Sie sind nicht angemeldet.

Ridgerider

Mitglied

  • »Ridgerider« ist männlich
  • »Ridgerider« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 26. Oktober 2004

Wohnort: Goch

  • Nachricht senden

1

Mittwoch, 19. April 2006, 18:21

Gartenhaus Schallisolieren?

Hallo Drummerforum!
Folgendes Problem: Bis jetzt konnte ich eigentlich recht schön im Keller von unserem Haus spielen, doch mitlerweile wird meinem Vater das ganze Getrommele ein bisschen zu viel. Und da ich auch gerne die Möglichkeit haben würde länger zu spielen, bleibt also nur noch raus aus dem Keller.

Mein Traum wär jetzt allerdings, nicht immer stundenlang zu einem Proberaum radeln zu müssen, sondern mir ein Gartenhaus in den Garten zu bauen, welches dann natürlich wegen der Nachbarn rundherum schallisoliert werden müsste.
Meine Frage an euch(hier laufen ja doch so einige rum, die Ahnung haben):
Ist es überhaupt möglich, ein Gartenhaus schallmäßig einigermaßen dicht zu kriegen? (Ich hab an Raum in Raum gedacht?)
Hat das evtl. schon jemand gemacht?

Danke schonmal
MfG
Ridgerider

P.s.: Den Keller darf ich leider nicht Isolieren, weil der noch als Arbeitszimmer genutzt wird...

Landshaper

Mitglied

  • »Landshaper« ist männlich

Registrierungsdatum: 14. November 2005

Wohnort: Bayreuth

  • Nachricht senden

2

Mittwoch, 19. April 2006, 18:35

Also eine Raum in Raum Konstruktion ist :
1. relativ teuer....auch wenn es nur ein kleines Gartenhaus ist.
2. man hört es danach selbst noch durch eine Betonwand (bei uns in der Musikschule)
3. Damit ist auch ein sehr großer Aufwand verbunden...
4. Ich schreib endlich wieder Beiträge.

Wie gesagt ... eig würde es sich kaum lohnen so ne kleine Hütte zu isolieren es ist zu teuer und die Schallisolierung ist naja passabel. Die Kosten belaufen sich dann schonmal auf 3000 euro und aufwärts (incl. Hütte wie ich annehme).


mfG Christoph

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Landshaper« (19. April 2006, 18:35)


congero

Mitglied

  • »congero« ist männlich

Registrierungsdatum: 30. Oktober 2005

Wohnort: Köln

  • Nachricht senden

3

Mittwoch, 19. April 2006, 19:21

dann doch lieber ein e-set :D

alexx

Mitglied

  • »alexx« ist männlich

Registrierungsdatum: 12. Februar 2006

Wohnort: waldshut

  • Nachricht senden

4

Mittwoch, 19. April 2006, 19:24

also wenn du ein Gartenhaus schalldicht bauen willst dann muss es aus stein sein. Mit Holz oder oder ähnlichem wirst du es nie einigermaßen Schalldicht bekommen. Und wenn du gleich Raum in Raum bauen willst, dann wird das ganze sehr teuer wie landshapper es schon gesagt hat. Ich würde sagen das kostet weit mehr über 3000 Euronen. Dann kommt noch die Frage wer dir das Gartenhaus baut.
Also bevor du dir so ne Hütte buast kauf dir pads fahr weiterhin mit deinem fahrrad in dein proberaum oder kauf dir ein E-drum set.

buddler

Mitglied

  • »buddler« ist männlich

Registrierungsdatum: 9. Januar 2006

Wohnort: Wernigerode

  • Nachricht senden

5

Mittwoch, 19. April 2006, 19:53

Das schalldichteste wo gibt ist immer noch Kalksandstein... und Glaswolle davor. Dann schau lieber, ob du einen Raum im Keller evtl. mit einem Raum zubauen darfst... ich bezweifele es aber mal stark.

Gartenhaus:
Das Problem beim Isolieren einer Hütte (Holz?) sind aber sicher nicht nur die Wände, sondern auch die Tür.
Ausserdem willst du ja auch noch Luft bekommen ;)
Meine Beiträge sind maschinell erstellt und ohne Unterschrift gültig.
mein Set

Elu on nagu hernes.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »buddler« (19. April 2006, 19:56)


Albatross

Mitglied

  • »Albatross« ist männlich

Registrierungsdatum: 10. Dezember 2009

Wohnort: Hamburg

  • Nachricht senden

6

Montag, 6. Februar 2012, 14:37

Projekt: Gartenhaus als Schallschutzkabine

Hallo,

ich habe diesen alten Thread mal zum Leben erweckt, weil ich da eine verrückte Idee habe, die sich
allerdings - im Gegensatz zum Threadstarter - auf ein E-Drum zuhause bezieht, das seit langem nur
noch Staub fängt - die Nachbarn - Ihr wißt, was ich meine :whistling:
Ich habe mir zwar ein Podest gebaut, aber das allein genügte nicht. Nun möchte ich aus
diversen Gründen den Raum nicht mit Schallabsorbern zukleistern, und Schallschutzkabinen
sind doch recht teuer. Kabine selber bauen ist nicht so mein Ding, aber ausbauen wäre noch machbar.

Es geht um eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, erster Stock, 50er Jahre-Bau.
Also die typische "Das-wird-nichts"-Konstellation ;(

Die Idee ist ein Gartenhäuschen, das ich auf eine Anti-Trittschallkonstruktion stelle und z.B. mit
"PhoneWell"-Platten auskleide (Wellpappe gefüllt mit Quarzsand) - ggf. noch Pyramidenschaum.
Die Grundkosten würden sich wohl grob auf 500.- bis 1000.- Euro belaufen, denke ich.

Es gibt für Gartenhäuschen ja erstmal drei typische Grundstoffe: Holz, Metall und Kunstoff.
Ich weiß noch nicht, was sich zum auskleiden am besten eignet. Ich habe Platz bis zu B207xT260xH240.

Hier die drei Musterbeispiele - "Obi" ignoriert mal - sowas gibt es ja fast überall:

Holz:
http://www.obi.de/decom/product/Weka_Gar…Perfekt/1036334

Kunststoff:
http://www.obi.de/decom/product/Tepro_Ku…ini_6x6/9041740

Metall:
http://www.obi.de/decom/category/Garten_…ay=grid&napp=15

Was haltet Ihr davon? Ein möglicherweise kostengünstiger Ansatz oder soll ich lieber einen Termin beim Psychologen vereinbaren? ?(

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Albatross« (6. Februar 2012, 14:43)


pbu

likes calling people names

  • »pbu« ist männlich

Registrierungsdatum: 16. April 2008

Wohnort: Duisburg

  • Nachricht senden

7

Montag, 6. Februar 2012, 14:45

Für E-Drums (mit Kopfhörer!) dürfte eine Gartenhaus-Lösung erreichbar sein.
Ich denke gerade an die Temperaturen draußen ... brrrrr ... Mach Schall-und Wärme-Isolation ;)
-
Gesendet von meinen Babyphone mit Papatalk

Albatross

Mitglied

  • »Albatross« ist männlich

Registrierungsdatum: 10. Dezember 2009

Wohnort: Hamburg

  • Nachricht senden

8

Donnerstag, 9. Februar 2012, 16:34

Für E-Drums (mit Kopfhörer!) dürfte eine Gartenhaus-Lösung erreichbar sein.
Ich denke gerade an die Temperaturen draußen ... brrrrr ... Mach Schall-und Wärme-Isolation ;)
Wenn ich das tatsächlich durchziehe, werde ich das als "Frostködel" berücksichtigen! Danke Für den Tipp :thumbup:

Ich habe mich mal ein wenig umgesehen und umgehört. Die Häuschen, die ich mir "live" ansehen konnte,
waren für den Umbau so gar nicht geeignet und die Kunstoffmodelle machen zudem einen recht instabilen Eindruck.

Immerhin habe ich einen Händler gefunden, der "PhoneWell"-Platten führt.
Der Quadratmeter kostet 25.- Euro und die Platten haben die Maße 125x62,5

Auch professionelle Lösungen habe ich mir angesehen. Ich war heute z.B. bei SoundStopCube in Norderstedt.
Ich war von deren Produkten schon sehr beeindruckt. Wer aber schon immer wissen wollte, was der Spaß
kostet: Ein Standardmodel in einer mir passenden Größe 187x187x245 kostet rund schlappe 9.000.- Euro.
Eine Box 400x300 stand da auch rum - kostet mal so eben über 20.000.- Euro. Mir wird gerade ganz schwindelig.

Ein US-Anbieter ("WhisperRoom") will für eine 200x200-Größe umgerechnet rund 4.900.- Euro.
Was die anderen wie StudioBox und Co. verlangen, weiß ich (noch) nicht.

Jetzt kann ich wenigstens mit Gewissheit nachvollziehen, warum es hier so viele Selbstbauanleitungen gibt.

Edit: StudioBox verlangt für eine Box 180x180x205: 4.830.- (Standard), 6.400.- (Pro) und 8.060.- (Premium) Euro.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Albatross« (9. Februar 2012, 16:41)


  • »infernofreak« ist männlich

Registrierungsdatum: 3. Februar 2016

Wohnort: Erlenbach im Simmental

  • Nachricht senden

9

Donnerstag, 11. Januar 2018, 11:56

Holzschopf als Proberaum

Hallo zusammen

Ich grabe da mal ein altes Thema auf, da ich keine befriedigende Antwort im Forum gefunden habe.

Durch eine Zufall bin ich Besitzer eines alten Feuerwehrmagazins (alter unisolierter Holzschopf) geworden.
Auf dem Gebrauchtmarkt bin ich auf eine Whisperroom Schallkabine gestossen.
edit: Laut Datenblatt beträgt die Reduktion bei 125 Hertz 30 Dezibel. Kann jemand etwas damit anfangen?

Hat jemand Erfahrung damit?
Reicht eine solche Kabine allein aus, damit die Nachbarn nicht gestört werden?
Was für zusätzliche Massnahmen benötigt es auch Eurer Sicht?

Besten Dank für Eure Antworten

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »infernofreak« (11. Januar 2018, 13:39)


trommla

Mitglied

  • »trommla« ist männlich

Registrierungsdatum: 30. Mai 2004

Wohnort: Raum München

  • Nachricht senden

10

Donnerstag, 11. Januar 2018, 17:31

Ja los, wo sind die vielen Besitzer alter Feuerwehrmagazine, die was dazu sagen können?

Natürlich habe ich keine Erfahrung damit, aber eine erste Hochrechnung lässt mich befürchten, dass du keine allzu guten Chancen hast. Ein normal gespieltes Set dürfte ca. 95 bis 100 dB emittieren, bei deinem Nick eher 100 bis 110 ;) Unter der Annahme, dass eine "Bretterbude" vielleicht 5 dB wegnimmt und du mit fachlich einwandfreiem Einbau tatsächlich die messtechnisch versprochenen -30 dB erreichst, bleiben 70 dB +x übrig. 70 dB entsprechen etwa Geschrei oder einem Rasenmäher. 80 dB schon starkem Verkehrslärm. Von 80 dB direkt neben der Hütte bleiben in 30 m Entfernung ca. 50 dB übrig, was immer noch dem heimischen Radio in normaler Lautstärke entspricht.

Ob das in deinem Fall ein realistischer Ansatz ist, kann ich mangels Kenntnis der Nachbarschaft nicht einschätzen, aber in einem Wohngebiet sähe ich gewisse Risiken.

  • »odd-meter1701« ist männlich

Registrierungsdatum: 24. Oktober 2017

Wohnort: Raum Heilbronn

  • Nachricht senden

11

Donnerstag, 11. Januar 2018, 21:07

Um eine Holzhütte schallisoliert zu bekommen, müsstest Du einige tausend Euro investieren, am besten ginge es vermutlich damit, innen Kalksandsteinwände hochzuziehen, aber dann bleibt noch der Boden, die Fenster, die Türe, die Decke, die Lüftung ...

und am Schluss wird es so klein, dass Du Dich eingesperrt fühlst.

Wenn es nur darum geht, längere Zeit oder auch zu ungünstigen Zeiten üben zu können: ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht mit Meshheads auf allen Trommeln und Gummistreifen zum Klemmen für die Spannringe. Das Schlagzeug klingt damit leise, trotzdem ist noch ein Klang gegeben, die Felle haben einen tollen Rebound, das Spielgefühl kommt dem normalen Set ziemlich nahe und ist viel besser als ein günstiges E-Drum-Set mit Hartgummiplatten. Auf die Becken kann man ein Stück Moosgummi legen (in Dreiecksform, am Beckendorn aufgehängt. Das kostet insgesamt weniger als 200 'Euro und kann auch in Wohnhäusern gespielt werden, wenn die Nachbarn nicht allzu hellhörig sind.

Beeble

Beckenpolierer

  • »Beeble« ist männlich

Registrierungsdatum: 15. November 2007

Wohnort: Düsseldorf

  • Nachricht senden

12

Donnerstag, 11. Januar 2018, 21:43

30dB bei 125Hz machen vielleicht bei <100Hz 20dB, das wird dir nicht weiterhelfen.
Um zu deinem Problem etwas sagen zu können fehlen ein paar mehr Angaben.
Wie groß ist die Hütte, gibt es ein Fundament, wie groß ist der Raum,
wie groß soll die Kabine sein, wie weit sind die nächsten Nachbarn weg usw.

Mit Trockenbauwänden lassen sich Werte von 60 bis 70dB erreichen.
Das freut dann auch die Nachbarn.
Das kostet im Eigenbau ca 20 bis 40 Euro/m.

Kalksandstein bietet weniger Schallschutz, ist teuer und aufwändig.
Dieser Beitrag beinhaltet gefährliches Halbwissen!

  • »infernofreak« ist männlich

Registrierungsdatum: 3. Februar 2016

Wohnort: Erlenbach im Simmental

  • Nachricht senden

13

Freitag, 12. Januar 2018, 13:24

Danke für eure Antworten

Der Schopf besteht aus zwei Räumen. 4x1.6m und 4x3.4m
Der Abstand zu den nächsten bewohnten Häusern beträgt ca. 20m.
Damit ich nicht friere muss ich sowieso etwas isolieren.
Schalldicht kriege ich es nicht. Darum prüfe ich die Variante mit den Meshheads.

michat

Mitglied

  • »michat« ist männlich

Registrierungsdatum: 10. Oktober 2013

Wohnort: Ludwigshafen

  • Nachricht senden

14

Samstag, 13. Januar 2018, 07:22

Was gerne vergessen wird: Schalldämmung sollte beim Drumset immer Frequenzabhängig gesehen werden. Die Angaben von z. B. 30dB(A) Dämmung bezieht sich in der Regel auf eine Frequenz von 1000 Hz. Bei tiefen Frequenzen einer Bassdrum geht der Ton fast ungedämmt durch. Hier braucht es Material mit viel Masse, die Schallwellen dämmen können. Also muss man Hersteller von Dämmmaterial oder Schalldämmkabinen immer fragen, wie stark die Dämmung frequenzabhängig wirkt. :(