Die Spieltechnik machts - nicht die Schlagzeugmarke

  • Ich bin der Meinung, dass hier im Forum alleine nach dem Preis und nach der Qualität Schlagzeugsets eingeteilt werden. Ich finde es nicht richtig generell Firmen und generell die Käufer dieser Marken als inakzeptabel abzutun.



    Dass zum Beispiel ein Roland oder Yamaha E-Drum besser ist als ein billiges wie Fame 505 oder dergleichen ist sicher nicht wegzudiskutieren. Wir müssen ja auch immer die technische Entwicklung in den letzten Jahren betrachten. Wer heute zum Beispiel ein SIMMONS oder DYNACORD E-DRUM aus den 1980er JAhren hochhält und sagt dass sei Kult, hat nichts verstanden. Da ist jedes FAME Billig E-Drumset der pure Genuss.


    Ich hatte diverse SIMMONS seinerzeit gespielt. So ein empfindliches "Gelump" habe ich nie wieder gehabt. Allein die Pads waren der reinste Horror. Die Plastik-Stative ein instabiles Delirium... Ich könnte fast schon sagen der Scheissdreck überhaupt... Aber das wäre gegenüber dieser inovativen Firma (die schon lange Konkurs ist) unfair. Sicher für die damalige Zeit wars halt tierisch teuer, getaugt hat das aber gar nichts. Deshalb sollte niemand arrogant auf die billigen E-Drums blicken. Ich denke mir zum Üben der Rudiments tun sie es in jedem Falle. Ich finde sogar, dass es nach dem Üben auf den billigen E-Drums, richtig Spass macht an einem akustischen Set zu spielen. Überhaupt frage ich mich ernsthaft, was selbst ein Profi mit einem überteurten Roland E-Drum anfangen soll. Freilich für permanente Gigs lass ich mir ein solches Teil eingehen. Nur als Spaßgerät über EUR 6.000,00 auszugeben halte ich für puren Unsinn. Das sehen sicherlich andere anders. Es ist jedoch meine Meinung.


    Letztendlich aber liegt ein gutes Schlagzeugspiel alleine in der Technik. Eigentlich ist aus jedem "Schrottschlagzeug" ein guter Groove herauszuholen.
    Mein erstes Schlagzeug war ein so genannter Billigschrott. Es hieß MAXWIN und wurde von Pearl in Deutschland verkauft. Gut gestimmt und mit einem Ludwig-Bassdrumfell, hatten ("uneingeweihte) an dieses Ludwig-Schlagzeug geglaubt. Übrigens hate ich sämtliche Hardware gegen Titan-Stative von Tama ausgetauscht. Bis auf die windige Doppel-Tomhaltung (natürlich über eine Bohrung mit der 22"er Bassdrum befestigt) Wo hast du dein geiles Ludwig Schlagzeug, nach dem ich ein Signatur Double-Bass-Drum-Set hatte. So ist das eben mit vorgefassten Meinungen... Wer redet heute noch von LUDWIG? Von Rogers? Von Slingerland? Dies überteuerte Zeug ist längst als "Kult" in irgendwelche Museen gelandet. Dort verstauben sie gewaltig.


    Ihr solltet hier einfach mehr gute Tests über diese schlechten Schlagzeuge bringen. Keiper ist Schrott finde ich ohne Begründung nicht sehr informativ. Fame, Magna, Magnum und wie de ganzen Eingenkreationen der Musikhäuser heissen. Was ist mit den billigen Sonor-Sets. Auch nur Schrott?


    Jedenfalls haben die Chinesen das Ding eben raus. Unsere ganze Schlagzeigindustrie in Deutschland hat schon lange gegen Fernost verloren. Macht aber nichts. Wenn einem nichts andereseinfällt als wie die Preise stetig zu erhöhen, darf sich nicht wundern wenn billigschrott viel lieber von den Anfängerschlagzeugern gekauft werden. Es gibt viele Schüler, die nicht über das Geld verfügen. Ich finde es trotzdem gut, wenn sie über so ein "Billigschrott" zum Schlagzeugspiel finden.


    Die Technik ist eben wichtig und der Groove und nicht die Marke oder irgendeine Werbung. Merke: Wer auf ein Roland V-Pro-Serie TD-20K-BK spielen kann und auf einem Millenium MPS-200 überhaupt nicht, der kann vielleicht generell nicht spielen. Der macht sich sogar auf seiner eingefahrenen "Materialschiene" verdächtig...


    freilich täuche ich mich hier... ich fand ja auch TAMA qualitativ wirlich top. Selbst nach 20 Jahren funktioniert alles. Es gibt natürlich Leute die auch hier behaupten: Mann was für ein gräßlicher Schrott! Das hat absolut seine Berechtigung udn ist eben alles eine Form der Erfahrung und Betrachtungsweise.

    TA-MA macht das Drumkit gut! TAAAMMAAA-ohohoho

    3 Mal editiert, zuletzt von DOUBELBASS ()

  • Zitat

    Original von matzdrums
    ich denke auch. hast du etwa getrunken ?


    Das ist typisch für Deinen Kommentar. Sag doch was zur Sache. Bitte...

    TA-MA macht das Drumkit gut! TAAAMMAAA-ohohoho

  • Zitat

    Original von DOUBELBASS
    Ich bin der Meinung, dass hier im Forum alleine nach dem Preis und nach der Qualität Schlagzeugsets eingeteilt werden. Ich finde es nicht richtig generell Firmen und generell die Käufer dieser Marken als inakzeptabel abzutun.


    Nach welchen Kriterien, ausser Preis und Qualität willst du Schlagzeugsets beurteilen?


    Der Sinn der zweiten Satzes erschliesst sich mir leider überhaupt nicht.


    Zum Thema Kult: Kult und Qualität hat nicht unbedingt etwas miteinander zu tun.


    Zitat

    Letztendlich aber liegt ein gutes Schlagzeugspiel alleine in der Technik. Eigentlich ist aus jedem "Schrottschlagzeug" ein guter Groove herauszuholen.“


    Das stimmt nur bedingt. wenn die Hihatmaschine nicht läuft und das Bassdrumpedal klemmt, ist schwerer zu grooven als mit sauberen Material.


    Zitat

    Gut gestimmt und mit einem Ludwig-Bassdrumfell, hatten ("uneingeweihte) an dieses Ludwig-Schlagzeug geglaubt.


    Wenn ich mir auf meine Bassdrum Max Roach draufschreibe, werden mich „Uneingeweihte“ auch dafür halten. Auch wenn er schon gestorben ist.



    Zitat

    Wer redet heute noch von LUDWIG? Von Rogers? Von Slingerland? Dies überteuerte Zeug ist längst als "Kult" in irgendwelche Museen gelandet. Dort verstauben sie gewaltig.


    Gerade hast du noch geschrieben, daß die Ungeweihten dachten, daß du ein Ludwig hast. Meine Slingerland Snare aus den 60ern ist immer noch eine meiner Lieblingstrommeln und wenn ich in problematischen Locations spiele, ist sie meine erste Wahl, weil sie einfach immer gut klingt. Verstaubt also nicht im geringsten.


    Zitat

    Ich finde es trotzdem gut, wenn sie über so ein "Billigschrott" zum Schlagzeugspiel finden.


    Da bin ich anderer Ansicht. Gut, man braucht sich als EInsteiger kein 3.000€ Set kaufen, aber gerade am Anfang ist es sehr schwierig aus einer Trommel einen guten Klang rauszuholen. Grooven tut da sowieso noch lange nichts. Das erste Set an dem ich gespielt habe (nur gespielt, nicht besessen. Leider!) war ein Sonor Hilite. Und jeder Ton der da rauskam, hat mich umgehauen. Geil. Bei einem Lidl, Plus was weiss ich, Set, hätte mich das Fieber sicher nicht so gepackt.


    LgTrommelmann

  • Na ja, ich kann so ein bischen den Ansatz des Themenstarters verstehen. Aber auch nur den!


    Neben den Meinungsäusserungen über die E-Drums, die ich für recht unqualifiziert halte (ich würde mich niemals, wirklich niemals mit einem E-Drum Set dieser neuen Billigheimer auf eine Bühne oder in ein Studio stellen!), sind die anderen Thesen und Meinungen halt einem allgemeinen Frust entsprungen.
    Und Äusserungen wie "Rogers, Slingerland und Ludwig verstauben in irgendwelchen Museen"
    sind wirklich der absolute Bockmist.
    Ich selber spiele ein neues (2007) und ein altes Set(1966) von Ludwig, welche beide großartig klingen und verdammt gut verarbeitet sind. Ausserdem spiele ich wunderschöne Vintagesnares von Ludwig und ein geniales Slingerland Radio King Set von 1959.
    Ich denke, Doublebass, Du würdest nicht so reden, wenn Du in Deinem Leben wirklich mal eine alte Slingerland Artist/Radioking Snare oder eine Brass Supraphonic aus den ganz frühen 60ern gespielt hättest. Oder einem Rogers Holiday aus den 60ern.
    Und gerade Vintagedrums erfreuen sich einer extrem hohen Beliebtheit, speziell im Studiobereich wirst Du das Zeug entdecken.
    In einem Museum habe ich bis jetzt noch nie eine Trommel entdecken können.


    Recht gebe ich Dir damit, daß auch eine minderwertig verarbeitete Trommel in den Händen eines Könners gut klingen wird - es gibt ein schönes Zitat von Dave Mattacks, der in den frühen 70ern John Bonham zu Besuch hatte, und Bonham hat sich dann an das dort aufgebaute Übungsset von Mattacks gesetzt. Das Set hatte Jazzgrößen (18/12/14 und ne Pancake Snare) und natürlich klang das Set nach John Bonham! Also völlig unabhängig von Marke, Qualität und Größen.
    Andrerseits macht es doch ganz einfach mehr Spaß, auf einem tollen Instrument zu spielen, oder?


    Es stimmt, daß die japanischen Sets den Markt bestimmen. Ich spiele diese Marken zwar nicht, aber man muss erkennen, daß dort zum großen Teil ganz einfach verdammt gute Sets gebaut werden! So, wie sie gute Motorräder bauen!
    Zwar alles geklaut, aber gut geklaut und perfektioniert! Vor allen Dingen, was Hardware angeht. das ist der einzige Punkt, wo man den alten, "verstaubten" Set ein dickes minus geben müsste. Aber wer hat 1965 schon gedacht, was Schlagzeuge später mal aushalten müssen? Metal, Punk u.s.w. war ja noch nicht erfunden ;)


    Aber wie gesagt, das Gesagte von Doublebass klingt nach Frust.
    Wo auch immer der herkommt.

  • Tja, die alte Materialfrage. Allerdings bin ich der Meinung, dass das
    Drummerforum in der Hinsicht einen guten Job macht, hier geht es zuerst um Leistung und dann um Preis, Geld hat hier also nicht Vorfahrt.


    Und genau genommen braucht man nichtmal ein Schlagzeug um zu gruvn.

  • sei doch froh, dass die meisten hier nur auf die marke und nicht auf den satzbau schauen... letztere lesen nämlich nach dem ersten satz gar nicht weiter...

    per i tuoi larghi occhi, per i tuoi larghi occhi chiari...

  • Eigentlich sinnlos darüber zu reden. Aber ich hab tatsächlich gerade etwas langeweile:


    Zitat


    Ich finde es nicht richtig generell Firmen und generell die Käufer dieser Marken als inakzeptabel abzutun.


    Obwohl also jemand Schrott anbietet, soll man das Kind nicht beim Namen nennen, nur weil ja doch irgendein Bumm rauskommt? Auch wenn das Bumm eher nach Stomp - und weniger nach Schlagzeug klingt? Auch wenn Folien schlecht verklebt sind, Gratungen schlecht verarbeitet und die Hardware zusammenbricht? Es ist ja nicht so, als würde man nur auf etablierte und endorsende Marken hinweisen: Basix und Stagg sind wohl nicht gerade jene Firmen, die schon immer für hochwertige Drum-Komponenten stehen. Aber sie wurden (auch von Forenmitgliedern) getestet und für gut befunden und haben sich innerhalb des Forums als kostengünstige Alternativen durchsetzen können.



    Zitat


    Dass zum Beispiel ein Roland oder Yamaha E-Drum besser ist als ein billiges wie Fame 505 oder dergleichen ist sicher nicht wegzudiskutieren. Wir müssen ja auch immer die technische Entwicklung in den letzten Jahren betrachten. Wer heute zum Beispiel ein SIMMONS oder DYNACORD E-DRUM aus den 1980er JAhren hochhält und sagt dass sei Kult, hat nichts verstanden. Da ist jedes FAME Billig E-Drumset der pure Genuss.


    Das ist aber schlichtweg der Fluch der technischen Entwicklung und in jedem anderen elektronischen Bereich gleich. Ein Plasmafernseher von früher (20.000€) ist den heutigen Modellen (2.000€) maßlos unterlegen (ebenso bei PC's; Digicams; etc.). Genauso verhält es sich auch bei den e-Drums. Mir fällt allerdings kein Beispiel ein, wo einem e-Drum Anfänger ein Set aus den 80'igern empfohlen wurde. Aber ich erkenne nichts falsches daran, seinen alten Gerätschaften einen gewissen Charme zusprechen zu wollen (Oldtimer fahren sich auch nicht so toll wie perfekt abgestimmte Autos)



    Zitat


    Ich finde sogar, dass es nach dem Üben auf den billigen E-Drums, richtig Spass macht an einem akustischen Set zu spielen.


    Du meinst: Das Spielgefühl auf den billigen E-Drums ist so scheisse, dass du dich richtig darauf freust, mal wieder ein A-Set spielen zu können?!?!



    Zitat


    Es hieß MAXWIN und wurde von Pearl in Deutschland verkauft. Gut gestimmt und mit einem Ludwig-Bassdrumfell, hatten ("uneingeweihte) an dieses Ludwig-Schlagzeug geglaubt. Übrigens hate ich sämtliche Hardware gegen Titan-Stative von Tama ausgetauscht.


    Mal ne kurze Rechnung:
    Annahme 1:
    Millenium irgendwas: 222€
    ordentliche Roadpro Hardware: 379€
    Gesamt: 601€


    Annahme 2:
    Ordentliches Superstar MIT Roadpro Hardware: 799€


    Annahme 3:
    Basix Custom mit sehr brauchbarer Hardware: 599€


    Wieso sollte ich einem Anfänger Schrott raten, wenn für annähernd gleiches Geld ein hübsches Finish und super Kessel bekommen könnte.



    Zitat


    Wer redet heute noch von LUDWIG? Von Rogers? Von Slingerland? Dies überteuerte Zeug ist längst als "Kult" in irgendwelche Museen gelandet.


    Auch wenn man es nicht glaubt... es gibt noch andere Richtungen als Metal. Und da hat auch ein Rogers seine Daseinsberechtigung. ^^
    Zudem hier die technische Entwicklung eine untergeordnete Rolle spielt - ein Schlagzeug, das in den 70igern gut klang, klingt heute auch noch gut (Zustand außer Acht gelassen). In der Schlagzeugherstellung wurden imho nicht solche Quantensprünge gemacht, wie in der Elektronikbranche.



    Zitat


    Letztendlich aber liegt ein gutes Schlagzeugspiel alleine in der Technik. Eigentlich ist aus jedem "Schrottschlagzeug" ein guter Groove herauszuholen.


    Ein Schumacher braucht keinen Ferrari um schnell zu fahren; ein Ribery nicht die teuersten, an den Fuß angepassten Fußballschuhe um seine Gegner zu vernaschen; und ein Portnoy kein Custom-Set zum rocken. Aber in allen Fällen verhilft die richtige Ausrüchtung zum perfekten Ergebnis. Da können Nuancen entscheidend sein, wenn es darum geht die schnellste Runde zu drehen, das beste Ballgefühl zu haben oder den erwünschten Sound zu bekommen, sprich: seine Technik perfekt anwenden zu können. Das gilt aber ebenso für den ambitionierten Hobby-Drummer.



    Zitat


    Ihr solltet hier einfach mehr gute Tests über diese schlechten Schlagzeuge bringen. Keiper ist Schrott finde ich ohne Begründung nicht sehr informativ. Fame, Magna, Magnum und wie de ganzen Eingenkreationen der Musikhäuser heissen.


    Da gab es doch genug Berichte auch hier im Forum, wo man sich so ein Spitzenmodell gegönnt hat und damit mächtig auf die Schnauze gefallen ist (meist auf Grund der mitgelieferten Hardware). Als Proberaumset tut sowas mit Sicherheit absolut seinen Dienst - ob man damit dann auch ins Studio und auf die Bühne geht bleibt wohl jedem selbst überlassen.



    Zitat


    Was ist mit den billigen Sonor-Sets. Auch nur Schrott?


    keine Erfahrungen mit billigen Sonor-Sets gemacht - aber zumindest von Pearls Forum-Serie kann ich aus Erfahrung abraten (auch wieder der Hardware wegen).



    Zitat


    Jedenfalls haben die Chinesen das Ding eben raus. Unsere ganze Schlagzeigindustrie in Deutschland hat schon lange gegen Fernost verloren. Macht aber nichts. Wenn einem nichts andereseinfällt als wie die Preise stetig zu erhöhen, darf sich nicht wundern wenn billigschrott viel lieber von den Anfängerschlagzeugern gekauft werden. Es gibt viele Schüler, die nicht über das Geld verfügen.


    Ja, dann auch mal in der Schule aufpassen und nachschaun, warum die Chinesen uns so günstige Drums anbieten können. Das ist keine Schülerfreundlichkeit oder altruistische Veranlagung der Schlitzaugen. ^^



    Zitat


    Ich finde es trotzdem gut, wenn sie über so ein "Billigschrott" zum Schlagzeugspiel finden.


    Gibt doch ausreichend Alternativen sich den Billigschrott zu ersparen und bspw. gezielt nach Auslaufmodellen, Retourware oder auf dem Gebrauchtmarkt zu suchen - auch wenn das u.U. etwas aufwändiger und zeitintensiver ist, als Müll beim Händler zu ordern. Der Frust kommt übrigens spätestens beim Verkauf des Schrotts - da kommt nämlich der tatsächliche Wert zu Tage.




    Das Forum gibt Tipps und bietet einen Schatz aus bereits gemachten Erfahrungen. Der Leser kann sich diese Tips zu Nütze machen und berücksichtigen, oder aber seine (guten und schlechten) Erfahrungen auf eigenem Wege machen. Im Internet muss man lernen zwischen den Zeilen zu lesen und selbst differenzieren zu können und vor allem auch selbständig gewichten können. Letztlich kommt man beim Kauf um eine eigene Entscheidung nicht drum herum, dabei sollte man sich fragen: Was habe ich? Was brauche ich? Was will ich?


    Wenn ich arm bin und nur ein Schlagzeug brauche, weil mich einmal im Jahr das Gefühl überkommt ein wenig zu daddeln... ja warum denn dann kein Millenium? Aber in dem Moment wo ich ernsthaft spielen will, sollte ich mir überlegen unter Umständen auch ernsthaftes Equipment in Betracht zu ziehen, das mich in meinen Ambitionen unterstüzt - nicht behindert oder frustriert.


    Außerdem sind Geschmäcker bekanntlich verschieden: Der eine kann mit einem Millenium-Modell lange Zeit hochzufrieden sein und seinen Spaß damit haben, der andere ist vielleicht schnell deprimiert von seinem Equipment und verliert die Lust daran. Kaufempfehlungen und gut gemeinte Ratschläge im Forum dienen dazu, einem potenziellen Käufer eventuellen Frust zu ersparen. Die Learning-by-doing Methode erfordert keine Erfahrungsberichte oder Ratschläge.

  • Wat'n Bullshit....mir drängt sich da auch die Frage auf, ob der Themenstarter getrunken hat?



    Grüsse und gute Besserung



    Da Beat




    PS.: Als kleiner Tipp: Wer in einem Forum (und auch im "richtigen" Leben) ernstgenommen werden will, sollte sein Anliegen klar verständlich und nachvollziehbar formulieren ;)

    Lässig kommt von Lassen. Klingt komisch - ist aber so!

  • Doubelbass, im Grunde gebe ich dir recht, was deine Aussagen über die überteuerten Markenartikel angeht.
    Aber der Post ist hier eher überflüssig, weil du gegen die Masse der Markenhörigen hier nicht ankommen wirst. Das ist auch einfach menschlich, ich kann doch nicht z. B. ein überteuertes Sonor 507 kaufen, und zugeben, dass es z.B. schlechter als ein schnödes Basix Custom (welches auch noch preiswerter ist) ist, da steht doch schließlich Sonor drauf.
    Das gilt aber imo nur für die überteuerten Einsteiger Serien der großen Companies, die höheren Serien sind schon alle besser, als der Billigkram (aber eben auch teurer). Untereinander tun die sich auch nichts - eine gehobene Serie von Pearl ist qualitativ genauso gut, wie eine von Tama usw. Klanglich schon verschieden (reine Geschmacksfrage), aber von der Verarbeitungsqualität ebenbürtig. Nur braucht ein Einsteiger diese, doch recht teuren Sets? Bei Einsteigersets muß man schon genau hinschauen - ich habe jahrelang ein Millenium 222 im Proberraum gespielt, es war nicht optimal, aber stabil (und mit ordentlichen Fellen klang es auch ordentlich). das hat damals irgendwas mit 400 DM gekostet und ich habe es dann für 100 € wieder verkauft (auch ohne Markenbonus 50% vom Neupreis nach 3 Jahren Spass)
    Aber vorsichtig! Lidl, Aldi, Norma Angeboten sehe ich nicht als Schlagzeuge an, das ist gesammeltes Entsorgungsmaterial. Auch die ganzen Billigteile, die jetzt vor Weihnachten wieder in den Läden stehen werden sind oft Schund (Warrior, Axl, Detonator etc.). Da sind einfach die Hardwareteile zu wackelig und nicht haltbar genug.


    Ein Wort noch zur Drumelektronik - nichts ist älter, als die Elektronik von gestern. Die überteuerten Triggerpads kann man (hier im Forum vorzüglich dokumentiert) billigst nachbauen und sie funktionieren dann auch noch (oft auch besser als Billigpads der Markenfirmen). Das Steuergerät ist da das einzige teure, aber auch wichtigste Teil. Ob man allerdings die tausende von Möglichkeiten eines Roland zum täglichen Üben zu Hause wirklich braucht, sei mal dahingestellt. Ich denke, da tut es auch eine Billig Fame Teil.

  • Ich finde den Beitrag des Themenstarters nicht schlimm und schon gar so geschrieben, dass man ihm nahelegen muss, dass er betrunken sei.


    Muss man denn immer auf diese Art und Weise zeigen, dass man nicht einer Meinung ist?
    Schämt euch.

    Meine Beiträge sind maschinell erstellt und ohne Unterschrift gültig.
    mein Set


    Elu on nagu hernes.

  • Der Grundgedanke des Themenstarters (als ich die Überschrift las erwartete ich mir einen tollen Bericht) ist richtig und auch interessant, leider ist in meinen Augen die Argumentation komplett in die Hose gegangen.


    Im Grunde ist der Argumentation von Member "Chop" nichts mehr hinzuzufügen, hat es VORTREFFLICH analysiert.


    Trotzdem noch einige meiner Gedankengänge:


    1. Ich denke die Frage wurde ins falschen Forum gesetzt. Eher hätte man damit an die Zeitungsverlage der Drumzeitungen/Musikzeitungen gehen sollen. Hier wird doch dauernd über allmögliches Material gesprochen und Material als "Scheisse" titulieren doch nur einzelne und wenn sowas aufkommt wird von kompetenten Membern gegengehalten.


    2. Member "Chop" hat es vortrefflich analysiert: genausowenig wie ich ein Topeelektrogerät von damals qualitätsmäßig (oder nehmen wir auch die Technik eines Autos) anprangern kann und mit dem heutigen zu vergleichen, ist es genauso schwer es nun mit Elektrodrums zu machen. Ich meine klar kann ich vergleichen, aber der damalige Wissensstand war ein anderer als der heutige.
    Klar kann ich z.B. mit einem Opel Corsa A ohne Servo, ohne Klima, ohne ABS, ohne Airbag ohne wasweißich genauso sicher fahren wie jetzt mit einem Audi A4 der von Spiegelheizung bis Schlupfkontrolle alles drin hat. Ich finde es auch außerdentlich schade, daß manch junger Fahrer nicht mehr in den Genuß der alten Autos kommt, da er von ABS, Servo schon verwöhnt ist und wo Fahren noch wirklich Fahren war und kein durch die Welt navigieren. Trotzdem ist der Stand der Technik nunmal fortgeschrittener.


    3. Wieso sollte keiner mehr von Ludwig oder Rodgers reden? Die Namen Ludwig, Rodgers, Slingerland sind doch hier genau in diesem Forum zuhauf zu finden wie in den Gazetten (ich sage nur "Vintageboom").
    Und also bitteschön: den Namen Ludwig habe ich in den letzten Jahren öfters gelesen als in Anfang der 80er wo ich mit Schlagzeugspielen anfing. Da wußte ich gerade mal, daß Ludwig Snares baut (weil ich eben mit einer solchen begann zu spielen) und meinte komplette Drumkits stellen nur Tama, Pearl, Sonor und Yamaha her.


    4. Auch ich bin der Auffassung, daß das heutige Einsteigermaterial besser und stabiler ist als das Einsteigermaterial von vor 20 Jahren. ALLERDINGS bin ich auch der Auffassung daß selbst das heutige Einsteigermaterial generell (muß man natürlich von Marke zu Marke untersuchen) nicht die Qualität der Profiware von vor 20 Jahren erreicht hat. Und wenn man genau diese alte Profiware (wo man nun wirklich sagen kann die hat 20 Jahre überlebt ohne groß kaputt zu werden) billiger bekommt als die neue Einsteigerhardware na dann rate ich Teufelkommraus nicht zur neuen Einsteigerhardware. Ich weiß nicht ob man grooven kann wenn man dauernd den Beckenständer nachjustieren muß oder man nicht so einstellen kann, daß Trommeln und Hardware genauso aufliegen damit man sie am besten anspielen kann.
    Wie gesagt hier gilt es das Kind beim Namen zu nennen um besser vergleichen zu können.


    Wie gesagt das Thema an sich ist korrekt, interessant und entspricht auch im Kern meiner Auffassung. Die Argumentation vom Themenstartet ist in meinen Augen aber leider komplett misslungen. Als Professor würde ich sagen: am Thema vorbeigeschrieben und nicht aussagekräftige Argumentation.

  • Hallo Leute,


    nur mal ein paar Worte zu den Sonor Billigsets, also ich hab davon eins (force 503) in der Musikschule stehen. In 20, 10, 12, 14 und 14 er Stahl Snare. Bin vom Sound (Pinstripes) recht zufrieden, einziges Manko sind die Tom-Aufhängungen als Kugel-Gelenke ( der Schüler tendiert gemeinhin dazu, die Toms vom Winkel zu neigen, ohne vorher die Schrauben zu lösen :evil:) Und das ist nicht gut für deren Lebensdauer...
    Das Pedale von BD und Hi-hat Maschine aus Kunstoff sind , ist auch nicht so geil...
    Aber, im Direkt-Vergleich mit dem "Platin" Set, ist das Sonor viel besser.


    Ja das alte Leid, aber welche Eltern, gerade von Kindern, geben schonmal 600 € oder mehr für nen gescheites Einsteigerset aus, die wissen ja nie, ob die Kinder bei der Stange bleiben...



    Grüße


    Christoph



    Edith: mit der Rechtschreibung geht's immer erst nach dem 2ten Kaffee....


  • Ich denke, es geht auch hier eher darum, aufzuzeigen, das Billigsets von Markenfirmen einfach oft überteuert angeboten werden, aber im NoName Sektor durchaus hochwertige Alternativen angeboten werden, die oft mehr Features haben, als die oben genannten. Auch von Platin bekommst du ein Set, was durchaus brauchbar für Einsteiger ist und trotzdem um einiges preiswerter als das Sonor. Auch sog. NoName Anbieter haben verschiedene Preis und Qualitätsklassen im Angebot - nur in einem insgesamt niedrigeren Preislevel.
    Diese Alternativen werden aber oft von den Drumzeitschriften und auch hier im Forum unterschlagen oder sogar niedergemacht (mit Argumenten wie z.B. gibt es nur in drei Farben, ist aus minderwertiger Birke/Ahorn, etc.). Das dürfte aber dem preisbewußten Einsteiger egal sein. Ich hätte mir früher ein Loch in den Bauch gefreut, wenn ich so ein Aldiangebot zu Weihnachten bekommen hätte - Hauptsache Drummen. Aus heutiger Sicht sehe ich das etwas anders, aber kann es durchaus noch nachempfinden. Schlagzeugspielen hat bei einigen hier im Forum mittlerweile auch den Stellenwert von Liebhaberei angenommen - und da sind dann die (Preis)Grenzen nach oben hin offen.
    Ich habe mal einen Profidrummer (einer, der wirklich sein Geld mit Spielen verdient und nicht mit Endorsments) gefragt, warum er immer noch sein uraltes Pearl (aus Mahagoni) spielt, und nicht so ein modernes Nobelteil. Er sagte, das bräuchte er nicht, sein Pearl würde funktionieren und in seinen Ohren gut klingen und durch die Perloidbeschichtung wäre es auf Tour wesentlich geschützter, als ein Lackiertes.

  • Zitat

    Jedenfalls haben die Chinesen das Ding eben raus. Unsere ganze Schlagzeigindustrie in Deutschland hat schon lange gegen Fernost verloren. Macht aber nichts. Wenn einem nichts andereseinfällt als wie die Preise stetig zu erhöhen, darf sich nicht wundern wenn billigschrott viel lieber von den Anfängerschlagzeugern gekauft werden. Es gibt viele Schüler, die nicht über das Geld verfügen. Ich finde es trotzdem gut, wenn sie über so ein "Billigschrott" zum Schlagzeugspiel finden.


    Der letzte Satz stimmt. Der Rest leider nicht. Aber es ist ein guter Aufhänger für etwas, was ich schon lange mal irgendwie thematisieren wollte.


    Die Chinesen sind den westlichen (und auch taiwanesischen, japanischen) Firmen mitnichten voraus. Firmen wie Sonor, Tama, DW, Yamaha usw. nutzen den Standort China als billige Produktionsstätte um konkurrenzfähig zu bleiben. Das Know How kommt (bisher) nicht von dort. Warum ist China billig? Die Löhne sind niedrig, es gibt kaum Gewerkschaften, Umweltauflagen fehlen praktisch gänzlich.


    Wer die kritische Berichterstattung verfolgt weiss, unter welch üblen Umständen viele Menschen in China arbeiten müssen: viele ehemalige Bauern werden durch die Industrialisierung dazu gezwungen, in die Fabriken zu gehen, weil die Vergiftung der Natur ihnen keine andere Wahl lässt. Arbeiter müssen mit bloßen Händen mit hochgiftigen Chemikalien arbeiten. Man sollte sich schon mal fragen, warum manche DVD-Player hier nur 20 Euro kosten.


    Möglicherweise sind die Produktionsbedingungen von Mapex oder Sonor in China besser aber trauen tu ich dem Ganzen nicht.


    Daher kaufe ich, wo es geht, nichts aus China. Mein SQ2 kommt aus Deutschland, mein Starclassic aus Japan. Zumindest die Kessel, die Lackierung und der Zusammenbau, die Hardware wird wahrscheinlich auch in China gebaut.


    Meine Meinung ist, dass man für die Dinge, die einem wichtig sind, auch das Geld ausgeben sollte, was dem angemessen ist. Wer das nicht kann, ok. Aber zu jammern, dass die guten Sachen teurer werden und gleichzeitig auf Chinaprodukte zu setzen finde ich zu einfach. Außerdem passt es nicht zusammen. Man bekommt heute ein lackiertes Schlagzeug mit allen Oberklassemerkmalen für weniger als 500 Euro. Sicherlich denkt man beim Kauf nicht darüber nach, aber so eine Kiste ist eben nicht unter den neuesten (westlichen) Gesundheits- Umwelt und Arbeitsstandards entstanden. Man sollte sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass möglicherweise Teile der schönen Lackierung auch in den Lungen der Arbeiter dort landen und mittelfristig für deren verfrühtes Ableben sorgen könnten. Das gleiche gilt für die giftigen Chrombäder.


    Ich will niemandem den Spaß am Schlagzeug madig machen, aber gerade diejenigen von uns, die nicht jeden Cent zehnmal umdrehen müssen, bzw. diejenigen, denen das Trommeln alles bedeutet (dazu zähle ich) sollten sich über so etwas Gedanken machen...Finde ich.


    lieber gruß
    max

  • Die Trommeln jedes Einsteigersets, kriegst du mit doppellagigen Fellen einigermaßen zum Klingen.
    Für mich ist es wichtig, das bei einem Einsteigerset vor allen Dingen, die Hardware vernünftig funktioniert, die Pedale leichtgängig sind, das Snare stativ stabil ist, etc.
    Also, das alles in allem robust verarbeitet ist und über mehrere Jahre belastbar ist. Das ist bei Platin definitiv nicht der Fall, die Pedalerie ist total schwer, die HH - Maschine kannst du nicht gescheit treten, das Snarestativ ist wackelig, usw. Auch wenn die noch so schöne Lackierung darüber hinwegtäuschen will....
    Ich weiss das, da ich auf sonem Teil ne Weile unterrichtet habe.



    dann hast du im Endeffekt nach einem Jahr wieder diese Rechnung.






    Zitat

    Ich habe mal einen Profidrummer (einer, der wirklich sein Geld mit Spielen verdient und nicht mit Endorsments)


    Welcher Pro verdient denn bitte sein Geld mit Endorsements ???



    Grüße


    Christoph

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