Sie sind nicht angemeldet.

  • »Oliver_Stein« ist männlich
  • »Oliver_Stein« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 2. Februar 2006

Wohnort: Niedersachsen

  • Nachricht senden

1

Donnerstag, 5. April 2018, 15:47

Die lebenslange Ride-Suche... oder: welche Entwicklung habt ihr bei den Rides durchgemacht?

Ich habe nach ähnlichen Threads gesucht, aber nicht so richtig etwas gefunden...

Mich würde interessieren, ob es anderen hier ebenso geht wie mir: es geht um die Suche nach dem (oder besser: den) Traum-Ride(s). Wieviele und welche Becken habt ihr schon durch auf diesem Weg und ist ein Ende in Sicht?

Mein erstes Ride war ein Paiste 505 Black Label in 20". Ich würde es heute gerne wiederhaben, aber es ging bei einem Neukauf in Zahlung 1984.. Gekauft hatte ich dieses Becken, weil es erstens in meiner Nähe gebraucht angeboten wurde und zweitens ich es mir leisten konnte. Internet gab es damals noch nicht. Ich konnte es damals nicht ertragen, das es kein 2002 war...

Es folgte 1984 ein Paiste 2002 Power Ride in 22". Warum ich genau dieses kaufte, weiß ich heute nicht mehr - wahrscheinlich weil 2002 drauf stand und es ein 22er war und weil es schön dick war. Jedenfalls war dies noch keine bewusste Soundentscheidung. Dieses Becken habe ich dann tatsächlich bis ca. 2000 als alleiniges Ride gespielt, auch in Jazzformationen. Heute für mich schwer nachvollziehbar...

Irgendwann Anfang der 2000er Jahre folgte ein Paiste Signature Power Ride, dass mir besser als das 2002er gefiel. Auch dieses war noch kein bewusster Kauf nach Klang, sondern nach der mir bekannten Marke und nach Typ. Mit diesem Becken habe ich viele Jahre in einer Bluesband gespielt, dafür war es eigentlich aber zu schwer und auch zu laut.

2006 oder 2007 kam dann das erste Ride dazu, dass ich aufgrund seines besonderen Klangs haben wollte: ein Paiste Dark Energy Dark Dry Ride MkI in 21". Dieses Teil hatte mich beim Antesten in einem Laden mit seinen vielfältigen Sounds total fasziniert. Es war das exakte Gegenteil des Power Rides: dünn, leise und dunkel vom Timbre. Dieses Teil habe ich noch heute und es gehört wohl zu den Becken, die auf Dauer bleiben werden.

Bei einem Komplettkauf eines Sets fiel mir irgendwann ein 18" K Custom Ride in die Finger, dass mir zu klein vom Durchmesser war, aber eine geniale Bell hatte. Das 18er ging und es kam ein 20" K Custom Ride. Das habe ich länger gespielt, aber irgendwann gegen ein 22er K Custom ersetzt, welches mir vom Grundton besser gefiel. Das 20er hatte jedoch die schönere Glocke von beiden. Das 22er K Custom war dann länger mein "laut& Bühnen" Ride, im Team mit dem 21" Dark Dry Ride für die leiseren Sachen.

Vor ein paar Monaten hatte ich in einem Laden ein 20er K Ride angetestet, das mir wegen seines reinen und unaufdringlichem Tons sehr gefallen hätte. Es passte leider von der Tonhöhe nicht zu meinen Crashes, so wurde es dann letztlich ein 22" K Light Ride, welches ich seitdem meistens bei den Proben meiner Funkband spiele. Es hat eine geniale Glocke, aber keinen sehr tragenden Ping bei etwas mehr als leise angespielt. Trotzdem ein tolles Teil, dass ich derzeit auch nicht wieder hergeben möchte. Das 22er K Custom sollte eigentlich gehen, im letzten Moment habe ich den Verkauf dann noch gestoppt und es erstmal als lautes Ride behalten... Könnte ja mal notwendig sein auf großer Bühne...

Und jetzt aktuell habe ich schon wieder ein Becken, dass mir im Laden ganz hervorragend gefiel: Ein Paiste Masters 24" Deep Ride. Dieses wurde ganz sicher das 22er K Custom aus meinem Set verdrängen... Ich Frage mich aber natürlich auch: ist das jetzt schon GAS oder ist das wirklich notwendig, drei Rides zu haben? Die Antwort darauf werde ich wohl erst dann bekommen, wenn ich das Dingen mal ein paar Tage bearbeitet habe...

Wie ist eure Ride-Evolution verlaufen? Ab wann habt ihr mit den Ohren gekauft statt nach Marke? Was blieb, was ging? Ich bin gespannt auf eure Geschichten...

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Oliver_Stein« (6. April 2018, 18:49)


nd.m

Mitglied

  • »nd.m« ist männlich

Registrierungsdatum: 11. November 2004

Wohnort: Erpfendorf

  • Nachricht senden

2

Donnerstag, 5. April 2018, 16:10

Hm, hab mein Leben lang nicht gesucht....

Beim ersten Set war ein Paiste 2000 20" Ride dabei. Ewig gespielt, dann gegen ein 22" 2002 ersetzt. Hatte keinen besonderen Grund, weil klanglich ist da nicht viel, steht halt 2002 drauf. Später dann auf 24" hochgerüstet. Zuletzt auch noch die 20" Variante als Black Label gekauft. Warum? Keine Ahnung, einfach so, haben ist besser als brauchen.

Das Ride ist bei mir wahrscheinlich das Teil am Set, dem ich mein Drummerleben lang vermutlich am wenigsten Aufmerksamkeit überhaupt geschenkt habe. Klanglich passt es für mich einfach, auch wenn ich ziemlich sicher bin, dass es da draußen noch besser klingende Rides gibt. Aber ehrlich gesagt habe ich da jetzt nicht so das Bedürfnis, diese Welten zu erkunden.

Hebbe

Mitglied

Registrierungsdatum: 12. April 2012

  • Nachricht senden

3

Donnerstag, 5. April 2018, 16:38

hehe, DAS ist ein gutes Thema.

Mein allererstes Ride war ein 20er 2002 (schätze so 1988 neu gekauft) das habe ich sehr lange gespielt und habs immer noch.

Losgegangen mit dem bewussten Hören ist es bei mir komischerweise in meiner sehr langen Trommelpause. Ich habe unzählige Konzerte fotografiert, erst da begann es mit der bewussten, differenzierten klanglichen Beurteilung. Als ich wieder eingestiegen bin, gings für mich natürlich erstmal wieder mit den 2002’s los. Mit den 2002 Becken geht’s mir aber inzwischen so wie mit Industriebier, wenn’d nix anders hast kann man’s trinken, schmeckt passabel und macht auch prall… Wir hatten das Thema kurz vor ein paar Tagen im Chat angesprochen, da fiel das Wort eindimensional, das passt für mich ganz gut.

In meiner GIFT Zeit hatte ich zwischenzeitlich noch das 24er, aber ned lang, weils so höllisch laut war. Inzwischen habe ich den 2002er Satz insgesamt reduziert (v.a. die großen Teller) und spiel ihn (20, 14HH, 14, 16) als nicht zu lauten unaufdringlichen Satz im Proberaum meiner Muckeband.

Für alles was nicht in den Jazzbereich geht, spiele ich inzwischen einen Dark Energy Satz mit einem 22er Ride. Der hat mich von Anfang an weggeblasen (klanglich wie preislich), und so wie es aussieht geb ich das Zeug so schnell nicht her. Inzwischen ist noch das 21 light dry (Signature pre DE) dazugekommen. Das spiele ich ebenfalls gern, auch im Proberaum weils ned ganz so viel Power hat wie das 22er, auch im Jazzsetup hängts für die ganzen Latinsachen mit drin. Mein Plan is, dass ich den DE-Satz auch noch weiter ausbaue, wie’s halt der Geldbeutel bzw. der Gebrauchtmarkt zulässt.

Bei den Jazzbecken sieht es anders aus :-) Da bin ich eigentlich auch recht glücklich mit den Keropes und dem Con, aber da gibt es soooooo viiiiel geiles Zeug und ich hab soooo viiiiiel Spaß am Ausprobieren das da der Weg wahrscheinlich erst vorbei ist wenn se mich mal verscharren.

Zur Frage nach den Traumride kann ich keine Auskunft geben weil ich nicht sagen könnte wie das klingen soll… weil es ja soooo viiiiiiiel … es muss halt passen, erstens zum Sound der Band und zweitens muss es innerhalb des Beckensatzes funktionieren.

Mal nachrechnen… aktuell besitze ich 5 Rides die permanent im Einsatz sind, bin also dem GAS schon einen Schritt näher.

Oops da fällt mir noch ein, dass noch ein 18er 2002 Ride am Set vom Leo hängt, das habe ich mal von einem Basser geschenkt bekommen. Das ist super, denn es ist einigermaßen leise und schont mein Nervenkostüm, wenn der Bua mal wieder abgeht :-)


haben ist besser als brauchen.
Haha, danke für diesen Satz! Den muss ich mir merken!

seelanne

Alles, was Recht ist.

  • »seelanne« ist männlich

Registrierungsdatum: 7. April 2002

Wohnort: Paris-Texas

  • Nachricht senden

4

Donnerstag, 5. April 2018, 16:57

Der Ritter der Kokosnuss

Die Suche nach dem einzig "wahren" Ride ist bei mir eine ewige Suche nach dem heiligen Gral. Die Ewigkeit ist dabei eine echte Anomalie, da ich genau weiß, was ich will, ich höre es gewissermaßen im inneren Ohr, es aber halt partout nicht finde.

Konkret:

# Angefangen habe ich - als Anfänger - Anfang der 80iger mit einem Ufip Medium Ride. Eine "Auswahl" fiel dabei aus: Es war einfach aus der Gruppe der Erschwinglichen das Beste, was die damals im Laden hatten.

# Ein paar Jahre später wechselte ich auf 20'' Paiste 2002 Ride, ein tolles silbriges Ride, vor allem im Studio. Aber mir auf Dauer dann doch zu höhenlastig.

# Seit den 90igern stand mir sodennr der Sinn nach etwas trockenerem Sound und ich wechselte zum 21'' Paiste Signature Dry Ride.

Das Problem:

Seit rund 15 Jahren geht es mir immer mal wieder auf die Nerven und ich bin seither auf der Suche nach "dem" Ride. Allein: Wenn ich denke, eines gefunden zu haben, nehme ich mein 21'' Dry Ride mit in den Laden und vergleiche direkt: und stelle fest, dass keins besser ist. So geht es seither. Hinzugekommen ist zwar noch ein 20" Paiste Signature Flat Ride, aber das ist natürlich eine Ergänzung, kein Ersatz.

Das passenste Ride, was ich jemals gehört habe, war ein 22" Paiste Traditional Medium Light Ride. Doch ich zögerte und 2 Wochen später war es verkauft. Das, was ich dann aber auf Bestellung bekam, klang anders und nicht so schön. Nun gibt es die Dinger nicht mehr, danke Paiste !

Im Laufe der Jahre habe ich zwar so einen ganzen Haufen toller Rides kennengelernt, aber meine Idealvorstellung, ein Ride mit einem Ping ähnlich dem K Custom Ride, aber mit weniger Attack und mit etwas mehr dunklem Rauch, dabei aber nicht so trocken und durchaus mit "Raum", habe ich noch nicht gefunden. Wenn ich aber derzeit ein Ride kaufen müsste, würde ich unter folgenden auswählen:

Zildjian 20" K Custom Ride
Zildjian 22" Constantinople K Custom Medium Thin Low - das Ding ist einfach unfassbar schön
Anatolian 22" Natural Ride
Sabian 22" Stanton Moore Wide Ride (Crescent Ride)
Sabian: 21" Ambient Ride
Paiste 22" Crisp Ride

(Die Paiste Rides sind ansonsten leider irgendwie auf den Hund gekommen: da finde ich fast nix mehr, alleine der ständige Wechsel des Portfolios oder die ständigen Umbenennungen von altem Wein in neuen Schläuchen geht mir erheblich auf den Allerwertesten).
"Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
(c) by frint / 2008

"Es macht so viel Spaß, ein Mann zu sein, das können sich Frauen gar nicht
vorstellen!" (c) by Lippe / 2006

5

Donnerstag, 5. April 2018, 17:17

Hihi..süß!

Zitat

ist das jetzt schon GAS oder ist das wirklich notwendig, drei Rides zu haben?


Das ist kein G.A.S, das ist G.E.I.Z!;)


Mein erstes Ride war ein 20" Masterwork IRIS - gelandet bin ich bei dem sanften und mystischen 26" R&D Riesenteller von Meinl .

Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von »Lomax« (28. August 2018, 19:57)


Hebbe

Mitglied

Registrierungsdatum: 12. April 2012

  • Nachricht senden

6

Donnerstag, 5. April 2018, 17:28

Das ist kein G.A.S, das ist G.E.I.Z!
Endlich bringt's mal einer aufn Punkt :thumbsup:

XPKallée

Mitglied

  • »XPKallée« ist männlich

Registrierungsdatum: 17. Mai 2008

  • Nachricht senden

7

Donnerstag, 5. April 2018, 20:02

An alle Rides erinnere mich wohl gar nicht mehr.
Am Anfang ging es sicher auch nicht nur um Sound,sondern war zu Jugendzeiten und ersten Banderfahrungen primär eine Kostenfrage. Gestartet mit einem 20er Meinl Marathon, dann ein Sabian III,später 18er Istanbul und lange Zeit ein 20er Sabian Pro Sonix.
Aktuell ist für mich im Metalbereich das klassische Meinl Raker Heavy Ride ideal, weil kongeniale Bell.
Ansonsten Spiel ich noch ein 20er Sonor Armoni, 22er Meinl Romen Mark und ein 18er Paiste 802.
Bei Rides geht es mir meist um die Bell, neuerdings wird in einer Band Crashteppich damit verlangt.
Persönlich tendiere ich mit zunehmendem Alter (und ggf kultivierterer Spieltechnik) zu B20ern, im Kontext Der Bands tun es oft kräftigere B8er Kandidaten...

LasseWe

Mitglied

  • »LasseWe« ist männlich

Registrierungsdatum: 23. Juli 2009

Wohnort: Hamburg

  • Nachricht senden

8

Donnerstag, 5. April 2018, 20:22

Ich hab ziemlich lange gebraucht, bis ich überhaupt verstanden habe, wie wichtig das Ridebecken sein kann. Das durfte ich vor allem durch verschiedene Jazzkombos und Bigbands feststellen.

Am Anfang war es natürlich eine Geldfrage: Paiste 101 18" Crash/Ride, später kam ein 20" 101 Ride dazu.
Mein erstes hochwertiges Ridebecken war ein Zidljian Avedis Ping Ride 20" (schätzungsweise Ende 90er). Das war aber sehr dick und hatte zu viel Ping.
Dann bin ich wirklich 6 Jahre lang auf einem Ride geblieben, einem Murat Diril 20" Speckled Ride, das habe ich mir damals geholt als Meinl Extra Dry "Ersatz". Das war ein solides Becken und ich konnte fast alles damit machen, weil es auch mit etwa 2000g nicht zu dick war.

Mein aktuelles Setup besteht eigentlich nur noch aus Ridebecken. Momentan ist das als Left Side Ride (und wird auch gern gecrashed) ein 21" Masterwork Jazz Master Extra Thin (etwa 1700g). Wahnsinnig dünn, washy, aber schön leise und dunkel. Als Main Ride habe ich ein 21" Istanbul Agop Mel Lewis Sizzle Ride (ca. 2100g). Seitdem ich dieses Becken habe sind erstmal was meine Band und meine Bigbands angeht keine Wünsche offen. Ich hab noch ein 20" Masterwork Custom China, welches ich gerne als Ride spiele, wenn's mal etwas wilder sein soll. Deswegen würde ich es hier auch auflisten :)

Ich mag es aber auch gerne in leiserer Musik das dünne Masterwork Ride rechts rüber zu hängen und ein 18" Crash als Left Side Ride zu spielen. Das ist mit kleinerem Besteck gerade schön.

Generell kommt es immer darauf an, was du spielen möchtest. Gerade im Jazz finde ich, dass es tolle Becken für Kombos gibt (dünne, große Becken oder auch Flat Rides können richtig gut funktionieren). Diese Becken setzen sich dann einfach in der Big Band nicht genug durch, um den Kollegen genug Time zu geben.

Aber ich finde Ride Becken toll und bin immer gern auf der Suche nach neuen Rides. Ein Flat Ride steht auf jeden Fall noch auf der Liste :)

Nick74

aka Martin6

  • »Nick74« ist männlich

Registrierungsdatum: 5. September 2015

Wohnort: Hannover

  • Nachricht senden

9

Donnerstag, 5. April 2018, 21:14

Mit den 2002 Becken geht’s mir aber inzwischen so wie mit Industriebier

Ich habe ein Anatolian Diamond und ein superleises 18ner Silken Flatride als Craftbier-Rides; die Sache ist, daß eigentlich fast alles nach langer Gewohnheit öde und lame wird, von daher habe ich schon lange so nach bisherigen ca 10 Ridebecken mit dem Kaufen aufgehört (nicht zuletzt auch wegen der immensen Fülle virtueller Sounds bei Software-Drums, wo es klanglich auch sehr viel Tolles zu entdecken gibt). 6 Teller hab ich davon noch. Bis auf Anatolian (meine geilsten Cyms, die ich bisher am längsten als geil empfinde) und das Flat war nichts wirklich von Dauer. Wenn ich allerdings nach laaanger Zeit mal wieder ein Paiste 2000 oder ein türkisches Meinl B20 HeavyRide draufmache, törnt es mich wieder für kurze Zeit.

Rimshot

Mitglied

  • »Rimshot« ist männlich

Registrierungsdatum: 31. Oktober 2006

Wohnort: Unna

  • Nachricht senden

10

Donnerstag, 5. April 2018, 22:01

Interessantes Thema, über das ich die letzten Tage noch nachdenken musste.
Ich hatte auch schon alles Mögliche an Rides. Fast Alle kamen und gingen wieder.
Eines hab ich seit Ewigkeiten und nutze es fast immer wenns lauter oder rockiger wird. Dafür liebe ich es einfach.
und das ist tatsächlich ein Meinl Raker mit grossen 90er Musikstore Köln Label.

Lite-MB

Mitglied

  • »Lite-MB« ist männlich

Registrierungsdatum: 20. Juni 2005

Wohnort: bei Pforzheim

  • Nachricht senden

11

Donnerstag, 5. April 2018, 22:06

irgendwie hatte ich einfach Glück...
...ich hatte es in den 60igern satt, das kleine geliehene "Ride" aus Vereinsbestand zu spielen und bin mit meiner Mutter zum einzigen Musikalienhändler gefahren, die mit normalen Mitteln (Bus+Bahn) erreichbar war und hab mir unter drei vorrätigen Becken das genommen, das mir am besten gefallen hat.
Ich hatte keinerlei Ahnung von der Materie, der Grund der Entscheidung war: die anderen beiden gefiellen mir nicht so gut - Punkt aus!

Gekauft habe ich mir ein 60iger Avede in 22" - im nachhinein einfach ein geniales Becken, damals wie heute.
Egal was ich spiele, egal wo ich spiele, dieses Becken ist von Anfang an bis heute IMMER dabei, dieses Ride (und eine HiHat auch aus dieser Zeit) gelten als gesetzt, die anderen Becken zum Setup, stelle ich je nach Gelegenheit zusammen.


Fazit: ich habe als Banause mit meinem ersten Beckenkauf das Traumbecken erstanden - irgendwie wars einfach, ist mir aber bis heute unbegreiflich - Anfängerglück!
..."meine" Musik: Jazz (Big Band bis Free), brasil. Musik, Avantgarde, hin+wieder Klassik ->am Drumset, an den Percussions, am Schlagwerk

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lite-MB« (5. April 2018, 22:10)


  • »DrumForJesus« ist männlich

Registrierungsdatum: 6. November 2004

Wohnort: Celle

  • Nachricht senden

12

Donnerstag, 5. April 2018, 22:16

Als ich 2002 mit dem Schlagzeug anfing, musste es ein 20" Paiste 302 sein. Mehr war finanziell nicht drin. Ich hatte ja noch Frau und Kinder. Ca. 2 Jahre später hatte ich etwas Geld gespart und mich durch die Ride-Palette bei Drum-Power Peine getestet. Es ist ein 20" Anatolian Baris Power Ride geworden. Auch, wenn es so dick war, dass ein ancrashen unmöglich war, gefällt es mir auf den Aufnahmen, die ich von damals habe, immer noch sehr gut. Leider habe ich 2011 aus gesundheitlichen Gründen die Trommelei komplett aufgegeben und alle meine Instrumente verkauft. Das war im nachhinein nicht die schlauste Entscheidung. Seit 2016 bin ich wieder in einer Coverband aktiv. Das Leben geht ja dann wider Erwarten doch weiter. Zu diesem Anlass bin ich mit viel Zeit und Geld (ich hatte mir kein Limit gesetzt - Kinder sind inzwischen groß und die Frau bin ich auch los...) zu PPC Hannover und Just Music Hamburg. Es ist ein 20" K Ride geworden - knapp vor einem Istanbul Mehmet-Modell. Ich habe es nicht bereut. Für meinen Einsatzzweck große Klasse. An ein universelles Ride "für's Leben" glaube ich dennoch nicht. Ich will nicht ausschließen, dass ich mir irgendwann zufällig noch ein (oder zwei...) schönes Ride a l s E r g ä n z u n g zulege.

13

Donnerstag, 5. April 2018, 23:19

Das erste war ein 2002er 20" Ride, das ich im Set mit zwei 3000er Crashes bekommen hatte.
In der Musikschule hing damals ein 20er Zildjian K Custom mit einer schönen großen und lauten Bell.
Das habe ich dann erworben für 490 DM. Das Ding habe ich heute noch. Spiele es aber nicht mehr so häufig.
Ist halt viel Ping, wenig Wash und damit viel Definition.

Dann hatte ich diverse Ride getestet (u.a. ein 22er Zildjian High Definition Ride) bin aber bei nem 22er Sabian Legacy gelandet, das ich heute noch zu 90% der Fälle spiele.
Das Ride hat mehr Wash als das K Custom, ist aber nicht zum Crashen geeignet. Insgesamt ist es aber sehr viel facettenreicher als das K Custom.

Ich hätte gerne noch ein 20er Paiste Signature Light Ride. Das wird sicherlich noch dazu kommen irgendwann.
Hier höre ich noch mehr Facetten, nochmals weniger Ping und weniger Definition. Dafür ist es sehr gut crashbar.

Dann hätte ich 3 ganz unterschiedliche Rides, die alle ihren Reiz haben (Höhö).

  • »Oliver_Stein« ist männlich
  • »Oliver_Stein« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 2. Februar 2006

Wohnort: Niedersachsen

  • Nachricht senden

14

Donnerstag, 5. April 2018, 23:45

Klasse eure Antworten! Mehr davon!

Burkie

Mitglied

Registrierungsdatum: 6. Mai 2012

  • Nachricht senden

15

Freitag, 6. April 2018, 00:52

Mein erstes Ride war das gebrauchte Becken an einem alten Sonor Drum Kit, alles gebraucht und runtergeratzt gekauft, es war womöglich ein Paiste irgendwas.

Das alte runtergeratzte Sonor-Kit taugte irgendwann nicht mehr, also musste ein neues Sonor her, und auch neue Becken (warum? frag ich mich heute.)

Das alte Kit wurde abgestossen samt der Becken für kleines Geld.

Das neue Ride von Sabian war so lala. Gefühlt.
Vor einigen Monaten wurde ich kribbelig und wollte ein neues Ride kaufen. Ich habe mein Ride Seite an Seite mit anderen zu kaufenden Rides ausprobiert, und fand niemals, dass die anderen Rides wirklich besser klangen als meines.

Damit ist das Kapitel "neues Ride" für mich erst mal abgeschlossen. Hängt halt doch davon ab, mit welchen Sticks (neu, alt, abgespielt, Metall, Nylon, Holz, ...) man es wo und wie anspielt, wie es klingt.


Gruss

trommeltom

Mitglied

  • »trommeltom« ist männlich

Registrierungsdatum: 1. März 2010

Wohnort: Landsberg am Lech

  • Nachricht senden

16

Freitag, 6. April 2018, 07:19

Guten Morgen!

Für das Set, das ich im Januar 1991 über meinen Schlagzeuglehrer kaufte, konnte ich wählen: Entweder einen Satz Paiste 200 oder einen Satz Paiste 400.
Da die 200er damals die günstigsten Einsteigerbecken von Paiste überhaupt waren, hatte ich intuitiv lieber die 400er genommen.
Mit dabei war ein 20" Power Ride.
Ich wusste damals noch nichts über die Bezeichnungen wie Power etc.
Für mich klangen die Becken wie sie klingen sollten, ich hatte keine Ahnung, und ich dachte die Becken gehören fest zum Set, Punkt aus. :thumbup:

Als ich lange Zeit später im Jahr 2010 ein neues Schlagzeug kaufte, schenkte ich mein erstes Set meinem Sohn.
Freilich inklusive Becken, die gehören ja dazu, also musste ich was neues für mich finden.
Im hintersten Hirnstübchen war auf irgendeine absonderliche Weise abgespeichert, dass die 2002er geile Becken seien.
Also habe ich mir kurzerhand mal ein Ride davon bestellt.
Welches?
Da mein 400er ein 20" Power Ride war, kaufte ich mir.... na?..... genau: ein 2002 Power Ride in 20". ^^
Auch wenn ich mir ein Set in den Männergrößen 24/13/16/18 gekauft hatte, verschwendete ich vorher keinen Gedanken daran, dass ein Ride eine andere Größe haben könnte als 20". :huh:
Ich war erst mal glücklich, bis ich merkte, dass das Teil doch verdammt laut war. :(

Also machte ich mich daran, ein passenderes Becken zu finden.
In Anbetracht der Kesselgrößen traute ich mich nun, ein 22" Ride zu kaufen, es wurde ein 2002er Ride, also ohne Power oder sowas.
Ein 24er wäre auch schön gewesen, aber ich hatte noch nicht geschnallt, dass man Becken durchaus sehr gut auch gebraucht kaufen kann.
Und die Neupreise schreckten mich einfach ab.

Das 2002er 22" Ride war schon mal ein Schritt in die richtige Richtung!
Nur die Glocke war mir zu zart, die vom 20" Power Ride fand ich deutlich geiler.
Irgendwann dann lief mir hier in den Kleuinanzeigen ein 2002er 24" Ride über den Weg.
Das habe ich mir dann geschnappt... =)
Geiles Becken, die Glocke klingt wie die beim 20er Power Ride, yeah! :thumbup:
Die Suche war nun abgeschlossen.

Dachte ich eigentlich.
Wiederum etwas später fand ich dann ein Giant Beat 24" Multi in den Kleinanzeigen des DF.
Der Preis war gut, also habe ich zugeschlagen.
Gigantisch!
Nun merkte ich, dass das 2002er 24" Ride doch ganz schön laut ist!

Macht aber nix, live im Freien ist das 24er Ride nach wie vor geil, das GB 24" Multi spiele ich dann schon mal als Crashbecken dazu.
Und im Proberaum und Kneipen ist das GB als Ride einfach göttlich.
Suche abgeschlossen.
Echt.
=)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »trommeltom« (6. April 2018, 08:12)


freak-928

Mitglied

  • »freak-928« ist männlich

Registrierungsdatum: 25. November 2005

Wohnort: Nußbach OÖ (Österreich)

  • Nachricht senden

17

Freitag, 6. April 2018, 07:51

Neue Erkenntnisse zu dem schon geschriebenen kann ich nicht hinzufügen.

War bei mir auch so, das mein erstes Beckenset (Meinl Marathon) fix zum Set gehörte und ich nicht auch nur ansatzweise auf die Idee
kam hier was zu ändern. Erst der Kauf des Sabian AAX Studio Crash in 16" als Ergänzung hat bei mir einen Prozess gestartet, der so wie
es ausschaut kein Ende findet. Er hat sich gewandelt, aber nie gestoppt.
Alles wird gut

trommla

Mitglied

  • »trommla« ist männlich

Registrierungsdatum: 30. Mai 2004

Wohnort: Raum München

  • Nachricht senden

18

Freitag, 6. April 2018, 10:45

die Sache ist, daß eigentlich fast alles nach langer Gewohnheit öde und lame wird

Da ist möglicherweise was dran. Zudem ändern sich musikalische Vorlieben und damit auch die Anforderungen ans Besteck.

Meine Historie ist schnell erzählt. Mein erstes Ridebecken war in den frühen 80ern ein 20" Avedis Ping Ride, welches ich bis Anfang der 2000er spielte. So richtig meins war es glaube ich nie, aber es hat sich nie jemand darüber beschwert ;)
Als Ersatz kam dann ein Sabian HH 20" Classic Ride, welches als Allrounder immer noch vor allem im Rock/Pop-Bereich am Set hängt, aber zur Not auf die Schnelle auch im Jazz einigermaßen klingt. Ergänzt habe ich es im Laufe der Zeit durch ein 18" HH Flat Bell Ride und ein 21"Vault Crossover Ride für ganz leise und leise Spielarten. Mit diesen drei Rides komme ich gut durch den Tag, allerdings ist das Thema noch nicht durch, denn manchmal wünsche ich mir schon auch ein großes tiefes Ride für lautere Sachen. Mal schauen, was so kommt.

Den hl. Gral zu suchen, habe ich eigentlich nie begonnen, hab wohl doch mehr G.E.I.Z. als G.A.S. :thumbsup:
Meine Bleche funktionieren in allen Bereichen, die ich in den letzten Jahren so gespielt habe, in mehr oder weniger jeder Kombination, deshalb gab es zwar immer wieder Verlockungen, aber keine Not.

Wolf P.

Mitglied

  • »Wolf P.« ist männlich

Registrierungsdatum: 7. Juli 2017

Wohnort: Schorndorf

  • Nachricht senden

19

Freitag, 6. April 2018, 11:57

Ich halte es wie Freund Lomax, es gibt einfach zu viele schöne Sachen um sich dauerhaft auf eins festzulegen.

Hier im Forum schrieb mal einer einen sehr schönen Vergleich im Bezug auf "Frauen"
(hoffe ich bringe es noch zusammen):

Derjenigen, der man(n) am ehesten verzeiht dass sie die Falsche ist,
ist wohl am Ende die Richtige :love:

btw

First bought Ride: Paiste 400
Last bought Ride: SABIAN Big & Ugly HH King

Dazwischen eine Lawine an Blech aller Hersteller am Markt :D

20

Freitag, 6. April 2018, 12:02

Ist „die lebenslange Ridesuche“ nicht ebenso Mythos wie „das eine, einzige, heilige, alleinglücklichmachende Ride“? Was mich angeht, ich liebe mein Istanbul Mehmet Custom Dry genauso wie mein Zildjian K Constantinople genauso mein Paiste 1000 Heavy - eben, weil jedes ganz eigen ist. :) Das ist meine Einstellung oder Beziehung zu allen meinen Zymbeln.

Ähnliche Themen