was ist besser: Tom-Aufhängung an Beckenarmen oder Tomarme an der Bassdrum?

  • Hallo!
    Ich plane demnächst den Kauf eines Sonor Essential Force Stage S-Drumsets. Da sind die Toms an den Beckenständern angebracht, während bei meinem jetzigen
    alten Tama ein Doppel-Tomarm in der Bassdrum-Rosette sitzt (und zwar bombenfest sitzt).
    Kann man generell sagen, dieses oder jenes Befestigungssystem ist besser? Ich könnte mir halt vorstellen, daß die Beckenständer schon sehr sorgfältig aufgestellt
    werden müssen, damit das ganze nicht kippelig wird. Also mir wäre jetzt aus dem Bauch heraus die Anbringung an der Bassdrum sympathischer, aber ich lasse mich
    gerne vom Gegenteil überzeugen, zumal es meine Wunschdrum nun mal nur mit dem Hängesystem gibt.


    Danke für Eure Meinungen!

  • Hallo,


    ich habe die Frage offen gelassen, bei mir hängt alles am Gerüst.


    Zu Zeiten, wo das noch oder wieder nicht so war:
    wieder eine Alternative: Doppeltomständer.


    Ansonsten: die Rosette ist zu Unrecht in Verruf geraten.
    Für den praktizierenden Trommler ist damit der Aufbau leichter
    und sicherer.


    Das "Essential Force" ohne "S" gibt es mit Rosette, mir ist nicht
    ganz klar, warum man sich das mit "S" und ohne Rosette kaufen
    will. Zur allergrößten Not kann man die Rosette ja nachrüsten.


    Grüße
    Jürgen

  • Habe vor einiger Zeit die Rosete abmontiert, da ich tiefe Toms habe und mir diese für meinen Geschmack bzw. den gewünschten Aufbau durch die Rosette zu hoch hingen.
    Habe jetzt über der BD nur noch 10" und 12" hängen, vorher waren es 12" und 13", alle Toms an Beckenständern. Kann für mich keinen Nachteil feststellen, eher Vorteile die überwiegen.


    Wohlgemerkt habe ich einen Bomm-Stand aus den 90ern von Pearl mit Gegengewicht. Das Ride ist darauf befestigt, das 12" und das 13" Tom jeweils mit Multiklammer ebenfalls, hält bombe!


    Den Vorteil der rosettenlosen BD sehe ich vorallem darin, dass man die Toms flacher und niedriger über der BD aufhängen kann und die Rosette dabei nicht im weg ist.


    Grüße
    GM79

  • Buddy hats eigentlich schon beantwortet.


    kippelig ist son ne Sache: Es kommt drauf an...


    Problem: Wer seine Toms zwecks Ergonomie etwas weiter zur HH gerückt hat, wird beim großen Hängetom Schwierigkeiten bekommen, wenn es mehr oder weniger Richtung "mittig über der BD" tendiert. Da muss sich das Stativ schon ganz schön lang machen und die Füße weiter unter die BD schieben geht nicht. Da ist entweder BD Montage oder Rack besser geeignet als Ständer.
    Bei einem Racktom oder 2 die nicht so sehr offset sitzen sollten Stative
    ausreichend Standfestigkeit liefern wenn man ein Gefühl für den
    Masseschwerpunkt hat.
    Tipp für die Stativmontage: Immer einen Fuss ~richtung Spieler und dieser sollte mittig unter der Hauptlast liegen (kann auch genau zwischen Becken und tom sein) wobei der fuß im idealfall über den Schwerpunkt der Gesamtlast hinausragt (beine zu weit ausziehen wird irgenwann dann aber auch wackelig).


    Ansonsten bleibt nur auszubrobieren was sich ggf. am sound von toms und BD ändert.
    Wenn man noch ein becken ans stativ montiert, kann das das tom zum mitzummen anregen...je nach stimmung und Zusammenspiel der einzelnen Komponenenten. Das kann gut klingen, oder aber auch nerven...oder tritt vielleicht garnicht auf.


    Wer in der Lage ist den sound bestmöglich aus den trommeln zu holen spart bei Bassdrum montage ggf. Stativmaterial und ist von den Positionsmöglichkeiten etwas flexibler.


    Bleibt nur zu empfehlen alles auszuprobieren, wenn genügend Hardware vorhanden ist und dann selbst entscheiden was wann die bessere Wahl ist.
    Ich glaub das ist der Beste weg dieser Frage irgendwann mit Ernüchterung zu begegnen. ;)
    Das ist alles nur garnierung und kann sich mit gutem Spiel auch schnell als ein unwichtiger punkt herauskristallisieren.
    Ein länger schwingendes tom kann keine spielerischen Defizite ausgleichen.


    LG

  • Ich hatte mal ein Leih-Set im Proberaum mit Tom-Größen 8/10/12/14/16, bei dem die Größen 10 und 12 auf der Bassdrum montiert waren, 8 und 14 an Beckenständern. (Das 16er scheidet aus, das war ein Standtom.) An dem Set hing alles sehr stabil, auch das 14er, dabei musste man aber (wie weiter oben schon erwähnt) den Beckenständer so aufbauen, dass ein Fuß direkt unter dem Tom stand, um ein Kippeln zu vermeiden.


    Ich bin aber vor ein paar Jahren auf den Geschmack gekommen, nur ein (Hänge-)Tom zu spielen, das aber auf einem Snareständer montiert ist. Das finde ich viel ästhetischer. Ansonsten würde ich wieder die Bassdrumrosettenversion wählen, damit war ich immer sehr zufrieden.

  • Also bei mir hängen 2 Toms (10x8 und 12x9) ein crash und nen splash an einem einzigen Stativ und da wackelt rein garnix. Klar muss man nen bissel hin und her drehen bis es steht aber es geht alles.



    Schwierig dürfte es mit größeren Toms werden. Insbesondere kommt es da natürlich auf die tiefe an. Ich spiele meine Toms mitlerweile aber auch recht flach.


    Aber ich behaupte besser und schlechter gibt es nicht.


    Sondern alles hat vor und nachteile

  • Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Ich denke, ich werde es mal mit der
    Aufhängung probieren. Dann habe ich beides gehabt und kann mir eine abschließende Meinung bilden.
    Ich habe mich übrigens für das Sonor Essential Force Stage S entschieden, weil das sehr flache Tomkessel hat und ich mir genau das wünsche.


    Wünsche Euch ein schönes Wochenende!

  • Ich würde das mit den Toms aber vorher in dem Musikgeschäft deines Vertrauens ausprobieren, denn falls die Toms aus irgendeinem Grund nicht die Position einnehmen die dir am besten liegt, ja dann beisst du dir hinterher in den A....Ich, für meinen Teil, hab beide Möglichkeiten. Also Rosette auf der BD zwar, aber noch zusätzlich ein Doppel Tomständer, um meinen Aufbau so zu machen wie es mir nach Tagesverfassung gefällt. Von Sonor gibts übrigens auch Tom/Beckenständer, wenn du z.B. links das Tom hast und rechts ein Ride, wird die Sache gleich nicht mehr so wackelig und du ersparst einen zusätzlichen Tripod der ja auch wieder Platz einnimmt. Wenn dein Budget es dir erlaubt, zwei solche Teile anstatt zwei Beckenständer zu erwerben wär das schon eine sinnvolle Alternative.
    Der einzige Nachteil bei diesem System ist: Man sollte sich die einmal für einen optimal Einstellung - Höhe-Neigungswinkel- markieren, ansonsten wirds beim öfteren Aufbau immer ein
    ziemliches Herumgefummel bis man die optimale Position wieder findet. :rolleyes:

  • Meine Erfahrung mit Bassdrumrosetten ist, dass der Ton der Bassdrum als auch der Toms beeinträchtigt wird.
    Sie schwingen einfach nicht, wie es sollte. Deswegen gibt es ja diese ganzen Klammern und Racks...

  • Kann man generell sagen, dieses oder jenes Befestigungssystem ist besser?


    Nein, nicht wirklich.
    Ich persönlich finde die Befestigung auf der Bassdrum einfach schneller beim Auf/Abbau (Toms an Extraständern, und womöglich sogar am Beckenständer montiert, muß man imo elendig lange hin und her rücken, bis sowohl die Toms, als auch das Becken an der gewünschten Positionsind, und dnicht immer hat man seinen eigenen, mit Positionsmalen beklebten, Teppich zur Verfügung (besonders in der zeitlich limitierten Festivalumbausituation ist das Herumrücken dann zusätzlicher Stress)).
    Dann besser ein Racksystem verwenden.

    Meine Erfahrung mit Bassdrumrosetten ist, dass der Ton der Bassdrum als auch der Toms beeinträchtigt wird.
    Sie schwingen einfach nicht, wie es sollte

    .


    Dieser Klangunterschied ist aber doch eher marginal und in der Livesituation eigentlich nicht wirklich hörbar - besonders nicht, wenn wenigstens die Toms auf Freischwingsystemen hängen (im Studiobetrieb mag das natürlich anders aussehen).
    Manche Leute legen sich sogar extra einen Backstein in die Bassdrum, um diese schwerer zu machen und dadurch den Sound konkreter zu machen (und das klappt sogar hörbar, habe es selbst ausprobiert) - eine dickwandige Bassdrum (schwerer) projiziert den Ton auch stärker, als eine Dünnwandige, allerdings hat die Dünnwandige dafür mehr Bässe im leiseren Gesamtklang.

  • Die Behauptung, dass sich der Klang durch die Rosette oder die Aufhängung von Toms ändert, halte ich auch für gewagt. Hört sich eher nach Marketinggeschrei an.


    Äh, nein. Kein Marketing. Wobei, doch, der KLANG ändert sich dadurch nicht. Doch Marketing :rolleyes:


    Ich habe jedenfalls mein Set mit Rosette gegen eines ohne Bohrung in der BD getauscht.
    Beim spielen eines Toms schwingt das andere dank des Doppeltomhalters mit und auf die BD überträgt es sich auch.
    Andersherum überträgt sich das Schlagen der BD auf die Toms die daran hängen, gerade das 12er (bei 10+12 auf der BD) hat bei mir immer kräftig lange nachgesungen.


    Darum habe ich jetzt eben eines, bei dem jedes Tom an seinem eigenen Ständer hängt (aus ermangelung eines Racks, was eine meiner nächsten Anschaffungen werden wird!).
    Keine unerwünschten Nebengeräusche mehr.


    Allerdings ist das ganze auch im STUDIO !!!


    Live nehme ich mein vorheriges Set, da isses nicht nur mir egal, sondern da hört man es eh nicht. Nur.. im Studio mit feinfühligen Mikros usw. da merkt man das halt deutlich.
    Zumindest ich.
    Und ich bin jetzt absolut happy ohne das Loch in der BD :thumbsup:

    21 is only half the truth!

  • Wenn die Toms auf der Base sitzen, sind die Haltearme i.d.R. kürzer und somit stabiler.
    Bei mir haben die Toms mehr geschwungen seit ich sie anders befestigt hatte.

  • Ich habe mich bei meinem Kit sehr bewusst wieder für eine Bassdrumrosette entschieden. Ich will alle Teile am Set unabhängig von einander bewegen und einstellen können. Mit Tom am Beckenständer musste ich immer das Becken nachjustieren nur weil ich das Tom etwas näher ran haben wollte.
    Deswegen haben nun beide Bassdrums eine Rosette! Weiterer Vorteil: ich kann als Beckenständer die ganz leichten Modelle mitnehmen, weil die ja außer dem Becken nix tragen müssen.

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