    Je nach Trommel und Fell kann das gewünscht oder verabscheut sein.


    Von der Stimmfreude finde ich starrere Reifen für homogene Stimmungen geigneter, für die Freunde der heterogenen Stimmung machen sich logischerweise Stahlreifen und da die dünneren besser.


    Grüße

    Jürgen

  • Bin kein Fachmann, aber meine Erfahrungen sind die:

    Guss-Spannreifen verbiegen sich kaum. Daher ist bei denen nicht so wichtig, dass die Trommel viele Spannböckchen hat. Das Drehen an einer Stimmschraube, die zwischen zwei stärker angezogenen Stimmschrauben liegt, hat nur minimalen Effekt. Zieht man zwei Schrauben sehr stark an, lockert sich die dazwischen deutlicher als bei Spannreifen aus Holz oder auch Stahl.

    Bei geflanschten Stahlreifen ist das anders: Die geben mehr nach. Wenn man die Stimmschrauben sehr unterschiedlich anzieht, werden die richtig wellig. Jede Achtelumdrehung an welcher Schraube auch immer erzeugt einen hörbaren Effekt.


    M.

  • edith: m_tree Danke für das Video :thumbup:, spricht die Unterschiede gut an.

    Wollte ursprünglich nur ein Foto posten. Danke übrigens fürs Wiederholen des Videoinhalts ^^


    Eigentlich alle gängigen Stimmmethoden fürs Snare-Reso zielen auf ein "Reinstimmen" ins Snarebed ab (ich schreibe es im Folgenden mal gemäß deutscher Rechtschreibung groß und zusammen).


    Egal, ob man ...

    - die im Video erwähnte "Zollstock-Methode"

    - die "Anknall-Methode" in Masshoff-Manier

    - oder die "Abklopf-Methode" nach Tonhöhe

    ... nutzt.


    Das führt alles zu einem "Reinstimmen" ins Snarebed. Ich persönlich nutze eine Kombination aus der Abklopf-Methode (wie bei allen anderen Trommeln auch) und der Zollstock-Methode. Wobei ich die "gesamte" Tonhöhe des Resos zusätzlich noch mit einer Tuning-App prüfe.


    Ins Snarebed "reinzustimmen" heißt eigentlich auch nur, dass das Resonanzfell mit gleichmäßiger Spannung auf der Gratung aufliegt. Und nicht, einfach nur wie ein Irrer die 4 Spannschrauben neben dem Teppich anzuknallen.


    Im Video erwähnt er ja bereits Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Davon abgesehen, dass man selten Snares ohne Snarebed findet, eben auch sehr schmale, tiefe und "steile" Snarebeds. Er sagt ja auch dazu, dass man in letztere kaum noch reinstimmen kann und da zwangsläufig Wellen im Fell entstehen. Aus dem Grund bin ich auch kein Freund von zu schmalen und extremen Snarebeds. M.E. sollte der Spannreifen schon noch die Möglichkeit haben, das Fell ins Snarebed zu drücken.


    Eine "genutztes" Snarebed hat übrigens zur Folge, dass der Teppich weitaus sensibler / besser anspricht und eine geringere Teppich-Spannung ausreicht.


    Ob man nun ins Snarebed stimmt oder nicht - am Ende kommt's drauf an, wie's klingt. Ich rate dringend dazu, es wenigstens mal zu probieren.


    Ich überlege, bei Gelegenheit einen neuen Thread zum Thema mit Vergleichsaufnahmen (ins Snarebed gestimmt oder nicht) zu eröffnen. :)

  • Ob man das dann aber verbessert, indem man das Fell an dieser Stelle stärker spannt, gar schwächer oder vielleicht sogar genauso wie ansonsten, da bin ich mir noch nicht so entschieden für meinen persönlichen Glauben.

    Bei dem ins Bett "hineinstimmen" geht es ja eben gerade darum, im Snarebed eine zumindest annähernd gleiche Fellspannung bzw. Tonhöhe wie an den restlichen Stimmschrauben zu erreichen. Und da hier je nach Ausführung des Snarebeds die Gratung tiefer liegt, sollte man hier die Stimmschrauben (zumindest theoretisch) auch weiter reindrehen.

    Ein homogen in sich gestimmtes Snarereso macht sich meiner Meinung nach positiv klanglich bemerkbar, auch für die Teppichansprache.


    Das Drehen an einer Stimmschraube, die zwischen zwei stärker angezogenen Stimmschrauben liegt, hat nur minimalen Effekt. Zieht man zwei Schrauben sehr stark an, lockert sich die dazwischen deutlicher als bei Spannreifen aus Holz oder auch Stahl.

    Genau deshalb können Gussreifen am Snarereso bei tiefen Snarebeds problematisch sein. Nehmen wir mal an, man bringt alle Stimmschrauben bei einer 10er-Teilung beim Aufziehen des Reso im ersten Schritt auf gleiche Spannung bzw. schraubt sie gleich weit rein. Wenn ich nun die vier Schrauben in Teppichnähe aus den oben genannten Gründen weiter rein drehe, werden die vier Schrauben zwischen dort und 12 bzw. 6 Uhr automatisch lockerer. Ziehe ich diese dann auch nach, hat das dann wieder Einfluss auf die anderen Stimmschrauben. Dieser Effekt kann bei dicken Stahlreifen zwar auch auftreten, aber bei weitem nicht so stark.

    Letztlich muss man also (zumindest in der Theorie) mit Gussreifen mehr Kompromisse bei der Resostimmung eingehen. Ich persönlich habe diese Erfahrungen jedenfalls auch schon in der Praxis gemacht.

  • :/ mmmmmhhhhh.......? :/

    für den Gebrauch jetzt mit oder ohne Angespannten Teppich.


    und bei der Arbeit, beim Stimmen und Abklopfen mit montierten Teppich oder ohne?


    imho Wozu das Ganze, dann kann/könnte ich mir genauso gut auch ein Geschirrtuch übers Batter legen, komplett oder in Teilbereichen ,

    oder ander Dämpfungsamterialien

    und dann das Stimmen bzw. die Lugs anfangen, zu überprüfen, ich mein jetzt Batterseitig. Nur zum Vergleich.


    Als Ausgangsbasis mach ich dass, mit allen schrauben am Reso auch so, aber nicht selten dann auch mit komplett abmontierten Teppich.

    Da ist dann aber noch nix mit Beet wie auch immer raus oder eingestimmt, bzw. reingestimmt.

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  • Beim Stimmen des Resos klemmen viele über den Spannreifen einen Stock unter den losen Teppich. Das spart die Demontage / Montage des Teppichs ...


    Ohne das Stimmen auf gleiche Tonhöhe klingt die Snare nicht, man bekommt keinen ordentlichen Gesamtsound hin (es sei denn, es soll nur "platschen"). Die besten Erfahrungen habe ich, wenn das Reso höher gestimmt ist als das Schlagfell. So bekommt man selbst aus einfachen Snares idR einen ordentlichen Sound raus. Wenn die Böckchen und das Reso halten ... Wei immer: man soll nicht übertreiben.

  • Tach Gemeinde,

    bei den Hoops habe ich persönlich keinen Favoriten.

    Je nach Anwendungsfall ziehe ich den passenden Reifen auf.


    Die 3mm Stahlreifen verwende ich auch ganz gerne, die wurden hier noch nicht genannt.


    Einen Punkt noch:

    Es müssen auf der Schlag- u. Resoseite nicht zwingend die gleichen Spannreifen aufgezogen werden.


    Hab einige Snares mit Guss am Schlag- u. 2,3er (oder sogar 1,6er) Stahlreifen am Resofell, da hat man dann oft das beste aus zwei Welten.


    Ganz lieben Gruß

    Bruzzi

    Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.

  • Den entspannten Teppich mit einem Stick zwischen Spannreifen und Teppich auf Abstand zum Fell zu bringen, wenn man es stimmt, wurde ja schon erwähnt.


    Wenn man es ganz genau nimmt, sollte man folgendermaßen vorgehen:


    1. Aufziehen -> Zentrieren

    2. Felle in Stimmung mit sich selbst und ggf. gleich auf die richtige Tonhöhe bringen (gegenüberliegendes Fell abgedämpft!)

    3. Verhältnis von Schlag- und Resofell checken (ich stimme meine Resos grundsätzlich höher, auch bei der Snare). Ggf. Nachstimmen, Feinstimmen und Abdämpfen.

    4. Bei der Snare: Teppichspannung einstellen. Ich tariere immer den Punkt aus, an dem der Teppich bei gaaanz leichtem Anschlagen (deutlich sachter als für Ghostnotes) gerade so anfängt anzusprechen. Etwas mehr Spannung bedeutet dann ein späteres Ansprechen, etwas weniger ein früheres Ansprechem. Je straffer der Teppich, desto weniger unerwünschtes Rascheln (auch angeregt von Toms) gibts. Je lockerer, desto besser und lebendiger die Teppichansprache.

  • Mmmmhhhh. Ah ja so,,,, so

    a070.gif


    genau genommen, ich hätte da noch ein paar Fragen

    (zu Punkt 1 bis 4) und auch sonst

    Da ist dann aber noch nix mit Beet wie auch immer raus oder eingestimmt, bzw. reingestimmt.

    Wenn ichs mir ganz genau überlege,

    und ganz genau nehme (besser nicht)

    Also eine Trommel hab ich schon mal gestimmt, auch schon mehrere, auch Snares. An der Schraube wo man den Teppich spannt hab ich auch schon gedreht


    Letztendlich muss man den Spannreifen der Teppichseite dafür natürlich auch - mittels Spannschrauben - verbiegen

    Wie mach ich denn das am besten, vorher verbiegen, wenn ich die Spannschrauben zum verbiegen nehme, muss ich die fester Anziehen.

    Ein homogen in sich gestimmtes Snarereso macht sich meiner Meinung nach positiv klanglich bemerkbar, auch für die Teppichansprache.

    Genau so sehe ich das auch. Daher versuche ich es auch so zu stimmen wie alle anderen Felle (gleiche Tonhöhe an allen Spannschrauben).

    Gibt das denn dann nicht eine höhere Frequenz beim Abklopfen der Schrauben. Bei den fester Angezogenen?


    Beim Stimmen des Resos klemmen viele über den Spannreifen einen Stock unter den losen Teppich

    Gut das ich in der Regel nicht viele bin.


    l.g.


    und Gute Nacht.

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
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    die Dörfer getrieben werden.



  • Ich antworte mal in der Annahme, dass das kein Sarkasmus ist (wirkt bei dir manchmal so).


    Wie mach ich denn das am besten, vorher verbiegen, wenn ich die Spannschrauben zum verbiegen nehme, muss ich die fester Anziehen.

    Ich habe "mittels Spannschrauben" dazu geschrieben. Also nicht vorher verbiegen.


    Gibt das denn dann nicht eine höhere Frequenz beim Abklopfen der Schrauben. Bei den fester Angezogenen?

    Wenn man nicht ins Snarebed reinstimmt ist die Tonhöhe an den Spannschrauben beim Teppich niedriger. Du musst also ins Snarebed stimmen und die Spannschrauben beim Teppich fester anziehen, um das Snare-Reso in Stimmung mit sich selbst zu bringen.


    "snare bed" kann auf Deutsch übrigens mit "Schnarrenbett" übersetzt werden. Das hat nichts mit "Beet" zu tun. Eher damit, den Teppich zu "betten".

  • edith: das Zitat vom Mom jovi, ist noch aus dem anderen Thread sonor 2,3 vs Hella Die - Cast,

    wo ein Teil zum Thema vorangegangen war.

    2. Sind Spannreifen eigentlich dann auch mal durch und sollten ersetzt werden wie Felle, wenn sie sich immer "verbiegen" - oder springt Stahl immer wieder zurück bei den hier herrschenden Kräften?


    Ich habe "mittels Spannschrauben" dazu geschrieben. Also nicht vorher verbiegen.

    Die Frage war deshalb, zur Sicherheit gestellt, weil man könnte ja den Reifen, rein Theoretisch (zumindest bei sehr Tiefen schmalen Bed), über seine Streckgrenze (von wo er nicht wieder in seine Ausgangsalge zurück springt) bringen.

    Was heissen würde, einmal hast du nach Aktion gleich Reaktion, eine Gegenkraft (bei nicht Überschreitung der Streckgrenze, mit dem Drang zurück zu wollen, Rückstellkraft des Spannreifens - ähnlich einer Federwirkung).

    Bei Überschreitung der Streckgrenze, wäre dies (Gegenkraft des Spannreifens) dann nicht mehr gegeben (keine Rückstellkraft)


    Die Messergebnisse an den Schrauben wären vermutlich nicht die Gleichen ohne die Gegenkraft.

    also einmal montieren um zu verbiegen, oder vorher verbiegen, über die Streckgrenze bringen.


    Dann Überstreckt montieren und jeweils dabei messen.


    Ich vermute auf das wollte auch @ lexi in seinen Ausführungen hinaus. Wenn ich ihn nicht missverstanden habe.


    Die jeweils herrschende Fellspannung addiert sich entweder zur Rückstellkraft oder, bei Überstreckung des Reifens eben nicht.

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
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    die Dörfer getrieben werden.



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  • Man kann es natürlich auch unnötig kompliziert machen. Da ich generell immer in's Snarebed stimme, interessiert mich nicht, ob sich der Snarereso-Spannreifen dauerhaft verbiegt oder nicht.


    Ansonsten sind verbogene Spannreifen natürlich Mist und sollten ersetzt werden. Wenn man "normal" stimmt und nicht den Masshoff'schen Snaretuning-Quatschtrick nutzt sollten sich die Spannreifen auch nicht verbiegen.


    Ich empfehle auch, beim Aufziehen / Anziehen / auf-Spannung-bringen der Felle zwei Stimmschlüssel zu benutzen und damit gegenüberliegend gleichzeitig anzuziehen.

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